Blutmond, Eisriese

Das Bild zeigt den rot gefärbten Mond der Mondfinsternis am 8. November, als er gerade den Planeten Uranus bedeckte.

Bildcredit und Bildrechte: Ryan Han

Am 8. November wurde der Vollmond blutrot, als er bei einer totalen Mondfinsternis durch den Erdschatten glitt. Beobachtende der Finsternis in Teilen von Asien, Japan und Alaska sahen außerdem, wie er während der Totalität den äußeren Planeten Uranus bedeckte.

Die beiden Bilder wurden kurz vor Beginn der Finsternis mit zwei unterschiedlichen Teleskopen und Kameras auf demselben Dach in Schanghai in China fotografiert. Sie zeigen eine Nahaufnahme und eine größere Ansicht des Ereignisses. Die winzige blasse, grünliche Scheibe des fernen Eisriesen ist normalerweise – verglichen mit einem Vollmond – sehr blass. Ihr seht sie links knapp neben dem Mondrand, wo sie gerade hinter dem abgedunkelten roten Mond verschwindet.

Mondbedeckungen von Planeten sind zwar nur an bestimmten Orten auf dem Planeten Erde sichtbar, aber trotzdem relativ häufig. Doch damit diese seltene „Mondfinsternisbedeckung“ stattfinden konnte, musste der äußere Planet während der totalen Finsternis sowohl in Opposition als auch sehr nahe an der ekliptischen Ebene stehen, sodass er in einer Linie mit Sonne, Erde und Mond stand.

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In Ganymeds Schatten

Das Bild zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck und einen Transit des Mondes Io mit Schatten

Bildcredit und Bildrechte: Andrew McCarthy

Jupiter stand Ende des letzten Monats in Opposition, also am Himmel der Erde gegenüber der Sonne. Anfang des nächsten Jahres nähert er sich dem Perihel, das ist der sonnennächste Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Damit ist Jupiter unserem schönen Planeten besonders nahe, das führt derzeit zu ausgezeichneten Sichtverhältnissen auf den größten Planeten im Solarsystem.

Am 27. September wurde dieses scharfe Bild von Jupiter mit einem kleinen Teleskop in einem Hinterhof in Florence (Arizona) aufgenommen. Die kombinierten Einzelbilder des Videos zeigen die massereiche Welt, die von planetenweiten Winden umkreist wird. Dunkle Gürtel und helle Zonen umspannen den Gasriesen, zusammen mit rotierenden ovalen Stürmen und dem charakteristischen Roten Fleck.

Rechts unten leuchtet der galileische Mond Ganymed. Der größte Mond im Sonnensystem zieht mit seinem Schatten über Jupiters südliche Wolkendecken.

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In Bewegung: Uranus und Monde


Videocredit: David Campbell (U. Hertfordshire), Bayfordbury-Observatorium

Beschreibung: Was bewegt sich hier am Himmel? Ein Planet, der etwas zu blass ist, um ihn mit bloßem Auge zu sehen: Uranus. Der Gasriese außerhalb von Saturn wurde zu Beginn dieses Monats nahe seiner Opposition beobachtet, als er der Erde am nächsten war und seine größte Helligkeit erreicht hatte.

Dieses Video wurde am BayfordburyObservatorium in Hertfordshire in GB fotografiert. Es ist ein Zeitraffervideo von vier Stunden und zeigt Uranus mit seinen vier größten Monden im Schlepptau: Titania, Oberon, Umbriel und Ariel. Die scheinbare Bewegung von Uranus vor den Hintergrundsternen wird großteils durch die Bahnbewegung der Erde um unsere Sonne hervorgerufen.

Das Kreuz um Uranus sind Beugungsspitzen, sie entstehen durch Licht, das an den vier Armen gebeugt wird, an denen einer der Teleskopspiegel befestigt ist. Die Rotation der Beugungsspitzen entstehen nicht durch die Rotation von Uranus, sondern im Wesentlichen durch die Rotation der Erde. In den nächsten Monaten seht ihr Uranus mit einem Fernglas, aber für die Monde braucht ihr – wie immer – ein Teleskop.

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Saturn und Jupiter im Sommer 2020

Opposition 2020 von Jupiter und Saturn in den Sternbildern Schütze und Steinbock.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN), Onur Durma

Beschreibung: In diesem nördlichen Sommer standen Saturn und Jupiter in Opposition, das ist am Erdhimmel gegenüber der Sonne. Dieses Panorama-Komposit zeigt ihre paarweise rückläufige Bewegung vom 19 Juni bis 28 August, als sie zusammen zwischen den Sternen im westlichen Teil des Steinbocks und im östlichen Teil des Schützen wanderten. So eine Begegnung findet etwa alle 20 Jahre statt.

Diesen Dezember rücken sie am Himmel noch näher zusammen. Jupiter und Saturn stehen jetzt nahe beisammen, es sind die hellen Himmelslichter, die ihr nach Sonnenuntergang im Westen seht. Am Sonnwendtag, dem 21. Dezember, erreichen sie ihre prächtige große Konjunktion, die alle 20 Jahre stattfindet. Dann beträgt der scheinbare Abstand zwischen den beiden größten Welten im Sonnensystem am Erdhimmel nur etwa ein Fünftel des scheinbaren Vollmonddurchmessers.

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Gesamtkarte: Mars in Opposition

Globale Karte des Roten Planeten der Mars-Opposition 2020 vom Observatorium auf dem Pic du Midi.

Bildcredit und Bildrechte: F. Colas / J.L. Dauvergne / G. Dovillaire / T. Legault / G. Blanchard / B. Gaillard / D. Baratoux / A, Klotz / S2P / IMCCE / OMP / Imagine Optic

Beschreibung: Hier ist die vielleicht beste globale Marskarte, die je mit einem Teleskop auf der Erde erstellt wurde. Ein Beobachterinnen- und Beobachter-Team sammelte die Bilddaten im Laufe von sechs langen Nächten zwischen 8. Oktober und 1. November am Observatorium auf dem Gipfel des Pic du Midi. Der vierte Gesteinsplanet der Sonne war damals noch nicht viel von seiner Opposition 2020 und seiner größten, hellsten Erscheinung am Nachthimmel des Planeten Erde weitergewandert. Das große Teleskop, das dafür verwendet wurde, hat einen Durchmesser von einem Meter und eine Brennweite von 17 Metern. Es unterstütze seinerzeit auch die Apollo-Mondlandemissionen der NASA.

Nach ungefähr 30 Stunden Bearbeitung wurden die Daten kombiniert und diese außergewöhnlich scharfe projizierte Ansicht der Marsoberfläche erstellt. Sie reicht bis ungefähr 45 Grad nördlicher Breite. Die Bilddaten wurden auch auf eine rotierende Kugel und rotatierende Stereoansichten übertragen. Marsfreundinnen erkennen leicht ihre Lieblingsstrukturen auf dieser beschrifteten globalen Ansicht des Roten Planeten.

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Marsannäherung 2020

Der Planet Mars nähert sich seiner Opposition.

Bildcredit: Jonathan T. Grayson

Beschreibung: Wenn wir heute Abend nach Sonnenuntergang nach Osten blicken, sehen wir einen sehr eindrucksvollen Mars. Heute Nacht erreicht der Mars seine größte und hellste Erscheinung des Jahres, wenn die Erde dem Roten Planeten näher kommt als sonst je in den letzten zwei Jahren – aber auch in den nächsten beiden Jahren.

In einer Woche ist der Mars fast genauso hell – aber in Opposition, was bedeutet, dass er direkt gegenüber der Sonne steht. Wegen der leicht ovalen Form der Bahnen von Mars und der Erde liegen die größte Annäherung und die Opposition ein paar Tage auseinander.

Diese Bildfolge zeigt, wie der Winkeldurchmesser des Mars während seiner Annäherung in den vergangenen Monaten größer wurde. Der merklich orangefarbene Mars ist nun fast die ganze Nacht sichtbar und  reflektiert mehr Sonnenlicht zur Erde als Saturn oder Jupiter. Doch sogar bei seiner größten Annäherung erscheint der Mars immer noch mehr als 100 Mal kleiner als der Vollmond.

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Solis Lacus: Das Auge des Mars

Solis Lacus, das Auge des Mars, beobachtet uns.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Während sich der Mars seiner Opposition am 13. Oktober 2020 nähert, wird er am Nachthimmel heller. Teleskope auf dem ganzen Planeten Erde beobachten ihn, doch auf dieser Ansicht vom 22. September sieht der Rote Planet aus, als würde er auch uns beobachten.

Für Teleskope auf der Erde hat die Marsscheibe schon fast das Maximum ihrer scheinbaren Größe erreicht, diese beträgt weniger als 1/80 des scheinbaren Vollmond-Durchmessers. Die jahreszeitlich schrumpfende Südpolkappe ist unten, und oben sind nebelige nördliche Wolken.

Links unter der Scheibenmitte befindet sich ein rundes, dunkles Albedomerkmal: Solis Lacus (der Sonnensee). Solis Lacus liegt in einer hellen Region südlich von Valles Marineris und sieht aus wie eine planetare Pupille, die als Auge des Mars bekannt ist.

An der Wende zum 20. Jahrhundert assoziierte der Astronom und passionierte Marsbeobachter Percival Lowell das Auge des Mars mit einem Knotenpunkt von Kanälen, die er auf seinen Zeichnungen des Roten Planeten eingezeichnet hatte. Anhand hoch aufgelöster Oberflächenbilder werden umfassende, sichtbare Veränderungen der Größe und Form des Marsauges heute als Staub betrachtet, der von Winden in der dünnen Marsatmosphäre transportiert wird.

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Giganten des Sommers

Die Riesenplaneten Jupiter und Saturn befinden sich beim erdnächsten Bereich ihrer Bahn für 2020 im Sternbild Schütze und begegnen einander am 21. Dezember.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne

Beschreibung: Während Komet NEOWISE über den nördlichen Sommerhimmel zieht, strahlen Jupiter und Saturn hell nahe ihrer Opposition. Jupiter stand am 14. Juli gegenüber der Sonne und Saturn am 21. Juli. Die Riesenplaneten befinden sich immer noch nahe ihrer Erdnähe des Jahres 2020. Sie leuchten die ganze Nacht im Sternbild Schütze und bieten ihren besten und hellsten Anblick für Teleskope.

Beide wurden am 22. Juli auf einem Balkon in Paris fotografiert. Diese beiden scharfen Teleskopbilder sind keine Enttäuschung – sie zeigen, wofür die Riesenplaneten berühmt sind: Saturns helle Ringe und Jupiters großen roten Fleck.

Doch Jupiter und Saturn kommen einander am Himmel des Planeten Erde noch näher. Am 21. Dezember haben Himmelsbeobachterinnen* die Gelegenheit, eine große Konjunktion von Jupiter und Saturn zu beobachten – ein Ereignis, das nur alle 20 Jahre stattfindet.

Bilder des Kometen NEOWISE vom Planeten Erde im Juli: 28, 27, 26, 25, 24
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Saturn hinter dem Mond

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Bildcredit: Peter Patonai (Astroscape Photography)

Beschreibung: Was ist da neben dem Mond? Saturn. Auf seiner monatlichen Reise um die Erde – und somit den Himmel der Erde – zog unser Mond zu Beginn der Woche fast genau vor Saturn vorbei, der die Sonne umkreist. An vielen Standorten auf einer breiten Schneise der Südhalbkugel der Erde wanderte der Mond sogar direkt vor Saturn vorbei.

Dieses Bild aus Sydney in Australien zeigt das Paar wenige Minuten vor der Finsternis. Das Bild ist eine Einzelaufnahme mit 1/500stel Sekunde Belichtungszeit, die später bearbeitet wurde, um Mond und Saturn besser hervorzuheben. Da Saturn fast gegenüber der Sonne steht, ist er ab Sonnenuntergang im Südosten und dann fast die ganze Nacht sichtbar. Der zunehmende Mond stand ebenfalls fast gegenüber der Sonne und daher beinahe die ganze Nacht sichtbar – morgen Nacht ist er voll.

Der Mond bedeckt Saturn dieses Jahr bei jeder Runde um die Erde.

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Mars in der Kurve

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Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Beschreibung: Diese Komposition aus Bildern, die zwischen Ende April (rechts unten) und 5. November (links oben) im Abstand von ungefähr 5 bis 9 Tagen fotografiert wurden, folgt der rückläufigen Bewegung des rötlich gefärbten Mars am Nachthimmel des Planeten Erde. Um die Punkte und Daten der rückläufigen Planetenschleife des Mars von 2018 zu verbinden, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild (und betrachten Sie diese Animation).

Der Mars hat seine Laufrichtung entlang seiner Bahn jedoch nicht geändert. Die scheinbare Rückwärtsbewegung vor dem Sternenhintergrund entsteht vielmehr durch die Bewegung der Erde. Eine rückläufige Bewegung ist immer dann zu sehen, wenn die Erde einen Planeten überholt, der weiter von der Sonne entfernt kreist, da die Erde auf ihrer sonnennäheren Bahn schneller wandert.

Am 27. Juli erreichte Mars seine günstige Perihel-Opposition von 2018, er stand am sonnennächsten Punkt seiner Bahn und zugleich am Erdhimmel gegenüber der Sonne. Das Bild dieses Tages, das in diesem Komposit verwendet wurde, entstand während der totalen Mondfinsternis.

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Naher Mars

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Bildcredit und Bildrechte: D. Peach, V. Suc, Chilescope-Team

Beschreibung: Mars, der immer noch hell am Abendhimmel leuchtete, erreichte am 31. Juli kurz nach seiner Opposition den erdnächsten Punkt, nur 57,6 Millionen Kilometer entfernt. Dieses beachtliche Bild wurde nur eine Woche später fotografiert, es zeigt die fast maximale Größe der Scheibe des Roten Planeten in irdischen Teleskopen, diese misst weniger als 1/74stel des scheinbaren Vollmonddurchmessers.

Großflächige Oberflächenschattierungen treten auf dieser reizenden Ansicht wieder hervor, nachdem der letzte planetenweite Staubsturm nachlässt. Unten befindet sich die helle Südpolkappe. Das Valles Marineris verläuft über die Mitte der Scheibe. Gleich darunter es liegt die fast runde Region Solis Lacus, die auch als Auge des Mars bekannt ist. Die drei markanten dunklen Flecken, die links neben der Mitte in einer Linie verlaufen, sind die vulkanischen Tharsis Montes.

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