Heimat von oben

Ein Astronaut mit Kopfhörern blickt aus einem runden Fenster, durch das man den Rand der Erde sieht.

Credit: Expedition 18, NASA

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Der Astronaut Greg Chamitoff blickt aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ISS auf den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden. Die ISS kreist etwa 350 Kilometer über der Erde. Das ist hoch genug, um den Horizont der Erde gekrümmt zu sehen. Durch das Fenster sah der Astronaut Chamitoff einige komplexe Wolken auf der Erde in Weiß. Die Atmosphäre und die Ozeane, die Leben ermöglichen, schimmern blau.

Die Raumstation kreist etwa alle 90 Minuten um die Erde. Menschen, die unten leben, können leicht zur ISS hinauf schauen. Man sieht die ISS ist immer wieder als hellen Lichtpunkt, der kurz nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Mit Teleskopen erkennt man sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation. Das Bild entstand Anfang letzten Monats im Labor Kibō der ISS.

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Internationale Raumstation: Wo ist der Astronaut?

An der Struktur der ISS befindet sich ein Astronaut, der Reparaturarbeiten durchführt. Er ist aber schwer erkennbar, weil er gleich gefärbt ist wie das Tragwerk. Unten ragt das Labor Columbus ins Bild, dahinter ist die Erde als blaue Linie erkennbar.

Credit: Besatzung STS-126, NASA

Wo ist der Astronaut? Diese gewaltige Anordnung gehört zur Internationalen Raumstation ISS. Irgendwo reinigt der Astronaut Steve Bowen gerade Kernstücke am markanten Außenposten der Erde und rüstet sie auf. Bowen und die Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper, die nicht im Bild ist, nahmen an der Mission STS-126 der Raumfähre Endeavour teil. Sie wurde kürzlich beendet. Das Ziel war die ISS.

Der Außenbordeinsatz dauerte fast drei Stunden. Die beiden schwebten hoch über dem Planeten Erde. Gerade begann Bowen mit einem Hauptziel der Mission, nämlich der Wartung der Solar-Alpha-Drehgelenke, um die Solarpaneele besser zur Sonne zu richten. Unten ragt das zylinderförmige Columbus-Labor ins Bild. Von rechts zeigt ein riesiger Ausleger der Raumstation bis zur Bildmitte. An seinem hinteren Ende sind riesige Solarpaneele befestigt. Sie versorgen die ISS durch Sonnenlicht mit Strom. In der Ferne wölbt sich am Horizont der blaue Bogen der dünnen Erdatmosphäre.

Der nächste Shuttleflug ist für Februar 2009 geplant. Dann liefert die Raumfähre Discovery weitere Elemente zum Ausbau der ISS.

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Eine außergewöhnliche Reise

Im Bild sind die kometenähnlichen Teile eines abstürzenden Raumfahrzeugs abgebildet

Credit: Jesse Carpenter, Bill Moede, Peter Jenniskens (NASA Ames Research Center)

Der Sciencefiction-Autor Jules Verne schrieb im 19. Jahrhundert visionäre Arbeiten über außergewöhnliche Reisen, darunter Erzählungen über Raumfahrt und eine Novelle über eine Reise von der Erde zum Mond.

Das Automated Transfer Vehicle (ATV) wurde passenderweise nach ihm benannt. Es ist ein Roboter-Raumfahrzeug, das von der Europäischen Weltraumagentur ESA neu entwickelt wurde, um Fracht zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen, und dockte dieses Jahr erfolgreich an die ISS an.

Als das ATV Jules Verne abgekoppelt und kontrolliert zum Absturz gebracht wurde, verfolgten Astronomen* seinen Wiedereintritt über dem Pazifik und stellten detaillierte Vergleiche des aktuellen Ereignisses mit Computersimulationen vom Wiedereintritt und dem Auseinanderbrechen von Raumfahrzeugen in der Erdatmosphäre an.

Dieses dramatische Bild des sich auflösenden 13-Tonnen-Raumfahrzeugs ist ein Einzelbild aus einem hoch aufgelösten Video, das am DC-8 Airborne Laboratory der NASA aufgenommen wurde. Die Beobachtungen waren Teil der Jules Verne Multi-Instrument Aircraft Campaign von ESA und NASA.

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48 Jahre Raumfahrt

Das Bild zeigt die Internationale Raumstation mit beschrifteten Details.

Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Dieses Jahr feierte die NASA ihr 50jähriges Bestehen. Das regte den Astronomen Ralf Vandebergh zu einen Beitrag an. Er fotografierte historische Raumfahrzeuge in der Erdumlaufbahn – mit einer einfachen Ausrüstung und einem händisch nachgeführten 10-Zoll-Newton-Spegelteleskop. Dieses eindrucksvolle Ergebnisbild zeigt tatsächlich 48 Jahre Raumfahrt.

Im Jahr 1960 startete der Satellit TIROS 2 (links), einer der ersten erfolgreichen Wettersatelliten. Der Satellit TIROS (Television InfraRed Observation System) wurde 1961 eingestellt. Vandebergh meint, wenn wir ihn besuchen würden, wären dort immer noch Videokameras und Magnetband-Aufnahmereräte zu finden. Rechts seht ihr die ISS (Internationale Raumstation) mit ihrer neuesten Ergänzung, dem Nutzlasttransporter Progress M-65, der letzten Monat zur ISS aufbrach.

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Die ISS fangen

Die Internationale Raumstation zieht über den Abendhimmel über Lauffen in Deutschland, dahinter folgt die Raumfähre Discovery.

Credit und BildrechteJürgen Michelberger

Beschreibung: In Sonnenlicht gebadet zog die Internationale Raumstation ISS am 31. Mai über den Abendhimmel über der Stadt Lauffen in Süddeutschland. Der helle Durchgang fand nur etwa 10 Minuten nach dem Start der Raumfähre Discovery zur Mission STS-124 vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida im Südosten der USA statt. Natürlich steuert die Discovery eine Begegnung mit der ISS im Orbit an.

Beim Verfolgen der Raumstation zog die Raumfähre nur 21 Minuten nach dem Start ebenfalls über Lauffen hinweg. Mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera fotografierte der Astronom Jürgen Michelberger die beiden leuchtenden Raumfahrzeuge auf zwei Aufnahmen, während sie oben vorbeizogen. Jede Aufnahme wurde etwa zwei Minuten belichtet, beide wurden zu diesem Kompositbild zusammengefügt.

Wegen der Parallaxe scheinen die Bahn der ISS (rechts) und der Discovery (nahe der Bildmitte) auseinanderzuklaffen, da die beiden sich in sehr unterschiedlicher Höhe befanden. Sterne (und helle Planeten) ziehen zwei getrennte kurze Strichspuren. Die kurze, flackernde Spur eines Iridium-Satelliten und die zart gepunktete Bahn eines vorbeifliegenden Flugzeuges sind ebenfalls zu sehen.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine schwache, rote Spur – der abgeworfene externe Treibstofftank knapp links neben der Discovery. Wenn Sie den Mauszeiger über das Bild schieben, hilft das beim Erkennen einiger der dargestellten Objekte.

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Raumstation in der Sonne

Die Internationale Raumstation ISS ist mehrfach im Bild, das von der Erde aus fotografiert wurde.

Credit und Bildrechte: Dirk Ewers

Beschreibung: Am 12. Mai war die Internationale Raumstation, noch von der Sonne beschienen, am Nachthimmel über Hombressen in Deutschland zu sehen. Dem Astronomen Dirk Ewers gelang es, aus einer Entfernung von mindestens 360 Kilometern eine eindrucksvoll scharf abgebildete Videosequenz des Vorüberfluges mit einem kleinen Teleskop zu filmen, wobei er aus einigen Einzelaufnahmen dieses Komposit erstellte. Die gesamte Konstruktion der Raumstation mit den Solarpaneelen ist fast 90 Meter lang. Das ATV Jules Verne ist an die Station gekoppelt, während die Raumstation die Erde mit annähernd 27.800 Kilometern pro Stunde umrundet. Eine vollständige Videosequenz ist als 1-MB-mpeg- oder avi-Datei verfügbar.

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Ein Versorgungsschiff dockt an die Internationale Raumstation

Die Raumkapsel im Bild dockt gleich an, hinter den Solarpaneelen ist die Erde mit ihren riesigen Ozeanen aus Wasser zu sehen.

Credit: Besatzung der ISS-Expedition 16, NASA

Der Blick aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ist eine atemberaubende Aussicht. Man sieht die riesige farbige Erde, den tiefschwarzen Himmel und manchmal ein Raumfahrzeug, das die Station besucht.

Anfang letzten Monats sah man die SojusTMA-12-Kapsel. Sie brachte Versorgungsgüter und drei Neuankömmlinge. Die drei Astronaut*innen waren der Commander der Expedition 17 Sergei Volkov, Flugingenieur Oleg Kononenko und die Astronautin So-yeon Yi. Yi kehrte einige Tage später zur Erde zurück. Volkov und Konenenko bleiben voraussichtlich ein paar Monate auf der ISS. Oben sieht man auch das Kopplungsmodul Pirs.

Zur Besatzung der Expedition 17 zählt auch der NASA-Flugingenieur Gregory Chamitoff. Die Astronauten* führen Reparaturen an der ISS durch. Sie erforschen neue Methoden für das Lebens im Weltraum und betreiben Forschungsarbeiten im Weltall, zum Beispiel wie sich Weltraumstrahlung auf die Moleküle von Vitaminen auswirkt.

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Jules Verne im Orbit

Mitten im Bild schwebt das ATV vor dem Himmel, der von weiß in Blau und Schwarz übergeht. Von dem tonnenförmigen Raumschiff gehen vier Solarpaneele aus.

Credit: ISS-Besatzung Expedition 16, NASA, ESA

Der helle Rand des Planeten Erde geht in die Schwärze des Weltraums über. Dieses Bild entstand letzten Montag. Es zeigt das Automated Transfer Vehicle (ATV) der europäischen Weltraumagentur ESA auf seiner außergewöhnlichen Reise. Benannt wurde es nach Jules Verne. Er war Science-Fiction-Autor und Visionär im 19. Jahrhundert.

Bei der Annäherung an die Internationale Raumstation wurde erprobt, ob das automatische Docking des ATV klappt. Das Andocksystem wird mit Laser gesteuert. Es koppelte Jules Verne am Dienstag reibungslos und sanft an die Raumstation im Orbit. Das ATV und lieferte 3,4 Tonnen Ausrüstung, Vorräte und Treibstoff. Der Roboterfrachter hat die Form eines Zylinders. Er ist 10,3 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Seine Solarpaneele umfassen 22,3 Meter.

ATV Jules Verne bleibt bis August an die Raumstation angedockt und hebt sie in eine höhere Umlaufbahn. Dann verlässt es den Orbit wieder.

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