Zirkumpolare Strichspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Funes

Beschreibung: Da sich die Erde um ihre Achse dreht, rotieren die Sterne auf diesem gut arrangierten Bild von der kanarischen Insel Teneriffa scheinbar um eine Sternwarte. Natürlich sind die bunten, von den Sternen gezogenen konzentrischen Bögen auf den Himmelspol des Planeten zentriert. Der helle Polarstern steht in der Nähe des Pols, was sowohl für Astrofotografen als auch Himmelsnavigatoren auf der Nordhalbkugel bequem ist. Auf dieser Szene ist er hinter der Teleskopkuppel positioniert.

Die Serie mit mehr als 200 gestapelten Digitalaufnahmen aus einem Zeitraum von etwa 4 Stunden wurde mit einer Kamera auf Stativ fotografiert. Das Observatorium war in dieser klaren, dunklen Nacht nicht in Betrieb, doch das ist keine Überraschung. Die Kuppel enthält das große Sonnenteleskop THEMIS des Teide-Observatoriums.

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Quadrantiden

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden, ein jährliches Ereignis für Sterngucker auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde, ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Er erreicht seinen kurzen Höhepunkt normalerweise in den kalten, frühen Morgenstunden des 4. Januar. Der Radiant des Stroms liegt am Himmel im astronomisch veralteten Sternbild Mauerquadrant. Dessen Position liegt an den Grenzen der zeitgenössischen Sternbilder Herkules, Bärenhüter und Drache.

Ungefähr 30 Quadrantiden-Meteore zählt diese Himmelslandschaft, die aus Digitalbildern arrangiert wurde, welche am dunklen, mondlosen Himmel zwischen 2:30 Uhr und der lokalen Dämmerung aufgenommen wurden. Der Radiant des Stroms geht rechts neben dem Vulkan Teide auf der kanarischen Insel Teneriffa auf, unter den Sternen des Großen Wagens am Nordhimmel. Als wahrscheinliche Quelle des Staubstroms, der die Quadrantiden-Meteore erzeugt, gilt seit 2003 ein Asteroid. Sehen Sie sorgfältig hin, dann erkennen Sie auch eine kleine, verräterische grünliche Koma nahe dem oberen Bildrand über dem Vulkangipfel. Das ist Komet Wirtanen, der Weihnachtsgast am irdischen Himmel 2018.

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Der Mond hinter heißer Lava aus dem Ätna

Links geht der Mond hinter dem Ätna unter. Rechts daneben sprüht flüssige Lava vor dem dunklen Nachthimmel nach oben. Durch die heiße Luft wirkt der Mond verschwommen und gekräuselt.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace (GreenFlash.Photo)

Was ist mit dem Mond passiert? Nichts, aber mit dem Bild des Mondes ist was geschehen. Die Hitze einer vulkanischen Lavafontäne wärmte die Luft in der Umgebung auf. Das machte sie turbulent. Daher brach sie das Licht, das hindurchdringt, anders als sonst. Das führte dazu, dass die Lava scheinbar den Mond schmilzt.

Im Bild geht der Stör-Vollmond hinter dem Ätna in Italien unter. Der Vulkan brach vor etwa einer Woche aus. Die Fotografin schoss zwei Bilder kurz nacheinander mit derselben Kamera am selben Objektiv und kombinierte sie. Das erste Bild war eine kurz belichtete Aufnahme. Sie zeigt die Details, wie der Mond untergeht. Die zweite Aufnahme entstand wenige Minuten nach dem Monduntergang. Sie ist länger belichtet und zeigt die Details der Lavaströme.

Auf der Erde sehen wir Sonne, Mond, Planeten und Sterne immer hinter der Atmosphäre, die sie verzerrt. Dadurch können vertraute Himmelskörper eine ungewöhnliche Form haben. Die Lufthülle kann aber auch den Sonnenuntergang verlängern oder lässt den Mond mehrere Minuten früher aufgehen.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Monduntergang hinter dem Vulkan Teide

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Prelude in C Major (J. S. Bach)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Von links kommt etwas Großes runter, doch es ist nur der weit entfernte Mond. Luna wirkt hier so groß, weil sie mit einem Teleskop gefilmt wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde. Durch ihre Rotation verschwindet der Mond langsam hinter dem Pico del Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.

Hier wurden Menschen gefilmten, die 16 Kilometer entfernt sind. Viele blicken zur Kamera, um zu sehen, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer dem Mond gegenüber steht.

Dieses Video entstand letzte Woche beim Milch-Vollmond. Es ist kein Zeitraffervideo, sondern zeigt, wie schnell der Mond tatsächlich unterging.

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Jupitersaison, hawaiianischer Himmel

Der Blick reicht zum Kīlauea und dem Krater Halemaʻumaʻu im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Aus neu entstandenen Schloten steigt eine feurig leuchtende Schwade auf, die nach links zieht. Am sternklaren Himmel strahlt der Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.

Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.

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Blitze beim Ausbruch des Vulkans Sakurajima

Rot glühendes Magma stürzt aus einer Fontäne herab. Es ist mit Asche vermischt. In der ausbrechenden Säule zucken helle Blitze.

Bildcredit: Martin Rietze (ALPE – Fremde Landschaften auf dem Planeten Erde)

Warum zucken manchmal Blitze, wenn ein Vulkan ausbricht? Das Foto den Vulkan Sakurajima im Süden Japans. Im Jänner 2013 brach er aus. Glühend heiße Magmablasen schossen weg, als flüssiges Gestein von unten durch die Oberfläche brach.

Dieses Bild ist interessant, weil nahe beim Gipfel des Vulkans Blitze zucken. Warum es Blitze gibt, wird immer noch erforscht – auch bei gewöhnlichen Gewittern. Die Ursache für vulkanische Blitze ist sogar noch rätselhafter. Wir wissen, dass Blitze Bereiche mit gegensätzlicher getrennter elektrischer Ladung ausgleichen. Kollisionen in vulkanischem Staub, die Ladung induzieren, begünstigen wohl vulkanische Blitze.

Blitze sind auf der ganzen Erde häufig. Meist zucken mehr als 40 Blitze pro Sekunde.

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Sterne über einer Lagune in der Salar de Atacama

Die glatte Lagune mitten im Bild erinnert an ein Auge, das zum Himmel blickt. Rechts steht die Fotografin. Darin spiegeln sich die Milchstraße, die Planeten Mars und Jupiter, die Magellanschen Wolken und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Weather and Sky Photography)

In der Salar de Atacama blickt eine von vielen Lagunen in einer ruhigen Nacht zum Himmel und spiegelt die Sterne. Die Lagune liegt nahe bei San Pedro de Atacama in Chile auf dem Planeten Erde. Im Zentrum der Milchstraße verlaufen kosmische Risse aus Staub, Sternwolken und Nebeln. Sie gehen im Osten hinter den Vulkanen am Horizont auf.

Das besinnliche Panorama aus sechs Einzelbildern entstand am 15. Jänner am frühen Morgen. Nahe der Ekliptik leuchten Jupiter und Mars. Die hellen Planeten im Sonnensystem sind in Zodiakallicht getaucht. Es steigt links über dem galaktischen Zentrum auf. Rechts stehen im Süden über dem Horizont die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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Horizont in Blau und Rot

Hinter Bäumen und einem Spinatfeld leuchtet der Mond mit einem Hof, rechts ragt ein Vulkan aus den Volken, an dessen Gipfel rote Lava glüht.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata)

Was passiert am Horizont? Hinter einem Spinatfeld in Guatemala stehen nicht nur Bäume. Darüber ragt ein großer Vulkan, der Volcán de Fuego (Feuervulkan). Das rote Leuchten auf dem Gipfel ist glühende Lava.

Doch vielleicht wandert euer Auge zum blauen Kreis links über dem Horizont. Er umgibt den Mond. Zusammen mit den anderen Farben bezeichnet man ihn als Korona. Eine Korona entsteht durch die Beugung von Licht – in diesem Fall Mondlicht – an kleinen Wassertröpfchen in der Erdatmosphäre.

In einer Lücke in den Wolken rechts glitzern Sterne und sogar der Planeten Saturn weit hinter dem Vulkan. Der Volcán de Fuego ist zwar häufig leicht aktiv. Doch der Astrofotograf hatte Glück, diese Szene bei einem Ausbruch Ende September fotografieren zu können.

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