Meteor und Gegenschein

Der Gegenschein als Teil des ausgedehnten Zodiakallichtes über dem Teide-Observatorium auf der Kanarischen Insel Teneriffa.


Bildcredit und Bildrechte: J.C. Casado, StarryEarth, EELabs, TWAN

Beschreibung: Liegt die dunkelste Stelle am Nachthimmel gegenüber der Sonne? Nein. Bei extrem dunklem Himmel ist 180 Grad von der Sonne entfernt ein selten erkennbares, schwaches Leuchten zu sehen, das als Gegenschein bezeichnet wird.

Der Gegenschein ist Sonnenlicht, das von kleinen interplanetaren Staubteilchen zurückgestreut wird. Diese Staubteilchen sind millimetergroße Splitter von Asteroiden, die in der ekliptischen Ebene mit den Planeten kreisen.

Dieses Bild des Gegenscheins vom letzten März ist eines der schönsten, die je fotografiert wurden. Die detailreiche Aufnahme des extrem dunklen Himmels über dem Teide-Observatorium auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, zeigt den Gegenschein als Teil des ausgedehnten Zodiakallichtes. Zu den interessanten Hintergrundobjekten zählen ein heller Meteor (links), der Große Wagen (rechts oben) und der Polarstern (ganz rechts). Der Meteor zeigt fast genau zum Teide, Spaniens höchstem Berg. Rechts seht ihr das Pyramiden-Sonnenlabor.

Tagsüber gibt es ein dem Gegenschein ähnliches Phänomen, die Glorie. Ihr seht sie als reflektierende Luft oder Wolken in einem Flugzeug gegenüber der Sonne.

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Polaris und der umgebende Staub

Der Cepheid Polaris mit dem intergalaktischen Flussnebel ist am Himmel der Nordstern oder Polarstern.

Bildcredit und Bildrechte: Bray Falls

Warum wird Polaris Nordstern genannt? Weil Polaris der nächste helle Stern in Richtung der nördlichen Rotationsachse der Erde ist. Weil sich die Erde dreht, rotieren scheinbar alle Sterne um Polaris. Der Polarstern steht immer in derselben nördlichen Richtung. Das macht ihn zum Nordstern.

Nahe der südlichen Rotationsachse der Erde gibt es derzeit keinen hellen Stern, also keinen Südstern. Vor Tausenden Jahren zeigte die Rotationsachse der Erde in eine etwas andere Richtung. Damals war Wega der Nordstern. Polaris ist zwar nicht der hellste Stern am Himmel, aber leicht zu finden, weil er fast genau mit zwei Sternen im Kasten des Großen Wagens in einer Linie liegt.

Polaris steht fast in der Mitte dieses acht Grad breiten Bildes. Es wurde digital bearbeitet, um die umgebenden schwachen Sterne abzublenden und das blasse Gas und den Staub im Integrierten Flussnebels (IFN) hervorzuheben. Polaris ist ein Cepheid. Seine Oberfläche pulsiert langsam, daher ändert sich seine Helligkeit im Laufe einiger Tage langsam um wenige Prozent.

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Der Nachthimmel über Sardinien

Die Wunder des Nachthimmels am Himmel über Sardinien.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Wie viele berühmte Himmelsobjekte findet ihr auf diesem Bild? Dieses Komposit des dunklen Himmels umfasst über 220 Grad und kombiniert mehr als 60 Aufnahmen, um eine wahre Menagerie an Nachthimmelswundern abzubilden.

Zu den sichtbaren Himmelswundern zählt der Gürtel des Orion, der Orionnebel, die Andromedagalaxie, der Kaliforniennebel und die hellen Sterne Sirius und Beteigeuze. Ob ihr sie gefunden habt, könnt ihr prüfen, indem ihr eine beschriftete Version des Bildes aufruft.

Etwas schwieriger ist es, den Polarstern und den Großen Wagen zu finden. Ihr erkennt auch mehrere Sternschnuppen des Meteorstroms der Quadrantiden, weiters rotes und grünes Nachthimmellicht und zwei Freunde des Astrofotografen.

Das Bild wurde im Januar auf Sardinien in Italien fotografiert. Die Himmelswunder könnt ihr heute am Nachthimmel sehen, außerdem mehr Meteore als sonst, weil heute Nacht der jährliche Meteorstrom der Orioniden fast seinen Höhepunkt erreicht.

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Polarlicht über Schweden

Über dem See Storsjön in der Nähe von Östersund in Schweden schimmerte 2016 ein sehr helles Polarlicht.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Es war hell und grün und breitete sich über den Himmel aus. Dieses markante Polarlicht wurde 2016 in der Nähe von Östersund in Schweden fotografiert. Das Panorama umfasst beinahe 180 Grad, es wurde aus sechs Kamerafeldern zusammengefügt.

An diesem Polarlicht fällt auf, dass es eine geschwungene, bogenähnliche Form und eine klare Abgrenzung hat. Vorne liegt der See Storsjön. Weit hinter dem Polarlicht sind mehrere vertraute Sternbilder und der Polarstern. Zufällig meidet das Polarlicht scheinbar den Mond links unten.

Das Nordlicht entstand einen Tag, nachdem sich ein großes Loch in der Sonnenkorona geöffnet hatte. Durch dieses Loch strömten sehr energiereiche Teilchen ins Sonnensystem. Die grüne Farbe im Polarlicht entsteht, wenn Sauerstoffatome mit Elektronen hoch oben in der Erdatmosphäre rekombinieren.

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Ein Weg nach Norden

Norden ist die Richtung, in die der nördliche Erdrotationspol liegt, um den scheinbar alle Sterne langsam kreisen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Konang

Beschreibung: Was passiert, wenn man nach Norden geht? Die Richtung Norden auf der Erde bleibt dieselbe – es ist der Punkt an Ihrem Horizont unter dem nördlichen Erdrotoationspol,  um den sich scheinbar alle Sterne langsam drehen. Dieser nördliche Rotationspol entfernt sich niemals von seinem festen Platz am Himmel – egal ob Tag oder Nacht -, und seine Höhe entspricht immer Ihrer geografischen Breite.

Je weiter Sie nach Norden gehen, desto höher erscheint der nördliche Rotationspol. Wenn Sie schließlich den Nordpol der Erde erreichen, kreisen die Sterne um einen Punkt, der genau über Ihrem Kopf liegt. Ein Satz Bilder, die insgesamt vier Stunden belichtet und zu diesem Bild verarbeitet wurden, zeigt Strichspuren, die in Kreisen um diesen Himmelsnordpol ziehen. Der helle Stern in der Nähe des nördlichen Himmelspols ist der Polarstern oder Nordstern.

Der helle Weg entstand durch die Stirnlampe des Astrofotografen, der vor einer Woche in Niedersachsen (Deutschland) im Zickzack einen Hügel hinaufstieg. Der Astrofotograf ist zeitweise als Schatten zu sehen.

Eigentlich hat die Erde zwei Rotationspole. Wenn Sie auf der südlichen Seite des Erdäquators beginnen würden, nach Süden gehen, würde etwas Ähnliches geschehen.

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Strichspuren über Ragusa

Strichspuren aus Ragusa in Italien, auf der Insel Sizilien; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Gianni Tumino

Beschreibung: Auch in schwierigen Zeiten ziehen die Sterne nachts unbeirrt ihre Bahn. Diese Nachthimmelslandschaft wurde am 14. März fotografiert, indem 230 Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von jeweils 15 Sekunden kombiniert wurden, um die kreisförmigen Bahnen der Sterne sichtbar zu machen.

Die Kamera war auf einem Stativ montiert und stand auf einer isolierten Terrasse in der Nähe des Zentrums von Ragusa in Italien, auf der Insel Sizilien. Doch der Nachthimmel über dem rotierenden Planeten war überall derselbe. Der Polarstern im Norden, ein Freund der Himmelsnavigatoren und Astrofotografen, zieht die kurze helle Spur in der Mitte der konzentrischen Himmelsbögen.

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Panorama des nördlichen Winterhimmels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Beschreibung: Welche Sterne leuchten im Winter auf der Nordhalbkugel der Erde? Dieses Bild zeigt einige helle Sterne, die zu Beginn dieses Monats sichtbar waren. Es ist ein horizontales 360-Grad-Kompositpanorama aus 66 senkrechten Einzelbildern, die etwa um 2:30 morgens nacheinander am selben Ort mit derselben Kamera aufgenommen wurden.

Zu den berühmten Sternen, die man im Bild sieht, zählen Kastor und Pollux links im Südosten, Sirius über dem Horizont im Süden, Kapella im Westen knapp über dem Bogen der Milchstraße und rechts im Norden der Polarstern. Zufällig wurde ganz links ein Meteor fotografiert.

Im Vordergrund steht das Museum des Orava-Dorfes in Zuberec in der Slowakei. Dieses Dorf zeigt Landleben in der Region vor Hunderten Jahren. Das Bild hingegen zeigt einen zeitlosen Himmel, der den Dorfbewohnern sicherlich vertraut war – ein Himmel, den alle Bewohner auf der Nordhalbkugel der Welt sahen.

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Strichspuren und die Bracewell-Radiosonnenuhr

Vorne in der Mitte steht eine Säule mit einer glänzenden metallischen Kugel. Dahinter sind Säulen und Radioteleskope angeordnet. Der Blick geht nach Norden. Am Himmel ziehen die Sterne Bögen um den Polarstern.
Bildcredit und Bildrechte: Miles Lucas am NRAO

Eine Sonnenuhr misst die Rotation der Erde. Dabei wirft die Sonne einen Schatten, der die Tageszeit zeigt. Diese Sonnenuhr am Very Large Array VLA in New Mexico erinnert an die Geschichte der Radio-Astronomie und an den Pionier Ronald Bracewell. Das VLA ist eine Anordnung von Radioteleskopen.

Die Radio-Sonnenuhr entstand aus Teilen einer Anordnung von Radioteleskopen. Damit wurde die Sonne vermessen. Bracewell baute sie zuerst beim Campus der Universität Stanford. Als die erste Mondlandung geplant wurde, kamen auch diese Daten zum Einsatz. Gäste und Forschende der Radio-Astronomie signierten die Säulen. Zwei davon hatten einen Nobelpreis.

Die meisten Sonnenuhren haben in der Mitte einen Gnomon. Sein Schatten fällt auf die Markierungen für die Sonnenzeit des Tages. Manche Uhren zeigen auch die Sonnenwenden und die Tagundnachtgleiche. Die Marken der Radio-Sonnenuhr sind auch nach der lokalen Sternzeit angeordnet. Sie zeigen auch die unsichtbaren Radioschatten von drei hellen Radioquellen am Himmel. Es sind der Supernovaüberrest Cassiopeia A, die aktive Galaxie Cygnus A und die aktive Galaxie Centaurus A.

Die Sternzeit nennt man auch siderische Zeit. Dabei misst man die Rotation der Erde an den Sternen und fernen Galaxien. Dieses Bild zeigt, wie sich die Erde dreht. Es wurde eine Stunde belichtet. Über Bracewells Radio-Sonnenuhr ziehen die Sterne konzentrische Spuren um den Nordpol am Himmel.

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