Plejaden und Sternstaub

Das Bild ist voller Sterne und molekularem Gas. In der Mitte leuchtet ein Sternhaufen, der von blauen Nebeln umgeben ist.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Habt ihr schon einmal den Sternhaufen der Plejaden gesehen? Die Plejaden sind der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel. Sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt sind sie ohne Fernglas zu erkennen. Sie sind auch als Sieben Schwestern und M45 bekannt.

Der Sternhaufen der Plejaden gehört zu den hellsten und am nächsten gelegenen offenen Haufen. Er rast etwa 400 Lichtjahre entfernt durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden sind bekannt für ihre eindrucksvollen blauen Reflexionsnebel.

Dieses 3 Grad breite Weitwinkelbildbild der Region zeigt den berühmten Sternhaufen in der Mitte. Das Bild betont nahe gelegene, weniger bekannte staubhaltige Reflexionsnebel in einem Bereich, der breiter ist als 20 Lichtjahre. Die Schwestersterne und die kosmischen Staubwolken stehen in keinem Zusammenhang, sie wandern nur zufällig durch die gleiche Region im All.

Zur Originalseite

Der offene Sternhaufen M25

Das Bild zeigt einen offenen Haufen aus Sternen, die von einem blauen Schimmer umgeben sind.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiianisches Sternenlicht

Beschreibung: Viele Sterne wie unsere Sonne sind in offenen Haufen entstanden. Der hier gezeigte offene Sternhaufen M25 enthält Tausende Sterne und ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Die Sterne in diesem Haufen entstanden gemeinsam vor etwa 90 Millionen Jahren. Die hellen jungen Sterne in M25 wirken blau. Offene Sternhaufen werden auch als galaktische Haufen bezeichnet. Sie enthalten weniger und jüngere Sterne als Kugelsternhaufen. Anders als Kugelsternhaufen befinden sich offene Haufen allgemein nur in der galaktischen Ebene. M25 ist mit einem Fernglas im Sternbild Schütze (Sagittarius) zu sehen.

Zur Originalseite

Der Wal und der Hockeyschläger

Links unten und rechts oben leuchten zwei bläuliche Galaxien im Bild, umgeben von Sternen.

Credit und Bildrechte: Josef Poepsel, Stefan Binnewies (Capella-Observatorium)

Beschreibung: NGC 4631 befindet sich rechts oben, sie ist eine große, schöne Spiralgalaxie, die wir von der Kante sehen. Sie ist nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im nördlichen Sternbild Jagdhunde. Die leicht gekrümmte Keilform dieser Galaxie erinnert manche an einen kosmischen Hering, andere an einen Wal. Das führte zu ihrem gängigen Namen Walgalaxie. Sie ist ähnlich groß wie unsere Milchstraße.

Auf diesem prächtigen Farbbild sind die interstellaren Staubwolken des Wals, der gelbliche Kern und junge blaue Sternhaufen leicht zu erkennen. Eine Begleitgalaxie, die kleine elliptische NGC 4627, steht über der Walgalaxie. Links unten befindet sich NGC 4656, eine weitere verzerrte Galaxie mit der Form eines Hockeyschlägers.

Die Verformungen und Vermengungsspuren aus Gas, die in anderen Wellenlängen beobachtet wurden, lassen vermuten, dass alle drei Galaxien in ihrer Vergangenheit nahe Begegnungen miteinander hatten. Die Walgalaxie hat einen Halo aus heißem Gas ausgestoßen, das im Röntgenlicht leuchtet.

Zur Originalseite

M13, ein prächtiger Kugelsternhaufen

In der Mitte leuchtet ein sehr dichter Kugelsternhaufen.

Credit und Bildrechte: Danny Lee Russell

Beschreibung: M13 ist einer der markantesten und am besten bekannten Kugelsternhaufen. Er ist mit einem Fernglas im Sternbild Herkules zu sehen und häufig eines der ersten Objekte, die neugierige Himmelsbeobachter finden, wenn sie nach himmlischen Wundern suchen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. M13 ist die kolossale Heimat von mehr als 100.000 Sternen und misst mehr als 150 Lichtjahre im Durchmesser. Er ist weiter als 20.000 Lichtjahre von uns entfernt und älter als 12 Milliarden Jahre. Bei der Einweihung des Arecibo-Radioteleskops im Jahre 1974 wurde eine Radiobotschaft über die Erde zu M13 geschickt. Der Grund für das geringe Vorkommen ungewöhnlicher blauer Nachzüglersterne (blue stragglers) in M13 ist noch unbekannt.

Zur Originalseite

Seepferdchen in der Großen Magellanschen Wolke

Vor einem leuchtend türkisen Hintergrund zeichnen sich Dunkelwolken ab, eine davon erinnert an ein Seepferdchen.

Credit: NASA, ESA und Mario Livio (STScI)

Mache erkennen hier ein großes Ungeheuer im Weltraum. Doch es ist viel größer als ein Monster. Anderen erscheint es wie ein grasendes Seepferdchen. Aber das dunkle Objekt rechts ist eigentlich eine leblose Säule aus rauchartigem Staub. Sie ist etwa 20 Lichtjahre lang.

Die seltsame Staubform liegt in der benachbarten Großen Magellanschen Wolke in einer Sternbildungsregion neben dem Tarantelnebel. Der energiereiche Nebel erzeugt einen Sternhaufen. Er wird als NGC 2074 bezeichnet. Sein Zentrum liegt beim Hals des Seepferdchens.

Dieses Bild in zugewiesenen Farben entstand letztes Jahr mit der WFPC2 zu Ehren von Hubbles 100.000. Umlauf um die Erde. Die Weitwinkel-Planetenkamera 2 befand sich an Bord des Weltraumteleskops Hubble. Im Haufen entstehen junge Sterne, deren Licht und Winde gleichzeitig im Lauf der nächsten Millionen Jahre langsam die Staubsäulen erodieren.

Zur Originalseite

Der Kugelsternhaufen NGC 2419

Im Bild sind ein Kugelsternhaufen, ein Stern und ein Doppelstern in einer aufsteigenden Diagonale angeordnet.

Credit und Bildrechte: Richard Hammar

Beschreibung: Von den drei markanten Objekten auf diesem ruhigen Teleskopbild, einer Ansicht in Richtung des verstohlenen Sternbildes Luchs, sind zwei (die mit den Strahlen) nahe gelegene Sterne. Das dritte ist der entlegene Kugelsternhaufen NGC 2419 mit einer Entfernung von fast 300.000 Lichtjahren. NGC 2419 wird manchmal „der intergalaktische Wanderer“ genannt – eine passende Bezeichnung, wenn man bedenkt, dass die Entfernung der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie unserer Milchstraße, nur etwa 160.000 Lichtjahre beträgt. NGC 2419, der anderen riesigen Kugelsternhaufen wie Omega Centauri sehr ähnlich und eigentlich selbst sehr hell ist, erscheint hier blass, weil er so weit entfernt ist. NGC 2419 könnte tatsächlich einen außergalaktischen Ursprung haben, er könnte zum Beispiel aus den Überresten einer kleinen Galaxie stammen, die von der Milchstraße eingefangen und aufgeteilt wurde. Doch seine extreme Entfernung macht es schwierig, seine Bestandteile mit anderen Kugelsternhaufen, welche den Halo unserer Galaxis durchwandern, zu untersuchen und zu vergleichen.

Zur Originalseite

Planetarischer Nebel NGC 2818

Das Bild zeigt einen blau-türkisen Nebel, der von einer orangefarbenen Wolkenfront umgeben ist.

Credit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA)

NGC 2818 ist ein schöner planetarischer Nebel, also die gasförmige Hülle eines vergehenden sonnenähnlichen Sterns. Er bietet vielleicht einen Ausblick auf die Zukunft unserer Sonne, wenn sie in 5 Milliarden Jahren in ihrem Kern Wasserstoff und anschließend Helium als Brennstoff für ihre Kernfusion verbraucht hat.

Seltsamerweise liegt NGC 2818 anscheinend in einem losen offenen Sternhaufen, nämlich NGC 2818A. Er ist ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im südlichen Sternbild Kompass (Pyxis). Offene Sternhaufen driften nach wenigen hundert Millionen Jahren auseinander. Daher ist dieser wohl außergewöhnlich alt, wenn einer seiner Sterne schon das Stadium des planetarischen Nebels erreicht hat.

Bei der bekannten Entfernung des Sternhaufens ist der planetarische Nebel NGC 2818 etwa 4 Lichtjahre breit. Das Hubble-Bild ist ein Komposit aus Schmalbandfilter-Aufnahmen. Die Filter zeigen die Emissionen von Stickstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen im Nebel. Sie sind in roten, grünen und blauen Farbtönen abgebildet.

Zur Originalseite

M45, der Sternhaufen der Plejaden

Vor einem Hintergrund voller Sterne leuchten die Plejaden, deren Sterne von intensiv blauen Nebeln umgeben sind.

Credit und Bildrechte: Phillip L. Jones  / VisualUnivese.org

Die Plejaden sind der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel. Man sieht sie ohne Fernglas sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt. Sie sind auch unter dem Namen Siebengestirn oder M45 bekannt. Der Sternhaufen der Plejaden ist einer der hellsten und nächstgelegen offenen Sternhaufen.

Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne. Sie sind etwa 400 Lichtjahre von uns entfernt und haben einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Ein bekanntes Teleskop und eine Autofirma haben den Namen des Sternhaufens übernommen. Im Bild sind die blauen Reflexionsnebel sehr gut zu sehen, den hellen Haufen umgeben. Auch massearme, lichtschwache Braune Zwerge wurden in den Plejaden gefunden.

Zur Originalseite