Erwischt!

Mechazilla hat den Super Heavy booster erwischt! pic.twitter.com/6R5YatSVJX
SpaceX (@SpaceX), 13. Oktober 2024

Credit: SpaceX

Was wäre, wenn eine Rakete zu ihrem Startturm zurückkehrt und eingefangen wird? Das passierte zum ersten Mal vor 10 Tagen, nachdem eine Starship-Rakete von SpaceX von ihrem Startplatz im texanischen Boca Chica in den USA abhob. Dann trennte sich Starship wie geplant von der Oberstufe. Diese landete im Pazifik.

Der große Unterschied war, dass die Unterstufe, der Super Heavy Booster 12, etwa 7 Minuten später von seinem Startturm eingefangen wurde. Eine Rakete leichter wiederverwendbar zu bauen, einzufangen und wieder zu verwenden ist ein neuer, innovativer Weg, um die Kosten von Raketenstarts zu reduzieren. Mit Starship-Raketen könnte die NASA künftig Raketen in die Erdumlaufbahn, zum Mond und sogar anderen Planeten schicken.

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Clipper und Komet

Links ragt der Kopf einer Rakete an der Startrampe auf. Rechts daneben leuchtet der Komet Tsuchinshan-ATLAS mit seinem langen Schweif.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Die NASA-Raumsonde Europa Clipper ist nun auf dem Weg zu einer Ozeanwelt jenseits der Erde.

Dieses Foto wurde am Tag vor dem erfolgreichen Start der Mission am 14. Oktober im Kennedy Space Center aufgenommen. Darauf ist das große Raumschiff in der Nutzlastverkleidung der Falcon-Heavy-Rakete verstaut. Die interplanetare Reise führt Europa Clipper zunächst zum Mars, dann zur Erde zurück und anschließend auf einer schwerkraftunterstützten Flugbahn zum Jupiter. Dort soll er im April 2030 in eine Umlaufbahn um den Jupiter eintreten.

In der Jupiterumlaufbahn soll die Sonde 49 Mal an Europa vorbeifliegen. Dabei soll sie einen Jupitermond mit einem globalen Ozean unter der Oberfläche erforschen. Der Mond weist möglicherweise Bedingungen auf, die Leben ermöglichen.

Im Hintergrund ist der Komet Tsuchinsan-ATLAS neben der beleuchteten Rakete zu sehen, etwa einen Tag nach seiner größten Annäherung an die Erde. Der Komet ist mit bloßem Auge sichtbar. Derzeit ist er der Liebling am Abendhimmel. Er stammt aus der fernen Oortschen Wolke.

Galerie: Komet Tsuchinshan-ATLAS 2024

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Raketenfinsternis bei Sonnenuntergang

Das Bild wirkt surreal. Im Hintergrund leuchtet die Sonne, davor ist die Abgasschwade einer startenden Rakete.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Diese ungewöhnliche Nahaufnahme zeigt Stoßwellen, die während eines Raketenstarts entstehen und gegen das grelle Licht der untergehenden Sonne sichtbar werden. Das Bild entstand am 17. September unmittelbar nach dem Abheben der dröhnenden Falcon-9-Rakete. Sie brachte den europäischen Navigationssatelliten Galileo L13 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral an der Weltraumküste Floridas in eine mittlere Erdumlaufbahn.

Der Booster der Falcon 9 kehrte etwa 8,5 Minuten später sicher zur Erde zurück. Es war der 22. Start und die 22. Landung dieses wiederverwendbaren Arbeitspferds. Aber wo ist sie gelandet? Auf der schwimmenden Landeplattform Just Read The Instructions.

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Ein Himmel voller Bögen

Vor einem Himmel voller Strichspuren von Sternen leuchtet der Lichtbogen einer startenden Rakete. Unten ist das grünliche Wasser an der Küste zu sehen.
Bildcredit und Bildrechte: Rory Gannaway

Am 11. August startete eine Electron-Rakete von Rocket Lab auf einem Planeten, der sich dreht, in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Startplatz lag auf der Halbinsel Mahia auf der Nordinsel von Neuseeland. An Bord hatte sie einen kleinen Satelliten. Die Mission erhielt den Namen A Sky Full of SARs (Synthetic Aperture Radar Satellites).

Die feurige Spur des Startbogens der Electron zieht auf dieser südlichen Landschaft mit Meer und Himmel nach Osten. Das Bild entstand aus 50 Einzelaufnahmen, die nacheinander in einem Zeitraum von 2,5 Stunden aufgenommen und später kombiniert wurden.

Die Kamera stand auf einem Stativ und zeigte zum südlichen Himmelspol. Er ist die Verlängerung der Rotationsachse der Erde ins Weltall. Auf der Südhalbkugel markiert leider kein heller Stern diesen Punkt am Nachthimmel. Dennoch erkennt man den Himmelssüdpol leicht. Er liegt in der Mitte der konzentrischen Bögen der Strichspuren, die das Gesichtsfeld am Himmel ausfüllen.

Galerie: Meteoritenschauer der Perseïden 2024 und Polarlichter

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Galaxienförmige Abgasspirale einer Rakete

Hinter einem verschneiten Hang verläuft ein Wald am Horizont, dahinter strahlt in der Bildmitte eine weiß leuchtende Spirale, von der ein weniger heller Strahl nach rechts oben ausgeht. Links über dem Horizont sind Polarlichter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Seung Hye Yang

Was ist das über dem Horizont? Es sieht vielleicht wie eine seltsame, nahe Gaxie aus, doch es ist in Wirklichkeit eine ganz normale Abgasfahne einer Rakete, nur ungewöhnlich von hinten beleuchtet. Die Falcon 9-Rakete von SpaceX startete zwar von Cape Canaveral im US-amerikanischen Bundesstaat Florida, doch ihr brennender Treibstoff war in einer viel größeren Region sichtbar, zum Beispiel hier.

Das Bild wurde im isländischen Akureyri fotografiert. Das riesige Raumschiff startete vor einer Woche. Dabei war ein Spektakel zu beobachten, das kurz danach auf einem einzelnen, 10 Sekunden belichteten Smartphonebild aufgenommen wurde, ehe es sich rasch auflöste. Die Helligkeit der Abgasschwade erinnert an leuchtende Nachtwolken. Sie entsteht durch den Dämmerungseffekt, bei dem ein Objekt so hoch aufsteigt, dass es von der untergehenden Sonne beleuchtet wird, sogar dann, wenn beim Beobachter am Boden schon die Nacht angebrochen ist.

Die Spiralform entsteht durch die Neuausrichtung der Falcon-Rakete, um die Satelliten in verschiedene Richtungen auszusetzen. Sterne und zartes grünes und rotes Polarlicht leuchten im Hintergrund dieses ungewöhnlichen Bildes.

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Raketenschatten zeigt auf den Mond

Eine Abgasschwade türmt sich mächtig im Bild auf, der obere Teil ist noch von der Sonne beleuchtet und wirft einen Schatten zum aufgehenden Mond.

Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt die Abgasfahne einer Rakete genau auf den Mond?

Während eines Starts von Spaceshuttles Atlantis Anfang 2001 waren Sonne, Erde, Mond und die Rakete für diesen fotogenen Schnappschuss genau richtig positioniert.

Soll die Abgasfahne des Spaceshuttles einen besonders langen Schatten werfen, muss der Start in zeitlicher Nähe von Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang stattfinden. Nur dann ist der Schatten am längsten und erstreckt sich bis zum Horizont hinunter. Darüber hinaus stehen sich bei Vollmond Sonne und Mond am Himmel gegenüber. Zum Beispiel kurz nach Sonnenuntergang ist die Sonne knapp unter dem Horizont und in der entgegengesetzten Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Deshalb zeigte der Schatten beim Abheben von Atlantis kurz nach Sonnenuntergang von der Sonne weg auf den gegenüberliegenden Horizont, genau auf den Vollmond.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Die Booster der Falcon Heavy zünden zum Rückflug

Eine bogenförmige Kurve beginnt links oben, zieht diagonal nach unten, es breitet sich aus auf zwei Spuren und geht in ein weißblaues Flackern über. Unten in der Mitte ziehen die Spuren dann nach rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Huff

Am 28. Dezember startete nachts eine Falcon-Heavy-Rakete am Kennedy Space Center in Florida. Die wiederverwendbaren seitlichen Hilfsraketen starteten fünften Mal. Etwa 2 Minuten und 20 Sekunden nach dem Start trennten sie sich von der Unterstufe. Die 3 Minuten lange Belichtung beginnt kurz nach der Trennung der Booster. Sie zeigt die Rückholmanöver beider Raketen vor der Ankunft an der Landezone auf der Erde.

Die Hauptstufe der Falcon Heavy wurde nicht geborgen. Doch beide seitlichen Booster landeten erfolgreich und können wieder starten. Einer der vier Flüge dieser Booster fand im vergangenen Oktober statt. Dabei brach die NASA-Mission Psyche zu einem Asteroiden auf.

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Rakete passiert den gekräuselten Mond

Vor einem riesengroßen Mond startet eine Rakete mit zwei Boostern. Der untere Rand des Mondes sieht aus, als wäre er geschmolzen und würde hinuntertropfen.

Bildcredit und Bildrechte: Steven Madow

Kann eine Rakete den Mond kräuseln? Nein, aber sie kann den Mond im Hintergrund wellig erscheinen lassen. Die Rakete war in diesem Fall eine Falcon Heavy von SpaceX. Sie hob letzte Woche vom Kennedy-Raumfahrtzentrum der NASA ab.

Auf diesem Bild vom Start reicht die Abgasfahne der Rakete weiter als bis zur Projektion auf den fast vollen Mond, der in der Ferne aufging. Am unteren Mondrand hängen seltsame tropfenähnliche Wellen. Der Mond selbst war weit entfernt und unverändert.

Die physikalische Ursache dieser scheinbaren Wellen waren Taschen aus relativ heißer, verdünnter Luft, die Mondlicht weniger stark brachen, und Taschen mit relativ kühler, komprimierter Luft. Daher war die Brechung ungleichmäßig. Der Schnappschuss war zwar geplant, doch die zeitliche Planung des Starts musste genau passen, damit die Rakete genau während dieser einzigen Aufnahme am Mond vorbeiflog.

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