Raketen-Vorbeiflug kräuselt die Sonne

Sonne und Raketenstart

Bildcredit und Bildrechte: Michael Cain

Der Start einer Rakete bei Sonnenaufgang kann zu ungewöhnlichen, faszinierenden Bildern führen, die Rakete und Sonne zusammen zeigen. Das geschah letzten Monat, als eine Falcon-9-Rakete von SpaceX am Kennedy-Raumfahrtzentrum der NASA abhob und 53 weitere Starlink-Satelliten in den niedrigen Erdorbit transportierte.

Auf diesem Bild des Starts leuchtet die Abgasfahne der Rakete über ihre Projektion auf die ferne Sonne hinaus. Die Rakete erscheint seltsam gekrümmt, und am unteren Rand der Sonne weist eigenartige tropfenähnliche Wellen auf. Die physikalische Ursache dieser Effekte sind Taschen aus relativ heißer oder dünner Luft, die Sonnenlicht weniger stark ablenken als die Taschen mit relativ kühler oder dichter Luft: Lichtbrechung.

Die aktive Sonnenfleckenregion 3014 links zieht – nichts ahnend von der irdischen Schau – langsam über die Sonne.

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Start des IXPE-Observatoriums

Start einer Falcon 9-Rakete von SpaceX am Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida mit dem Imaging X-ray Polarimetry Explorer IXPE an Bord.

Bildcredit und Bildrechte: Jordan Sirokie

Beschreibung: Vögel fliegen nicht so hoch. Flugzeuge sind nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Art als die menschliche begreift, was hier vor sich geht, und vor nur einem Millennium hätten auch Menschen es sich nicht vorstellen können. Ein Raketenstart ins All ist ein eindrucksvolles, schwer zu beschreibendes Ereignis.

Hier seht ihr, wie zu Beginn des Monats eine Falcon 9-Rakete von SpaceX am Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida startete. An Bord befand sich der Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE). IXPE soll energiereiche Objekte wie Neutronensterne, Schwarze Löcher und die Zentren ferner Galaxien beobachten, um die Physik und Geometrie, die sie erzeugen und kontrollieren, besser zu verstehen.

Aus dem Stand hob die mehr als 300 Tonnen schwere Rakete mit IXPE ab, um die Erde zu umkreisen, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen ist. An vielen Orten auf der Erde starten heutzutage alle paar Tage Raketen ins All.

Neues zum Start des James-Webb-Weltraumteleskops
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Lucy fliegt zu acht Asteroiden

Start der Raumsonde Lucy an Bord einer mächtigen Atlas V-Rakete am Cape Canaveral in Florida.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Warum führt diese Mission bis zum Jupiter, besucht ihn dann aber nicht? Lucys Plan ist, anderen Hinweisen über den Ursprung unseres Sonnensystems nachzugehen, als bei Jupiter zu finden wären – wo derzeit Juno ihre Bahnen zieht.

Jupiter ist ein so massereicher Planet, dass seine Gravitation zahlreiche Asteroiden einfängt, welche vor oder hinter ihm um die Sonne kreisen. Diese trojanischen Asteroiden sind im gesamten Sonnensystem entstanden, manche bleiben vielleicht Milliarden Jahre dort gefangen. Wenn man an diesen trojanischen Asteroiden vorbeifliegt und sie untersucht, kann man sie als Fossilien betrachten, die wahrscheinlich einzigartige Hinweise über unser frühes Sonnensystem bereithalten.

Lucy wurde nach einem berühmten fossilen Skelett benannt, das wiederum seinen Namen von einem berühmten Lied erhielt. Die Raumsonde soll zwischen 2025 und 2033 acht Asteroiden besuchen. Letzte Woche wurde Lucys Start an Bord einer mächtigen Atlas-V-Rakete am Cape Canaveral in Florida in den USA wurde mit Reflexion fotografiert.

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Ein Falcon 9-Nebel

Abgasschwaden vom Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete in Titusville in Florida.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Huff

Beschreibung: Das ist keine aktuelle Ansicht eines fernen galaktischen Nebels des Weltraumteleskops Hubble. Diese leuchtende Gas- und Staubwolke blendete Himmelsbeobachterinnen und -beobachter an der Weltraumküste am frühen Morgen des 29. August.

Der Schnappschuss wurde morgens um 3:17 im Weltraumpark in Titusville (Florida) etwa 3 Minuten nach dem Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete der Mission CRS-23 fotografiert, die zur Versorgung der Internationalen Raumstation aufbrach. Die Abgasschwaden der abgetrennten ersten und zweiten Raketenstufe steigen am noch dunklen Himmel auf.

Der untere helle Punkt ist die zweite Stufe, die in den niedrigen Erdorbit aufsteigt. Der obere Lichtpunkt ist der Rückkehrschub der ersten Raketenstufe. Die Raketenunterstufe kehrte zurück und landete auf dem neuesten autonomen Drohnenschiff A Short Fall of Gravitas im Atlantik.

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Start der Mercury-Redstone 3

Start des historischen Raumschiffs Mercury-Redstone 3 (MR-3) am 5. Mai 1961 um 9:34 Uhr Eastern Time von Cape Canaveral in Florida.

Bildcredit: NASA

Beschreibung: Vor sechzig Jahren, am Beginn des Raumfahrtzeitalters, zündeten NASA-Techniker „die Kerze“ und schickten den Mercury-Astronauten Alan Shepard an der Spitze einer Redstone-Rakete in hohem Bogen ins All. Seine enge Raumkapsel erhielt den Namen Freedom 7.

Der Start des historischen Raumschiffs Mercury-Redstone 3 (MR-3) am 5. Mai 1961 um 9:34 Uhr Eastern Time von Cape Canaveral in Florida wurde live an ein weltweites Fernsehpublikum übertragen. Der Flug von Freedom 7, der erste Raumflug eines Amerikaners, folgte weniger als einen Monat auf den ersten Vorstoß ins All durch den sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin. Der 15 Minuten lange Suborbitalflug erreichte eine Höhe von 187 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 8277 Kilometern pro Stunde. Als Shepard nahe dem Höhepunkt der Flugbahn von Freedom 7 zurückblickte, erkannte er die Umrisse der Westküste von Florida, des Okeechobeesees im Süden Floridas, den Golf von Mexiko und die Bahamas.

Shepard sollte später den Planeten Erde aus einem viel weiter entfernten Blickwinkel sehen und als Kommandant der Mission Apollo 14 den Mond betreten.

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Spuren und Schwaden vom Start der SpaceX Crew-2


Videocredit und -rechte: Eric Holland

Beschreibung: Was ist da am Himmel los? Der Himmel über Indian Harbor Beach in Florida (USA) erschien gestern früh vor der Dämmerung zuerst relativ ruhig. Dann leuchtete ein Raketenstart auf. Direkt im Norden startete die Mission SpaceX Crew-2 der NASA an Bord einer mächtigen Falcon 9-Rakete in den Weltraum.

Dieses Zeitraffervideo komprimiert 12 Minuten auf 8 Sekunden. Es zeigt die links beginnende helle Leuchtspur. Die Rakete steigt in die dünner werdende Atmosphäre auf, dabei breitet sich ihr Abgasstrahl immer weiter aus, während er vom Sonnenaufgang beleuchtet wird. Wenn die Crew-2-Kapsel am Horizont verschwindet, seht ihr die Landeschwade der zurückkehrenden ersten Stufe der Falcon 9, die zur SpaceX-Landeplattform im Atlantik absteigt.

Oben im Weltraum findet heute früh das Andockmanöver der Besatzungskapsel Endeavour mit vier Astronauten an die Internationale Raumstation (ISS) statt. Die Crew-2-Astronauten ergänzen die Expedition 65, und helfen unter anderem bei Medikamententests mithilfe von Bio-Chips, die in der Mikrogravitation der ISS sehr schnell ablaufen. Bio-Chips sind kleine mikrofluidische Chips, die menschliche Organe simulieren.

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Raketenstart, gesehen von der Raumstation


Videocredit: ISAA, NASA, Besatzung Expedition 57 (ISS);
Bearbeitung: Riccardo Rossi (ISAA, AstronautiCAST); Musik: Spannender abenteuerlicher cineastischer Hintergrund von Maryna

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen Raketenstart gesehen – aus dem Weltraum? Wenn ihr dieses Zeitraffervideo genau betrachtet, seht ihr – von der Internationalen Raumstation (ISS) aus –, wie eine Rakete in den Erdorbit startet.

Die russische Sojus-FG startete im November 2018 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan, ihre Nutzlast war eine Progress MS-10 (auch 71P), die notwendige Versorgungsgüter zur ISS zu transportierte. Besondere Anblicke im 90-Sekunden-Video (aus etwa 15 Minuten komprimiert) sind Stadtlichter, Wolken links unten auf der Erde, diagonal über die Mitte verlaufen blaue und goldene Bänder von atmosphärischem Nachthimmellicht, und rechts oben gehen ferne Sterne hinter der Erde unter.

Ihr seht, wie eine Unterstufe zur Erde zurückfällt, während das robotische Versorgungsschiff seine Triebwerke zündet und mit der Annäherung an die ISS beginnt. Dieses Weltraumlabor feierte 2018 seinen 20. Jahrestag. Astronauten an Bord der ISS im Erdorbit führen neben eher praktischen Arbeiten auch zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch, die das Wissen der Menschheit erweitern und künftige kommerzielle Industrie im niedrigen Erdorbit ermöglichen.

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Start der Mission Chang’e 5

Chinas Mission Chang'e-5 ist die erste robotische Mondproben-Rückführmission seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Rakete vom Typ Long March-5 startete am Dienstag, 24. November, um 4:30 Uhr Pekinger Zeit vom Kosmodrom Wenchang in der südlichen Provinz Hainan, um Chinas Mission Chang’e-5 zum Mond zu bringen. Die Mondlandemission ist nach einer alten chinesischen Mondgöttin benannt.

Ihr Ziel ist, etwa 2 kg Mondmaterial von der Oberfläche zu sammeln und dieses zur Erde zu bringen. Es ist die erste robotische Mondproben-Rückführmission seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976. Das komplexe Landeziel der Mission Chang’e-5 liegt im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme). Diese flache Vulkanebene wurde schon 1969 von der Mission Apollo 12 besucht.

Die Landesonde von Chang’e-5 wird mit Sonnenenergie betrieben und soll – beginnend am 27. November – während des lokalen Mondtages auf der Mondoberfläche eingesetzt werden. Der Mondtag dauert ungefähr zwei Erdwochen. Eine Kapsel mit den Mondproben an Bord soll Mitte Dezember zur Erde zurückkehren.

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Startspur der Crew-1-Mission

Start der besatzten Crew-Dragon-Raumkapsel von Space X zur Internationalen Raumstation.

Bildcredit und Bildrechte: Jen Scott

Beschreibung: Letzten Sonntag verließ eine Falcon-9-Rakete von SpaceX für kurze Zeit den Planeten Erde und startete um abends um 7:27 EST auf einer bogenförmigen Bahn in den Abendhimmel. Diese drei Minuten und 20 Sekunden belichtete Aufnahme zeigt ihre Leuchtspur über der Startrampe 39A am Kennedy-Raumfahrtzentrum.

Die Rakete brachte beim ersten Flug eines von der NASA zertifizierten kommerziellen Raumfahrtsystems mit Besatzung vier Astronauten auf Kurs zur Internationalen Raumstation. Einen Tag später, am Montag, 16. November, koppelte die Crew-Dragon-Raumkapsel „Resilience“ an den Außenposten in der Umlaufbahn an. Am Ende ihres sechs Monate dauernden Aufenthalts auf der ISS kehren die Crew-1-Astronauten mit ihrer Raumkapsel zur Erde zurück.

Die Unterstufe er Falcon-9-Rakete kehrte etwa neun Minuten nach dem Start zur Erde zurück und landete im Atlantik auf dem autonomen Drohnenschiff „Just Read The Instructions“ .

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Ein Falcon-9-Mond

Raketenstart unter dem zunehmenden Mond: Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bringt den Satelliten SAOCOM 1B in eine polare Umlaufbahn.

Bildcredit und Bildrechte: Katie Darby

Beschreibung: Die Vollmonde, welche die Nacht auf dem Planeten Erde beleuchten, können viele Namen haben. Dieses Jahr war der letzte Vollmond im Sommer auf der Nordhalbkugel am 2. September, und manche kennen ihn als Mais-Vollmond.

Wenige Tage zuvor – am 30. August – ging der fast volle Mond kurz vor Sonnenuntergang auf und leuchtete am wolkigen Himmel über der Luftwaffenbasis Cape Canaveral an der Raumfahrtküste in Florida. Ein zeitlich gut geplanter Schnappschuss zeigt das grelle Licht der brennenden Raketentriebwerke unter der Mondscheibe, als die Unterstufe einer Falcon-9-Rakete erfolgreich zur Landezone 1 von Cape Canaveral zurückkehrte.

Ungefähr 9 Minuten zuvor hatte dieselbe Falcon-9-Rakete von SpaceX den Satelliten SAOCOM 1B in eine polare Umlaufbahn gebracht. Es war der vierte Start dieser wiederverwendbaren Falcon-9-Unterstufe und der erste Start von Cape Canaveral in eine polare Umlaufbahn seit 1969.

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Mars 2020 – ab 1500 Meter

Eine Atlas-V-Rakete startete um 7:50 Uhr EDT vom Raketenstartkomplex 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral und transportierte den Rover Perseverance der NASA-Mission Mars 2020.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Dieser Schnappschuss vom Donnerstag zeigt die Abgasschwade einer Rakete, die in den blauen Morgenhimmel aufstieg. Das Foto wurde aus einem kleinen Flugzeug 1500 Meter über der Weltraumküste von Florida fotografiert.

Es war der dritte Start einer Mission, die im Juli vom Planeten Erde zum Mars aufbrach. Die Atlas-V-Rakete startete um 7:50 Uhr EDT vom Raketenstartkomplex 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral und transportierte den Rover Perseverance der NASA-Mission Mars 2020. Perseverance ist etwa so groß wie ein PKW, seine Landung im Krater Jezero auf dem Roten Planeten ist für Februar 2021 geplant. An Bord des ausgeklügelten Rovers befindet sich die Helikopterdrohne Ingenuity.

Mars-Start 2020: Fotos vom Planeten Erde

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