Perseïden von Perseus

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Credit und Bildrechte: Chris Peterson (Cloudbait Observatory)

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft lautet die korrekte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Deshalb ist der Meteorstrom von letzter Woche als Perseïden bekannt – die Meteore scheinen alle von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Dreidimensional gesehen jedoch folgen handgroße Trümmer, die vom Kometen Swift-Tuttle ausgestoßen werden, einer genau definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil des Orbits, welcher der Erde nahekommt, liegt vor dem Perseus. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, befindet sich der Radiant der fallenden Trümmer im Perseus. Oben zeigt ein Kompositbild des Perseïden-Meteorstroms viele helle Meteore, die am 12. August über den Himmel zogen.

Zur Überraschung vieler zeigte die nächste Nacht am 13. August ebenfalls viele Meteore – diese sehen Sie, wenn Sie den Mauspfeil über das obige Bild schieben. Der Meteorstrom der Leoniden wird dieses Jahr im November, wie manche erwarten, besonders aktiv und zeigt vielleicht ganze 500 Meteore pro Stunde.

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Sonnenstreifer

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Credit: LASCO, SOHO Consortium, NRL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Sonne zerstörte diesen Kometen. Dieser Sungrazer-Komet wurde, während er einem feurigen Schicksal entgegenwanderte, am 23. Dezember 1996 vom Large Angle Spectrometric COronagraph (LASCO) der Raumsonde SOHO aufgenommen. LASCO verwendet eine undurchsichtige Scheibe, die unten rechts teilweise zu sehen ist, um die unermessliche Helligkeit der Sonnenscheibe auszublenden, wodurch es möglich ist, die innersten 8 Millionen Kilometer der relativ zarten Korona abzubilden. Man sieht, wie die Koma des Kometen in die helle äquatoriale Sonnenwindregion (senkrecht ausgerichtet) eintritt. Die Flecken und Kratzer im Bild sind Hintergrundsterne und Kamerastreifen, die von geladenen Teilchen verursacht werden. SOHO ist im Weltraum positioniert, um die Sonne ständig zu beobachten und wurde auch dazu verwendet, um 1500 Kometen zu entdecken, darunter zahllose Sonnenstreifer. Aufgrund ihrer Bahnen wird vermutet, dass sie einer Kometenfamilie angehören, die dem sukzessiven Auseinanderbrechen eines einzigen großen Vorläuferkometen entstammt, der im 12. Jahrhundert sehr nahe an der Sonne vorbeiwanderte. Der große Komet des Jahres 1965, Ikeya-Seki, war ebenfalls ein Mitglied der Sonnenstreiferfamilie und näherte sich der Sonnenoberfläche auf etwa 650.000 Kilometer an. Während sie so nahe an der Sonne vorbeiwandern, sind Sungrazer zerstörerischen Gezeitenkräften und großer Sonnenhitze ausgesetzt. Dieser Komet, bekannt als SOHO 6, hat nicht überlebt.

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Komet zwischen Blitzen und Feuerwerk

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Credit und Bildrechte: Antti Kemppainen

Beschreibung: Manchmal ist der Himmel selbst die beste Show der Stadt. Im Januar 2007 versammelten sich Leute aus Perth in Australien am örtlichen Strand, um einen Himmel mit nahen und fernen Lichtern zu beobachten. In der Nähe explodierte ein Feuerwerk – eine Veranstaltung der Australia-Day– Feierlichkeiten. Ganz rechts leuchteten in einiger Entfernung Blitze eines Gewitters. Nahe der Bildmitte war, wenn auch durch Wolken zu sehen, der ungewöhnlichste Anblick von allen: Komet McNaught. Der fotogene Komet war so hell, dass er trotz der der dröhnenden Erdblitze sichtbar blieb. Komet McNaught ist nun ins äußere Sonnensystem zurückgekehrt und inzwischen nur noch mit einem großen Teleskop zu sehen. Das obige Bild ist in Wirklichkeit ein Panorama aus drei Bildern, die digital bearbeitet wurden, um die roten Reflexionen des explodierenden Feuerwerks zu reduzieren.

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Komet McNaught über Chile

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Komet McNaught war der vielleicht fotogenste Komet unserer Zeit. Nachdem er Anfang Januar eine ziemliche Show auf der nördlichen Halbkugel abgezogen hatte, wanderte der Komet nach Süden und entwickelte einen langen und ungewöhnlichen Staubschweif, der die Beobachter der Südhalbkugel tief beeindruckte. Auf diesem Bild wurde Komet McNaught vor einem Jahr über Chile aufgenommen. Der helle Komet dominiert auf der linken Seite, während sich ein Teil seines prächtigen Schweifes über das ganze Bild erstreckt. Von diesem Aussichtspunkt in den Anden aus sieht man hinauf zum Kometen McNaught und einem zauberhaften Himmel, über einen Sichelmond hinweg und hinab auf Wolken, atmosphärischen Dunst und die Lichter von Santiago. Komet McNaught ist in das äußere Sonnensystem hinausgeglitten und nun nur noch mit einem riesigen Teleskop als Fleckchen sichtbar. Der andere spektakuläre Komet des Jahres 2007, Komet Holmes, ist ebenfalls bereits stark verblasst.

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Ein Jahr spektakulärer Kometen

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Credit und Bildrechte: Bob Nanz (San Diego Astronomy Association)

Beschreibung: Zwei spektakuläre Kometen schmückten 2007 den Himmel. Beide Kometen wurden hell genug, um von Gelegenheits-Sternfreunden mit bloßem Auge gesehen werden zu können. Zu Beginn des Jahres 2007 wurde Komet McNaught heller als irgendein anderer Komet in den vergangenen 40 Jahren und zeigte einen herrlichen Staubschweif, der sich über den Himmel ergoss. Komet McNaught (c/2006 P1) wurde als der Große Komet von 2007 bekannt, entwickelte unbewöhnliche Streifen in seinem ausgedehnten Staubschweif und zeigte unerwartet komplexe Chemikalien in seinem Ionenschweif. Gegen Jahresende hellte der normalerweise matte und lichtschwache Komet Holmes plötzlich und unerwartet bis zur Sichtbarkeit mit bloßem Auge auf. Bemerkenswerter Weise blieb Komet 17P/Holmes wochenlang hell, obwohl er außerhalb der Marsbahn liegt. Kein entfernter Komet der jüngeren Geschichte blieb für so lange Zeit so hell. Auf diesem Bild wurde der weiße Komet Holmes Anfang Dezember zusammen mit dem „Heart and Soul“-Nebel fotografiert.

APOD päsentiert: Weltraumbilder des Jahres 2007
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Himmelslandschaft mit dem Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Dave Kodama

Beschreibung: Diese prächtige Himmelslandschaft erstreckt sich 10 Grad über das heroische Sternbild Perseus, das entspricht etwa dem Sichtfeld eines größeren Fernglases. Die Aufnahme enthält helle Sterne, Emissionsnebel, Sternhaufen und – natürlich – den berühmten Kometen Holmes.

Um die himmlischen Meilensteine zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild. Der hellste Stern auf dieser Ansicht, Alpha Persei, ist von einem losen Sternhaufen in einer Entfernung von etwa 600 Lichtjahren umgeben – dem offenen Sternhaufen Alpha Persei (Mel 20). Doch in einer Entfernung von ungefähr 14 Lichtminuten dominiert immer noch der helle Komet Holmes mit seiner fluoreszierend-grünlichen Koma und seinem verkürzt erscheinenden blauen Schweif die Szenerie.

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Der goldene Komet Holmes

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Der alle überraschende Komet Holmes bleibt gut sichtbar als runde, unscharfe Wolke im nördlichen Sternbild Perseus. Himmelsbeobachter mit Teleskopen, Ferngläsern oder auch jenen, die einfach einen Blick hinauf riskieren, können das jüngste Wunderkind des Sonnensystems genießen, während es etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt jenseits der Marsbahn dahingleitet. Während er sich immer noch ausdehnt, erreicht Holmes bereits etwa ein Drittel der Größe des Vollmondes, und viele Beobachter berichten von einem gelblichen Farbton in der staubhaltigen Koma. Ein goldener Farbton dominiert diese Teleskopansicht, die am 1. November aufgenommen wurde und Strukturen im hellen Zentrum der Koma zeigt. Doch wo ist der Schweif des Kometen? Wie bei jedem guten Kometen wäre Homes‘ Schweif von der Sonne abgewandt. Das wäre fast genau die Sichtrichtung hinter dem Kometen, weshalb der Schweif sehr schwierig zu beobachten ist.

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Komet Enckes Schweif reißt ab

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Credit: Angelos Vourlidas (NRL) et al., SECCHI / STEREO, NASA

Beschreibung: Der periodische Komet Encke, der innerhalb der Merkurbahn pendelt, traf am 20. April auf eine Stoßwelle von der Sonne in Form eines koronalen Massenauswurfs (CME). Wenn CMEs – riesige Wolken energiereicher Partikel, die von der Sonne ausgestoßen werden – auf die Magnetosphäre der Erde treffen, lösen sie häufig Polarlichter aus. Doch in diesem Fall trug die Kollision den Schweif des Kometen fort. Der Schweif wurde wahrscheinlich eher von wechselwirkenden Magnetfeldern abgerissen als durch den mechanischen Druck der Kollision. Wenn Sie auf das zweigeteilte Bild klicken, wird ein Gif-Fim des bemerkenswerten Ereignisses abgespielt, der vom Heliospheric Imager an Bord der Raumsonde STEREO A aufgezeichnet wurde. Die Zeit zwischen den Einzelbildern des Films beträgt etwa 45 Minuten, während die Bilder in der Entfernung des Kometen etwa 14 mal 20 Millionen Kilometer umspannen. Natürlich haben sich auch früher schon ähnliche Kollisionen ereignet, da der alte Komet alle 3,3 Jahre seine Sonnenbahn durchläuft. Also keine Sorge, Enkes Schweif wächst nach!

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