Die Milchstraße über einer Meereshöhle in Malibu

Aus einer Höhle fällt der Blick auf das Heer hinter Sand, der in der Höhle liegt. Über dem Horizont steigt die Milchstraße mit ihren dunklen Staubwolken auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Was passiert vor dieser Höhle? Nichts Unerwartetes. Das zentrale Band unserer Milchstraße zieht vorbei. Während sich die Erde dreht, rotiert das Band unserer Galaxis scheinbar und zieht den Horizont entlang. Das Bild stammt von einem Fotografen, der eine Leidenschaft für Meereshöhlen hat. Er fand diese eindrucksvolle Grotte im Leo Carrillo State Park in der Nähe von Malibu in Kalifornien (USA).

Nach etwas Planung fotografierte er diese Einzelaufnahme. Durch den 10 Meter hohen Höhleneingang sieht man die weit entfernte Milchstraße. Vorne liegen mehrere Felsbrocken, die etwa einen Meter groß sind. Hinten leuchten Millionen an Sternen. Einer davon ist der relativ helle, orangefarbene Stern Antares rechts neben der Mitte.

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Sterne im Sommerdreieck

Die Sterne Altair, Deneb und Wega leuchten am Himmel etwa gleich hell, doch in Wirklichkeit sind sie sehr unterschiedlich. Hier sind sie zum Vergleich nebeneinander abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Diese drei hellen Sterne gehen am Beginn einer nördlichen Sommernacht auf. Sie bilden den vertrauten Asterismus des Sommerdreiecks. Altair, Deneb und Wega sind die Alphasterne der Sternbilder Adler, Schwan und Leier. Diese Sternbilder schmiegen sich an die Milchstraße.

Die drei Sterne haben eine ähnliche scheinbare Helligkeit. Auf diesen drei Teleskopporträts sehen sie ähnlich aus, doch jeder hat seine eigene Sterngeschichte. Die ähnliche Erscheinung verschleiert, dass Leuchtkraft und Entfernung der Sterne im Sommerdreieck in Wirklichkeit sehr unterschiedlich ist.

Altair ist ein Hauptreihen-Zwergstern. Er ist etwa 10-mal heller als die Sonne und 17 Lichtjahre entfernt. Auch die Wega ist ein kleiner Hauptreihenstern, der Wasserstoff fusioniert. Sie ist ungefähr 30-mal heller als sie Sonne und 25 Lichtjahre entfernt. Der Überriese Deneb hat die zirka 54.000-fache Sonnenleuchtkraft. Er ist an die 1400 Lichtjahre entfernt. Mit ihrem weißlich-blauen Farbton sind alle drei Sterne im Sommerdreieck heißer als die Sonne.

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Die Milchstraße über dem Poseidontempel

Die Lichter, die den Poseidontempel auf Kap Sounion in Griechenland beleuchten, zeigen scheinbar auf Himmelsobjekte.

Bildcredit und Bildrechte: Alexandros Maragos, Beschriftung: Judy Schmidt

Was leuchtet da in der Ferne? Es sieht wie ein Leuchtturm aus, doch die Lichtstrahlen am Horizont stammen vom Poseidontempel auf Kap Sounion in Griechenland.

Einige Tempellichter spiegeln sich vorne in der Ägäis. Der Tempel war zwar als Meeresdenkmal gedacht, doch seine Lichter im Bild zeigen scheinbar auf Orte am Himmel. Der breite Strahl rechts zeigt zum Beispiel zufällig auf den Lagunennebel im Zentralband unserer Milchstraße. Sie verläuft im Bild diagonal von links oben nach unten. Außerdem zeigt der fast senkrechte Strahl zu den Sternenwolken nahe beim Wildentenhaufen. Das Bild entstand vor weniger als drei Wochen.

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Der Galaxienbaum

Im spanischen Salamanca geht über einem Eichenwäldchen die Milchstraße auf.

Bildcredit und Bildrechte: César Vega Toledano; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Zuerst kamen die Bäume. Im spanischen Salamanca bemerkte ein Fotograf, wie einzigartig ein Eichenwäldchen wirkte, nachdem man die Bäume beschnitten hatte. Dann kam die Galaxie. Der Fotograf blieb bis 2 Uhr morgens wach. Er wartete, bis die Milchstraße aufging und die Höhe einer majestätischen Eiche erreichte. Aus dieser genau gewählten Perspektive wirkt die Galaxis mit ihren Staubbahnen wie die natürliche Verlängerung der Zweige im Baum.

Zuletzt kam das Licht. Hinter dem Baum wurde ein Blitzlicht platziert, um eine Silhouette zu projizieren. Zufällig stehen weitere Bäume als ähnliche Silhouetten am relativ hellen Horizont. Diese Einzelaufnahme wurde 30 Sekunden lang belichtet. Sie entstand zu Beginn des Monats. Die Milchstraße wurde digital betont.

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Der Himmel über dem Mauna Kea

Das Panorama blickt vom Gipfel des Mauna Kea nach Süden. Unten breitet sich eine Wolkendecke aus, oben ein fantastischer Himmel. Das Bild ist mit einer beschrifteten Version überlagert.

Bildcredit und Bildrechte: Shane Black Photography; überlagerte Beschreibung: Judy Schmidt

Wie ist es, wenn man auf dem Gipfel eines Vulkans steht und quer durchs Universum schaut? Wenn der Zeitpunkt passt, sieht man vielleicht so ein erstaunliches Panorama wie oben. Hier ist der Vulkan der Mauna Kea auf Hawaii. Der Zeitpunkt war eine klare Nacht letzten Sommer.

Das Panorama blickt nach Süden. Vorne liegt eine zerklüftete Landschaft, die mit Felsen übersät ist. Weiter außen reicht eine weiße Wolkendecke waagrecht bis zum Horizont. Sie trennt scheinbar Himmel und Erde. Links beleuchten Stadtlichter die Wolken und den Himmel. In der Mitte beleuchtet die orange leuchtende Lava in der Caldera des Kīlauea die Wolken von unten. Die dunkle Silhouette mitten am Horizont ist der Gipfel des hawaiianischen Vulkans Mauna Loa. Er ist noch weiter entfernt.

Über den Wolken leuchtet grünes Nachthimmellicht. Es entsteht, wenn die Sonne tagsüber die Luftmoleküle anregt. Rechts ist die helle Kugel des Mondes. Helles Zodiakallicht verläuft als diffuses Band von rechts nach oben. Das am weitesten entfernte dramatische zentrale Band unserer Milchstraße steigt scheinbar senkrecht vom Mauna Loa auf. In der Mitte steht die Person, die das Panorama beobachtete und fotografierte.

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Blaue Tränen und die Milchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Wellen schlagen an die Küstenfelsen der taiwanesischen Insel Nangan auf der Erde. Sie schimmern in einem zarten blauen Licht. Diese Nachtlandschaft am Meer entstand aus einer Serie lang belichteter Aufnahmen. Sie wurde am 16. April fotografiert. Das Bild zeigt das zarte Leuchten der Noctiluca scintillans.

Das maritime Plankton ist auch als Meeresleuchttierchen oder blaue Tränen bekannt. Seine Biolumineszenz wird durch die Bewegung der Wellen stimuliert. Im Westen leuchten die Stadtlichter an der Küste des chinesischen Festlandes unter niedrigen Wolken. Oben ist die Nacht voller Sterne, die Milchstraße leuchtet zart. Über dem Horizont reflektiert die zentrale Wölbung der Galaxis mit ihren dunklen Rissen scheinbar die Felsen und die leuchtenden Wellen.

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Meteor in der Milchstraße

Über der kroatischen Halbinsel Istrien läuft die Milchstraße diagonal über den Himmel. Rechts unten blitzt ein Lyrid über den Himmel. Sein grünliches Licht spiegelt sich im Wasser der Adria.

Bildcredit und Bildrechte: Marko Korosec

Die Lyriden gehören zu den Meteorströmen im April. Seit mehr als 2000 Jahren werden sie jährlich beobachtet. Dann durchquert die Erde den Staubstrom, den der langperiodische Komet Thatcher zurücklässt.

Diese Ansicht des Nachthimmels entstand am 21. April in den Morgenstunden. Sie zeigt ein aufgefegtes Staubkörnchen des Kometen, das mit 48 km/s in einer Höhe von zirka 100 Kilometern dahinraste. Der gleißende Streifen des Meteors blitzt am südöstlichen Horizont auf. Er kreuzt die zentrale Milchstraße, die gerade aufgeht.

Seine Bahn zeigt rückwärts zum Radianten des Stroms im Sternbild Leier (Lyra). Es steht hoch am nördlichen Frühlingshimmel, das nicht im Bild liegt. Der gelbliche Riesenstern Antares leuchtet rechts neben der Wölbung der Milchstraße. Noch höher steht rechts der helle Planet Saturn. Der Lyrid leuchtet grünlich über der kroatischen Halbinsel Istrien. Er spiegelt sich im Wasser der Adria.

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Milchstraße über ausbrechendem Vulkan

Über sechs Vulkanen, von denen einer ausbricht, breitet sich die zentrale Milchstraße waagrecht aus.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar

Die Aussicht war eine Reise wert. Der Aufstieg zum Gipfel des Vulkans Santa Maria in Guatemala einsam und mühselig. Es war ein Kampf mit starken Winden, eisigen Temperaturen und wenig Sauerstoff. Auch musste die empfindliche Fotoausrüstung geschleppt werden. Doch schließlich war die Kamera montiert. In den frühen Morgenstunden des 28. Februar fotografierte sie diese atemberaubende Aussicht.

Auf der Erde stehen sechs Vulkane des mittelamerikanischen Vulkanbogens. Einer davon war der Volcán de Fuego, der Feuervulkan. Sein Ausbruch ist der Ferne zu sehen. Danach wurden die vielen, viel weiter entfernten Sterne am Himmel auf eigenen Aufnahmen festgehalten. Dazu gehörte auch das zentrale Band unserer Milchstraße. Es verläuft oben waagrecht über den Vulkanen.

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