NGC 6369, der kleine Geistnebel

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Bildcredit: Hubble Heritage Team, NASA

Beschreibung: Dieser hübsche planetarische Nebel ist als NGC 6369 katalogisiert und wurde im 18. Jahrhundert von dem Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt, als er mit einem Teleskop das medizinische Sternbild Schlangenträger (Ophiucus) erforschte. Da der runde, planetenförmige Nebel relativ blass ist, bekam er den Namen „Kleiner Geistnebel“.

a href=“http://www.seds.org/messier/planetar.html“>Planetarische Nebel haben generell nicht das Geringste mit Planeten zu tun, stattdessen entstehen sie am Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns, wenn sich dessen äußere Hüllen in den Weltraum ausdehnen, während der Kern des Sterns zu einem weißen Zwerg schrumpft. Der transformierte weiße Zwergstern, der nahe der Mitte zu sehen ist, strahlt stark in ultravioletten Wellenlängen und liefert die Energie für das Leuchten des sich ausdehnenden Nebels.

Überraschend komplexe Details und Strukturen von NGC 6369 werden auf diesem interessanten Bild enthüllt, das aus Daten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurde. Die Hauptringstruktur des Nebels hat einen Durchmesser von etwa einem Lichtjahr, das Leuchten der ionisierten Sauerstoff-, Wasserstoff- und Stickstoffatome ist jeweils blau, grün und rot gefärbt.

Der kleine Geistnebel ist mehr als 2000 Lichtjahre entfernt und bietet einen flüchtigen Blick auf das Schicksal unserer Sonne, die in nur etwa 5 Milliarden Jahren ihren eigenen planetarischen Nebel bilden könnte.

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NGC 6188 und NGC 6164

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Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi (Glittering Lights)

Beschreibung: Fantastische Umrisse lauern in den Wolken aus leuchtendem Wasserstoff von NGC 6188. Der Emissionsnebel ist in sichtbaren Wellenlängen unsichtbar und am Rand einer riesigen Molekülwolke zu finden, im südlichen Sternbild Altar, etwa 4000 Lichtjahre von uns entfernt. Die massereichen, jungen Sterne der eingebetteten Ara-OB1-Assoziation wurden vor wenigen Millionen Jahren in dieser Region gebildet, formten die dunklen Umrisse und liefern mit Sternwinden und intensiver ultravioletter Strahlung die Energie für das Leuchten des Nebels. Die Entstehung dieser Sterne in der jüngeren Vergangenheit wurde wahrscheinlich durch Winde und Supernovaexplosionen von massereichen Sternen früherer Generationen ausgelöst, die das molekulare Gas zusammenfegten und komprimierten. Zur kosmischen Leinwand von NGC 6188 gehört einer der raren Emissionsnebel, NGC 6164, der ebenfalls von einem der massereichen O-Sterne in der Region gebildet wurde. Die auffallende, symmetrische Gashülle und der blasse Hof von NGC 6164, der seinen hellen Zentralstern oben rechts umgibt, hat eine ähnliche Erscheinung und Form wie viele planetarische Nebel. Das Sichtfeld umfasst etwa zwei Vollmonddurchmesser, was in der Entfernung von NGC 6188 70 Lichtjahren entspricht.

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NGC 7293: Der Helixnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Ed Henry (Hay Creek Observatory)

Beschreibung: Etwa siebenhundert Lichtjahre von der Erde entfernt stirbt im Sternbild Wassermann ein sonnenähnlicher Stern. Seine letzten wenigen tausend Jahre erzeugten den Helixnebel (NGC 7293), ein gut untersuchtes und nahe gelegenes Beispiel eines planetarischen Nebels und typisch für diese Endphase der Sternentwicklung. Eine Gesamtbelichtungszeit von 10 Stunden wurden für diese sehr detailreiche Ansicht des Nebels aufgewendet. Sie zeigt Details der helleren inneren Region des Helixnebels mit einem Durchmesser von etwa 3 Lichtjahren, folgt aber auch zarteren Strukturen des äußeren Hofes, die dem Nebel eine Spannweite von mehr als sechs Lichtjahren geben. Der weiße Punkt in der Mitte der Helix ist der heiße Zentralstern des planetarischen Nebels. Der Helixnebel, auf den ersten Blick ein scheinbar einfacher Nebel, hat, wie man inzwischen herausfand, eine überraschend komplexe Geometrie.

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Die außergewönhnliche Spirale von LL Pegasi

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Credit: ESA, Hubble, R. Sahai (JPL), NASA

Beschreibung: Was erzeugte die seltsame Spiralstruktur links? Das weiß niemand, wenngleich sie wahrscheinlich mit einem Stern in einem Doppelsternsystem in Bezug steht, der in die Phase eines planetarischen Nebels eintritt, bei der seine äußere Atmosphäre abgestoßen wird. Die riesige Spirale umfasst etwa ein Drittel eines Lichtjahres und besitzt bei immerhin vier oder fünf vollständigen Umdrehungen eine Regelmäßigkeit, die ihresgleichen sucht. Betrachtet man die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Spiralgases, so tritt etwa alle 800 Jahre eine neue Schicht auf, was der Zeit, in der die beiden Sterne umeinander rotieren, etnspricht. Das Sternsystem, das sie erzeugte, ist meist als LL Pegasi bekannt, aber auch als AFGL 3068. Die ungewöhnliche Struktur selbst wurde als IRAS 23166+1655 katalogisiert. Das obige Bild wurde vom Weltraumteleskop Hubble im nahen Infrarotlicht aufgenommen. Warum die Spirale leuchtet, bleibt ein Rätsel, wobei die Beleuchtung wahrscheinlich reflektiertes Licht eines nahe gelegenen Sterns ist.

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Staub und der Helixnebel

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NASA, JPL-Caltech, Kate Su (Steward Obs, U. Arizona) et al.

Beschreibung: Staub lässt dieses kosmische Auge rot erscheinen. Das schaurige Bild des Weltraumteleskops Spitzer zeigt Infrarotstrahlung des gut erforschten Helixnebels (NGC 7293), der sich etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann (Aquarius) befindet. Die zwei Lichtjahre große Hülle aus Staub und Gas um einen zentralen weißen Zwerg wurde lange Zeit für ein typisches Beispiel eines planetarischen Nebels gehalten, der das Endstadium in der Entwicklung eines sonnenähnlichen Sterns repräsentiert. Doch die Spitzer-Daten zeigen, dass der Zentralstern des Nebels selbst in überraschend helles Infrarotleuchten getaucht ist. Modelle lassen darauf schließen, dass das Leuchten durch durch eine Trümmerwolke aus Staub erzeugt wird. Obwohl das Material des Nebels vor vielen tausend Jahren von dem Stern abgestoßen wurde, könnte der nahe am Stern liegende Staub durch Kollisionen in einer Ansammlung von Objekten ähnlich dem Kuipergürtel oder der Oortschen Kometenwolke in unserem Sonnensystem entstehen. Die kometenähnlichen Körper, die in dem fernen planetaren Systemen gebildet wurden, hätten andernfalls sogar die dramatischen späten Stadien der Entwicklung des Sterns überlebt.

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Ein Hof für NGC 6164

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Der schöne Emissionsnebel NGC 6164 wurde von einem seltenen, heißen, lichtstarken O-Stern erzeugt, der etwa 40mal so massereich wie die Sonne ist. Der Stern, der in der Mitte der kosmischen Wolke zu sehen ist, ist etwa 3 bis 4 Millionen Jahre alt. In weiteren drei bis vier Millionen Jarhen wird der massereiche Stern sein Leben mit einer Supernova-Explosion beenden. Der Nebel selbst, der sich über etwa 4 Lichtjahre erstreckt, hat eine bipolare Symmetrie. Damit ähnelt seine äußere Erscheinung den bekannteren planetarischen Nebeln – gasförmigen Hüllen, die sterbende sonnenähnliche Sterne umgeben. NGC 6164 hat außerdem – wie auch viele planetarische Nebel – einen ausgedehnten, blassen Lichthof, der auf diesem detailreichen Teleskopbild der Region zu sehen ist. Die Materie im Halo, die sich in das umgebende interstellare Medium ausdehnt, stammt wahrscheinlich aus einer früheren aktiven Phase des O-Sterns. Die großartige Himmelslandschaft ist ein Komposit aus Schmalbandaufnahmen, die das leuchtende Gas hervorheben, und Breitband-Daten des umgebenden Sternfeldes. NGC 6164 liegt 4200 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Winkelmaß (Norma).

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Der Helixnebel vom La-Silla-Observatorium

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Credit: WFI, MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop, La-Silla-Obs., ESO

Beschreibung: Wird unsere Sonne eines Tages so aussehen? Der Helixnebel ist einer der hellsten und am nächsten gelegenen Exemplare planetarischer Nebel – Gaswolken, erzeugt am Ende des Lebens sonnenähnlicher Sterne. Die äußeren Gase des Sterns, die ins All abgestoßen wurden, erscheinen von unserer Perspektive aus, als ob wir in eine Spirale hineinblicken würden. Der zentrale Kern des Sternenüberrests, der dazu bestimmt ist ein weißer Zwerg zu werden, leuchtet in einem Licht, das so energiereich ist, dass es das zuvor abgestoßenene Gas zum fluoreszieren bringt. Der Helixnebel, um eine technische Beschreibung von NGC 7293 zu geben, liegt etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann und umfasst etwa 2,5 Lichtjahre. Das obige Bild wurde mit dem Wide Field Imager des 2,2-Meter-Teleskops am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte aufgenommen. Eine Nahaufnahme des inneren Randes des Helixnebels zeigt komplexe Gasknoten unbekannten Ursprungs.

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Speichen im Helixnebel

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Credit und Bildrechte: Don Goldman, Sierra Remote Observatories

Beschreibung: Auf den ersten Blick sieht der Helixnebel (auch NGC 7293) einfach und rund aus. Doch dieses gut untersuchte Beispiel eines Planetarischen Nebels, der nahe dem Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns entstand, hat, wie man nunmehr weiß, eine überraschend komplexe Geometrie. Seine ausgedehnten Schleifen und kometenförmigen Strukturen wurden auf Bildern des Hubble-Weltraumteleskops untersucht. Ein 16-Zoll-Teleskop und eine Kamera mit Breit- und Schmalbandfiltern wurde verwendet um diese scharfe Ansicht des Helixnebels zu erzeugen. Das Farbkomposit enthüllt auch die faszinierenden Details des Nebels, darunter lichtjahrlange blaugrüne radiale Streifen oder Speichen, die ihm das Aussehen eines kosmischen Fahrrad-Rades verleihen. Die speichenartigen Erscheinungen scheinen ein Hinweis darauf zu sein, dass der Helixnebel selbst ein alter, entwickelter planetarischer Nebel ist. Die Helix ist an die siebenhundert Lichjahre von der Erde entfernt im Sternbild Aquarius (Wassermann).

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Seltsame kometenartige Knoten im Helixnebel

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Credit: C. R. O’Dell und K. Handron (Rice-Universität), NASA

Beschreibung: Wie entstehen die ungewöhnlichen Knoten aus Gas und Staub in planetarischen Nebeln? Diese sind sowohl im Ringnebel als auch im Hantelnebel oder im Eskimonebel zu sehen. Diese Knoten wurden nicht prognostiziert, und ihre Ursprünge sind noch nicht erforscht.

Dieses faszinierende Bild des Helixnebels stammt vom Weltraumteleskop Hubble, es zeigt eine enorme Vielfalt dieser mysteriösen Gasknoten. Die Masse eines der oben abgebildeten kometenartigen Knoten beträgt etwa eine Erdmasse, ihre Radien betragen jedoch das Mehrfachen der Entfernung Sonne-Pluto. Eine Hypothese zur Fragmentierung und Entwicklung dieser Knoten besagt, dass vorhandenes Gas von einem weniger dichten, aber energiereicheren stellaren Wind des sich entwickelnden Zentralsterns hinausgetrieben wird.

Der Helixnebel ist das nächstgelegene Beispiel eines planetarischen Nebels, die am Lebensende eines sonnenähnlichen Sternes entstehen. Dieser Nebel mit der technischen Bezeichnung NGC 7293 liegt etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann.

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Der Medusanebel

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Fein gesponnene Fasern aus leuchtendem Gas erinnern an den populären Namen dieses Nebels: der Medusa-Nebel. Diese Medusa, auch als Abell 21 bekannt, ist ein alter planetarischer Nebel, an die 1,500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zwillinge. Wie sein mythologischer Namensvetter hängt der Nebel mit einer dramatischen Transformation zusammen. Die Phase der planetarischen Nebel stellt ein Endstadium in der Entwicklung von Sternen mit niedriger Masse wie etwa der Sonne dar, bei dem sie sich von einem Roten Riesen in einen heißen weißen Zwerg verwandeln und bei diesem Prozess ihre äußeren Hüllen abstoßen. Ultraviolettstrahlung des heißen Sterns liefert die Energie für das Leuchten des Nebels. Der heiße Zentralstern der Medusa ist auf dem detailreichen Farbbild als der kleine blaue Stern in der oberen Hälfte der der hellen mondsichelartigen Form sichtbar. Schwächere Fasern breiten sich deutlich oberhalb und links von der sichelförmigen Region aus. Der Durchmesser des Meduas-Nebels wird auf mehr als vier Lichtjahre geschätzt.

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