Naher Mars

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Bildcredit und Bildrechte: D. Peach, V. Suc, Chilescope-Team

Beschreibung: Mars, der immer noch hell am Abendhimmel leuchtete, erreichte am 31. Juli kurz nach seiner Opposition den erdnächsten Punkt, nur 57,6 Millionen Kilometer entfernt. Dieses beachtliche Bild wurde nur eine Woche später fotografiert, es zeigt die fast maximale Größe der Scheibe des Roten Planeten in irdischen Teleskopen, diese misst weniger als 1/74stel des scheinbaren Vollmonddurchmessers.

Großflächige Oberflächenschattierungen treten auf dieser reizenden Ansicht wieder hervor, nachdem der letzte planetenweite Staubsturm nachlässt. Unten befindet sich die helle Südpolkappe. Das Valles Marineris verläuft über die Mitte der Scheibe. Gleich darunter es liegt die fast runde Region Solis Lacus, die auch als Auge des Mars bekannt ist. Die drei markanten dunklen Flecken, die links neben der Mitte in einer Linie verlaufen, sind die vulkanischen Tharsis Montes.

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Mond, Mars und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Erst vor zwei Wochen bot der dunkle Himmel über der Wüste im Nordiran diese faszinierende Himmelsansicht. Das dramatische Digitalmosaik zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln der Milchstraße. Um einen größeren Helligkeitsbereich abzudecken, wurde eine Belichtungsserie fotografiert.

Der eigentlich volle Mond dieser Nacht ist in den Erdschatten getaucht. Während der von vielen beobachteten totalen Mondfinsternis erschien er sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Touristen bietet die Himmelslandschaft auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn, die vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße leuchten. Doch der Mond ist noch nicht ganz fertig mit seinen Schattenspielen. Heute verdunkelt der Neumond im Norden des Planeten Erde teilweise die Sonne.

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Roter Planet, roter Mond und Mars

Aus dem Meer ragt ein roter zerklüfteter Felsen. Der Himmel über dem Meer ist dämmrig. Links steht der Mond bei einer Mondfinsternis, er ist in den Erdschatten getaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Mars ist auch als der Rote Planet bekannt. In einer dunklen Nacht leuchtet er am Himmel häufig in einem rötlichen Farbton. Diese prächtige Ansicht entstand auf der Mornington-Halbinsel in Victoria (Australien). Darauf leuchtet der Mars hell links oben in der Morgendämmerung. Doch der Mond und der Planet Erde sind noch rötlicher.

Der total verfinsterte Mond wurde hier am 27. Juli fotografiert, als er unterging. Er schimmert rötlich, weil der Kernschatten der Erde nicht ganz dunkel ist. Stattdessen erfüllt ihn ein zartrotes Licht im Erdschatten. Es stammt von allen Auf- und Untergängen der Sonne auf der ganzen Erde, wenn man sie vom verfinsterten Mond aus betrachtet. Die Auf- und Untergänge der Sonne sind rötlich, weil die Atmosphäre der Erde blaues Licht stärker streut als rotes. Daher ist der Himmel in der Dämmerung blassblau. Auch die schroffen Felsen am Meer nehmen die rötlichen Farben des Sonnenaufgangs in Australien an.

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Verfinsterter Mond und Mars über Bergen

Über wild zerklüfteten Bergen schimmern eine Mondfinsternis und der Rote Planet. In der Mitte steht kopfüber der Große Wagen. Ein winziges Detail macht dieses Bild besonders: eine kleine Ziege.
Bildcredit und Bildrechte: Clément Brustel

Dieses astronomisch geprägte Foto ist ungewöhnlich. Man sieht es nicht gleich, sondern wurde erst bei der Nachbearbeitung entdeckt. Seltsam ist nicht der Mond. Allerdings ist ein Foto, das den Aufgang des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis zeigt, immer ein interessanter Anblick.

Es ist auch nicht der Mars, der rechts unter dem Mond steht. Auch ein Bild des Planeten Mars nahe seiner größten Helligkeit bietet einen faszinierenden Eindruck. Mars sehen wir diesen Monat fast die ganze Nacht; hier sind weitere Bilder. Es sind auch nicht die Berge im Vordergrund, auch wenn die französischen Alpen auf dem Planeten Erde majestätisch sind. Hier sind weitere interessante Bilder von bergigen Landschaften mit Himmel.

Ungewöhnlich und zugleich vertraut ist die Ziege.

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Finsternis über dem Golf der Dichter

Links leuchtet hinter einem Gewässer eine Altstadt neben einem Wald. Von dort steigt der Mond in einem Bogen auf. Die vielen Bilder zeigen, wie er im Lauf des Aufstiegs vom Erdschatten verdunkelt und wieder heller wird. Rechts daneben bildet der Planet Mars parallel einen gepunkteten Bogen.
Bildcredit und Bildrechte: Paolo Lazzarotti

Die totale Phase der Mondfinsternis am 27. Juli dauerte eindrucksvolle 103 Minuten. Sie war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond zog durch mitten durch den Erdschatten, als er nahe dem Apogäum stand. Das Apogäum ist der fernste Punkt seiner elliptischen Bahn.

Dias Bild ist ein Komposit, das die Totalität von Anfang bis zum Ende zeigt. Die traumartige Szene entstand aus einer Serie von Bildern, die alle 3 Minuten mit einer Digitalkamera fotografiert wurden. Sie folgen dem total verfinsterten Mond. Der helle Planet Mars begleitete den Mond in dieser Nacht, als er über dem Badeort Tellaro in Italien aufstieg. Vorne liegt der ruhige mediterrane Golf von La Spezia. Man kennt ihn auch als Golf der Dichter.

Auch im 3. Jahrhundert v. Chr. beobachtete der heliozentrische Astronom Aristarchos, wie lange Mondfinsternisse dauern. Doch er hatte keine nützlichen digitalen Uhren oder Kameras. Mithilfe der Geometrie fand er einen Weg, um die Entfernung des Mondes anhand der Dauer der Finsternis abzuschätzen. Der Maßstab, auf den er sich bezog, war der Radius des Planeten Erde.

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Schichten am Südpol auf dem Mars

Der Südpol des Planeten Mars ist von einer weißen Schicht bedeckt, die abgestuft ist.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/DLR/FU Berlin; Bill Dunford

Was liegt unter dem geschichteten Südpol des Mars? Bei einer aktuellen Messung mit Bodenradar des Satelliten Mars Express der ESA entdeckte man eine helle Reflexionsschicht. Sie passt zu einem See aus salzigem Wasser unter dem Boden. Die Reflexion kommt aus einer Tiefe von etwa 1,5 km. Der Bereich, den sie abdeckt, ist 200 km breit.

Flüssiges Wasser verdunstet rasch auf der Oberfläche des Mars. Doch ein begrenzter salziger See, den die Radar-Reflexion andeutet, besteht vielleicht viel länger. Er könnte ein Ort für Leben sein, zum Beispiel für Mikroben. Mars Express nahm dieses Bild des Südpols auf dem Mars im Jahr 2012 in Infrarot, Grün und Blau auf. Es zeigt eine komplexe Mischung aus Schichten von Schmutz, gefrorenem Kohlendioxid und Wassereis.

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Mondfinsternis über Rio

Rechts neben dem "Zuckerhut" am Botafogo-Strand in Rio de Janeiro leuchtet der rote Mond bei einer totalen Mondfinsternis. Rechts oben strahlt Mars, der Rote Planet.
Bildcredit: Carlos ‚Kiko‘ Fairbairn

Wenn der Mond aufgeht, sieht das normalerweise nicht so interessant aus. Zum einen ist der Vollmond sonst nicht so dunkel. Aber letzten Freitag ging der Mond so auf, weil er gerade durch den Erdschatten zog. Außerdem leuchtet der Mond meist nicht so rot. Doch an diesem Abend beleuchtete ihn der rote Anteil des Sonnenlichtes, das die Erdatmosphäre bevorzugt bricht.

Für gewöhnlich geht der Mond nicht neben einem Planeten auf. Weil aber der Mars gleichzeitig fast gegenüber der Sonne stand, sah man den Roten Planeten rechts über dem Vollmond. Und schließlich geht der Mond aus Sicht der meisten Menschen nicht über Rio de Janeiro in Brasilien auf. Dort war es aber ein aufregender Anblick.

Diese Finsternis bei Sonnenuntergang war eine außergewöhnliche totale Mondfinsternis bei MikroBlutmond. Sie wurde am Botafogo-Strand in Rio fotografiert. Dort sah auch eine ungewöhnlich große Menge an Schaulustigen zu.

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Marsopposition

Zwei Bilder des Mars wurden mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Das linke Bild entstand bei der Opposition 2016, die Oberfläche ist klar. Das rechte Bild entstand vor ein paar Tagen, die Oberfläche ist verschwommen wegen eines Staubsturms.
Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA und STScI

Schaut heute Abend in die Richtung, die am Himmel gegenüber der Sonne liegt. Dort seht ihr den Mars so hell wie sonst fast nie. In ein paar Tagen erreicht er seine größte Nähe zur Erde. Mars geht auf, wenn die Sonne untergeht. Auch mit Teleskop sieht man ihn am hellsten und besten, wenn man davon absieht, dass immer noch ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllt.

Diese beiden Bilder stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Sie vergleichen die Erscheinung des Mars zu den Oppositionen 2016 und 2018. 2016 war die Marsatmosphäre klar. Das Bild von 2018 entstand vor 2 Tagen. Es zeigt fast dieselbe Seite des Mars. Doch die Details der Oberfläche sind vom Staub verdeckt. Der Südpol des Planeten ist in Wolken gehüllt. Er ist stärker zur Sonne geneigt. Im Frühling und Sommer steigt auf der Südhalbkugel die Temperatur. Das löst wahrscheinlich die planetenweiten Staubstürme aus.

Wenn ihr heute Abend zum Himmel schaut, seht ihr den Mars nahe beim Vollmond. Außerhalb von Nordamerika steht der Rote Planet auch noch neben einem roten Mond. Heute ist eine totale Mondfinsternis.

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