Hubble zeigt, wie Jupiters Roter Fleck schrumpft

Der Planet Jupiter ist sehr detailreich abgebildet. Rechts unter dem Äquator ist der Rote Fleck, der im Vergleich zu älteren Aufnahmen stark geschrumpft ist.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, STScI; Bearbeitung: Karol Masztalerz

Was wird aus dem großen Roten Fleck auf Jupiter? Der Gasriese Jupiter ist die größte Welt im Sonnensystem. Er besitzt etwa 320 Erdmassen. Jupiter hat eines der größten und beständigsten Sturmsysteme, die wir kennen. Es ist der große Rote Fleck (GRF) links. Der GRF ist zwar geschrumpft, dennoch ist er noch so groß, dass die Erde hineinpasst. Ein Vergleich mit historischen Aufnahmen lässt vermuten, dass der Sturm nur noch etwa ein Drittel des Bereichs auf der Oberfläche bedeckt, den er vor 150 Jahren ausfüllte.

Das Programm Outer Planets Atmospheres Legacy (OPAL) der NASA untersuchte den Sturm kürzlich mit dem Weltraumteleskops Hubble. Dieses OPAL-Bild von Hubble zeigt Jupiter im Jahr 2016. Es wurde so bearbeitet, dass rote Farbtöne sehr lebendig wirken. Aktuelle GRF-Daten belegen, dass der Sturm weiterhin schrumpft. Gleichzeitig wird er etwas höher. Niemand kennt die Zukunft des GRFs. Es ist auch gut möglich, dass – wenn dieser Trend des Schrumpfens anhält – mit dem GRF eines Tages dasselbe passiert wie mit den kleineren Flecken auf Jupiter – er verschwindet ganz.

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NGC 7635: Der Blasennebel

Im rot gehaltenen Bild befindet sich in der Mitte ein Gebilde, das an eine Seifenblase erinnert. Es ist jedoch ein runder Nebel.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis-Team; neu bearbeitet von Maksim Kakitsev

Der Wind eines massereichen Sterns blies diese interstellare Erscheinung auf. Sie hat eine überraschend vertraute Form und ist als NGC 7635 katalogisiert. Man kennt sie auch schlicht als Blasennebel.

Die Blase ist 7 Lichtjahre groß. Sie wirkt zwar zart, ist aber ein Hinweis, dass gewaltsame Prozesse im Gange sind. Links über der Blasenmitte befindet sich ein heißer O-Stern. Seine Leuchtkraft und Masse sind mehrere Hunderttausend Mal größer als die Sonne. Der heftige Sternenwind und die intensive Strahlung des Sterns stemmten das Gebilde aus leuchtendem Gas in das dichtere Material einer umgebenden Molekülwolke.

Der faszinierende Blasennebel und der Wolkenkomplax, der ihn umgibt, sind ungefähr 7100 Lichtjahre entfernt. Sie liegen im stolzen Sternbild Kassiopeia. Für dieses Bild wurden Daten des Weltraumteleskops Hubble aus dem Jahr 2016 überarbeitet. Die intensive schmalbandige Strahlung ist hier in einem Farbschema dargestellt, das ungefähr den echten Farben entspricht.

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M57: Der Ringnebel

Der Ringnebel M57 ist einer der bekanntesten Ringe am Himmel. Vermutlich ist er ein relativ dichter Torus, den wir von oben sehen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisarchiv; Komposition: Giuseppe Donatiello

Nach den Saturnringen ist der Ringnebel M57 der wohl berühmteste Himmelsreifen. Seine klassische Erscheinung ist vermutlich der Perspektive geschuldet. Die jüngste Kartierung der 3-D-Struktur des expandierenden Nebels basiert zum Teil auf diesem scharfen Hubblebild. Sie zeigt, dass der Nebel ein relativ dichter Ring ist, ähnlich wie ein Lochkrapfen, der um eine Wolke in Form eines Footballs aus leuchtendem Gas geschlungen ist. Von der Erde aus sehen wir die Längsachse des Football entlang und von oben auf den Ring.

Dieser planetarische Nebel ist gut untersucht. Das leuchtende Material stammt natürlich nicht von Planeten. Vielmehr ist er die gasförmige Hülle eines vergehenden Sterns, der einst ähnlich war wie die Sonne und der seine äußere Schicht abgestoßen hat. Jetzt ist er ein winziger Lichtpunkt mitten im Nebel. Das intensive ultraviolette Licht des heißen Zentralsterns ionisiert die Gasatome.

Der Ringnebel ist etwa ein Lichtjahr lang und 2000 Lichtjahre entfernt.

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Blick auf NGC 3344

Eine Spiralgalaxie füllt das Bild. Innen schimmern gelbliche Sterne, in den Spiralarmen liegen viele Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung.

Bildcredit: ESA / Hubble und NASA

An unserem Aussichtspunkt in der Milchstraße sehen wir NGC 3344 von oben. Die große, schöne Spiralgalaxie ist fast 40.000 Lichtjahre groß. Sie ist nur 20 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Kleiner Löwe.

Die mehrfarbige Nahaufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Sie wurde in Wellenlängen von nahem Infrarot bis Ultraviolett aufgenommen. In NGC 3344 sind erstaunliche Details erkennbar. Das Bild zeigt etwa 15.000 Lichtjahre der Zentralregion der Spirale. Vom Kern nach außen wechseln die Farben der Galaxie. Das gelbliche Licht alter Sterne färbt das Zentrum. An den losen, bruchstückhaften Spiralarme sind junge, blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen angeordnet. Die hellen, gezackten Sterne sind natürlich näher als NGC 3344. Sie liegen weit in unserer Milchstraße.

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Zufallsblitz – ein Kandidat für den bisher fernsten Stern

Die Markierung im linken Bild zeigt einen besonderen Stern, der in den Einschüben rechts markiert ist. Im oberen Bild von 2011 ist an der Stelle kein Stern, im unteren Bild von 2016 tauchte er wie aus dem Nichts auf.

Bildcredit: NASA, ESA und P. Kelly (U. Minnesota) et al.

Stammt dieser Blitz vom fernsten Stern, den wir je gesehen haben? Auf Bildern des Weltraumteleskops Hubble wurde zufällig ein unerwarteter Lichtblitz entdeckt. Er ist vielleicht nicht nur ein ungewöhnliches Ereignis, bei dem eine Gravitationslinse entstand. Es kann sein, dass er das Bild eines normalen Sterns ist, der 100 Mal weiter entfernt ist als jeder Stern, der bisher einzeln abgebildet wurde.

Das Bild zeigt links viele gelbliche Galaxien im Galaxienhaufen. Ein Quadrat zeigt, wo 2016 eine Quelle auftauchte, die 2011 nicht erkennbar war. Spektrum und Veränderlichkeit der Quelle passen seltsamerweise nicht zu einer Supernova. Stattdessen passen sie eher zu einem normalen blauen Überriesenstern, der durch mehrere ausgerichtete Gravitationslinsen etwa 2000-fach vergrößert wurde. Diese Quelle wird Icarus genannt. Sie befindet in einer Galaxie, die weit hinter dem Galaxienhaufen im fernen Universum liegt. Ihre Rotverschiebung beträgt 1,5.

Nehmen wir an, die Linse wurde korrekt interpretiert und Icarus ist kein explodierender Stern. Dann liefern weitere Beobachtungen dieses Sterns und anderer Sterne, die ähnlich vergrößert sind, vielleicht Information, wie viel stellare und Dunkle Materie es in diesem Galaxienhaufen und im Universum gibt.

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NGC 602 und seine Umgebung

Wie kleine Juwelen auf einem Samttuch glitzern die Sterne des offenen Sternhaufens NGC 602 mitten im Bild. Sie sind von einer Nebelwolke umgeben, die von den Sternen zurückgedrängt wurde.

Bildcredit: Röntgen – Chandra: NASA/CXC/Univ.Potsdam/L.Oskinova et al; Optisch – Hubble: NASA/STScI; Infrarot – Spitzer: NASA/JPL-Caltech

Der Sternhaufen NGC 602 ist 5 Millionen Jahre jung. Er liegt am Rande der Kleinen Magellanschen Wolke, das ist Begleitgalaxie der Milchstraße, die etwa 200.000 Lichtjahre entfernt ist. Dieses faszinierende Hubblebild der Region wurde durch Bilder in Röntgenlicht von Chandra sowie Infrarot von Spitzer erweitert. Darauf liegt NGC 602 inmitten von Staub und Gas, in dem er entstand.

Die fantastischen Ränder und zurückgefegten Formen sind starke Hinweise, dass die energiereiche Strahlung und die Stoßwellen der massereichen jungen Sterne in NGC 602 die staubige Materie erodiert haben. Dabei lösten sie eine fortschreitende Sternbildung aus, die vom Haufenzentrum auswärts wandert.

Das Bild ist in der geschätzten Entfernung der Kleinen Magellanschen Wolke ungefähr 200 Lichtjahre breit. Diese scharfe, vielfarbige Ansicht zeigt auch ein reizendes Sortiment an Galaxien im Hintergrund. Sie liegen Hunderte Millionen Lichtjahre oder mehr hinter NGC 602.

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M1: Die Krabbe im All

Eine helle Struktur in der Bildmitte ist von blauen und violetten Nebeln umgeben. Die Farben sind nicht echt. Zwei konzentrische Ellipsen leuchten mitten im Bild, nach links unten strömt ein heller Strahl. Er ist etwa so lang, wie die größere Ellipse hoch ist.

Bildcredit: NASA – Röntgen: CXC, Optisch: STScI, Infrarot: JPL-Caltech

Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert. Er ist das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste von Dingen, die keine Kometen sind. Heute weiß man, dass die Krabbe der Überrest einer Supernova ist. Sie besteht aus Resten, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns übrig blieben. Sie treiben auseinander.

Das faszinierende Bild in Falschfarben kombiniert Daten der Weltraumteleskope Chandra, Hubble und Spitzer. Sie erforschen die Wolke der Trümmer in Röntgen (blau-weiß), sichtbarem Licht (violett) und Infrarot (rosarot).

Der Krebsnebel ist eines der exotischsten Objekte, das Forschende heute kennen. Innen ist ein Neutronenstern, der 30-mal pro Sekunde rotiert. Es ist der helle Punkt nahe der Bildmitte. Der kollabierte Überrest des Sternkerns wirkt wie ein kosmischer Dynamo. Er liefert die Energie für die Strahlung der Krabbe, die im gesamten elektromagnetischen Spektrum leuchtet. Der Krebsnebel ist ungefähr 12 Lichtjahre groß. Er ist 6500 Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Stier.

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Duale Teilchenströme in Herbig-Haro 24

Hinter einem dicken Staubwulst ist ein Protostern verborgen. Doch zwei Strahlen, die er in entgegengesetzte Richtungen in seiner Rotationsachse ausstößt, verraten ihn. Die Ströme erinnern an ein Laserschwert mit zwei Strahlen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA)/Hubble-Europe-Kollaboration; Danksagung: D. Padgett (NASA’s GSFC), T. Megeath (U. Toledo), B. Reipurth (U. Hawaii)

Diese beiden kosmischen Strahlen erinnern an ein Lichtschwert mit Doppelklinge. Doch sie strömen aus einem neu entstandenen Stern in einer Galaxie in unserer Nähe. Die faszinierende Szene entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble. Sie zeigt einen Ausschnitt des Objekts Herbig-Haro 24 (HH 24), der ungefähr ein halbes Lichtjahr lang ist. HH 24 ist etwa 1300 Lichtjahre entfernt und liegt im Orion-B-Molekülwolkenkomplex, in dem Sterne entstehen.

Den zentralen Protostern in HH 24 sehen wir nicht direkt. Er ist von kaltem Staub und Gas in einer flachen, rotierenden Akkretionsscheibe umgeben. Wenn Materie aus der Scheibe auf das junge stellare Objekt fällt, wird sie aufgeheizt. Die schmalen, energiereichen Strahlen werden in der Rotationsachse des Systems ausgestoßen und liegen einander gegenüber. Sie dringen durch die interstellare Materie in der Region. Dabei bilden sie eine Serie leuchtender Stoßfronten.

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