Das CFHT zeigt den Kugelsternhaufen M55

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiianisches Sternenlicht

Messier 55, der 55. Eintrag in Charles Messiers Katalog, ist in großer, schöner Kugelsternhaufen mit etwa 100.000 Sternen. Er liegt nur 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze. Für Beobachtende auf der Erde hat er einen Durchmesser von fast zwei Dritteln des Vollmondes.

Kugelsternhaufen wie M55 wandern im Halo unserer Milchstraße. Es sind Sternpopulationen, die durch Gravitation gebunden sind, und sie sind viel älter als die Sterngruppen in der galaktischen Scheibe. Astronom*innen, die Kugelsternhaufen untersuchen, können das Alter und die Entfernung dieser Haufen genau bestimmen. Die Ergebnisse sind auch ein Hinweis das Alter des Universums (…es muss älter sein als die Sterne darin!) und sind eine wichtige Stufe der astronomischen Entfernungsleiter.

Dieses interessante Farbbild entstand mit dem 3,6-Meter-CFHT- Teleskop. Es zeigt etwa 100 Lichtjahre des Kugelsternhaufens M55.

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Der Adlernebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Zwischen blau und gelb leuchtenden Staubwolken ragen zwei dunkle Staubwolken ins Bild. Die Linke wird als Fee bezeichnet, die rechte als Säulen der Schöpfung. Beide befinden sich im Adlernebel M16 im Sternbild Schlange.

Credit und Bildrechte: IAC, Daniel Lopez

In den dunklen Säulen des Adlernebels entstehen helle, blaue Sterne. Berühmt wurde der Sternhaufen durch ein Bild des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 1995. Es zeigt den dramatischen Prozess der Sternbildung.

Dieses Bild entstand mit einem 80-Zentimeter-Teleskop auf den Kanarischen Inseln. Es zeigt einen Teil von M16. Das ist der offene Sternhaufen, der gerade entsteht. Für mehr Detailreichtum wurde es in den Spektralfarben aufgenommen, die von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt werden.

Die hellen blauen Sterne in M16 entstanden schrittweise in den letzten fünf Millionen Jahre. Die jüngsten davon liegen in den berühmten Gas- und Staubtürmen im Zentrum. Sie werden „Säulen der Schöpfung“ und „Fee“ genannt. M16 sieht man mit Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens). Der Sternhaufen ist etwa 20 Lichtjahre groß. Sein Licht braucht etwa 7000 Jahre, um zu uns zu gelangen.

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Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

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Sternbildungshaufen in NGC 3603

In der Mitte funkelt ein Sternhaufen, er ist rechts von einem roten Nebel umgeben.

Credit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)-ESA/ Hubble-Arbeitsgemeinschaft; Dank an: J. Maiz Apellaniz (Inst. Astrofisica Andalucia) et al. und Davide de Martin

Beschreibung: NGC 3603 ist nur 20.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt im nahe gelegenen Carina-Spiralarm unserer Milchstraße. NGC 3603 ist Forschenden gut bekannt als eine der größten Sternbildungsregionen der Milchstraße. Der Offene Sternhaufen in der Mitte enthält Tausende Sterne, die größer sind als unsere Sonne. Diese Sterne entstanden wahrscheinlich erst vor einer oder zwei Millionen Jahren bei einem einzigen Sternbildungsprozess.

Der nahe gelegene Haufen NGC 3603 enthält vermutlich ein passendes Beispiel jener massereichen Sterne, die auch viel weiter entfernte Sternbildungsgalaxien bevölkern. Entstehungswolken aus interstellarem leuchtendem Gas und undurchsichtigem Staub umgeben den Haufen, die von der energiereichen stellaren Strahlung und Sternenwinden geformt wurden. Das Bild wurde mit Hubbles Advanced Camera for Surveys aufgenommen und ist etwa 17 Lichtjahre breit.

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NGC 7129 und NGC 7142: Reflexionsnebel und Sternhaufen

Der Reflexionsnebel NGC 7129 und der offene Sternhaufen NGC 7142 im Sternbild Kepheus liegen im Bild nahe beisammen, in Wirklichkeit sind sie aber unterschiedlich weit entfernt.

Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Dieses hübsche Teleskopbild blickt zum Sternbild Kepheus. Dort ist ein faszinierendes visuelles Paar. Es besteht aus dem staubigen Reflexionsnebel NGC 7129 (links) und dem offenen Sternhaufen NGC 7142. Die beiden sind am Himmel nur ½ Grad voneinander entfernt. Doch ihre Distanz zu uns ist unterschiedlich.

Vorne ist der Staubnebel NGC 7129. Er ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Der offene Sternhaufen NGC 7142 ist wahrscheinlich mehr als 6000 Lichtjahre entfernt. Die allgegenwärtigen, klumpigen Staubwolken liegen im Vordergrund der Region. Sie röten das Licht von NGC 7142. Das erschwert astronomische Beobachtungen des Haufens.

NGC 7142 ist vermutlich ein älterer offener Sternhaufen, während die hellen Sterne, die in NGC 7129 eingebettet sind, vielleicht nur eine Million Jahre jung sind. Die verräterischen sichelförmigen Formen rund um NGC 7129 gehen mit energiereichen Strahlströmen einher, die von jungen Sternen ausgehen. Überraschenderweise können wir trotz des Staubs Galaxien beobachten, die weit entfernt im Hintergrund der farbigen kosmischen Aussicht liegen.

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Sternhaufen Messier 67

Messier 67 im Sternbild Krebs ist ein offener Sternhaufen mit relativ alten Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung – Noel Carboni, Abbildung – Greg Parker

Im Zentrum dieser scharfen Himmelsansicht ballen sich die Sterne von Messier 67, einem der ältesten offenen Sternhaufen, die wir kennen. Zwar sind offene Sternhaufen üblicherweise viel jünger, doch die Sterne von M67 sind wahrscheinlich etwa vier Milliarden Jahre alt; sie haben somit etwa das gleiche Alter und dieselbe Elementhäufigkeit wie die Sonne.

Offene Haufen sind fast immer jünger, weil sie im Laufe der Zeit auseinandertreiben, wenn sie anderen Sternen oder interstellaren Wolken begegnen oder den gravitationsbedingten Gezeiten unterworfen sind, während sie das Zentrum unserer Galaxis umrunden. Dennoch enthält M67 mehr als etwa 500 Sterne. M67 liegt ungefähr 2800 Lichtjahre entfernt im Sternbild Krebs und ist etwa 12 Lichtjahre groß.

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