Raketenschatten zeigt auf den Mond

Eine Abgasschwade türmt sich mächtig im Bild auf, der obere Teil ist noch von der Sonne beleuchtet und wirft einen Schatten zum aufgehenden Mond.

Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt die Abgasfahne einer Rakete genau auf den Mond?

Während eines Starts von Spaceshuttles Atlantis Anfang 2001 waren Sonne, Erde, Mond und die Rakete für diesen fotogenen Schnappschuss genau richtig positioniert.

Soll die Abgasfahne des Spaceshuttles einen besonders langen Schatten werfen, muss der Start in zeitlicher Nähe von Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang stattfinden. Nur dann ist der Schatten am längsten und erstreckt sich bis zum Horizont hinunter. Darüber hinaus stehen sich bei Vollmond Sonne und Mond am Himmel gegenüber. Zum Beispiel kurz nach Sonnenuntergang ist die Sonne knapp unter dem Horizont und in der entgegengesetzten Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Deshalb zeigte der Schatten beim Abheben von Atlantis kurz nach Sonnenuntergang von der Sonne weg auf den gegenüberliegenden Horizont, genau auf den Vollmond.

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Falcon Heavy Rückstoßzündung

Eine bogenförmige Kurve beginnt links oben, zieht diagonal nach unten, es breitet sich aus auf zwei Spuren und geht in ein weißblaues Flackern über. Unten in der Mitte ziehen die Spuren dann nach rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Huff

Der nächtliche Start einer Falcon Heavy-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida am 28. Dezember war der fünfte Start der wiederverwendbaren Seitenbooster der Rakete. Etwa 2 Minuten und 20 Sekunden nach dem Start trennten sich die beiden seitlichen Booster von der Kernstufe der Rakete. Diese dreiminütige Aufnahme beginnt kurz nach der Trennung der Booster und zeigt die bemerkenswerten Rückholmanöver der beiden Raketen, die vor der Rückkehr in die Landezone auf der Erde durchgeführt werden. Während nicht versucht wurde, die Kernstufe der Falcon Heavy zu bergen, sind beide Seitenbooster erfolgreich gelandet und können wieder geflogen werden. Zu den vier vorangegangenen Flügen dieser Seitenbooster gehörte der Start der NASA-Mission Psyche zu einem Asteroiden im vergangenen Oktober.

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Rakete passiert den gekräuselten Mond

Vor einem riesengroßen Mond startet eine Rakete mit zwei Boostern. Der untere Rand des Mondes sieht aus, als wäre er geschmolzen und würde hinuntertropfen.

Bildcredit und Bildrechte: Steven Madow

Kann eine Rakete den Mond kräuseln? Nein, aber sie kann den Mond im Hintergrund wellig erscheinen lassen. Die Rakete war in diesem Fall eine Falcon Heavy von SpaceX, die letzte Woche vom Kennedy-Raumfahrtzentrum der NASA abhob.

Auf diesem Bild vom Start leuchtet die Abgasfahne der Rakete weiter als bis zur Projektion auf den fast vollen Mond, der in der Ferne aufging. Am unteren Rand des Mondes hängen seltsame tropfenähnliche Wellen. Der Mond selbst war weit entfernt und unverändert.

Die physikalische Ursache dieser scheinbaren Wellen waren Taschen aus relativ heißer, verdünnter Luft, die Mondlicht weniger stark brachen sowie Taschen mit relativ kühler, komprimierter Luft: Brechung. Der Schnappschuss war zwar geplant, doch die zeitliche Planung des Starts musste genau passen, damit der Vorbeiflug am Mond genau während dieser einzigen Aufnahme stattfand.

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Falcon und Redstone

Im Vordergrund steht rechts eine Rakete, links hinten zieht der Bogen einer startenden Rakete nach rechts, und in der Mitte verlaufen zwei kurze Leuchtspuren. Auch am oberen Bildrand sind zwei sehr kurze Leuchtspuren zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Matt Haskell

Ein Foto aus den frühen Morgenstunden des 29. Juli (UTC) zeigt eine Redstone-Rakete mit einer Mercury-Kapsel am Startkomplex 5 von Cape Canaveral. Neben der Redstone zeigt die 8-Minuten-Belichtung auch die bogenförmige Leuchtspur vom Start einer Falcon-Schwrlastrakete. Ihre Nutzlast, ein Kommunikationssatellit mit rekordverdächtigen 9 Tonnen, ist auf dem Weg in den geosynchronen Orbit, der etwa 35.400 Kilometer über dem Planeten Erde verläuft.

Der historische Start einer Redstone-Rakete brachte den Astronauten Alan Shepard im Mai 1961 bei einem suborbitalen Raumflug in eine Höhe von etwa 187 Kilometern. Am oberen Bildrand trennten sich die beiden wiederverwendbaren seitlichen Zusatzraketen der Falcon ab und führten ein kurzes Eintrittsbrennen durch. Bei der Rückkehr landeten sie weit entfernt Seite an Seite in den Landezonen 1 und 2 von Canaveral.

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Chandrayaan-3 startet zum Mond

Das Bild zeigt den Start der Rakete LVM3, die den Roboter Chandrayaan-3 zum Mond bringt.

Bildcredit und Bildrechte: Sruthi Suresh (Space Group)

Vögel fliegen nicht so hoch. Flugzeuge sind nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine Spezies außer den Menschen kann sich auch nur annähernd vorstellen, was hier vor sich geht, und vor erst einem Jahrtausend hätte das auch kein Mensch verstanden. Der Start einer Rakete auf dem Weg ins All ist ein ehrfurchtgebietendes Ereignis, das schwer zu beschreiben ist.

Hier seht ihr, wie letzte Woche die LVM3-Rakete der indischen Weltraumforschungsorganisation vom Weltraumzentrum Satish Dhawan auf der indischen Insel Sriharikota ins All startete. Das mehr als 600.000 Kilogramm schwere Raumschiff Chandrayaan-3 hob aus dem Stand von der Erde ab. Die Mission Chandrayaan-3 erreicht laut Plan Ende August den Mond und landet einen robotischen Rover in der Nähe des Mondsüdpols.

Heutzutage startet alle paar Tage irgendwo auf der Welt eine Rakete ins All.

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Terran 1 verbrennt Methalox

Aus 9 Raketendüsen strömt blaues Licht und breitet sich nach unten zu einem Abgasstrahl aus. Im Bild fallen Eistrümmer zu Boden.

Bildcredit: Relativity / John Kraus

Die Rakete Terran 1 von Relativity ist großteils 3-D-gedruckt. Sie verbrennt einen kryogenen Raketentreibstoff aus flüssigem Methan und flüssigem Sauerstoff (Methalox). Diese Nahaufnahme zeigt den Start von Terran 1 in der Nacht des 22. März von Cape Canaveral. Eisbrocken fallen herunter, aus neun Aeon-1-Triebwerken strömen intensiv blaue Abgase.

Bei dem großteils erfolgreichen Flug erreichte die innovative Rakete die Abschaltung des Haupttriebwerks und die Stufentrennung, schaffte es aber wegen einer Anomalie zu Beginn des Fluges mit der zweiten Stufe nicht in die Umlaufbahn.

Die Rakete Terran 1 war natürlich nicht für eine Reise zum Mars vorgesehen. Doch die Komponenten Methan und flüssiger Sauerstoff des Methalox-Treibstoffs können vollständig aus Rohstoffen des Roten Planeten hergestellt werden. Mit Methalox, das auf dem Mars hergestellt wird, könnten Raketen zum Planeten Erde zurückkehren.

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Die Mondfahrt von Artemis 1

Das Bild zeigt die SLS-Rakete beim Start des Raumschiffs Orion, als sie am Mond vorbeiflog.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Wenn das Raumschiff Orion der Artemis-1-Mission am 21. November am Mond vorbeifliegt, sehen Erdlinge eine abnehmende Mondsichel. Auf seinem Weg zu einem fernen retrograden Orbit, der bis ungefähr 70.000 Kilometer über die Mondbahn hinausreicht, nähert sich das Raumschiff der Mondoberfläche bis auf etwa 130 Kilometer.

Beim Start am 16. November stand in den dunklen frühen Stunden nach Mitternacht ein abnehmender Halbmond nahe am Horizont. Ihr seht ihn hier am Himmel über dem Kennedy-Raumfahrtzentrum neben den SLS-Raketen- und Feststoffbooster-Triebwerken, welche das besatzungslose Raumschiff Orion in den Weltraum transportierten.

Der ausgefranste helle Rand auf der sonnenbeleuchteten Mondvorderseite entstand, als die Druckwellen, die durch den Vorbeiflug der Rakete entstanden, den Brechungsindex in der Sichtlinie der Kamera änderten.

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Planet Erde von Orion

Das Bild zeigt die Triebwerke des Manöversystems des Raumschiffs Orion und ein Solarpaneel, im Hintergrund leuchtet die Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Mittwoch, dem 16. November, verließ um 1:47 Uhr EST eine Space Launch System-Rakete bei der Mission Artemis 1 mit dem Raumschiff Orion den Planeten Erde. Es war der erste umfassende Test der NASA-Systeme zur Erforschung des Weltraums. Mehr als eine Stunde nach dem Start am historischen Startkomplex 39B des Kennedy-Raumfahrtzentrums zeigte eine von Orions externen Videokameras diese Ansicht ihrer neuen Perspektive im Weltraum.

Im Vordergrund seht ihr Orions Triebwerke des Orbitalen Manövriersystems am Fuß des europäischen Servicemoduls. Hinter einem der sieben Meter langen ausgefahrenen Solarpaneele des Moduls liegt die wunderschöne Heimatwelt des Raumschiffs. Die Mission Artemis 1 dauert fast vier Wochen, in denen die Möglichkeiten zur Erkundung von Mond und Mars durch Menschen getestet wird.

Das Raumschiff Orion ist ohne Besatzung auf den Weg in eine retrograde Umlaufbahn, die 70.000 Kilometer über die Mondbahn hinausreicht. Voraussichtlich am 21. November zieht sie am Mond vorbei und nähert sich dabei der Mondoberfläche.

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