Sternspuren in der Haute Provence

Diagonal verlaufen Strichspuren von Sternen durchs Bild, links unten ist die geöffnete, innen rot beleuchtete Kuppel einer Sternwarte zu sehen, rechts sind die Äste von Bäumen.

Credit und Bildrechte: Alexandre Santerne / OHP-CNRS

Montiert eure Kamera auf einem Stativ, dann könnt ihr die zierlichen Spuren der Sterne fotografieren, die sie ziehen, während die Erde um ihre Achse rotiert. Die dramatische Aufnahme ist 5 Stunden belichtet. Sie entstand am 24. Februar am Observatoire de Haute-Provence (OHP) im Südosten von Frankreich.

Das Bild entstand aus 300 Aufnahmen, die nacheinander je eine Minute belichtet wurden. Die Sterne ziehen nahe beim Himmelsäquator in der Projektion fast gerade Linien. Dagegen kreisen sie nördlich und südlich des Äquators scheinbar um die Himmelspole im Norden und im Süden.

Unten stehen links und rechts Kuppeln mit den OHP-Teleskopen. Der gleißende Planet Venus hinterlässt rechts unten den kurzen, hellen Streifen. Bei der rechten Kuppel enden die Spuren des Sternbilds Orion. Sirius, der Alpha-Stern im Großen Hund, zieht den hellen Bogen über der linken Kuppel. Der Astronom Alexandre Santerne beleuchtete während der Aufnahme auch kurz eine Eiche, die vorne steht.

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Mauna-Kea-Milchstraßenpanorama

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN)

Beschreibung: Aloha und willkommen in einer atemberaubenden Himmelslandschaft. Der traumhafte Panoramablick reicht vom 4200 Meter hohen Vulkangipfel des Mauna Kea auf Hawaii über eine Wolkenschicht hin zu einem sternklaren Himmel und der aufgehenden Milchstraße.

Die Szenerie ist links an der Kuppel des Canada-France-Hawaii Telescope (CFHT) verankert, mit dem Polarstern, der rechts unter der Kuppel leuchtet. Weiter rechts, angeführt vom hellen Stern Deneb, lugt der Asterismus Kreuz des Nordens, eingebettet in die Ebene der Milchstraße, über den Horizont.

Sowohl das Kreuz des Nordens als auch die gleißend weiße Wega hängen über einer Gruppe von Aschekegeln im Vordergrund. Nahe der Mitte findet man rötliche Nebel, Sterne und Staubwolken der zentralen Milchstraße. Darunter erzeugt die Stadtbeleuchtung von Hilo ein unheimliches grünliches Leuchten in den Wolken.

Der rote Superriesenstern Antares leuchtet über der Zentralwölbung der Milchstraße, während der helle Alpha Centauri noch weiter rechts in der staubhaltigen galaktischen Ebene liegt. Schließlich steht ganz rechts das Teleskop Gemini Nord. Die kompakte Sternengruppe, die als Kreuz des Südens bekannt ist, befindet sich links neben der Teleskopkuppel.

Brauchen Sie Hilfe beim Erkennen der Sterne? Schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild oder laden Sie dieses kleinere beschriftete Panorama.

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Zodiakallicht versus Milchstraße

Hinter Teleskopkuppeln steigt am sternklaren Himmel links Zodiakallicht auf, rechts wölbt sich die Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Zwei Ebenen am irdischen Himmel wetteifern hier um Aufmerksamkeit. Die Weitwinkel-Ansicht wurde am 23. Jänner aufgenommen. Links steigt Zodiakallicht vom Horizont in den Nachthimmel auf. Es ist Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene gestreut wird. Der Gegenspieler rechts besteht aus blassen Sternen, Staubwolken und Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße. Beide Himmelsbänder wölben sich über den Kuppeln und Türmen des Teide-Observatoriums auf der Insel Teneriffa.

Am makellosen, dunklen Himmel über den Kanarischen Inseln leuchten auch die gleißende Venus links unten und die weit entfernte Andromeda-Galaxie nahe der Bildmitte. Ganz oben steht der hübsche Sternhaufen der Plejaden. Leute mit Erfahrung erkennen auch M33, den Kaliforniennebel, IC1805 sowie den Doppelsternhaufen im Perseus. (Braucht ihr Hilfe? Schiebt einfach den Mauspfeil über das Bild.)

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Chilenische Himmelslandschaft

Über dem Horizont unten verläuft ein roter Streifen, am sternklaren Himmel darüber leuchten zwei helle Himmelslichter, die Planeten Venus und Jupiter.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Der Nachthimmel über chilenischen Berggipfel-Observatorien kann dunkel und klar sein und herrliche kosmische Aussichten bieten. Auf diesem aktuellen Beispiel erstreckt sich die Ebene unserer Milchstraßengalaxie parallel zum Horizont, die Sternhaufen des galaktischen Zentrums, dunkle Staubwolken und leuchtende Nebel schweben im Westen. Der Lichtkeil, der nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde und sich in der Szenerie nach oben hin ausdehnt, ist Zodiakallicht – Sonnenlicht, das von Staub in der Ekliptik unseres Sonnensystems gestreut wird. Ein zarter Meteor wurde ebenfalls aufs Bild gebannt, doch die strahlende Venus und der helle Jupiter, die sich einer Konjunktion nähern, beherrschen die Himmelslandschaft. Zu der nahen Begegnung am Wochenende gesellt sich am Montag, 1. Dezember, der junge Sichelmond dazu. Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen, und das enge himmlische Dreieck aus Mond, Venus und Jupiter, den drei hellsten Lichtern der Nacht, werden auf der ganzen Welt einen spektakulären Anblick bieten, sogar an Beobachtungsorten mit einem aufgehellten Großstadthimmel.

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Jupiter über Ephesos

Über den historischen Ruinen von Ephesos leuchtet der helle Planet Jupiter über dem Horizont, die oberen Teile der Ruinen werden vom Mondlicht beleuchtet.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der prächtige Jupiter teilt sich heute Abend den Himmel mit dem Vollmond. Jupiter steht kurz vor der Opposition. Das bedeutet, er befindet sich am Himmel der Erde gegenüber der Sonne. Daher geht Jupiter etwa zu Sonnenuntergang auf. Das tut übrigens auch der Vollmond. Die Opposition ist auch der Zeitpunkt der größten Annäherung an die Erde. Jupiter leuchtet dann am hellsten und bietet den besten Anblick.

Diese Himmelslandschaft wurde letzten Monat fotografiert. Sie zeigt Jupiter über dem südöstlichen Horizont. Die Straßen der antiken Hafenstadt Ephesos, die in der heutigen Türkei liegt, sind mit Marmor gepflastert. Der Tempel links war dem römischen Kaiser Hadrian geweiht. Am Nachthimmel wölbt sich der Bogen der nördlichen Sommermilchstraße. Die Lichter am Horizont stammen von der nahe gelegenen Stadt Selçuk. Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr die Szenerie als Panorama.

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Nachtschein

Über einem dunklen Laubwald leuchtet der abnehmende Sichelmond vor Sonnenaufgang am dunkelblauen Morgenhimmel.

Credit und Bildrechte: Laurent Laveder (PixHeaven.net / TWAN)

Beschreibung: In den frühen Morgenstunden des 30. Juni schwebten kurz vor der Dämmerung im Osten dieser Himmelsansicht von Westfrankreich geisterhafte Wolken. Die nachtleuchtenden Wolken oder leuchtenden Nachtwolken befinden sich am Übergang zum All und reflektieren in einer Höhe von etwa 80 Kilometern über der Erdoberfläche das Sonnenlicht. Sie sind normalerweise im Sommer über den Polen zu sehen, inzwischen aber häufig auch weiter von den Polen entfernt. In diesem Fall reichten sie bis zur nördlichen Breite des Bobachters auf 48 Grad. Dieser Trend könnte ein Gradmesser für die globalen Veränderung der Atmosphäre sein. Weitere 400.000 Kilometer entfernt leuchtet die sonnenbeschienene Mondsichel, die Nachtseite ist vom Erdschein beleuchtet. Als Bonus für Frühaufsteher folgte der abnehmnende Mond im Juni am Himmel dem hübschen Sternhaufen der Plejaden, die von kosmischen Staubwolken umgeben sind und in einer Entfernung von etwa 400 Lichtjahren leuchten.

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Messiers Marathon laufen

Das Bild zeigt eine Langzeitbelichtung eines Messier-Marathons. Im Vordergrund leuchten die roten und weißen Lampen der Beobachtenden in einem historischen Palast im Iran, am Himmel verlaufen die Strichspuren der Sterne.

Credit und Bildrechte: Amir Hossein Abolfath

Im astronomischen Frühlingsfieber starten viele auf der Nordhalbkugel einen Messier-Marathon. Bei so einen Marathon werden alle 110 Messier-Objekte in einem einzigen Beobachtungslauf vom Abend bis zum Morgen beobachtet. Die Objekte nahm der französische Astronom Charles Messier im 18. Jahrhundert in seinem Katalog auf.

Das Vorhaben klingt entmutigend. Es gibt aber oft günstige Wochenenden im März um die Tag-und-Nachtgleiche mit mondlosen Nächten. Diese bunte Langzeitbelichtung zeigt eine Gruppe, die den Messier-Marathon dieses Jahres versucht. Das Bild wurde sechs Stunden lang belichtet. Es zeigt sowohl die Strichspuren der Sterne als auch die Lichtspuren der etwa 200 Amateurastronom*innen. Diese beobachteten beim abgelegenen historischen Bahram-Palast im Kavir-Nationalpark im Norden des Iran.

Babak Tafreshi, Astronom und früherer Organisator von Messier-Marathons des ASIAC, erstellte einen faszinierenden Zeitrafferfilm (2MB-wmv-Datei) des Marathons.

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ISS: Sonne und Schatten

Die ISS zieht über die Stadt Tübingen und zieht eine strichlierte Bahn. Rechts verschwindet sie im Erdschatten. Das ist nicht ungewöhnlich, es passiert alle 90 Minuten.

Credit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Dieser Mond umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 km. Er glitt bei der totalen Mondfinsternis letzte Woche in den Schatten der Erde. Die Internationale Raumstation ISS gerät alle 90 Minuten in den Erdschatten. Für eine Erdumrundung braucht sie 90 Minuten.

Dieses Bildkomposit entstand aus 70 Einzelaufnahmen. Es wurde am 7. Februar kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Norden aufgenommen. Die ISS wanderte von links nach rechts über Tübingen in Süddeutschland. Zwischen den Einzelaufnahmen sind Lücken. Die ISS glänzte zu Beginn noch im Sonnenlicht. Dann verschwand sie über dem nordöstlichen Horizont und trat rechts in den Erdschatten ein. Über Tübingen dauerte die Passage etwa vier Minuten.

Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr eine Zeitraffer-Animation (mpg-Datei) herunterladen. Sie entstand aus den Einzelaufnahmen. Ein Flugzeug flog den Horizont entlang.

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