Sonnen-Analemma 2024

Über einem Gebirge verläuft eine Achterschleife, gebildet aus Sonnenbildern, die im Lauf des Jahres 2024 über einem Gebirge fotografiert wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Betul Turksoy

Aufgenommen im Verlauf des Jahres 2024 zeigt diese Bilderserie ein Muster im jahreszeitlichen Lauf der täglichen Sonnenbewegung am irdischen Himmel.

Die achterförmige Kurve ist manchen auch als Analemma bekannt. Sie wurde durch Aufnahmen festgehalten, die ausschließlich an klaren Tagen um 13 Uhr Ortszeit in Kayseri, Türkei, gemacht wurden. Selbstverständlich befand sich die Sonne an den Sonnenwenden 2024 am oberen und unteren Ende der Kurve. Diese entsprechen dem astronomischen Beginn von Sommer und Winter auf der Nordhalbkugel.

Die Punkte entlang der Kurve auf halber Strecke zwischen den Sonnenwenden – nicht aber der Kreuzungspunkt der Achterkurve – markieren die Tag-und-Nacht-Gleichen 2024 und damit den Beginn von Frühling und Herbst. Regionale Gipfel und der ruhende Vulkan Erciyes erstrecken sich am südlichen Horizont in dieser Himmelslandschaft von 2024.

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Ein Jahr in Sonnenuntergängen

Das Bild zeigt 12 Sonnenuntergänge in einem Jahr. Die Position der Sonne am Horizont verändert sich im Lauf des Jahres.

Bildcredit und Bildrechte: Wael Omar

Diese Serie von Panoramabildern zeigt die Sonnenuntergänge am westlichen Horizont während eines Jahres. Die Bildfolge wurde im Voraus geplant. Die Bilder dafür wurden um den 21. Tag des jeweiligen Monats von April 2023 bis März 2024 aufgenommen, und zwar immer am selben Standort mit Blick auf die ägyptische Hauptstadt Kairo.

An jedem Ort auf der Erde zwischen den Polarkreisen markieren die nördlichen und südlichen Extrempunkte der untergehenden Sonne (im Bild rechts und links) die Tage der Sonnenwende. Der lateinische Begriff dafür lautet Solstitium. Das bedeutet „Stillstand der Sonne“. Am Tag der Sonnenwende hält die jahreszeitliche Verschiebung des täglichen Sonnenwegs am Himmel scheinbar inne. Dann kehrt die Verschiebung um, und die tägliche Sonnenbahn steigt am Himmel wieder höher.

Auch heute steht die Sonnenbahn still. Am 21. Dezember 2024 um exakt 09:21 UTC erreicht die Sonne die südlichste Deklination. Das ist der astronomische Beginn des Winters auf der Nordhalbkugel und des Sommers im Süden.

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Analemma in der Auffahrt

Videocredit und -rechte: Nick Wright

Steht die Sonne jeden Tag am gleichen Punkt am Himmel? Nein! Eine visuelle Antwort auf diese Frage bietet ein Analemma. Das ist eine Fotomontage aus Himmelsaufnahmen, die ein Jahr lang täglich am selben Ort und zur selben Zeit gemacht wurden. Das fertige Bild zeigt, dass die Sonne die Zahl Acht am Himmel beschreibt.

Das ungewöhnliche Analemma in diesem Video zeigt jedoch nicht die Sonne: Es zeigt den Blick in die Gegenrichtung. Alles was dazu nötig ist, ist den Punkt zu markieren, wo der Schatten der Ecke eines Hauses an jedem klaren Tag zur gleichen Zeit auf die Auffahrt fällt. Der Fotograf aus Falcon, Colorado (USA) begann im März regelmäßig die Position des Schattens um 13 Uhr zu markieren. In einem Bild kann man sogar den Fotografen selbst sehen.

Dieses Analemma wird erst 2025 fertig sein, doch ihr können schon heute mit eurem eigenen Hausauffahrt-Analemma beginnen. Spezielle Ausrüstung ist dazu nicht nötig.

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Eiswolken über einem roten Planeten

Über dem rostroten Mars geht links eine bläuliche Sonne unter. Rechts schweben ungewöhnliche Wolken hoch oben in der Marsatmosphäre.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Kevin M. Gill; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo

Was könnte man auf der Oberfläche des Mars sehen? Vielleicht blickt man über eine weite orange Landschaft, die von Felsbrocken übersät ist. Der Himmel wäre staubig-orange, mit seltsam geformten Wasserwolken. Am Horizont geht eine bläuliche Sonne unter.

So einen Anblick fing der NASA-Marsrover Perseverance letzten März im Bild ein. Die orange Farbe stammt von verrostetem Eisen im Marsstaub. Einige der Teilchen sind klein genug, dass sie vom Wind in die Atmosphäre getragen werden. Der bläuliche Farbton rund um die untergehende Sonne entsteht, weil der blaue Anteil des Sonnenlichts durch den schwebenden Staub stärker gestreut wird.

Die hellen Wolken rechts im Bild bestehen wahrscheinlich aus Wassereis. Sie schweben hoch in der Marsatmosphäre. Einige dieser Wolken zeigen Formen, die auf der Erde ungewöhnlich wären. Sie sind daher Gegenstand der Forschung.

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Feuerring über der Osterinsel

Von Palmen umgeben leuchtet ein Feuerring am dunklen Himmel. Es ist die Sonne, die fast vom Mond verdeckt ist. Weil aber der Mond zu weit von der Erde entfernt ist, kann er die Sonne nicht ganz abdecken.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (CarnegieLas-Campanas-Observatorium, TWAN)

Die zweite Sonnenfinsternis des Jahres 2024 begann mitten im Pazifik. Am 2. Oktober bewegte sich der Mondschatten von Westen nach Osten. Auf dem schmalen Pfad des Kernschattens war eine ringförmige Finsternis zu sehen. Dieser verlief größtenteils über dem Ozean. Nahe der Südspitze Südamerikas war der einzige Ort, wo der Schatten auf Land fiel. Im südlichen Atlantik endete schließlich der Schattenwurf des Mondes. Die dramatische Phase der totalen ringförmigen Sonnenfinsternis wird von manchen auch als Feuerring bezeichnet.

Der Kernschatten des Mondes streifte auch Inseln im südlichen Pazifik. Das ermöglichte den Bewohnern der Osterinsel, alle Phasen der ringförmigen Finsternis zu verfolgen. Es gab von hier freie Sicht auf den Feuerring, der von Palmenblättern umrahmt war. Die Darstellung entstand aus zwei Bildern. Eines wurde mit und eines ohne Sonnenfilter zum Zeitpunkt der maximalen ringförmigen Phase aufgenommen. Die Silhouette des Neumonds erscheint knapp neben der Mitte. Sie ist von der hellen Scheibe der aktiven Sonne umschlungen.

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SOHO zeigt fünf helle Kometen

Fünf der sechs Bildfelder zeigen eine blau gefärbte Korona, aufgenommen mit dem Sonnenteleskop SOHO, und einen Kometen mit Schweif. Das sechste Feld ist leer.

Credit für die Bildzusammenstellung: Tunc Tezel (TWAN)

Diese Bilder vergleichen fünf helle Kometen, die von einem Koronographen an Bord der langlebigen Raumsonde SOHO aufgenommen wurden.

In chronologischer Reihenfolge sind sie alle an ihren Schweifen zu erkennen. Die Schweife bewegen sich in der Mitte des jeweiligen Sichtfeldes von der Sonne weg. Der direkte Blick auf die überwältigend helle Sonne ist durch die Abdeckscheibe des Koronagraphen versperrt.

Jeder Komet war für erdgebundene Himmelsbeobachter*innen unvergesslich, beginnend links oben mit dem Kometen McNaught, dem (bisher) hellsten Kometen des 21 Jahrhunderts. C/2023 A3 Tsuchinshan-Atlas nähert sich seinem Perihel mit der aktiven Sonne unten in der Mitte. Er hat in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit von Kometenbeobachtern rund um den Erdball auf sich gezogen.

Vielleicht füllt sich bis Ende Oktober 2024 das leere 6. Feld mit dem hellen Sungrazer-Kometen C/2024 S1 Atlasoder aber auch nicht.

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Ringförmige Sonnenfinsternis über Patagonien

Am Ufer eines Sees steht eine Person und beobachtet hoch am Himmel, wie sich eine dunkle Scheibe vor die Sonne schiebt. Es ist der Mond bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis.

Bildcredit und Bildrechte: Alexis Trigo

Findet ihr die Sonne im Bild? Das ist einfach, doch könnt ihr erklären, warum ein großer dunkler Fleck in der Mitte ist? Der Fleck ist der Mond und das Bild zeigt eine ringförmige Sonnenfinsternis. Dabei steht der Mond direkt vor der Sonne, er lässt aber einen Ring an Sonnenlicht über.

Letzte Woche fand so eine Finsternis statt. Sie war entlang eines dünnen Streifens hauptsächlich auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. Das hier gezeigte Bild wurde im chilenischen Patagonien fotografiert.

Wenn der Mond der Erde näher steht und sich vor die Sonne schiebt, dann ist auf Teilen der Erde eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Ringförmige Finsternisse sind etwas häufiger als totale Finsternisse. Doch da sich der Mond langsam von der Erde entfernt, wird in weniger als einer Milliarde Jahre der Mond in seiner Umlaufbahn nicht mehr nahe genug herankommen, um irgendwo auf der Erde eine totale Sonnenfinsternis zu erzeugen.

Galerie: Ringförmige Finsternis im Oktober 2024

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Finsternis bei Sonnenaufgang

Am orange beleuchteten Himmel steigt die Sonne hinter den Wolken auf. Sie ist teilweise vom Mond verdeckt und hat daher eine Sichelform.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian (Eyes at Night)

Die zweite Sonnenfinsternis von 2024 begann im Pazifik. Am 2. Oktober zog der Schatten des Mondes von West nach Ost. Auf einem schmalen Pfad, der hauptsächlich über das Meer führte, war dabei eine ringförmige Finsternis zu beobachten. Der Pfad kreuzte über die Südspitze von Südamerika und endete im Südatlantik. Die spektakuläre ringförmige Phase einer solchen Finsternis wird auch als Feuerring bezeichnet. In einem breiteren Streifen war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.

Auf diesem Schnappschuss ist die verfinsterte Sonne kurz nach Sonnenaufgang über den Wolken zu sehen. Das Bild wurde am Besucherzentrum des Mauna-Kea-Observatoriums auf der Insel Hawaii aufgenommen. Die Verfinsterung hatte zu diesem Zeitpunkt dort schon fast das Maximum erreicht.

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