Solis Lacus: Das Auge des Mars

Solis Lacus, das Auge des Mars, beobachtet uns.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Während sich der Mars seiner Opposition am 13. Oktober 2020 nähert, wird er am Nachthimmel heller. Teleskope auf dem ganzen Planeten Erde beobachten ihn, doch auf dieser Ansicht vom 22. September sieht der Rote Planet aus, als würde er auch uns beobachten.

Für Teleskope auf der Erde hat die Marsscheibe schon fast das Maximum ihrer scheinbaren Größe erreicht, diese beträgt weniger als 1/80 des scheinbaren Vollmond-Durchmessers. Die jahreszeitlich schrumpfende Südpolkappe ist unten, und oben sind nebelige nördliche Wolken.

Links unter der Scheibenmitte befindet sich ein rundes, dunkles Albedomerkmal: Solis Lacus (der Sonnensee). Solis Lacus liegt in einer hellen Region südlich von Valles Marineris und sieht aus wie eine planetare Pupille, die als Auge des Mars bekannt ist.

An der Wende zum 20. Jahrhundert assoziierte der Astronom und passionierte Marsbeobachter Percival Lowell das Auge des Mars mit einem Knotenpunkt von Kanälen, die er auf seinen Zeichnungen des Roten Planeten eingezeichnet hatte. Anhand hoch aufgelöster Oberflächenbilder werden umfassende, sichtbare Veränderungen der Größe und Form des Marsauges heute als Staub betrachtet, der von Winden in der dünnen Marsatmosphäre transportiert wird.

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Giganten des Sommers

Die Riesenplaneten Jupiter und Saturn befinden sich beim erdnächsten Bereich ihrer Bahn für 2020 im Sternbild Schütze und begegnen einander am 21. Dezember.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne

Beschreibung: Während Komet NEOWISE über den nördlichen Sommerhimmel zieht, strahlen Jupiter und Saturn hell nahe ihrer Opposition. Jupiter stand am 14. Juli gegenüber der Sonne und Saturn am 21. Juli. Die Riesenplaneten befinden sich immer noch nahe ihrer Erdnähe des Jahres 2020. Sie leuchten die ganze Nacht im Sternbild Schütze und bieten ihren besten und hellsten Anblick für Teleskope.

Beide wurden am 22. Juli auf einem Balkon in Paris fotografiert. Diese beiden scharfen Teleskopbilder sind keine Enttäuschung – sie zeigen, wofür die Riesenplaneten berühmt sind: Saturns helle Ringe und Jupiters großen roten Fleck.

Doch Jupiter und Saturn kommen einander am Himmel des Planeten Erde noch näher. Am 21. Dezember haben Himmelsbeobachterinnen* die Gelegenheit, eine große Konjunktion von Jupiter und Saturn zu beobachten – ein Ereignis, das nur alle 20 Jahre stattfindet.

Bilder des Kometen NEOWISE vom Planeten Erde im Juli: 28, 27, 26, 25, 24
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Saturn hinter dem Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Peter Patonai (Astroscape Photography)

Beschreibung: Was ist da neben dem Mond? Saturn. Auf seiner monatlichen Reise um die Erde – und somit den Himmel der Erde – zog unser Mond zu Beginn der Woche fast genau vor Saturn vorbei, der die Sonne umkreist. An vielen Standorten auf einer breiten Schneise der Südhalbkugel der Erde wanderte der Mond sogar direkt vor Saturn vorbei.

Dieses Bild aus Sydney in Australien zeigt das Paar wenige Minuten vor der Finsternis. Das Bild ist eine Einzelaufnahme mit 1/500stel Sekunde Belichtungszeit, die später bearbeitet wurde, um Mond und Saturn besser hervorzuheben. Da Saturn fast gegenüber der Sonne steht, ist er ab Sonnenuntergang im Südosten und dann fast die ganze Nacht sichtbar. Der zunehmende Mond stand ebenfalls fast gegenüber der Sonne und daher beinahe die ganze Nacht sichtbar – morgen Nacht ist er voll.

Der Mond bedeckt Saturn dieses Jahr bei jeder Runde um die Erde.

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Mars in der Kurve

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Beschreibung: Diese Komposition aus Bildern, die zwischen Ende April (rechts unten) und 5. November (links oben) im Abstand von ungefähr 5 bis 9 Tagen fotografiert wurden, folgt der rückläufigen Bewegung des rötlich gefärbten Mars am Nachthimmel des Planeten Erde. Um die Punkte und Daten der rückläufigen Planetenschleife des Mars von 2018 zu verbinden, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild (und betrachten Sie diese Animation).

Der Mars hat seine Laufrichtung entlang seiner Bahn jedoch nicht geändert. Die scheinbare Rückwärtsbewegung vor dem Sternenhintergrund entsteht vielmehr durch die Bewegung der Erde. Eine rückläufige Bewegung ist immer dann zu sehen, wenn die Erde einen Planeten überholt, der weiter von der Sonne entfernt kreist, da die Erde auf ihrer sonnennäheren Bahn schneller wandert.

Am 27. Juli erreichte Mars seine günstige Perihel-Opposition von 2018, er stand am sonnennächsten Punkt seiner Bahn und zugleich am Erdhimmel gegenüber der Sonne. Das Bild dieses Tages, das in diesem Komposit verwendet wurde, entstand während der totalen Mondfinsternis.

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Mars in der Nähe

Mars ist der Erde relativ nahe, und der Staubsturm auf der Oberfläche hat sich gelegt, daher konnte er sehr detailreich abgebildet werden. Unten ist die weiße Polkappe, sie bildet einen Kontrast zu der roten Oberfläche mit den dunklen Strukturen.
Bildcredit und Bildrechte: D. Peach, V. Suc, Chilescope-Team

Mars leuchtet abends immer noch hell am Himmel. Am 31. Juli erreichte er kurz nach seiner Opposition den erdnächsten Punkt. Dort war er nur 57,6 Millionen Kilometer von uns entfernt. Dieses Bild entstand nur eine Woche später. Es zeigt die fast maximale Größe der Scheibe des Roten Planeten in irdischen Teleskopen. Sie ist weniger breit als 1/74stel vom scheinbaren Durchmesser des Vollmondes.

Weite Schattierungen auf der Oberfläche prägen die Ansicht. Sie treten wieder hervor, seit der letzte planetenweite Staubsturm abklingt. Unten ist der Südpol mit seiner hellen Kappe. Das Valles Marineris verläuft mitten über die Scheibe. Gleich darunter liegt die fast runde Region Solis Lacus. Man nennt sie auch Auge des Mars. Links stehen drei markante dunkle Flecken fast senkrecht in einer Reihe. Es sind die Vulkane der Tharsis Montes.

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Verfinsterter Mond und Mars über Bergen

Über wild zerklüfteten Bergen schimmern eine Mondfinsternis und der Rote Planet. In der Mitte steht kopfüber der Große Wagen. Ein winziges Detail macht dieses Bild besonders: eine kleine Ziege.
Bildcredit und Bildrechte: Clément Brustel

Dieses astronomisch geprägte Foto ist ungewöhnlich. Man sieht es nicht gleich, sondern wurde erst bei der Nachbearbeitung entdeckt. Seltsam ist nicht der Mond. Allerdings ist ein Foto, das den Aufgang des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis zeigt, immer ein interessanter Anblick.

Es ist auch nicht der Mars, der rechts unter dem Mond steht. Auch ein Bild des Planeten Mars nahe seiner größten Helligkeit bietet einen faszinierenden Eindruck. Mars sehen wir diesen Monat fast die ganze Nacht; hier sind weitere Bilder. Es sind auch nicht die Berge im Vordergrund, auch wenn die französischen Alpen auf dem Planeten Erde majestätisch sind. Hier sind weitere interessante Bilder von bergigen Landschaften mit Himmel.

Ungewöhnlich und zugleich vertraut ist die Ziege.

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Marsopposition

Zwei Bilder des Mars wurden mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Das linke Bild entstand bei der Opposition 2016, die Oberfläche ist klar. Das rechte Bild entstand vor ein paar Tagen, die Oberfläche ist verschwommen wegen eines Staubsturms.
Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA und STScI

Schaut heute Abend in die Richtung, die am Himmel gegenüber der Sonne liegt. Dort seht ihr den Mars so hell wie sonst fast nie. In ein paar Tagen erreicht er seine größte Nähe zur Erde. Mars geht auf, wenn die Sonne untergeht. Auch mit Teleskop sieht man ihn am hellsten und besten, wenn man davon absieht, dass immer noch ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllt.

Diese beiden Bilder stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Sie vergleichen die Erscheinung des Mars zu den Oppositionen 2016 und 2018. 2016 war die Marsatmosphäre klar. Das Bild von 2018 entstand vor 2 Tagen. Es zeigt fast dieselbe Seite des Mars. Doch die Details der Oberfläche sind vom Staub verdeckt. Der Südpol des Planeten ist in Wolken gehüllt. Er ist stärker zur Sonne geneigt. Im Frühling und Sommer steigt auf der Südhalbkugel die Temperatur. Das löst wahrscheinlich die planetenweiten Staubstürme aus.

Wenn ihr heute Abend zum Himmel schaut, seht ihr den Mars nahe beim Vollmond. Außerhalb von Nordamerika steht der Rote Planet auch noch neben einem roten Mond. Heute ist eine totale Mondfinsternis.

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Die Straße zum Mars

Die Straße führt scheinbar zum Planeten Mars. Links sind rötliche Felsen, die vom Scheinwerfer eines Autos beleuchtet werden, rechts oben stehen die Milchstraße und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Was ist dieses Licht am Ende der Straße? Es ist der Mars. Gerade ist ein guter Monat, um euren Freundinnen und Familien den Mars zu zeigen. Unser Nachbarplanet leuchtet nicht nur am hellsten seit 15 Jahren, er ist außerdem fast die ganze Nacht sichtbar. Diesen Monat ist Mars etwa 180 Grad von der Sonne entfernt und er erreicht fast die kleinstmögliche Entfernung zum Planeten Erde.

Was die Bahn betrifft, nähert sich der Mars auch dem sonnennächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Es passiert genau dann, wenn die Erde fast zwischen Mars und Sonne wandert. Diese Anordnung nennt man eine Perihelopposition.

Mars ist nun gut zu beobachten. Der orangefarbene Planet geht im Osten auf, wenn die Sonne im Westen auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels untergeht. Der Planet steigt nachts am Himmel auf. Seinen höchsten Stand erreicht er um Mitternacht. Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht er im Westen unter.

Der Rote Planet wurde Mitte Mai fotografiert, kurz bevor er am Ende einer Straße unterging. Das Bild entstand im Arches-Nationalpark nahe bei Moab in Utah in den USA.

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