Der Reflexionsnebel vdB1

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, University of Arizona

Beschreibung: Jedes Buch hat eine erste Seite, und jeder Katalog hat einen ersten Eintrag. So beginnt zum Beispiel der van-den-Bergh-Katalog (vdB) für Sterne, die von Reflexionsnebeln umgeben sind, mit dieser hübschen blauen kosmischen Wolke. In interstellaren Staubwolken, die das Licht der nahen Sterne reflektieren, leuchten die Nebel normalerweise blau, weil die Streuung der Staubkörnchen bei kürzeren (blaueren) Wellenlängen effizienter ist. Die gleiche Art der Streuung verleiht dem Planeten Erde seinen blauen Tageshimmel. Van den Berghs Liste aus dem Jahr 1966 enthält insgesamt 158 Einträge, die auf der nördlichen Hemisphäre leicht zu sehen sind, darunter der helle Sternhaufen der Plejaden und andere beliebte Ziele für Astrofotografen. VdB1 hat einen Durchmesser von weniger als 5 Lichtjahren, ist etwa 1600 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Kassiopeia. Zwei weitere faszinierende Nebel befinden sich in der Szenerie auf der rechten Seite. Sie weisen Schleifen und ausströmende Gebilde auf, die mit dem energiereichen Prozess der Sternbildung zusammenhängen. Darin befinden sich die extrem jungen veränderlichen Sterne V633 Cas (oben) und V376 Cas.

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Meropes Reflexionsnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Leonardo Orazi

Beschreibung: Reflexionsnebel reflektieren das Licht eines nahen Sterns. Viele kleine Kohlenstoffkörnchen im Nebel reflektieren das Licht. Die blaue Farbe, die typisch für Reflexionsnebel ist, entsteht, weil der Kohlenstoffstaub blaues Licht effizienter streut als rotes. Die Helligkeit des Nebels wird von der Größe und Dichte der reflektierenden Körnchen bestimmt, aber auch von der Farbe und Helligkeit des Nachbarsterns oder der Nachbarsterne. NGC 1435, oben abgebildet, umgibt Merope (23 Tau), einen der hellsten Sterne der Plejaden (M45). Die Nebeligkeit der Plejaden entstand durch die zufällige Begegnung eines offenen Sternhaufens mit einer staubhaltigen Molekülwolke.

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Siebengestirn versus Kalifornien

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Rechts oben stehen die blau gekleideten Plejaden. Sie sind auch als die sieben Schwestern oder M45 bekannt und einer der hellsten und am leichtesten sichtbaren offenen Sternhaufen am Himmel. Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne, sind etwa 400 Lichtjahre entfernt und haben einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Ein eindrucksvoller blauer Reflexionsnebel aus feinem Staub umgibt die Sterne.

Ein moderner Mythos besagt, dass einer der helleren Sterne verblasste, seit der Haufen benannt wurde. Weiter unten steht links der rot leuchtende Kaliforniennebel. Dieser Nebel ist viel blasser und daher schwieriger erkennbar als die Plejaden. Er wurde nach seiner Form benannt. Diese Masse an rot leuchtendem Wasserstoff ist auch als NGC 1499 bekannt und ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Der Vollmond würde etwa 250 Mal zwischen die beiden Nebel passen. Auf diesem lang belichteten Weitwinkel-Kompositbild wurden beide abgebildet.

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Eine Hexe im Sternlicht

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Credit und Bildrechte: Star Shadows Remote Observatory (Steve Mazlin, Jack Harvey, Rick Gilbert, Teri Smoot, Daniel Verschatse)

Beschreibung: Diese furchterregende Fratze leuchtet im Dunkeln im Sternenlicht. Das krumme Profil lässt an seinen gängigen Namen denken: Hexenkopfnebel. Dieses bezaubernde Teleskop-Porträt vermittelt den Eindruck, als fixierte die Hexe ihren Blick auf Orions hellen Superriesensterm Rigel. Die kosmische Staubwolke erstreckt sich über 50 Lichtjahre und reflektiert das blaue Licht des nahe gelegenen Sterns Rigel, was ihr die charakteristische Farbe eines Reflexionsnebels verleiht. Der Hexenkopfnebel ist als IC 2118 katalogisiert und etwa 1000 Lichtjahre entfernt. Natürlich könnten Sie in der heutigen Gruselnacht eine Hexe sehen, aber keine Panik! Wir wünschen einen sicheren und fröhlichen Abend vor Allerheiligen!

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Die farbenprächtigen Wolken von Rho Ophiuchi

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Credit: Adam Block, KPNO Visitor Program, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Die zahlreichen eindrucksvollen Farben der Rho-Ophiuchi-Wolken (sprich: o-fi-u-chi) zeugen von vielen Prozessen, die dort stattfinden. Die blauen Regionen leuchten hauptsächlich in reflektiertem Licht. Das blaue Licht des Sterns Rho Ophiuchi und anderer Sternen aus der Umgebung wird von diesem Teil des Nebels effizienter reflektiert als rotes Licht. Der Tageshimmel der Erde erscheint aus dem gleichen Grund blau.

Die roten und gelben Regionen leuchten wegen der Emissionen des atomaren und molekularen Gases im Nebel. Licht von blauen Sternen in der Umgebung, die energiereicher sind als der helle Stern Antares, stößt Elektronen aus den Hüllen der Atome. Das Gas leuchtet, wenn diese Elektronen sich wieder mit den Atomen verbinden. Die dunklen Regionen werden von Staubwolken gebildet. Diese Staubwolken entstehen in den Atmosphären junger Sterne und blockieren wirksam das Licht, das hinter ihnen abgestrahlt wird.

Die Rho-Ophiuchi-Sternenwolken, die viel näher sind als der Kugelsternhaufen M4oben im linken Bildbereich -, enthalten sogar wesentlich mehr Farben, als Menschen sehen können – die Wolke strahlt Licht in jeder Wellenlänge aus – vom Radiobereich bis hin zu den Gammastrahlen.

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Der Trifidnebel mit Sternen und Staub

Der Trifidnebel M20 im Sternbild Schütze vereint Schönheit und Chaos.

Bildcredit und Bildrechte: R. Jay GaBany (Cosmotography.com)

Der Trifidnebel vereint unbeschreibliche Schönheit und ein unvorstellbares Chaos. Der fotogene Nebel ist auch als M20 bekannt, mit einem guten Fernglas seht ihr ihn im Sternbild Schütze.

Die energiereichen Sternbildungsprozesse erzeugen nicht nur die Farben, sondern auch das Chaos. Wasserstoff leuchtet rot, wenn energiereiches Sternenlicht auf interstellaren Wasserstoff stößt. Die dunklen Staubfasern in M20 entstanden in den Atmosphären kühler Riesensterne und in den Überresten von Supernovaexplosionen. Welche hellen, jungen Sterne die blauen Reflexionsnebel beleuchten, wird weiterhin erforscht.

Das Licht von M20, das wir heute sehen, verließ den Nebel vor vielleicht 3000 Jahren, doch die genaue Entfernung ist nicht bekannt. Licht braucht etwa 50 Jahre, um M20 zu durchqueren.

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