Die nicht so stille Sonne

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Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Nach einem langen Sonnenminimum ist die Sonne nun nicht mehr so ruhig. Am 1. August hielt dieser Sonnenschnappschuss im extremen Ultraviolett des Solar Dynamics Observatory einen komplexen Ausbruch an Aktivität fest, die sich auf der nördlichen Hemisphäre abspielt. Das Falschfarbenbild zeigt das heiße Sonnenplasma bei Temperaturen zwischen 1 und 2 Millionen Kelvin. Zusammen mit den ausbrechenden Filamenten und Protuberanzen brach links in der aktiven Region eine kleine(!) Sonnenfackel aus, die von einem koronalen Massenauswurf (CME) begleitet wurde – einer Wolke aus Milliarden Tonnen energiereicher Teilchen, die den Planeten Erde ansteuerten. Der Massenauswurf überwand die 150 Millionen Kilometer in nur zwei Tagen und prallte auf die Magnetosphäre der Erde, was einen Sturm im Erdmagnetfeld sowie Nord– und Südlichter hervorrief.

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Dunkle Filamente der Sonne

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Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Dieses dunkle Filament, das von Magnetfeldern über einer aktiven Region gehalten wird, umfasst 40 Erddurchmesser. Die bedrohliche Struktur scheint nahe dem Sonnenrand in der Zeit festgefroren zu sein, doch Sonnenfilamente sind instabil und brechen häufig aus. Das detailreiche Szenario wurde am 18. Mai im extrem ultravioletten Licht von Kameras an Bord des Solar Dynamics Observatory aufgenommen. Während das kühlere Plasma der Filamente dunkel wirkt, folgt das heißere, hellere Plasma darunter den Magnetfeldlinien, die von der aktiven Region ausgehen. Filamente sehen jedoch vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums hell aus, wenn sie sich über den Sonnenrand wölben, und werden dann als Protuberanzen bezeichnet.

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SDO filmt eine große ausbrechende Protuberanz


Credit: NASA / Goddard / SDO-AIA-Team

Beschreibung: Manchmal kann ein Teil der Sonne einfach in den Weltraum hinaus explodieren. Diese Explosionen können als mächtige Sonnenfackeln, koronale Massenauswürfe oder vergleichsweise zahm ausbrechende Sonnenprotuberanzen auftreten. Oben ist einer der größten Sonnenprotuberanz-Ausbrüche dargestellt, die je beobachtet wurden – eine, die mit einem darauf folgenden koronalen Massenauswurf in Verbindung gebracht wird. Die Protuberanz brach letzten Monat aus und wurde von mehreren die Sonne beobachtenden Instrumenten aufgezeichnet, darunter dem kürzlich gestarteten Solar Dynamics Observatory (SDO). Das oben gezeigte Zeitraffervideo wurde von SDO aufgenommen und dauerte einige Stunden. In den vergangenen Monaten wurde unsere Sonne zunehmend aktiv, nach einem einige Jahre dauernden ungewöhnlich ruhigen Sonnenminimum. Im Laufe der nächsten paar Jahre wird unsere Sonne voraussichtlich ein Sonnenfleckenmaximum erreichen und einen dramatischen Anstieg an Sonnenflecken und allen Arten von Sonnenexplosionen zeigen.

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SDO: die extrem ultraviolette Sonne

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Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Keine Panik, die Sonne ist nicht verrückt geworden. Doch dieses stürmisch aussehende Porträt des der Erde nächstgelegenen Sterns wurde am 30. März vom kürzlich gestarteten Solar Dynamics Observatory (SDO) gemacht. Die in Falschfarben gezeigte Kompositansicht zeigt extrem ultraviolette Strahlung und zeichnet heißes Plasma bei Temperaturen auf, die fast 1 Million Kelvin erreichen. Bei voller Auflösung sollen SDO-Bilddaten die Sonnenoberfläche in noch nie dagewesenem Detailreichtum erfoschen. Tatsächlich wird SDO täglich 1,5 Terabyte an Daten zurücksenden, was dem täglichen Herunterladen etwa einer halben Million Musikstücke im MP3-Format entspricht. Bei den aktuellen SDO-Datenveröffentlichungen ist auch ein hoch aufgelöster Film vom Ausbruch der riesigen Protuberanz, die oben links am Sonnenrand zu sehen ist.

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Ungewöhnliche Raketenwellen zerstören Nebensonne

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Credit und Bildrechte: George C. Privon (U. Virginia)

Beschreibung: Wie entstanden diese Raketenwellen, und warum zerstörten sie die Nebensonne? Eine genaue Betrachtung des obigen Bildes zeigt nicht nur eine Rakete, die nahe der Bildmitte aufsteigt, sondern auch ungewöhnliche Luftwellen rundum und recht eine farbenprächtige Nebensonne. Die Rakete, die das Solar Dynamics Observatory (SDO) trägt, hob vor zwei Wochen von Cape Canaveral in Florida (USA) in einen kalten, blauen Himmel ab. Das SDO soll die Sonne im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich beobachten und die Sonnenatmosphäre in hoher Auflösung und schnellen Zeitskalen erforschen. Die Luftwellen – oben etwa eine Minute nach dem Start zu sehen – traten unerwartet auf, ebenso wie das plötzliche Verschwinden der Nebensonne, nachdem die Wellen vorbeigelaufen waren. Beobachtet und aufgezeichnet wurden sie von mehreren Zusehern, und es gibt viele Spekulationen über den Ursprung der Luftwellen. An einer laufenden Diskussion darüber können Sie hier im Diskussionsforum Asterisk von APOD teilnehmen. Eine der wahrscheinlichsten Annahmen besagt, dass die Wellen von einem Schallknall stammen, der entstand, als die Rakete die Schallmauer durchbrach, wodurch eine dünne Schicht aus Eiskristallen, welche die Nebensonne erzeugten, durcheinandermischte. Es bleibt jedoch die Frage, warum andere Raketenstarts keine Luftwellen wie die beobachteten erzeugen, und warum die Wellen oberhalb der Rakete deutlicher zu sehen waren. Wenn Sie Bilder eines Flugzeugs oder einer Rakete kennen, die ähnliche Luftwellen erzeugten, fügen Sie diese bitte der Diskussion hinzu – sie könnten zur besseren Erklärung des Effekts beitragen.

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