Der Lagunennebel in Sternenstaub und -gas

Der Lagunennebel leuchtet vor einem dichten Teppich aus Sternen. Der Rand im Bild ist rötlich, innen ist er hellblau. Die Globulen aus dunklem Staub sind ein Hinweis, dass immer noch Sterne entstehen.

Bildcredit und Bildrechte: Remus Chua (Celestial Portraits)

Der majestätische Lagunennebel enthält viele junge Sterne und heißes Gas. Er hat einen Durchmesser von 100 Lichtjahren und ist nur 5000 Lichtjahre entfernt. Der Lagunennebel ist so groß und hell, dass er im Sternbild Schütze ohne Teleskop zu sehen ist. Viele helle Sterne leuchten in NGC 6530. Er ist ein offener Haufen, der vor wenigen Millionen Jahren in dem Nebel entstand.

Der größere Nebel ist auch als M8 und NGC 6523 bekannt. Er wird wegen dem Staubband links neben der Mitte des offenen Sternhaufens „Lagune“ genannt. Ein heller Knoten aus Gas und Staub im Zentrum des Nebels heißt Sanduhrnebel. Dieses Bild ist ein neu bearbeitetes Panorama von M8. Es ist fünfmal so breit wie der Mond. Die Sternbildung im Lagunennebel dauert immer noch an. Man erkennt das an den vielen Globulen.

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Sternenlandschaft in Sagittarius

In den dichten Sternwolken im Sternbild Schütze leuchten rötliche Wolken aus Wasserstoff. Sie wurden von Charles Messier katalogisiert. Eins der Objekte ist eigentlich ein Fenster, durch das man Sternfelder hinter den Dunkelwolken sieht.

Bildcredit und Bildrechte: Terry Hancock (Down Under Observatory)

Diese opulente Sternenlandschaft im Sagittarius-Spiralarm beim Zentrum unserer Milchstraße ist am Himmel fast 7 Grad breit. Das Teleskop-Mosaik zeigt bekannte helle Nebel und Sternhaufen. Sie wurden im 18. Jahrhundert vom kosmischen Touristen Charles Messier katalogisiert.

Der Adlernebel M16 (rechts) und der Schwanennebel M17 (in der Mitte) sind beliebte Stationen bei Sternreisen. Sie sind die hellsten Emissionsregionen mit Sternbildung. Ihre Flügelspannweiten betragen etwa 100 Lichtjahre. Sie sind mehr als 5000 Lichtjahre entfernt. Ihr markantes rötliches Leuchten stammt von Wasserstoffatomen.

Der farbige offene Sternhaufen M25 links oben ist näher. Er ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt und an die 20 Lichtjahre groß. M24 ist auch als Sagittarius-Wolke bekannt. Sie liegt am unteren Bildrand links neben der Mitte. M24 ist ein enges Fenster in den undurchsichtigen Feldern aus interstellarem Staub, durch das blassere, weiter entfernte Milchstraßensterne zu sehen sind.

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Der Schmetterlingshaufen M6

Mitten im Bild leuchtet der Sternhaufen M6 im Sternbild Skorpion. Sein Umriss erinnert an einen Schmetterling. Rechts leuchtet ein markanter roter Emissionsnebel. Der Hintergrund ist dicht von Sternen gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Manche sehen im Umriss des offenen Sternhaufens M6 einen Schmetterling. M6 im Sternbild Skorpion ist oben abgebildet. Man kennt ihn auch als NGC 6405. Er ist etwa 20 Lichtjahre breit und an die 2000 Lichtjahre entfernt. Am besten sieht man ihn bei dunklem Himmel mit einem Fernglas. Er ist am Himmel etwa gleich breit wie der Vollmond.

Wie auch andere offene Haufen besteht M6 vorwiegend aus jungen, blauen Sternen, doch der hellste Stern ist fast orangefarben. M6 ist geschätzte 100 Millionen Jahre alt. Wenn man die Entfernung zu Haufen wie M6 bestimmt, hilft das, die Entfernungsskala des ganzen Universums zu eichen.

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Der Hexernebel

Der Hexernebel ist mit und ohne Sterne abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Miller

Der offene Sternhaufen NGC 7380 ist noch in seine Entstehungswolke aus interstellarem Gas und Staub eingebettet. Sie ist allgemein als Hexernebel bekannt. Zusammen mit Vorder- und Hintergrundsternen liegt er in der Ebene unserer Milchstraße. Er ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Kepheus.

Der Vollmond passt leicht in diese Teleskopansicht, die den Haufen mit seinem Nebel zeigt. Er ist vier Millionen Jahre jung und normalerweise viel zu blass für das bloße Auge. Das Bild entstand mit Teleskop und Kamera. Es zeigt Formen und Strukturen des Hexers, die mehrere Lichtjahre groß sind. Die Farbpalette des Bildes ist dieselbe, die durch Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble bekannt wurde. Die Wellenlängen von den Wasserstoff-, Sauerstoff- und Schwefelatomen im Nebel wurden mit Schmalbandfiltern aufgenommen. Für das fertige Digitalkompositbild wurden sie in grüne, blaue und rote Farben umgewandelt.

Doch der Hexer hat noch ein Ass im Ärmel. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, verschwinden die Sterne. Nur das kosmische Gas und der Staub im Hexernebel bleiben übrig.

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Messier 20 und 21

Links im Bild leuchtet der berühmte Trifidnebel, ein rosaroter Nebel, der von Staubwolken dreigeteilt ist, umgeben von einem blauen Nebel. Rechts darüber strahlt ein Sternhaufen. Im Hintergrund sind Sterne und kaum sichtbare Nebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Lorand Fenyes

Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt. Er leuchtet an die 5000 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Schütze. Man findet ihn leicht mit einem kleinen Teleskop. Das gut komponierte Gesichtsfeld ist fast 1 Grad breit. Die farbige Studie kosmischer Kontraste zeigt auch den offenen Sternhaufen Messier 21 rechts oben.

Staubbahnen teilen den Trifidnebel in drei Teile. Er ist etwa 40 Lichtjahre groß. Der Nebel ist zirka 300.000 Jahre alt. Damit ist er eine der jüngsten Sternbildungsregionen am Himmel. Die neuen, noch unfertigen Sterne sind in die Staub- und -Gaswolken gehüllt, in denen sie entstanden sind.

Die Distanz zum offenen Sternhaufen M21 ist ähnlich wie die zu M20. Die beiden teilen sich zwar die prächtige Teleskop-Himmelslandschaft, doch es besteht keine Verbindung zwischen ihnen. Die Sterne in M21 sind ungefähr 8 Millionen Jahre alt, also viel älter als M20.

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Hubble zeigt den planetarischen Nebel NGC 2818

Zwischen sehr wenigen Sternen leuchtet der Nebel NGC 2818 im Sternbild Kompass (Pysis). Seine geschwungenen Ränder sind braunorange, das Innere leuchtet türkis-blau.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA)

NGC 2818 ist ein schöner planetarischer Nebel. Das ist die gasförmige Hülle eines vergehenden sonnenähnlichen Sterns. Er bietet vielleicht einen Blick in die Zukunft unserer Sonne, nachdem sie weitere 5 Milliarden Jahren Wasserstoff im Kern fusioniert hat. Dann hat sie auch das Helium als Brennstoff für Kernfusion verbraucht.

NGC 2818 liegt im offenen Sternhaufen NGC 2818A. Er ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im südlichen Sternbild Kompass (Pyxis). In der Entfernung des Sternhaufens wäre der Nebel etwa 4 Lichtjahre groß.

Genaue Messungen der Geschwindigkeit des Nebels zeigen etwas Seltsames: Die Eigengeschwindigkeit des Nebels weicht stark von der Geschwindigkeit der Sterne im Haufen ab. Das ist ein starkes Indiz, dass NGC 2818 nur zufällig in der Sichtlinie des Sternhaufens liegt. Somit hat er weder das Alter noch die Entfernung des Haufens.

Das Hubblebild wurde aus Aufnahmen mit Schmalbandfiltern kombiniert. Es zeigt die Emissionen von Stickstoff-, Wasserstoff– und Sauerstoffatomen im Nebel in roten, grünen und blauen Farbtönen.

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Die Tarantelzone

Der rot leuchtende Tarantelnebel füllt fast das ganze Bild. Links über der Mitte ist sein Zentrum.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Der Tarantelnebel ist eine gewaltige Sternbildungsregion in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (GMW). Er ist größer als 1000 Lichtjahre. In der detailreichen farbigen Teleskopansicht befindet sich das kosmische Spinnentier links oben. Die Aufnahme entstand aus Breit- und Schmalbandfiltern.

Das Bild ist am Himmel fast 2 Grad breit (4 Vollmonde). Es reicht über einen mehr als 8000 Lichtjahre großen Bereich in der GMW. Der zentrale junge Haufen mit massereichen Sternen in der Tarantel (NGC 2070) ist als R136 katalogisiert. Darin liefern intensive Strahlung, Sternwinde und Supernova-Stoßwellen die Energie für das Leuchten des Nebels. Sie formen auch die spinnenartigen Fasern.

Um die Tarantel sind weitere stürmische Sternbildungsregionen mit jungen Sternhaufen, Fasern und blasenförmigen Wolken verteilt. Das Sichtfeld zeigt außerdem den Schauplatz der nächstgelegenen Supernova in jüngster Zeit. Es ist SN 1987A über der Mitte. Das reiche Sternfeld liegt im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado).

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Der offene Sternhaufen NGC 290: Ein Sternenschmuckkästchen

Wie Juwelen in einem Schmuckkästchen glitzern die Sterne des offenen Sternhaufens NGC 290 im Sternbild Tukan. Sie leuchten in verschiedenen Farben und sind unterschiedlich hell. Der Sternhaufen ist von vielen weiteren kleineren Sternen umgeben.

Bildcredit: ESA und NASA; Danksagung: E. Olszewski (U. Arizona)

Juwelen leuchten nicht so hell – nur Sterne können das. Doch die Sterne im offenen Haufen NGC 290 glitzern wie Edelsteine in einem Schmuckkästchen. Es ist eine schöne Präsentation in Farbe und Helligkeit. Der fotogene Haufen wurde kürzlich vom Weltraumteleskop Hubble im Orbit fotografiert. Offene Sternhaufen sind jünger als Kugelsternhaufen. Sie enthalten wenige Sterne, und ihr Anteil an blauen Sternen ist viel höher.

NGC 290 ist ungefähr 200.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt in einer Nachbargalaxie, der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW). Der offene Haufen enthält Hunderte Sterne. Er ist etwa 65 Lichtjahre groß. NGC 290 und andere offene Haufen sind gute Forschungsstätten, wenn man herausfinden möchte, wie sich Sterne mit unterschiedlicher Masse entwickeln. Denn alle Sterne im offenen Haufen sind etwa gleichzeitig entstanden.

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