Meteore und Satelliten über dem Río Limay

Durch die dunkle bergige Landschaft mäandert ein Fluss. Daneben leuchten die Lichter von Autos, die eine Straße entlangfahren. Links zieht die Milchstraße senkrecht durchs Bild, rechts sind die blauen Spuren von Starlink-Satelliten. Rechts unten gleißt der Planet Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Martín Moliné

Was sind das für Streifen am Himmel? Eine Galaxie, viele Spuren von Satelliten und ein paar Meteore. Zuerst läuft weit in der Ferne das majestätische Band unserer Milchstraße links herunter. Rechts verlaufen mehrere parallele Spuren von Starlink-Satelliten, die die Erde umkreisen. Auch viele schwächere Spuren von Satelliten ziehen kreuz und quer durchs Bild.

Die beiden kurzen, hellen Streifen sind Meteore. Wahrscheinlich gehören sie zum Meteorstrom der Eta Aquariiden, der jährlich wiederkehrt. Rechts unten leuchtet der Planet Venus. Die Venus und die Satelliten leuchten im reflektierten Sonnenlicht.

Das Bild ist wurde aus Aufnahmen erstellt, die am 4. Mai alle in wenigen Stunden über dem Río Limay in Argentinien aufgenommen wurden.

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Himmel mit fast allem

Man sieht den Himmel über einer felsigen Landschaft. Am Sternenhimmel verläuft links das zentrale Band unserer Milchstraße, rechts ist eine Meteorspur, in der Mitte das schwache Band des Zodiakallichts. Der Fotograf hält eine Lampe unter der Bildmitte. Der Lichtstrahl ist der helle Streifen im unteren Bildbereich.

Bildcredit und Bildrechte: Koen van Barneveld

Dieses Himmelsbild hat von fast allem, was man am Himmel findet, etwas: Schräg durch das linke obere Eck verläuft der Zentralbereich unserer Milchstraße. Etwas schmaler zieht im rechten oberen Eck ein heller Meteor seine Spur durch die Erdatmosphäre.

Das schwache Lichtband im Zentrum des Bildes ist das sogenannte Zodiakallicht: Es ist Sonnenlicht, das von Staub im inneren Sonnensystem reflektiert wird! Schräg rechts darunter – nur knapp über den Felsen – sieht man einen weiteren schwachen, leicht grünlichen Lichtschein: ein Polarlicht, das hoch in der Erdatmosphäre entsteht. Am Boden sieht man eine hell leuchtende Zick-Zack-Linie: Dabei handelt es sich um eine Lampe, die der Astrofotograf durch die Szene getragen hatte.

Dieser „Himmel mit fast allem“ wurde letzten Monat in Neuseeland bei den Castle Hill Felsen aufgenommen. Das fertige Bild setzt sich aus 10 Aufnahmen zusammen, die alle mit derselben Kamera am selben Ort gemacht wurden. Und auch der Astrofotograf steht im Bild – findet ihr ihn?

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Geminiden-Meteore über einem verschneiten Wald

Unter einem Sternenhimmel breitet sich eine verschneite Landschaft aus. Der sehr helle Mond leuchtet rechts oben. Die vielen Streifen sind Meteore, die in der Nacht aufgenommen wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Sternschnuppen fliegen scheinbar aus dem Sternbild Zwillinge heraus! Mitte Dezember ist der Höhepunkt des Sternschnuppenschauers der Geminiden. Daher war dies zu erwarten. Das Bild zeigt über zwei Dutzend Sternschnuppen. Es wurde aus verschiedenen Fotos zusammengesetzt, die Samstag früh in einem verschneiten Wald in Polen aufgenommen wurden.

Die kurzlebigen Leuchterscheinungen sind so hell, dass man sie sogar neben dem fast vollen Mond im rechts oben sieht. Die Strichspuren treffen sich scheinbar alle an einem Punkt, dem Radianten. Er befindet sich bei den hellen Sternen Pollux und Kastor mitten im Bild. Der Sternschnuppenschauer der Geminiden entsteht aus kleinen, nur sandkorngroßen Objekten. Diese hinterlässt der Asteroid 3200 Phaethon auf seiner elliptischen Umlaufbahn im inneren Sonnensystem.

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Phaethons Brut

In einem von Sternen gefüllten Bild ziehen zwei Meteore der Geminiden ihre Spur, links unten ist die kurze Strichspur des Asteroiden Phaethon.

Bildcredit und Bildrechte: Mikiya Sato (Nippon-Meteor-Gesellschaft)

Die Umlaufbahn des Asteroiden 3200 Phaethon (ausgesprochen FA-eh-thon) ist gut vermessen. Daher gilt er als Quelle des jährlichen Meteorschauers der Geminiden. Zwar stammen die meisten Meteorströme von Kometen. Doch 3200 Phaethon ist ein bekannter und genau beobachteter erdnaher Asteroid. Er hat eine Umlaufzeit von 1,4 Jahren und ist felsig und sonnenverbrannt. Sein Perihel liegt ein gutes Stück innerhalb der Umlaufbahn des innersten Planeten Merkur. Das Perihel ist der sonnennächste Punkt der Umlaufbahn.

In diesem Teleskop-Sichtfeld zog der schnelle Asteroid eine kurze Spur. Die schwachen Sterne im Hintergrund liegen im heroischen Sternbild Perseus. Die Belichtungszeit betrug insgesamt zwei Minuten. Die (schwachen) parallelen Streifen seiner meteorischen „Ableger“ blitzten viel schneller durch die Szene. Das Familienporträt entstand um den sehr aktiven Höhepunkt des Geminiden-Meteorschauers am 13. Dezember 2017. Das war nur drei Tage vor 3200 Phaethons historischem nahen Vorbeiflug an der Erde.

Dieses Jahr gibt in der Nacht des 13. Dezember wieder einen Höhepunkt des Meteorschauers der Geminiden. Doch das helle Licht des fast vollen Mondes überstrahlt schwache Meteore.

Aufgepasst: Der Geminiden-Meteorstrom

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Der große Meteorsturm von 1833

Am Himmel über einigen Häusern, vor denen Menschen stehen, regnen Meteore sehr dicht vom Himmel. Das Bild ist ein Holzstich.

Bildcredit: Holzstich: Adolf Vollmy; Original-Werk: Karl Jauslin

Es war eine Nacht von 100.000 Meteoren. Der Große Meteorsturm von 1833 war vielleicht das beeindruckendste Meteorereignis der jüngeren Geschichte. Am besten sah man ihn über dem östlichen Nordamerika in den frühen Morgenstunden des 13. November. Viele Menschen wurden geweckt – darunter ein junger Abraham Lincoln -, um zu sehen, wie am Himmel Striche und Blitze ausbrachen.

Hunderttausende Meteore flammten über den Himmel und schienen aus dem Sternbild des Löwen (Leo) zu strömen. Das vorgestellte Bild ist eine Digitalisierung eines Holzstichs, der wiederum auf einem Gemälde basierte, das auf einem Augenzeugenbericht beruhte. Heute wissen wir, dass der Große Meteorsturm von 1833 verursacht wurde, als die Erde durch einen dichten Teil der Staubspur zog, die der Kometen Tempel-Tuttle ausgestoßen hatte.

Die Erde bewegt sich jeden November beim Leoniden-Meteorstrom durch diesen Staubstrom. Später in dieser Woche bekommt ihr vielleicht einen kleinen Nachgeschmack der Intensität des Meteorsturms von 1833, indem ihr den jährlichen Geminiden-Meteorstrom beobachtet.

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Die Xuyi-Station und die Feuerkugel

Hinter der Kuppel der Xuyi-Station des Purple-Mountain-Observatoriums (Tsuchinshan) leuchtet eine helle Feuerkugel auf. Das Bild wurde während des Meteorstroms der Perseïden fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Hao Liu (Stanford-Universität)

Dieser farbenfrohe und helle Feuerball-Meteor wurde an der Xuyi-Station des Purple Mountain (Tsuchinshan)-Observatoriums aufgenommen. Das Foto entstand im Jahr 2020 beim jährlichen Perseïden-Meteorschauer. Die Kuppel im Vordergrund beherbergt das China Near Earth Object Survey Telescope (CNEOST). Es ist das größte Mehrzweck-Schmidt-Teleskop in China. Die Station steht im Kreis Xuyi in der Provinz Jiangsu. Sie wurde 2006 als Erweiterung des chinesischen Purple Mountain Observatory in Betrieb genommen.

Der helle Komet Tsuchinshan-ATLAS (C/2023 A3) verzauberte im Jahr 2024 den Nachthimmel der Erde. Er wurde auf Bildern entdeckt, die am 9. Januar 2023 aufgenommen wurden. Diese Entdeckung wird dem ATLAS-Roboter-Teleskop der NASA am Sutherland-Observatorium in Südafrika zugeschrieben. Andere Kometenentdeckungen stehen ebenfalls mit dem historischen Purple Mountain Observatory in Verbindung. Sie tragen den transliterierten Mandarin-Namen des Observatoriums. Dazu gehören beispielsweise die periodischen Kometen 60/P Tsuchinshan und 62/P Tsuchinshan.

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Meteor und Komet

Links verläuft ein oben türkisfarbener, unten weißer Streifen von einem Meteor durchs gestirnte Bild. In der Mitte fächert sich eine rot leuchtende Verdunstungsspur auf. Rechts zeigt der Schweif des Kometen Tsuchinsan-Atlas fast in dieselbe Richtung.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Hao; Bearbeitung: Song Wentao

Wie unterschiedlich sind diese beiden Streifen?

Der Streifen rechts oben ist der Komet Tsuchinshan-Atlas mit einem beeindruckenden Staubschweif. Ein Komet ist ein großer und schmutziger Eisberg, der in das innere Sonnensystem eingetreten ist und Gas und Staub abwirft, während er vom Sonnenlicht erwärmt wird.

Der Streifen links unten ist ein Meteor, der eine beeindruckende Verdunstungsspur zeigt. Ein Meteor ist ein kleiner, kalter Felsbrocken, der in die Erdatmosphäre eindrang und Gas und Staub abgibt, während er durch Molekülkollisionen erhitzt wird.

Der Meteor war wahrscheinlich einst Teil eines Kometen oder Asteroiden – vielleicht bildete er später einen Teil seines Schweifs. Der Meteor war blitzschnell verschwunden und wurde nur zufällig während einer Belichtungsreihe aufgenommen, die den langen Schweif des Kometen dokumentierte.

Dieses Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat in der Provinz Sichuan in China aufgenommen.

Galerie: Komet Tsuchinshan-ATLAS in 2024

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Farbenprächtiges Polarlicht über Neuseeland

Der Nachthimmel schimmert wegen der flächendeckenden Polarlichter überwiegend rot. Im Vordergrund liegt wässriges Grasland. Über dem Horizont schweben einige Wolken. Am oberen Bildrand sind dünne grüne Polarlichter verteilt. Im Hintergrund sind der Mond, die GMW, die KMW, die Venus, ein Meteor und das Band unserer Milchstraße zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Tristian McDonald

Manchmal ist der Nachthimmel voller Überraschungen. So wie der Himmel über dem Lindis Pass auf der Südinsel Neuseelands in einer Nacht letzte Woche.

Statt einem typischerweise ruhigen Nachthimmel mit konstanten Sternen war der Nachthimmel geschäftig und dynamisch. Plötzlich waren ein durchdringendes rotes Polarlicht, grüne zaunartige Aurora, ein roter SAR-Bogen, ein STEVE, ein Meteor und der Mond zu sehen. Diese überstrahlten das Zentrum unserer Milchstraße und ihre beiden Begleitgalaxien, die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

All diese Objekte wurden in von fünf Minuten auf 28 Einzelbildern aufgenommen. Aus diesen wurde das Panorama zusammengesetzt. Letzte Woche erhellten Polarlichter den Himmel, nachdem ein koronaler Massenauswurf der Sonne einen Partikelstoß zur Erde schleuderte. Er ließ in geografischen Breiten, die normalerweise zu weit von den Polen entfernt sind, den Himmel farbenprächtig aufleuchten. Generell hält der Nachthimmel in diesem Monat weitere Überraschungen bereit. Er zeigt nicht nur Polarlichter, sondern auch Kometen.

Rätsel: Astronomie-Puzzle des Tages

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