Der Magellansche Strom

Das Bild zeigt den ganzen Himmel. Waagrecht verläuft ein blau schimmerndes Band durchs Bild, es ist die Milchstraße. Sie ist von einigen dunklen Wolken durchzogen. Rosarot gefärbte Wolken bilden unten einen längeren Streifen mit Klecksen am Ende. Beschreibung im Text.

Bildcredit: ForschungNASA, ESA, A. Fox, P. Richter et al.; BildD. Nidever et al., NRAO/AUI/NSF, A. Mellinger, LAB Survey, Parkes, Westerbork und Arecibo Obs.

Es gibt eine astronomische Version der Suche nach der Quelle des Nils. Dabei fanden Sternforschende solide Hinweise auf den Ursprung des Magellanschen Stroms. Dieses Kompositbild zeigt eine Ansicht des ganzen Himmels im sichtbaren Licht. Es zeigt das lange Gasband, das in den 1970er-Jahren im Radiospektralbereich entdeckt wurde. Dieses Band verläuft in rötlichen Farbtönen vor der Ebene der Galaxis.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke sind Zwerggalaxien und Begleiterinnen der Milchstraße. Sie sind rechts am oberen Ende des Stromes zu sehen. Aus Daten von Hubbles Cosmic Origins Spectrograph (COS) wurde die Elementenhäufigkeit in den Seitenlinien von Quasaren, die den Strom kreuzen, ermittelt. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass ein Großteil des Materials im Strom von der Kleinen Magellanschen Wolke stammt.

Der Magellansche Strom entstand wahrscheinlich durch die Gezeiten nach einer Begegnung der beiden Zwerggalaxien vor etwa 2 Milliarden Jahren. Dabei verlor die Kleine Magellansche Wolke wegen ihrer geringeren Masse mehr Materie als die Große Magellansche Wolke.

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Die perfekte Spirale M74

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Spiralgalaxie M74 im Sternbild Fische. Wir sehen sie direkt von oben, ihre Arme sind von Staubbahnen und roten Sternbildungsregionen gesäumt.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis (STScI / AURA) – ESA / Hubble-Zusammenarbeit; Danksagung: R. Chandar (Univ. Toledo) und J. Miller (Univ. Michigan)

Wenn schon nicht perfekt, so ist diese Spiralgalaxie zumindest eine der fotogensten. Das Inseluniversum M74 enthält etwa 100 Milliarden Sterne. Es ist 32 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Fische. Die Galaxie präsentiert sich von oben. M74 ist vom Aufbau her als Sc-Galaxie klassifiziert. Ihre anmutigen Spiralarme sind von hellen blauen Sternhaufen und dunklen kosmischen Staubbahnen gesäumt.

Das scharfe Kompositbild entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble. Sie wurden 2003 und 2005 mit der Advanced Camera for Surveys aufgenommen. Das Bild ist etwa 30.000 Lichtjahre breit. Es zeigt die Oberseite von M74. Dazu wurden Aufnahmen verarbeitet, welche die Emissionen von Wasserstoffatomen zeigen. Diese markieren das rötliche Leuchten der großen Sternbildungsregionen. Derzeit beobachten viele eine helle Supernova, die in M74 zu sehen war.

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Eine schärfere Ansicht von NGC 3370

Die Galaxie NGC 3370 liegt schräg von oben sichtbar im Bild, im Hintergrund sind weiter entfernte Galaxien zu sehen. Das Bild stammt von der ACS des Weltraumteleskops Hubble.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA); Danksagung: A. Reiss et al. (JHU)

Die Spiralgalaxie NGC 3370 ist fast gleich groß wie unsere Milchstraße und hat einen ähnlichen Aufbau. Sie ist etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Löwe. Die schöne Spirale ist von oben sichtbar. Die Advanced Camera for Surveys (ACS) des Weltraumteleskops Hubble bildete die Galaxie sehr detailreich ab. Sie ist ein Blickfang. Das scharfe Bild zeigt auch einige Galaxien im Hintergrund im fernen Universum.

Die Bilddaten von NGC 3370 erwiesen sich als scharf genug, um einzelne veränderliche Sterne zu untersuchen, die als Cepheiden bekannt sind. Mit diesen kann man die Entfernung dieser Galaxie genau bestimmen. NGC 3370 wurde für diese Untersuchung ausgewählt, weil sich 1994 darin eine gut erforschte Sternexplosion ereignete – eine Supernova vom Typ Ia.

Wenn man die Entfernung, die anhand der Cepheiden-Messungen bestimmt wurde, und die Standardkerzen-Supernova mit Beobachtungen weiter entfernter Supernovae kombiniert, kann man die Größe und Ausdehnungsrate des ganzen Universums kalibrieren.

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NGC 2392 von Hubble und Chandra

Das Innere dieses planetarischen Nebels leuchtet rosarot und ist von hellen Schlieren überzogen. Außen herum verläuft ein orangefarbener Strahlenkranz.

Bildcredit: Röntgenlicht: NASA/CXC/IAA-CSIC/N. Ruiz et al.; Optisch: NASA/STScI

1787 entdeckte der Astronom Wilhelm Herschel den Nebel NGC 2392. Vom Boden aus erinnert NGC 2392 an einen Kopf mit einer Kapuze an einem Anorak. Im Jahr 2000 fotografierte das Weltraumteleskop Hubble den Nebel NGC 2392 in sichtbarem Licht. 2007 wurde er vom Röntgenobservatorium Chandra in Röntgenlicht abgebildet.

Dieses Bild wurde aus sichtbarem Licht und Röntgenlicht kombiniert. Es wurde letzte Woche veröffentlicht. Die Röntgenstrahlen werden vom zentralen heißen Gas abgestrahlt. Sie sind rosarot dargestellt. Auf Weltraumbildern zeigt der Nebel Gaswolken, die so komplex sind, dass sie nicht vollständig erklärt werden können.

NGC 2392 ist eindeutig ein planetarischer Nebel. Das oben gezeigte Gas bildete vor nur 10.000 Jahren die äußeren Schichten eines sonnenähnlichen Sterns. Die inneren Fasern entstehen durch den starken Teilchenwind des Zentralsterns. Der äußere Ring enthält ungewöhnliche orangefarbene Fasern, so lang wie ein Lichtjahr. Der Nebel NGC 2392 misst etwa ein Drittel eines Lichtjahres. Er ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt und liegt in unserer Galaxis im Sternbild Zwillinge (Gemini).

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Hoags Objekt: Eine seltsame Ringgalaxie

Hoags Objekt im Bild ist eine Galaxie, sie hat einen Kranz aus jungen blauen Sternen und eine diffuse, gelb leuchtende Kugel im Inneren. Dazwischen ist eine Lücke, durch die eine weitere Ringgalaxie zu sehen ist.

Bildcredit: R. Lucas (STScI/AURA), Hubble-Vermächtnisteam, NASA

Ist das eine Galaxie, oder sind es zwei? Diese Frage stellte sich 1950. Damals stieß der Astronom Art Hoag zufällig auf dieses ungewöhnliche extragalaktische Objekt. Außen verläuft ein Ring mit hellen blauen Sternen. In der Mitte ist eine Kugel mit viel rötlicheren Sternen. Diese sind wahrscheinlich wesentlich älter. Dazwischen ist ein fast völlig dunkler Spalt.

Wie Hoags Objekt entstand, ist nicht bekannt. Inzwischen wurden ähnliche Objekte entdeckt. Sie werden kollektiv als Ringgalaxien bezeichnet. Eine Entstehungshypothese vermutet eine Galaxienkollision vor Milliarden Jahren. Dazu kommt der Gravitationseffekt eines inzwischen verschwundenen Zentralbalkens.

Dieses Bild entstand im Juli 2001 mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt beispiellose Details in Hoags Objekt. Aktuelle Beobachtungen im Radiobereich lassen vermuten, dass Hoags Objekt in den letzten Milliarden Jahren keine kleinere Galaxie aufgenommen hat.

Hoags Objekt ist etwa 100.000 Lichtjahre groß. Es ist etwa 600 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Schlange (Serpens). Zufällig ist im Spalt etwa bei der Ein-Uhr-Position eine zweite, viel weiter entfernte Ringgalaxie zu sehen.

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Jahreszeiten auf Saturn

Das Bildmosaik zeigt 5 Ansichten von Saturn, die zu verschiedenen Jahreszeiten aufgenommen wurden. Links unten sind die Ringe sehr schmal, rechts oben sind sie weit geöffnet.

Bildcredit: R. G. French (Wellesley College) et al., NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA)

Die Achse von Saturn ist geneigt. Daher gibt es bei seinem Umlauf um die Sonne Jahreszeiten, ähnlich wie auf dem Planeten Erde, … doch Saturns Jahreszeiten dauern länger als sieben Jahre. Welche Jahreszeit ist jetzt gerade auf Saturn?

Die Neigung der Saturnringe, die um den Äquator kreisen, bietet eine ziemlich plastische Darstellung der Jahreszeiten. 2009 waren die Saturnringe fast von der Kante zu sehen, bis 2016 werden die sie jedes Jahr deutlicher wahrnehmbar. Der Ringplanet steht am Abendhimmel, daher haben wir eine prächtige Sicht, während auf der Nordhalbkugel Saturns der Sommer beginnt und der Winter den Süden erreicht.

Das Weltraumteleskop Hubble fotografierte diese Bildfolge in Zeitabständen von etwa einem Jahr. Die linke Aufnahme entstand 1996, die rechte im Jahr 2000. Obwohl die Saturnringe massiv wirken, sind sie wahrscheinlich weniger als 50 Meter dick. Sie bestehen aus einzeln kreisenden Eis- und Gesteinsteilchen. Ihre Größe reicht von Sandkörnchen bis scheunengroßen Brocken.

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Plutos neu entdeckte Monde bekommen Namen

Das Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt in der Mitte Pluto und Charon, außen sind die Monde Kerberos, Styx, Hydra und Nix. Ihre Bahnen wurden grafisch ergänzt.

Bildcredit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI-Institut)

Plutos neu entdeckte Monde haben nun Namen. Die neu entdeckten Plutomonde Nummer vier und fünf waren bisher als P4 und P5 bekannt. Die Internationale Astronomische Union gab ihnen die Namen Kerberos und Styx.

2015 ist der Vorbeiflug der Sonde New Horizons an Pluto geplant. Bei der Vorbereitung dafür wurden 2011 und 2012 die kleinen Monde mit dem Weltraumteleskop Hubble entdeckt.

Kerberos wurde nach dem vielköpfigen Hund der griechischen Mythologie benannt, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Styx erhielt seinen Namen von jener Gottheit, die den mythologischen Fluss zwischen Erde und Unterwelt überblickt. Beide Spitznamen stehen in einer Beziehung zu Pluto, der die mythologische Unterwelt regiert.

Weil ihr Reflexionsvermögen nicht bekannt ist, ist die Größe jedes Mondes ziemlich unklar. Doch beide sind grob geschätzt etwa 20 Kilometer groß. Die Roboterraumsonde New Horizons passiert Pluto voraussichtlich 2015. Dann schickt sie die ersten Bilder aus der Nähe des Zwergplaneten und seiner Begleiter.

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NGC 6384: Spirale hinter den Sternen

Im Bild breitet sich die Zentralregion der Galaxie NGC 6384 aus. Die Spiralgalaxie liegt im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Das Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt prächtige Spiralarme und eine gelbliche diffuse Zentralregion.

Bildcredit: ESA, Hubble, NASA

Das Universum ist voller Galaxien. Doch um sie zu sehen, müssen Astronomen hinter die Sterne unserer Milchstraße blicken. Dieses farbige Porträt des Weltraumteleskops Hubble zeigt die Spiralgalaxie NGC 6384. Sie ist etwa 80 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Schlangenträger. In dieser Entfernung ist NGC 6384 etwa 150.000 Lichtjahre breit. Die Hubble-Nahaufnahme zeigt einen Ausschnitt der Zentralregion dieser Galaxie. Er ist etwa 70.000 Lichtjahre breit.

Das scharfe Bild zeigt Details in den blauen Sternhaufen der fernen Galaxie. Die prächtigen Spiralarme sind von Staubbahnen gesäumt. Der helle Kern wird von gelblichem Sternenlicht geprägt. Die Einzelsterne im Bild befinden sich allesamt im relativ nahen Vordergrund. Sie gehören zu unserer Galaxis. Die helleren Sterne der Milchstraße zeigen auffällige Lichtkreuze, sie entstehen im Teleskop.

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