In der Salar de Atacamablickt eine von vielen Lagunen in einer ruhigen Nacht zum Himmel und spiegelt die Sterne. Die Lagune liegt nahe bei San Pedro de Atacama in Chile auf dem Planeten Erde. Im Zentrum der Milchstraße verlaufen kosmische Risse aus Staub, Sternwolken und Nebeln. Sie gehen im Osten hinter den Vulkanen am Horizont auf.
Das besinnliche Panorama aus sechs Einzelbildern entstand am 15. Jänner am frühen Morgen. Nahe der Ekliptik leuchten Jupiter und Mars. Die hellen Planeten im Sonnensystem sind in Zodiakallicht getaucht. Es steigt links über dem galaktischen Zentrum auf. Rechts stehen im Süden über dem Horizont die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.
Das detailreiche Teleskop-Mosaik zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW). Sie ist ein prachtvoller Anblick am Südhimmel. Die Szene wurde mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen. Sie ist ungefähr 5 Grad breit oder 10 Vollmonde breit. Die Schmalbandfilter lassen nur das Licht der Atome von Wasserstoff und Sauerstoff durch.
Das energiereiche Licht der Sterne ionisiert die Atome. Wenn die Elektronen mit den Atomen rekombinieren, strahlen sie ihr typisches Licht ab. Dabei gehen die Atome in einen Zustand mit weniger Energie über. Die GMW ist hier von Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt, die ihre massereichen jungen Sterne umhüllen.
Das Licht von ionisiertem Wasserstoff prägt die leuchtenden Wolken. Wie werden als H II-Regionen bezeichnet. Starke Sternwinde und ultraviolette Strahlung meißeln sie in Form. Die große Region mit Sternbildung links ist der Tarantelnebel. Er besteht aus vielen H II-Regionen, die sich überlappen.
Die GMW ist der größte Begleiter unserer Milchstraße. Sie ist ungefähr 15.000 Lichtjahre groß, 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.
Das diffuse Sternenlicht und die dunklen Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über den Horizont. Sie steigen auf dieser nächtlichen Landschaft diagonal nach rechts auf. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit. Vorne liegt das schroffe Gelände im argentinischen Teil von Patagonien.
Der Tarantelnebel ist eine riesige Region, in der Sterne entstehen. Er ist etwa 180.000 Lichtjahre entfernt und liegt in der Große Magellansche Wolke. Diese kleine Galaxie ist eine Begleiterin der Milchstraße. Das kosmische Spinnentier ist etwa tausend Lichtjahre breit. Es ist die größte, gewaltigste Region mit Sternbildung in der ganzen Lokalen Gruppe. Für dieses Bild kartierten Schmalbandfilter die Emissionen ionisierter Atome von Wasserstoff und Sauerstoff.
Die Tarantel ist als NGC 2070 katalogisiert. Der zentrale junge Haufen R136 besteht aus massereichen Sternen. Intensive Strahlung, Sternwinde und Erschütterungen durch Supernovae in R136 liefern die Energie für das Leuchten im Nebel. Sie formen auch die spinnenartigen Fasern. Um die Tarantel sind weitere Gebiete mit Sternbildung verteilt. Darin befinden sich junge Sternhaufen, Fasern und leer gefegte blasenförmige Wolken.
Das Bild zeigt rechts unten sogar den Schauplatz der nächstliegenden Supernova der Neuzeit, SN 1987A. Das reichhaltige Sichtfeld umfasst etwa 1 Grad oder zwei 2 Vollmonde im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado). Wenn der Tarantelnebel näher wäre, sagen wir 1500 Lichtjahre entfernt im lokalen, Sterne bildenden Orionnebel, würde er den halben Himmel bedecken.
Die Große Magellansche Wolke ist eine Galaxie. Sie begleitet die Milchstraße. Auf dieser Aufnahme, die mit Teleskop entstand, steht sie über dem südlichen Horizont. Vorne steht das Las-Campanas-Observatorium auf der Erde. Die kleine Galaxie leuchtet im September am dunklen Himmel in der chilenischen Atacama. Sie ist eindrucksvolle 10 Grad breit. Das entspricht 20 Vollmonden nebeneinander.
Das Panorama entstand mit einer empfindlichen Digitalkamera. Es zeichnete auch ein blasses Nachthimmelslicht auf, das alles durchdringt. Für das Auge ist es unsichtbar. Die irdischen Lichter vorne sind scheinbar hell. Doch eigentlich sind sie die sehr schwache Beleuchtung der Wohnhäuser für Astronominnen und Techniker am Observatorium. Die flache Bergkuppe am Horizont unter der Galaxie ist der Las-Campanas-Gipfel. Dort entsteht das Giant Magellan Telescope.
Illustrationscredit:LIGO–Virgo-Arbeitsgemeinschaft; Optische Himmelsdaten: A. Mellinger
Detektoren für Gravitationswellen sind über den Planeten Erde verteilt. Drei davon meldeten gleichzeitig eine Beobachtung von Wellen in der Raumzeit. Es ist erst das vierte Mal, dass die Verschmelzung eines Binärsystems Schwarzer Löcher im fernen Universum entdeckt wurde. Das Ereignis wurde GW170814 benannt, weil es am 14. August 2017 gemessen wurde.
Die Beobachtungsorte von LIGO lagen in Hanford in Washington und Livingston in Louisiana. Auch das Virgo-Observatorium bei Pisa in Italien war daran beteiligt. Es ging erst kürzlich in Betrieb. Das Signal entstand kurz bevor zwei Schwarze Löcherverschmolzen. Sie hatten 31 und 25 Sonnenmassen und sind etwa 1,8 Milliarden Lichtjahre entfernt.
Man verglich die Zeit, zu der die Gravitationswellen an den drei Standorten gemessen wurde. Eine Region am Himmel stimmt mit den Signalen aller drei Detektoren überein. Sie liegt im Sternbild Eridanus. Die Karte des ganzen Himmels markiert sie mit einem gelben Umriss. Die Projektion zeigt auch den Bogen unserer Milchstraße.
Weil drei Detektoren beteiligt waren, konnte man die Lage und Herkunft der Gravitationswellen viel besser bestimmen. So konnten Observatorien, die elektromagnetische Strahlung beobachten, danach den Ort schneller beobachten. Sie suchten nach Signalen, die vielleicht mit dem Ereignis einhergingen. Weil der Virgo-Detektor die Beobachtung ergänzte, konnte man auch die Polarisation der Gravitationswellen messen. Das kann Vorhersagen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie bestätigen.
Manchmal imitiert der Himmel die Landschaft. Dieses Bildes entstand im Mai 2017 in der Atacama in Chile. Vorne ist der eingesunkene Rand der Caldera eines erloschenen Vulkans. Oben spiegelt der Bogen der Milchstraßepoetisch die Senke darunter. Viele berühmte Objekte sprenkeln die nächtliche Aussicht im Süden.
Möglich ist, dass Teilchenwinde von massereichen Sternen in der Blase das leuchtende Gas hinaustreiben. Doch es zeigte sich, dass das im Widerspruch zur gemessenen Geschwindigkeit der Sternwinde steht. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Hüllen alter Supernovae, die sich ausdehnen, die ungewöhnliche Weltraumhöhle geformt haben. Kürzlich kam ein unerwarteter Hinweis auf Gas, das heiße Röntgenstrahlen abgibt. Es strömt aus der N44-Superblase.
Dieses Bild wurde vom riesigen 8-Meter-Teleskop Gemini-Süd aufgenommen. Das Teleskop steht auf dem Cerro Pachon in Chile. Die Aufnahme entstand in drei spezifischen Farben.
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