Sterne über einer Lagune in der Salar de Atacama

Die glatte Lagune mitten im Bild erinnert an ein Auge, das zum Himmel blickt. Rechts steht die Fotografin. Darin spiegeln sich die Milchstraße, die Planeten Mars und Jupiter, die Magellanschen Wolken und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Weather and Sky Photography)

In der Salar de Atacama blickt eine von vielen Lagunen in einer ruhigen Nacht zum Himmel und spiegelt die Sterne. Die Lagune liegt nahe bei San Pedro de Atacama in Chile auf dem Planeten Erde. Im Zentrum der Milchstraße verlaufen kosmische Risse aus Staub, Sternwolken und Nebeln. Sie gehen im Osten hinter den Vulkanen am Horizont auf.

Das besinnliche Panorama aus sechs Einzelbildern entstand am 15. Jänner am frühen Morgen. Nahe der Ekliptik leuchten Jupiter und Mars. Die hellen Planeten im Sonnensystem sind in Zodiakallicht getaucht. Es steigt links über dem galaktischen Zentrum auf. Rechts stehen im Süden über dem Horizont die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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Wolken in der GMW

Die Wolken, die lose im Bild verteilt sind, leuchten zart violett und hellblau. Von links unten ragt ein zarter Sternenbalken ins Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Don Goldman

Das detailreiche Teleskop-Mosaik zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW). Sie ist ein prachtvoller Anblick am Südhimmel. Die Szene wurde mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen. Sie ist ungefähr 5 Grad breit oder 10 Vollmonde breit. Die Schmalbandfilter lassen nur das Licht der Atome von Wasserstoff und Sauerstoff durch.

Das energiereiche Licht der Sterne ionisiert die Atome. Wenn die Elektronen mit den Atomen rekombinieren, strahlen sie ihr typisches Licht ab. Dabei gehen die Atome in einen Zustand mit weniger Energie über. Die GMW ist hier von Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt, die ihre massereichen jungen Sterne umhüllen.

Das Licht von ionisiertem Wasserstoff prägt die leuchtenden Wolken. Wie werden als H II-Regionen bezeichnet. Starke Sternwinde und ultraviolette Strahlung meißeln sie in Form. Die große Region mit Sternbildung links ist der Tarantelnebel. Er besteht aus vielen H II-Regionen, die sich überlappen.

Die GMW ist der größte Begleiter unserer Milchstraße. Sie ist ungefähr 15.000 Lichtjahre groß, 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.

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Drei Galaxien und ein Komet

Eine Bergkette bildet den Horizont. Rechts neben einem steil abfallenden Hang wölbt sich der prächtige Schweif des Kometen McNaught. Von links steigt die südliche Milchstraße nach oben auf. Rechts schimmern die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Das diffuse Sternenlicht und die dunklen Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über den Horizont. Sie steigen auf dieser nächtlichen Landschaft diagonal nach rechts auf. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit. Vorne liegt das schroffe Gelände im argentinischen Teil von Patagonien.

Das Bild zeigt die Innenansicht unserer Galaxis und unseren Blick von außen auf zwei unregelmäßige Begleitgalaxien. Es sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Der breite Schweif und die helle Koma des Kometen McNaught stehen knapp über dem Horizont. Er war der prachtvolle Komet 2007.

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Der Tarantelnebel

Die rötliche Wolke im Bild besteht aus verworrenen Fasern. In der Mitte leuchtet sie heller. Im ganzen Nebel sind Blasen verteilt. Der Hintergrund ist von kleinen Sternen dicht übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Der Tarantelnebel ist eine riesige Region, in der Sterne entstehen. Er ist etwa 180.000 Lichtjahre entfernt und liegt in der Große Magellansche Wolke. Diese kleine Galaxie ist eine Begleiterin der Milchstraße. Das kosmische Spinnentier ist etwa tausend Lichtjahre breit. Es ist die größte, gewaltigste Region mit Sternbildung in der ganzen Lokalen Gruppe. Für dieses Bild kartierten Schmalbandfilter die Emissionen ionisierter Atome von Wasserstoff und Sauerstoff.

Die Tarantel ist als NGC 2070 katalogisiert. Der zentrale junge Haufen R136 besteht aus massereichen Sternen. Intensive Strahlung, Sternwinde und Erschütterungen durch Supernovae in R136 liefern die Energie für das Leuchten im Nebel. Sie formen auch die spinnenartigen Fasern. Um die Tarantel sind weitere Gebiete mit Sternbildung verteilt. Darin befinden sich junge Sternhaufen, Fasern und leer gefegte blasenförmige Wolken.

Das Bild zeigt rechts unten sogar den Schauplatz der nächstliegenden Supernova der Neuzeit, SN 1987A. Das reichhaltige Sichtfeld umfasst etwa 1 Grad oder zwei 2 Vollmonde im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado). Wenn der Tarantelnebel näher wäre, sagen wir 1500 Lichtjahre entfernt im lokalen, Sterne bildenden Orionnebel, würde er den halben Himmel bedecken.

Beobachtet den Leoniden-Meteorstrom

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Unter der Galaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Die Große Magellansche Wolke ist eine Galaxie. Sie begleitet die Milchstraße. Auf dieser Aufnahme, die mit Teleskop entstand, steht sie über dem südlichen Horizont. Vorne steht das Las-Campanas-Observatorium auf der Erde. Die kleine Galaxie leuchtet im September am dunklen Himmel in der chilenischen Atacama. Sie ist eindrucksvolle 10 Grad breit. Das entspricht 20 Vollmonden nebeneinander.

Das Panorama entstand mit einer empfindlichen Digitalkamera. Es zeichnete auch ein blasses Nachthimmelslicht auf, das alles durchdringt. Für das Auge ist es unsichtbar. Die irdischen Lichter vorne sind scheinbar hell. Doch eigentlich sind sie die sehr schwache Beleuchtung der Wohnhäuser für Astronominnen und Techniker am Observatorium. Die flache Bergkuppe am Horizont unter der Galaxie ist der Las-Campanas-Gipfel. Dort entsteht das Giant Magellan Telescope.

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LIGO-Virgo GW170814 Himmelskarte

Auf der Karte des ganzen Himmels sind die Messungen von drei Gravitationswellen-Detektoren markiert, die ein Ereignis beobachteten. Rechts krümmt sich der Bogen der Milchstraße. Unten in der Mitte liegen die Magellanschen Wolken.

Illustrationscredit: LIGOVirgo-Arbeitsgemeinschaft; Optische Himmelsdaten: A. Mellinger

Detektoren für Gravitationswellen sind über den Planeten Erde verteilt. Drei davon meldeten gleichzeitig eine Beobachtung von Wellen in der Raumzeit. Es ist erst das vierte Mal, dass die Verschmelzung eines Binärsystems Schwarzer Löcher im fernen Universum entdeckt wurde. Das Ereignis wurde GW170814 benannt, weil es am 14. August 2017 gemessen wurde.

Die Beobachtungsorte von LIGO lagen in Hanford in Washington und Livingston in Louisiana. Auch das Virgo-Observatorium bei Pisa in Italien war daran beteiligt. Es ging erst kürzlich in Betrieb. Das Signal entstand kurz bevor zwei Schwarze Löcher verschmolzen. Sie hatten 31 und 25 Sonnenmassen und sind etwa 1,8 Milliarden Lichtjahre entfernt.

Man verglich die Zeit, zu der die Gravitationswellen an den drei Standorten gemessen wurde. Eine Region am Himmel stimmt mit den Signalen aller drei Detektoren überein. Sie liegt im Sternbild Eridanus. Die Karte des ganzen Himmels markiert sie mit einem gelben Umriss. Die Projektion zeigt auch den Bogen unserer Milchstraße.

Weil drei Detektoren beteiligt waren, konnte man die Lage und Herkunft der Gravitationswellen viel besser bestimmen. So konnten Observatorien, die elektromagnetische Strahlung beobachten, danach den Ort schneller beobachten. Sie suchten nach Signalen, die vielleicht mit dem Ereignis einhergingen. Weil der Virgo-Detektor die Beobachtung ergänzte, konnte man auch die Polarisation der Gravitationswellen messen. Das kann Vorhersagen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie bestätigen.

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Die Milchstraße über chilenischen Vulkanen

Über dem Rand einer Caldera wölbt sich die Milchstraße. Am Himmel leuchten Antares, der Gum-Nebel, die Große Magellansche Wolke und das Sternbild Kreuz des Südens.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Eduardo Fairbairn

Manchmal imitiert der Himmel die Landschaft. Dieses Bildes entstand im Mai 2017 in der Atacama in Chile. Vorne ist der eingesunkene Rand der Caldera eines erloschenen Vulkans. Oben spiegelt der Bogen der Milchstraße poetisch die Senke darunter. Viele berühmte Objekte sprenkeln die nächtliche Aussicht im Süden.

Ganz links ist das Zentrum der Milchstraße. Auch der helle orangefarbene Stern Antares leuchtet links. Am oberen Rand des Bogens ist das Sternbild Kreuz des Südens. Der rote Gum-Nebel schimmert ganz rechts. Über dem Horizont teilt die Große Magellansche Wolke die beiden fernen Vulkangipfel. Sie ist die größte Begleitgalaxie unserer Milchstraße.

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Die N44-Superblase

Im Bild leuchtet eine violette Nebelwolke, in ihrer Mitte ist ein riesiges Loch. Darin sind die Sterne dichter verteilt als außen herum.

Bildcredit und Bildrechte: Gemini Obs., AURA, NSF

Wie entstand dieses gewaltige Loch? Der weite Emissionsnebel N44 liegt in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke. Er hat ein 250 Lichtjahre großes Loch. Noch ist nicht klar, warum.

Möglich ist, dass Teilchenwinde von massereichen Sternen in der Blase das leuchtende Gas hinaustreiben. Doch es zeigte sich, dass das im Widerspruch zur gemessenen Geschwindigkeit der Sternwinde steht. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Hüllen alter Supernovae, die sich ausdehnen, die ungewöhnliche Weltraumhöhle geformt haben. Kürzlich kam ein unerwarteter Hinweis auf Gas, das heiße Röntgenstrahlen abgibt. Es strömt aus der N44-Superblase.

Dieses Bild wurde vom riesigen 8-Meter-Teleskop Gemini-Süd aufgenommen. Das Teleskop steht auf dem Cerro Pachon in Chile. Die Aufnahme entstand in drei spezifischen Farben.

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