Sieben staubige Schwestern in Infrarot

Das Sichtfeld mit faserartigem Staub ist in verschiedene Abschnitte in unterschiedlichen Farben eingeteilt. Im Hintergrund leuchten Sterne.

Bildcredit: NASA, WISE, IRSA, Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Ist das wirklich der berühmte Sternhaufen der Plejaden? Sie sind für ihre kultigen blauen Sterne bekannt, doch hier sind die Plejaden in Infrarotlicht abgebildet, sodass der umgebende Staub die Sterne überstrahlt. Drei Infrarotfarben wurden in visuelle Farben umgewandelt (R=24, G=12, B=4.6 Mikrometer). Die Basisbilder stammen von der NASA-Raumsonde WISE zur Weitwinkel-Durchmusterung in Infrarot im Erdorbit.

Der Sternhaufen der Plejaden ist als M45 katalogisiert. Er wird landläufig Sieben Schwestern genannt und liegt zufällig in einer vorbeiziehenden Staubwolke. Das Licht und die Winde der massereichen Sterne der Plejaden stoßen bevorzugt kleinere Staubteilchen ab. Dadurch wird der Staub – wie man sieht – zu Fasern geschichtet.

Die Plejaden im Sternbild Stier (Taurus) sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung umfasst das Bild etwa 20 Lichtjahre.

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NGC 2626 am Rand der Vela-Molekülwolke

In der Mitte dieser Aufnahme befindet sich ein Nebel, bestehend aus einem blauen Reflexionsnebel mit einem roten Rand, der teilweise von einer undurchsichtigen Staubwolke verdeckt ist. Beschreibung im Text.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Mark Hanson

Mitten in dieser farbenprächtigen kosmischen Leinwand liegt der schöne, blaue Reflexionsnebel NGC 2626 in der südlichen Milchstraße. Er befindet sich neben einer undurchsichtigen Staubwolke und ist von den rötlichen Wasserstoffemissionen des großen H-II-Gebietes RCW 27 umgeben.

NGC 2626 liegt in einem Komplex aus staubhaltigen Molekülwolken, der als Vela-Molekülwolke bekannt ist, und er ist auch selbst eine Wolke aus interstellarem Staub, der das blaue Licht des heißen jungen Sterns reflektiert, der im Nebel eingebettet ist. Doch die astronomische Forschung zeigt viele weitere junge Sterne und damit verbundene Nebel in der Sternbildungsregion.

NGC 2626 ist ungefähr 3200 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Teleskopsichtfeld in der Vela-Molekülwolke etwa 30 Lichtjahre breit.

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Reflexionen der 1970er

Der Reflexionsnebel sieht in der Bildmitte aus wie ein laufender Mann.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Stern

Die 1970er werden manchmal von der Astronomie ignoriert, wie zum Beispiel diese schöne Reflexionsnebelgruppe im Orion: NGC 1977, NGC 1975 und NGC 1973. Oft werden sie neben dem strahlenden Leuchten der nahen Sternbildungsregion, dem bekannten Orionnebel, übersehen. Sie befinden sich in Orions Schwert nördlich vom hellen Orionnebelkomplex.

Die Reflexionsnebel sind auch mit Orions riesiger Molekülwolke verbunden, die etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist, sind aber von einer charakteristischen blauen Farbe geprägt. Diese Farbe entsteht, wenn interstellarer Staub das Licht heißer junger Sterne reflektiert.

Auf diesem scharfen Farbbild erscheint ein Teil des Orionnebels am unteren Rand und eine Ansammlung an Reflexionsnebeln in der Bildmitte. NGC 1977 reicht über das Feld unter der Mitte, rechts darüber liegt NGC 1973 und links darüber NGC 1975, beide getrennt durch dunkle Regionen, die von den blassen, rötlichen Emissionen von Wasserstoffatomen gesäumt sind.

Die kombinierten dunklen Bereiche erinnern an den landläufigen Spitznamen der Region: Running-Man-Nebel. In der geschätzten Entfernung von Orions staubiger Molekülwolke wäre dieser laufende Mann etwa 15 Lichtjahre groß.

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Messier 45: Die Töchter von Atlas und Pleione

Die blauen Reflexionsnebel um die Plejaden sind nur zufällig im selben Himmelsbereich wie der Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Thrun

Der offene Sternhaufen der Plejaden ist etwa 400 Lichtjahre entfernt. Er rast durch eine kosmische Staubwolke. Die Plejaden werden auch Sieben Schwestern genannt. Sie sind für ihren markanten blauen Reflexionsnebel berühmt. Am Nachthimmel liegen sie im Sternbild Stier im Orion-Arm unserer Milchstraße.

Die Sternschwestern und die staubige Wolke stehen in keinem Zusammenhang. Sie durchqueren nur zufällig dieselbe Region im Weltraum. Wir kennen die kompakte Sterngruppe ist seit der Antike. Galileo war der erste, der sie skizzierte, als er den Himmel mit einem Teleskop beobachtete. Er notierte auch Sterne, die zu blass für das bloße Auge sind. Charles Messier vermerkte den Haufen als 45. Eintrag in seinem berühmten Katalog an Dingen, die keine Kometen sind.

In der griechischen Mythologie waren die Plejaden die sieben Töchter der Meeresnymphe Pleione und des astronomischen Titanen Atlas. Pleione und Atlas zählen zu den neun hellsten Sternen im Haufen. Das Bild entstand mit einem Teleskop und wurde aufwändig bearbeitet und farblich kalibriert. Es zeigt punktförmige Sterne und detaillierte Fasern aus interstellarem Staub. Die Belichtungszeit betrug mehr als 9 Stunden. Im Sternhaufen der Plejaden wäre das Bild mehr als 20 Lichtjahre breit.

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Plejaden: Der Sternhaufen der sieben Schwestern

Das Bild wurde lange belichtet, es zeigt den Sternhaufen der Plejaden mitsamt der leuchtend blauen Staubwolken, in die sie eingebettet sind.

Bildcredit und Bildrechte: Blake Estes (iTelescope am Siding-Spring-Observatorium) und Christian Sasse

Habt ihr schon einmal den Sternhaufen der Plejaden gesehen? Selbst dann habt ihr ihn wahrscheinlich noch nie so groß und deutlich gesehen wie hier. Die Plejaden sind der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel. Ihre hellen Sterne sind sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt mit bloßem Auge zu sehen.

Doch mit einer langen Belichtungszeit an einem dunklen Ort treten die Staubwolken um den Sternhaufen der Plejaden sehr markant hervor. Diese 11-Stunden-Belichtung wurde am Siding-Spring-Observatorium in Australien fotografiert. Sie zeigt einen Himmelsbereich, der so groß ist wie mehrere Vollmonde.

Die Plejaden sind auch als die sieben Schwestern und M45 bekannt, ihre Entfernung beträgt ungefähr 400 Lichtjahre und sie liegen im Sternbild Stier (Taurus). Ein weitverbreiteter Mythos mit aktueller Wendung besagt, dass einer der helleren Sterne seit der Benennung des Haufens verblasst ist, sodass seither nur noch sechs der Schwestersterne mit bloßem Auge sichtbar sind. Doch die tatsächliche Zahl der Plejadensterne kann mehr oder weniger als sieben betragen, je nach Dunkelheit des umgebenden Himmels sowie der Klarheit und des Sehvermögens der beobachtenden Person.

Himmelsüberraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (Deutsche Übersetzung ab August 2007)
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Der Wolfshöhlennebel

Der Reflexionsnebel im Bild ist eine dunkle längliche Form, deren Spitze blau leuchtet. Im Hintergrund sieht man rote Emissionsnebel einer früheren Supernovaexplosion.

Bildcredit und Bildrechte: Gianni Lacroce

Dieser rätselhafte blaue Reflexionsnebel wird in Katalogen als VdB 152 oder Ced 201 bezeichnet. Er ist sehr blass und liegt an der Spitze des langen Dunkelnebels Barnard 175. Die beiden befinden sich in einem staubigen Komplex, der auch Wolfshöhle genannt wird. Die kosmischen Erscheinungen in der Mitte dieser Teleskopansicht sind fast 1400 Lichtjahre entfernt. Sie liegen in der nördlichen Milchstraße im königlichen Sternbild Kepheus.

Der interstellare Staub in der Region verdeckt das Licht der Sterne im Hintergrund. Er streut das Licht des eingebetteten hellen Sterns. Das verleiht dem Nebel seine typische blaue Farbe. Sterne entstehen zwar in Molekülwolken. Doch dieser Stern wanderte anscheinend zufällig in die Region, denn seine Geschwindigkeit im Weltraum, die gemessen wurde, unterscheidet sich stark vom Tempo der Wolke.

Am unteren Bildrand liegt der planetarische Nebel Dengel-Hartl 5. Rechts ist ein rötlicher Schleier aus Gas. Er stammt von einem urzeitlichen Supernovaüberrest.

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Weitwinkel-Kokonnebel

Der Kokonnebel IC 5146 mit Emissions- und Reflexionsnebeln im Sternbild Schwan sieht wie ein Komet aus.

Bildcredit und Bildrechte: Andy Ermolli

Wann sieht ein Nebel wie ein Komet aus? Dieses dicht besetzte Sternenfeld zeigt mehr als zwei Grad im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus). Der Blick wird zum Kokonnebel gelenkt. Der kosmische Kokon ist eine kompakte Sternbildungsregion. Links leuchtet ein heller Nebel mit Emissionen und Reflexionen, rechts zieht sich eine langen Spur aus interstellaren Staubwolken. Dadurch wirkt der ganze Komplex ein bisschen wie ein Komet.

Der zentrale helle Kopf des Nebels ist als IC 5146 katalogisiert und umfasst etwa 10 Lichtjahre. Der dunkle staubige Schweif ist fast 100 Lichtjahre lang. Beide Nebel sind ungefähr 2500 Lichtjahre entfernt.

Der helle Stern nahe der hellen Nebelmitte ist wahrscheinlich nur wenige Hunderttausend Jahre alt. Er liefert die Energie für das Leuchten des Nebels und schafft einen Hohlraum im Staub und Gas der Molekülwolke, in der Sterne entstehen. Die langen, staubigen Filamente des Schweifs sind zwar auf diesem Bild in sichtbarem Licht dunkel, doch sie verbergen neu entstehende Sterne, die man in Infrarotwellenlängen sehen kann.

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Der schöne Trifid

Der Trifidnebel im Sternbild Schütze besteht aus Emissions-, Reflexions und Dunkelnebeln. Seine dreigeteilte Form führt zu seinem landläufigen Namen Trifid.

Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Der prächtige Trifidnebel ist eine kosmische Kontraststudie. Er ist auch als M20 bekannt und liegt etwa 5000 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Schütze. Der Trifid ist eine Sternbildungsregion in der Ebene unserer Galaxis und repräsentiert drei verschiedene Arten astronomischer Nebel: Rote Emissionsnebel, in denen das Licht von Wasserstoffatomen leuchtet, blaue Reflexionsnebel, deren Staub Sternenlicht reflektiert, und Dunkelnebel, deren dichte Staubwolken als Silhouetten erscheinen.

Die rote Emissionsregion wird von undurchsichtigen Staubbahnen grob in drei Teile geteilt, was dem Trifid seinen landläufigen Namen verleiht. Säulen und Strahlen rechts über der Mitte des Emissionsnebels, die von neu entstandenen Sternen geformt wurden, sind auf Nahaufnahmen der Region zu sehen, die mit dem berühmten Weltraumteleskop Hubble gemacht wurden.

Der Trifidnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß. Er ist zu blass für das bloße Auge und bedeckt am irdischen Himmel fast den Bereich eines Vollmondes. Der offene Sternhaufen M21 lugt am rechten unteren Bildrand knapp in dieses Teleskopsichtfeld.

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