Rotation der Großen Magellanschen Wolke

Die Große Magellansche Wolke im Bild wurde mit überzeichneten Strichspuren versehen. Die Messdaten dafür stammen vom Satelliten Gaia.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Gaia, DPAC

Dieses Bild ist nicht verschwommen. Es zeigt sehr detailreich, wie die Große Magellansche Wolke (GMW) rotiert. Die GMW ist die größte Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Das Weltraumteleskop Hubble zeigte erstmals ihre Rotation. Hier wurde sie anhand von Feindaten des Satelliten Gaia dargestellt. Gaia zieht auf einer Bahn um die Sonne und vermisst die Positionen der Sterne so genau, dass spätere Messungen leichte Eigenbewegungen von Sternen erkennen lassen, die früher nicht messbar waren.

Die exakten, überzeichneten Strichspuren im Bild stammen von Millionen blasser Sterne in der GMW. Eine Analyse zeigt auch das Zentrum der Rotation, die im Uhrzeigersinn läuft. Es liegt am oberen Ende des Zentralbalkens. Die GMW leuchtet am Südhimmel sehr markant. Sie ist eine kleine Spiralgalaxie. Begegnungen mit der größeren Milchstraße und der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) haben sie verzerrt.

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Magellanberg

Die Magellanschen Wolken flankieren einen Vulkan am Horizont. Er steht im Altiplano der Región de Antofagasta. Der klare südliche Himmel spiegelt sich in der Laguna Lejía.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Zwei Begleiterinnen der Milchstraße flankieren einen Vulkangipfel, der über dem zerklüfteten Horizont aufragt. Die Landschaft unter dem südlichen Nachthimmel blickt über die Laguna Lejía. Sie liegt im Altiplano der Región de Antofagasta im Norden von Chile.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke erweitern den Blick in den Raum hinter der Galaxis. Sie sind nach dem Portugiesen Ferdinand Magellan benannt, der im 16. Jahrhundert die erste Umrundung der Erde leitete. Die größere Wolke ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt. Die kleinere Wolke liegt 210.000 Lichtjahre hinter dem Berggipfel. Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke leuchtet 47 Tucanae wie ein heller Stern. Er spiegelt sich in der sternklaren Nacht im ruhigen Wasser. 47 Tucanae ist ein Kugelsternhaufen, der ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt ist. Er wandert durch den Hof der Milchstraße.

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Gaias Milchstraße

Die ovale Abbildung zeigt unsere ganze Milchstraße. Sie entstand, indem der Satellit Gaia die Helligkeit, Farbe, Position und Distanz von 1,3 Milliarden Sternen präzise vermaß. Rechts unten sind die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Gaia, DPAC

Dieses prachtvolle Panorama zeigt unsere Milchstraße und Galaxien in ihrer Nähe. Es ist kein Foto, sondern eine Karte. Dafür wurden fast 1,7 Milliarden Sterne einzeln vermessen. So entstand ein großer astronomischer Datensatz. Er ist die zweite Veröffentlichung von Daten des Satelliten Gaia, der den Himmel abtastet. Der Datensatz enthält präzise Angaben zu Position, Helligkeit, Farbe und parallaktischer Distanz für 1,3 Milliarden Sterne. Das sind etwa ein Prozent der Sterne in der Milchstraße.

Die Ebene der Milchstraße liegt flach im Sichtfeld von Gaias Karte der Sterndaten. Die meisten Sterne der Galaxis befinden sich in dieser Scheibe. Hohlräume und Risse in der galaktischen Ebene zeigen Staubwolken zwischen den Sternen und verdecken ihr Licht. Rechts unten schimmern die Große und Kleine Magellansche Wolke. Die beiden Nachbargalaxien liegen etwas unter der Milchstraße.

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Milchstraße über Deadvlei in Namibia

Aus einem flachen Tonboden ragen verdorrte Reste von Bäumen. Darüber wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Liebermann

Welcher Planet ist das? Es ist der einzige Planet mit Bäumen, den wir kennen. Doch die Bäume in Deadvlei sind seit mehr als 500 Jahren tot. Sie wuchsen im Namib-Naukluft-Park in Namibia auf der Erde. Zuvor hatten Regenfälle einen Fluss zum Überlaufen gebracht. Nachdem Sanddünen den Fluss verschoben hatten, verdorrten sie.

Dieses Kompositbild entstand letzten Monat und wurde zeitlich gut geplant. Darauf wölbt sich hoch oben das weit entfernte Band unserer Milchstraße über einem großen Strunk. Der Boden aus weißem Ton schimmert scheinbar im reflektierten Sternenlicht.

Links unter dem Bogen der Milchstraße steigt ein Band aus Zodiakallicht auf. Es ist Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im inneren Sonnensystem kreist. Rechts über einer der größeren Sanddünen der Erde findet ein scharfes Auge die Große Magellansche Wolke. Sie ist eine Begleitgalaxie unserer Galaxis. Die Kleine Magellansche Wolke auf diesem Bild zu finden, ist vielleicht zu schwierig.

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NGC 602 und seine Umgebung

Wie kleine Juwelen auf einem Samttuch glitzern die Sterne des offenen Sternhaufens NGC 602 mitten im Bild. Sie sind von einer Nebelwolke umgeben, die von den Sternen zurückgedrängt wurde.

Bildcredit: Röntgen – Chandra: NASA/CXC/Univ.Potsdam/L.Oskinova et al; Optisch – Hubble: NASA/STScI; Infrarot – Spitzer: NASA/JPL-Caltech

Der Sternhaufen NGC 602 ist 5 Millionen Jahre jung. Er liegt am Rande der Kleinen Magellanschen Wolke, das ist Begleitgalaxie der Milchstraße, die etwa 200.000 Lichtjahre entfernt ist. Dieses faszinierende Hubblebild der Region wurde durch Bilder in Röntgenlicht von Chandra sowie Infrarot von Spitzer erweitert. Darauf liegt NGC 602 inmitten von Staub und Gas, in dem er entstand.

Die fantastischen Ränder und zurückgefegten Formen sind starke Hinweise, dass die energiereiche Strahlung und die Stoßwellen der massereichen jungen Sterne in NGC 602 die staubige Materie erodiert haben. Dabei lösten sie eine fortschreitende Sternbildung aus, die vom Haufenzentrum auswärts wandert.

Das Bild ist in der geschätzten Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke ungefähr 200 Lichtjahre breit. Diese scharfe, vielfarbige Ansicht zeigt auch ein reizendes Sortiment an Galaxien im Hintergrund. Sie liegen Hunderte Millionen Lichtjahre oder mehr hinter NGC 602.

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Die ganze galaktische Ebene oben und unten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Moophz Himself (Maroun Habib)

Kann man die ganze Ebene unserer Galaxis auf einmal abbilden? Ja, aber nicht mit einer einzigen Aufnahme. Es war sogar einiges an Planung nötig, um es mit zwei Aufnahmen zu schaffen. Der obere Teil des Bildes ist der Nachthimmel über dem Libanon nördlich des Äquators. Das Bild entstand im Juni 2017, als das Zentralband der Milchstraße genau oben stand. Die untere Hälfte wurde sechs Monate später in gleicher Weise fotografiert, und zwar auf dem gegenüberliegenden Breitengrad südlich des Äquators in Chile.

Der Nachthimmel auf jedem der beiden Bild liegt also exakt gegenüber dem anderen und zeigt eine ganze Hälfte der galaktischen Ebene. Der südliche Teil wurde auf den Kopf gestellt und digital an die obere Hälfte geheftet. Daher bildet das Zentralband der Galaxis einen Kreis. Am Himmel leuchten viele Sterne und Nebel. Die Große Magellansche Wolke ist in der unteren Hälfte des ganzen galaktischen Kreises sehr auffällig.

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Sterne über einer Lagune in der Salar de Atacama

Die glatte Lagune mitten im Bild erinnert an ein Auge, das zum Himmel blickt. Rechts steht die Fotografin. Darin spiegeln sich die Milchstraße, die Planeten Mars und Jupiter, die Magellanschen Wolken und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Weather and Sky Photography)

In der Salar de Atacama blickt eine von vielen Lagunen in einer ruhigen Nacht zum Himmel und spiegelt die Sterne. Die Lagune liegt nahe bei San Pedro de Atacama in Chile auf dem Planeten Erde. Im Zentrum der Milchstraße verlaufen kosmische Risse aus Staub, Sternwolken und Nebeln. Sie gehen im Osten hinter den Vulkanen am Horizont auf.

Das besinnliche Panorama aus sechs Einzelbildern entstand am 15. Jänner am frühen Morgen. Nahe der Ekliptik leuchten Jupiter und Mars. Die hellen Planeten im Sonnensystem sind in Zodiakallicht getaucht. Es steigt links über dem galaktischen Zentrum auf. Rechts stehen im Süden über dem Horizont die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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Wolken in der GMW

Die Wolken, die lose im Bild verteilt sind, leuchten zart violett und hellblau. Von links unten ragt ein zarter Sternenbalken ins Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Don Goldman

Das detailreiche Teleskop-Mosaik zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW). Sie ist ein prachtvoller Anblick am Südhimmel. Die Szene wurde mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen. Sie ist ungefähr 5 Grad breit oder 10 Vollmonde breit. Die Schmalbandfilter lassen nur das Licht der Atome von Wasserstoff und Sauerstoff durch.

Das energiereiche Licht der Sterne ionisiert die Atome. Wenn die Elektronen mit den Atomen rekombinieren, strahlen sie ihr typisches Licht ab. Dabei gehen die Atome in einen Zustand mit weniger Energie über. Die GMW ist hier von Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt, die ihre massereichen jungen Sterne umhüllen.

Das Licht von ionisiertem Wasserstoff prägt die leuchtenden Wolken. Wie werden als H II-Regionen bezeichnet. Starke Sternwinde und ultraviolette Strahlung meißeln sie in Form. Die große Region mit Sternbildung links ist der Tarantelnebel. Er besteht aus vielen H II-Regionen, die sich überlappen.

Die GMW ist der größte Begleiter unserer Milchstraße. Sie ist ungefähr 15.000 Lichtjahre groß, 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.

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