Messier 87

In der Mitte ist ein helles Licht, das von einem verschwommenen Leuchten umgeben ist. Aus dem Licht in der Mitte strömt ein Strahl. Der Himmel ist lose von kleinen Sternen übersät.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnisteam

Die riesige elliptische Galaxie Messier 87 ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Auch bekannt als NGC 4486, beherbergt diese Riesengalaxie Billionen von Sternen im Vergleich zu den wenigen Milliarden Sternen in unserer großen Spiralgalaxie, der Milchstraße.

M87 herrscht als große zentrale elliptische Galaxie im Virgo-Galaxienhaufen. Ein energiereicher Jet aus dem Kern der Riesengalaxie erstreckt sich in dieser scharfen optischen und nah-infraroten Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops etwa 5000 Lichtjahre nach außen. Tatsächlich ist dieser kosmische Schweißbrenner über das gesamte elektromagnetische Spektrum von Gammastrahlen bis zu Radiowellen sichtbar.

Seine ultimative Energiequelle ist M87s zentrales, supermassereiches schwarzes Loch. Ein Bild dieses Monsters im Zentrum von M87 wurde vom Event Horizon Telescope der Erde aufgenommen.

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Wasserstoffwolken in M33

Die Spiralgalaxie M33 im Dreieck wirkt zerfleddert. Ihre Spiralarme sind lose gewickelt und von vielen roten Sternbildungsregionen gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Pea Mauro

Die prächtige Spiralgalaxie Messier 33 scheint mehr als genug glühenden Wasserstoff zu haben. M33 ist ein prominentes Mitglied der lokalen Galaxiengruppe, auch bekannt als Dreiecksgalaxie, und liegt nur 3 Millionen Lichtjahre entfernt.

Die zentralen etwa 60.000 Lichtjahre der Galaxie sind in diesem scharfen Galaxienporträt zu sehen. Das Porträt zeigt die rötlichen, ionisierten Wasserstoffwolken oder HII-Regionen von M33. Die riesigen HII-Regionen von M33, die sich entlang lockerer Spiralarme ausbreiten, die sich auf den Kern zubewegen, sind einige der größten bekannten stellaren Kinderstuben, in denen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne entstehen. Die intensive ultraviolette Strahlung der leuchtenden, massereichen Sterne ionisiert den umgebenden Wasserstoff und erzeugt schließlich das charakteristische rote Leuchten.

In diesem Bild wurden Breitbanddaten mit Schmalbanddaten kombiniert, die durch einen Filter aufgenommen wurden, der das Licht der stärksten sichtbaren Wasserstoff- und Sauerstoffemissionslinien durchlässt.

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Die Plejaden über dem Half Dome

Über dem Half Dome im Yosemite-Nationalpark leuchten die Plejaden. Es ist ein kompakter Sternhaufen mit einem leuchtend blauen Nebel. Weil zufällig auch ein großer Stromausfall war, ist der Himmel ungewöhnlich dunkel.

Bildcredit und Bildrechte: heera Venkatraman

Sterne kommen in Gruppen: Die wahrscheinlich berühmteste Gruppe von Sternen an unserem Nachthimmel sind die Plejaden. Die Plejaden sind ein heller Sternhaufen, der leicht mit freiem Auge gesehen werden kann.

Die Plejaden liegen nur 450 Lichtjahre von uns entfernt. Sie entstanden vor 100 Millionen Jahren und werden voraussichtlich noch weitere 250 Millionen Jahre zusammen bleiben. Auch unsere Sonne entstand wahrscheinlich in einem Sternhaufen. Jetzt, mit einem stolzen Alter von 4,5 Milliarden Jahren, haben sich die Mitglieder dieses Haufens aber längst weit voneinander entfernt.

Das Bild zeigt die Plejaden über dem „Half Dome“ (Halb-Kuppel), einer berühmten Gesteinsformation im Yosemite National Park in Kalifornien, USA. Bei der Aufnahme handelt es sich um ein Kompositbild aus 28 Belichtungen vom Vordergrund und 174 Bildern des Sternenhintergrundes. Alle Bilder wurden am selben Ort und mit derselben Kamera aufgenommen – zur selben Zeit: einer Nacht im Oktober 2019. Nachdem der Astrofotograf den Zeitpunkt berechnet hatte, an dem die Plejaden neben dem Half Dome zu sehen waren, kam ihm der Zufall zu Hilfe: Ein Stromausfall in der Umgebung machte den Hintergrund ungewöhnlich dunkel.

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M83: Das südliche Feuerrad

Mitten im Bild ist eine Spiralgalaxie mit einem wolkigen Äußeren und stark strukturierten Spiralarmen im Inneren. In den Spiralarmen sind rötliche Sternbildungsregionen.

Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage/NOIRLab), D. de Martin und M. Zamani (NOIRLab)

Die wunderschöne und helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt nahe der südöstlichen Spitze des sehr langen Sternbilds Wasserschlange (Hydra).

Markante Spiralarme werden von dunklen Staubbahnen und blauen Sternhaufen durchzogen. Sie geben der Galaxie ihren umgangssprachlichen Namen „Das Südliche Windrad“. Doch die rötlichen Sternentstehungsregionen, die in diesem kosmischen Windrad verteilt sind, haben zu einem weiteren Spitznamen geführt: Tausend-Rubine-Galaxie.

Mit einem Durchmesser von nur 40.000 Lichtjahren ist M83 kleiner als die Milchstraße. Sie gehört zu einer Galaxiengruppe, zu der auch die aktive Galaxie Centaurus A gezählt wird. Tatsächlich ist der Kern von M83 selbst im Röntgenbereich hell. Er hat eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern, die von einer intensiven Phase der Sternentstehung übrig geblieben sind.

Das scharfe Farbbild zeigt auch zackige Vordergrund-Sterne der Milchstraße und ferne Galaxien im Hintergrund. Die Bilddaten wurden mit der Dark Energy Camera und dem Blanco 4-Meter-Teleskop am Cerro Tololo Inter-American Observatory aufgenommen.

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Reste von Supernovae – groß und klein

In einem Sternfeld mit mehreren Nebeln befindet sich links oben ein eckiger, kleiner blauer Supernova-Überrest. Rechts unten dominiert ein großer Supernova-Überrest in Rot und Blau.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Was passiert, nachdem ein Stern explodiert? Ein riesiger Feuerball aus heißem Gas schießt in alle Richtungen. Wenn dieses Gas auf das interstellare Medium prallt, erhitzt es sich so stark, dass es zu leuchten beginnt.

Zwei unterschiedliche Supernovaüberreste (SNRs) sind auf dem gezeigten Bild zu sehen, das am OukaïmedenObservatorium in Marokko aufgenommen wurde. Der blaue fußballförmige Nebel im linken oberen Bereich ist SNR G179.0+02.6 und ist anscheinend der kleinere. Diese Supernova, die etwa 11.000 Lichtjahre entfernt passiert ist, explodierte vor etwa 50.000 Jahren. Obwohl der Nebel hauptsächlich aus Wasserstoffgas besteht, wird das blaue Licht von einer geringen Menge Sauerstoff ausgestrahlt.

Der vermeintlich größere SNR, der den unteren rechten Bildbereich dominiert, ist der Spaghetti-Nebel, der in den Katalogen als Simeis 147 und Sharpless 240 verzeichnet ist. Diese Supernova, die nur etwa 3.000 Lichtjahre entfernt ist, explodierte vor etwa 40.000 Jahren.

Im direkten Vergleich sind beide Supernovaüberreste, obwohl sie unterschiedlich groß erscheinen, nicht nur etwa gleich alt, sondern auch etwa gleich groß.

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M27: Der Hantelnebel

Der bekannte Hantelnebel ist in der Bildmitte in orangeroten Farben abgebildet, er wirkt sehr fluffig. Außen ist er von blauen Schalen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Stobie

Zeigt dieses Bild, was einst aus unserer Sonne wird? Durchaus möglich. Der erste Hinweis auf die Zukunft unserer Sonne wurde zufällig im Jahr 1764 entdeckt. Damals erstellte Charles Messier eine Liste von diffusen Objekten, die nicht mit Kometen verwechselt werden sollten.

Das 27. Objekt im Messier-Katalog ist heute als M27 oder Hantelnebel bekannt. Es ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel. Man sieht ihn mit einem Fernglas im Sternbild Füchschen (Vulpecula). Das Licht braucht etwa 1000 Jahre, um von M27 zu uns zu gelangen. Hier ist er in den Farben von Schwefel (rot), Wasserstoff (grün) und Sauerstoff (blau) abgebildet.

Wir wissen heute, dass unsere Sonne in etwa 6 Milliarden Jahren ihre äußeren Gase in einen planetarischen Nebel wie M27 abgeben wird. Ihr verbleibendes Zentrum wird dabei zu einem heißen weißen Zwergstern, der Röntgenstrahlung aussendet. Die Physik und Bedeutung von M27 zu verstehen, ging weit über die Wissenschaft des 18. Jahrhunderts hinaus. Auch heute noch ist vieles an planetarischen Nebeln rätselhaft. Unter anderem wissen wir nicht, wie ihre komplizierten Formen zustande kommen.

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Eine Winternacht im Dezember

Orion wirkt auf dieser Nachthimmelslandschaft sehr ungewöhnlich - er ist von einem roten Staubring umgeben, und am Kopf leuchtet eine rote runde Wolke. Am oberen Bildrand leuchten in der Mitte die Plejaden. In der Landschaft im Vordergrund steht ein von innen beleuchtetes Dach, am Horizont ist eine Gebirgskette.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak

Diese nächtliche Landschaft wurde lange belichtet. Darauf geht der Orion scheinbar seitlich auf und klettert über eine ferne Bergkette. Die winterliche Szene entstand in der langen Sonnwendnacht auf der Nordhalbkugel. Sie wurde im südlichen Polen aufgenommen.

Die Aufnahme entstand mit einer Kamera, die für rotes Wasserstoff-Licht optimiert ist. Daher treten großflächige Nebel am Himmel hervor. Sie sind sonst unsichtbar. Diese Nebel liegen am Rand der Orion-Molekülwolke. Sie gesellen sich zu den bekannten Gürtelsternen des Himmelsjägers und den hellen Riesensternen Beteigeuze und Rigel.

Das Auge des Stiers ist der gelbliche Stern Aldebaran. Er verankert den V-förmigen Sternhaufen der Hyaden über der Bildmitte. Doch das hellste Objekt am Himmel über den schneebedeckten Gipfeln der Landschaft ist Jupiter. Er beherrscht als großer Gasplanet unser Sonnensystem. Am Himmel der Erde bleibt er noch einige Zeit nahe der Opposition.

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Messier 2

Bildfüllend ist ein Kugelsternhaufen gezeigt. In der Mitte sind die Sterne sehr dicht und kaum einzeln zu erkennen. Der Sternhaufen wirkt wegen vieler roter und blauer Sterne sehr bunt.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA, G. Piotto et al.

Dieser riesige Sternhaufen ist der zweite Eintrag in der berühmten Liste des Astronomen Charles Messier, nach dem Krebsnebel. Die Liste ist ein Katalog aus dem 18. Jahrhundert mit Dingen, die keine Kometen sind.

M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen, von denen heute bekannt ist, dass sie im Halo unserer Milchstraße wandern. Messier beschrieb ihn ursprünglich als einen Nebel ohne Sterne. Doch auf dieser beeindruckenden Hubble-Aufnahme sind die Sterne in den zentralen 40 Lichtjahren des Haufens abgebildet.

Seine Population beläuft sich auf fast 150.000 Sterne. Diese konzentrieren sich in einem Durchmesser von insgesamt etwa 175 Lichtjahren. Dieser uralte Bewohner der Milchstraße ist auch als NGC 7089 bekannt und 13 Milliarden Jahre alt. Er ist etwa 55.000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Wassermann. Kürzlich wurde ein ausgedehnter stellarer Trümmerstrom in Verbindung mit Messier 2 entdeckt. Er ist ein Hinweis auf eine vergangene gravitative Gezeitenstörung.

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