Erdaufgang: Eine Videorekonstruktion


Bildcredit: NASA, SVS, Besatzung Apollo 8; Leitanimator: Ernie Wright; (USRA); Musik: Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach

Beschreibung: Ungefähr 12 Sekunden nach Beginn dieses Video geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Erde geht auf. Noch nie hatten Menschen das gesehen. Der Erdaufgang über dem Mondrand ereignete sich morgen vor 50 Jahren, er überraschte und erstaunte die Besatzung von Apollo 8. Alle sammelten sich sofort, um Standbilder der atemberaubenden Aussicht zu fotografieren, welche ihnen die Bahn von Apollo 8 um den Mond bot.

Dieses Video ist eine moderne Rekonstruktion des Ereignisses, es zeigt, was man gesehen hätte, wenn es mit einer modernen Kamera gefilmt worden wäre. Die farbenprächtige Kugel unserer Erde ragt als vertrautes Bild auf, während sie über einer fernen, fremdartigen Mondlandschaft aufgeht. Die Szenerie ist von der Idee her die Umkehrung eines von der Erde aus beobachteten, alltäglichen Mondaufganges. Viele sahen in der Szene auch ein Symbol der gesamten Menschheit: Diese große blaue Murmel – das sind wir – wir alle leben dort.

Das Zwei-Minuten-Video ist keine Zeitrafferanimation – es zeigt, wie die Erde im Fenster von Apollo 8 in Echtzeit aufgeht. Sieben Monate und drei Missionen später würden die Astronauten von Apollo 11 nicht nur um den Erdmond kreisen, sondern darauf landen.

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Dezember-Komet Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Beschreibung: Komet 46P Wirtanen, der Mitte Dezember näherkommt, hängt an diesem sternklaren Himmel über dem Glockenturm einer romanischen Kirche. Dieses konstruierte vertikale Panorama aus einer Serie digitaler Aufnahmen vom 3. Dezember von Sant Llorenç de la Muga in Girona in Katalonien (Spanien, Planet Erde) zeigt seine grünliche Koma.

Die Umlaufzeit des periodischen Kometen beträgt etwa 5,4 Jahre. Am 12. Dezember erreicht er sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne. Am 16. Dezember kommt er der Erde am nächsten und passiert sie in einer Entfernung von etwa 11,6 Millionen Kilometer oder 39 Lichtsekunden. Das ist für einen Kometen sehr nahe, ungefähr die 30-fache Entfernung Erde-Mond. Wirtanen ist ein gutes Fernglasziel für Kometenbeobachter und könnte an Orten mit dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar werden. Sie finden ihn am 16. Dezember nach der Abenddämmerung am Himmel im Sternbild Stier in der Nähe des Sternhaufens Plejaden.

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Observatorium auf dem Mond zeigt die Erde in UV-Licht

Das Bild wirkt abstrakt, weil es in kräftigen Farben gehalten ist - Blau, Rot, Grün und Gelb. Die rechte Seite zeigt die Tagseite der Erde, links auf der Nachtseite sind Polarlichter zu erkennen. Das Bild entstand auf der Oberfläche des Mondes bei der Mission Apollo 16.

Bildcredit: G. Carruthers (NRL) et al., Far UV Camera, Apollo 16, NASA

Welcher Planet ist das? Es ist die Erde. Diese Falschfarben zeigen, wie die Erde in Ultraviolettlicht (UV) aussieht. Das Bild ist historisch, denn es wurde auf der Oberfläche des Mondes vom einzigen Mondobservatorium der Menschheit aufgenommen.

Es gelangt zwar nur sehr wenig UV-Licht durch die Erdatmosphäre, doch das wenige durchdringende Sonnenlicht kann einen Sonnenbrand verursachen. Der Teil der Erde, der zur Sonne zeigt, reflektiert viel UV-Licht.

Aber noch interessanter ist die Seite, die von der Sonne wegweist. Die Bänder an UV-Emissionen, die man hier sieht, stammen von Polarlichtern. Diese werden von geladenen Teilchen verursacht, die die Sonne ausstößt. Auch auf anderen Planeten sieht man Polarlichter in UV-Licht, zum Beispiel auf Mars, Saturn, Jupiter und Uranus.

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Apollo 12 besucht Surveyor 3

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Bildcredit: Besatzung Apollo 12, NASA

Apollo 12 war die zweite Mission, bei der Menschen auf dem Mond landeten. Der Landeplatz lag in der Nähe der Raumsonde Surveyor 3, die drei Jahre zuvor auf dem Mond gelandet war. Das Foto wurde von Alan Bean, dem Piloten der Landefähre, fotografiert. Es zeigt, wie Pete Conrad, der Kommandant der Mission, an der Raumsonde Surveyor rüttelt, um zu sehen, wie fest sie steht. Hinten am Horizont steht das Mondlandemodul.

Apollo 12 brachte viele Bilder und Mondgestein zur Erde. Einige der Ziele, die bei Apollo 12 erreicht wurden, zählte die Aufstellung des Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALSEP). Es führte viele Experimente durch. Unter anderem vermaß es den Sonnenwind.

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Der erste Raketenstart auf Cape Canaveral

Eine kleine Schar Fotografen und Filmemacher dokumentiert den Start der ersten Rakete auf Cape Canaveral. Das Bild ist Schwarz-weiß, die kleine Rakete steigt in der Mitte auf einem Feuerstrahl auf und wirbelt auf dem Boden eine Menge Staub auf.
Bildcredit: NASA

Im Jahr 1950 startete die erste Rakete auf Cape Canaveral in Florida. Es war der hier gezeigte Bumper V-2. Damit begann ein neues Kapitel der Raumfahrt. Die Basis des ehrgeizigen Programms für zweistufige Raketen war eine V-2-Rakete. Darauf war eine WAC-Corporal-Rakete montiert. Die Oberstufe erreichte damals eine Höhe von fast 400 Kilometern. Das war ein Rekord und höher als die Bahn der Internationalen Raumstation ISS.

Die General Electric Company leitete die Starts von Bumper V-2. Bumper V-2. Dabei wollte man Raketensysteme testen und die obere Atmosphäre erforschen. Die Bumper-V-2-Raketen transportierten kleine Nutzlasten. Diese maßen unter anderem die Lufttemperatur oder den Einfluss der kosmischen Strahlung.

Sieben Jahre später startete die Sowjetunion Sputnik I und Sputnik II. Sie waren ersten Satelliten im Erdorbit. Als Reaktion darauf wurde 1958 in den USA die NASA gegründet. Das war heute vor 60 Jahren.

Jubiläum: 60 Jahre NASA – und es geht weiter

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Äquinoktium: Analemma über den Steinen von Callanish

Hinter den Steinen von Callanish geht die Sonne auf. Die Schatten der Monolithe fallen nach vorne auf die grüne Wiese. Am blauen Himmel ist ein Muster aus Sonnenpunkten, das eine 8-förmige Schleife bildet. Es ist ein Analemma.
Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Petricca

Kehrt die Sonne jeden Tag zur selben Zeit zum selben Punkt am Himmel zurück? Nein. Eine visuelle Antwort liefert ein Analemma. Das ist ein Komposit aus Bildern, die im Laufe eines Jahres regelmäßig am selben Ort immer zur gleichen Zeit fotografiert werden. Die Bilder für dieses Analemma entstanden alle paar Tage um 4 Uhr nachmittags bei Callanish. Es ist ein Dorf auf den Äußeren Hebriden. Diese Inseln gehören zu Schottland im Vereinigten Königreich.

Vorne stehen die Steine von Callanish. Der Steinkreis entstand um 2700 v. Chr. in der Bronzezeit. Ob die Platzierung der Callanish-Steine eine astronomische Bedeutung hatte oder hat, ist nicht bekannt. Die Achterschleife eines Analemmas entsteht, weil die Erdachse geneigt ist. Außerdem ist die Bahn der Erde um die Sonne elliptisch. Zu den Sonnenwenden steht die Sonne am oberen oder unteren Ende des Analemmas. Die Äquinoktien liegen bei den Mittelpunkten des Analemmas, nicht beim Schnittpunkt.

Heute um 3:54 Uhr MESZ (1:54 UT) ist Äquinoktium („gleiche Nacht“). Dann sind Tag und Nacht auf dem ganzen Planeten Erde fast gleich lang. Viele Kulturen feiern zum Äquinoktium die Änderung der Jahreszeit.

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Die Milchstraße über der Trolltunga

Über einem Fluss, in dem sich der Himmel spiegelt, steigen steile Felswände auf. Vorne ragt Trolltunga über den Abgrund. Am Horizont stehen Berge, darüber steigt die Milchstraße senkrecht am sternklaren Himmel auf.
Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Nach einer langen Reise kam die Trollzunge in Sicht. Es ging zehn Stunden über steiniges Gelände. Ganze drei Reisen waren nötig, um die Felszunge bei klarem Nachthimmel zu fotografieren.

Trolltunga ist ein malerischer Felsvorsprung in der Nähe des Ringedalsvatnet in Norwegen. Er ragt in einer Höhe von etwa 700 Meter über gebirgige Klippen hinaus. Der Überhang ist Milliarden Jahre alt, ein gewachsener Fels aus dem Präkambrium. Vor etwa 10.000 Jahren schürften ihn die Gletscher bei einer Eiszeit aus.

Das Bild wurde aus zwei Aufnahmen kombiniert. Ein Bild zeigt die Erde im Vordergrund. Es wurde 15 Sekunden belichtet. 40 Minuten später folgte eine 87 Sekunden belichtete Aufnahme des Himmels dahinter. Tausende erkennbarer Sterne sprenkeln die gestirnte Landschaft. Dazu kommen Milliarden nicht aufgelöster Sterne im fast senkrechten Band der Milchstraße.

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Strichspuren und die Bracewell-Radiosonnenuhr

Vorne in der Mitte steht eine Säule mit einer glänzenden metallischen Kugel. Dahinter sind Säulen und Radioteleskope angeordnet. Der Blick geht nach Norden. Am Himmel ziehen die Sterne Bögen um den Polarstern.
Bildcredit und Bildrechte: Miles Lucas am NRAO

Eine Sonnenuhr misst die Rotation der Erde. Dabei wirft die Sonne einen Schatten, der die Tageszeit zeigt. Diese Sonnenuhr am Very Large Array VLA in New Mexico erinnert an die Geschichte der Radio-Astronomie und an den Pionier Ronald Bracewell. Das VLA ist eine Anordnung von Radioteleskopen.

Die Radio-Sonnenuhr entstand aus Teilen einer Anordnung von Radioteleskopen. Damit wurde die Sonne vermessen. Bracewell baute sie zuerst beim Campus der Universität Stanford. Als die erste Mondlandung geplant wurde, kamen auch diese Daten zum Einsatz. Gäste und Forschende der Radio-Astronomie signierten die Säulen. Zwei davon hatten einen Nobelpreis.

Die meisten Sonnenuhren haben in der Mitte einen Gnomon. Sein Schatten fällt auf die Markierungen für die Sonnenzeit des Tages. Manche Uhren zeigen auch die Sonnenwenden und die Tagundnachtgleiche. Die Marken der Radio-Sonnenuhr sind auch nach der lokalen Sternzeit angeordnet. Sie zeigen auch die unsichtbaren Radioschatten von drei hellen Radioquellen am Himmel. Es sind der Supernovaüberrest Cassiopeia A, die aktive Galaxie Cygnus A und die aktive Galaxie Centaurus A.

Die Sternzeit nennt man auch siderische Zeit. Dabei misst man die Rotation der Erde an den Sternen und fernen Galaxien. Dieses Bild zeigt, wie sich die Erde dreht. Es wurde eine Stunde belichtet. Über Bracewells Radio-Sonnenuhr ziehen die Sterne konzentrische Spuren um den Nordpol am Himmel.

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