Der Kampf in NGC 3256

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Bildcredit und Lizenz: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble

Beschreibung: Eine ungewöhnlich helle Zentralregion, wirbelnde Staubbahnen und ausladende Gezeitenschweife prägen die merkwürdige Galaxie NGC 3256, die das Nachspiel einer wahrhaft kosmischen Kollision ist. Der 500 Millionen Jahre alte Kampf zweier getrennter Galaxien reicht auf diesem scharfen Hubblebild etwa 100.000 Lichtjahre weit.

Wenn zwei Galaxien kollidieren, passiert das selten mit Einzelsternen, sondern riesige galaktische Wolken aus Molekülgas und Staub wechselwirken. Dabei beginnen eindrucksvolle Sternbildungsausbrüche. Die beiden ursprünglich spiralförmigen Galaxien hatten vor diesem Galaxienkampf ähnliche Massen. Ihre Scheiben sind nicht mehr getrennt, und die beiden Galaxienkerne sind hinter undurchsichtigem Staub verborgen. Auf einer Zeitskala von wenigen Hundert Millionen Jahren verschmelzen wahrscheinlich auch ihre Kerne, wenn aus NGC 3256 eine einzelne, große elliptische Galaxie wird.

NGC 3256 liegt fast 100 Millionen Lichtjahre entfernt im südlichen Segelsternbild Vela. Das Bildfeld enthält viele noch weiter entfernte Galaxien im Hintergrund und gezackte Sterne im Vordergrund.

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Die Galaxie NGC 474: Schalen und Sternströme

Die Galaxie mitten im Bild ist von eigentümlichen Schalen umgeben. Rechts daneben ist eine kleinere Galaxie, die eher gewöhnlich aussieht. Im Vordergrund sind unterschiedlich große Sterne verteilt.

Bildcredit: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Was passiert mit der Galaxie NGC 474? Sie hat unerwartete vielfache Schichten, die seltsam komplex schimmern. Auf Bildern mit weniger Details wirkt die elliptische Galaxie relativ strukturlos. Derzeit wissen wir nicht, wie die Hüllen entstehen. Vielleicht handelt es sich um Gezeitenschweife und Reste, die in den vergangenen Milliarden Jahren von vielen kleinen Galaxien übrig geblieben sind.

Doch vielleicht sind die Hüllen ähnlich wie Wellen in einem Teich. Bei der Kollision mit der Spiralgalaxie NGC 474, die noch andauert, sind Dichtewellen entstanden, die sich im galaktischen Riesen ausbreiten.

Was auch immer die Ursache ist – zumindest ist man sich zunehmend darüber einig, dass wenigstens einige elliptische Galaxien in jüngster Vergangenheit entstanden sind. Das zeigt auch dieses Bild. Die äußeren Höfe der meisten großen Galaxien sind nicht ebenmäßig, sondern haben viele Schichten. Sie entstehen, wenn größere Galaxien mit kleineren Galaxien in der Nähe wechselwirken und sie einlagern. Auch Hof um unsere Milchstraße hat unerwartet viele Schichten.

NGC 474 ist ungefähr 250.000 Lichtjahre breit. Die Distanz beträgt 100 Millionen Lichtjahre. Sie befindet sich im Sternbild Fische (Pisces).

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NGC 2623: Hubble zeigt, wie Galaxien verschmelzen

Zwei Galaxien bilden ein verworrenes Knäul, aus dem links und rechts gebogene Gezeitenschweife ausgeschleudert werden. Das ganze Gewirr ist von blauen Sternen geprägt, die erst kürzlich entstanden sind.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Wo entstehen Sterne, wenn Galaxien kollidieren? Um das klären, nahm das Weltraumteleskop Hubble die nahe Verschmelzung der Galaxien in NGC 2623 auf. Neben Hubblebildern von NGC 2623 werden auch Bilder im Infrarotlicht des Weltraumteleskops Spitzer untersucht. Aufnahmen im Röntgenlicht stammen von XMM-Newton und Bilder im Ultraviolettlicht von GALEX. Dabei zeigt sich, dass die beiden ursprünglichen Spiralgalaxien nun stark gefaltet wirken. Ihre Kerne vereinten sich zu einem aktiven galaktischen Kern.

Der Kern liegt mitten im Bild. In seiner Nähe und an den gedehnten Gezeitenschweifen, die an beiden Seiten herauslaufen, geht die Sternbildung weiter. Auch in einer Region links über dem Kern gibt es Haufen heller blauer Sterne. Das war etwas überraschend. Wenn Galaxien kollidieren, dauert das oft Hunderte Jahrmillionen. Das wird durch Gravitation ausgelöst und gesteuert. Die Galaxien erfahren dabei mehrere zerstörerische Annäherungen.

NGC 2623 ist auch als Arp 243 bekannt. Sie ist 50.000 Lichtjahre breit und liegt zirka 250 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Krebs. Oft ist es schwierig oder sogar unmöglich, die ursprünglichen Galaxien und den Ablauf ihrer Verschmelzung zu rekonstruieren. Doch es ist wichtig, um besser zu verstehen, wie sich unser Universum entwickelt hat.

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M51: Die Strudelgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Weather and Sky Photography)

Suche den großen Wagen. Dann folge vom Kasten aus der Deichsel bis zum letzten hellen Stern. Schiebe das Teleskop ein Stück nach Südwesten. Dort findest du dieses faszinierende Paar wechselwirkender Galaxien. Es ist der 51. Eintrag in Charles Messiers berühmtem Katalog.

Die große Galaxie hat eine gut definierte Spiralstruktur. Sie ist vielleicht der ursprüngliche Spiralnebel und auch als NGC 5194 katalogisiert. Ihre Spiralarme und Staubbahnen ziehen klar über ihre Begleitgalaxie NGC 5195 (unten). Das Paar ist etwa 31 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt offiziell im kleinen Sternbild Jagdhunde.

M51 wirkt blass und verschwommen, wenn man sie mit dem Auge betrachtet. Doch auf so detailreichen Bildern sieht man plakative Farben und blasse Ablagerungen um die kleine Galaxie, die durch Gezeiten entstanden sind.

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Eclipsosaurus Rex

Hinter der Statue eines Dinosauriers in Wyoming leuchtet eine totale Sonnenfinsternis am fast wolkenlosen Himmel. Der dunkle Mond ist von einer strahlenden Korona umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (MrEclipse.com)

Wir leben in einer Epoche, in der es totale Sonnenfinsternisse gibt, weil die scheinbare Größe des Mondes genau die Sonne bedecken kann. Doch der Mond entfernt sich langsam vom Planeten Erde. Messungen zeigten, dass er sich wegen der Gezeitenreibung um etwa 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt.

In etwa 600 Millionen Jahren hat sich der Mond so weit entfernt, dass die Mondscheibe zu klein ist, um die Sonne ganz zu bedecken. Dann sehen wir auf dem Planeten Erde nur noch ringförmige Finsternisse. Dabei umgibt ein Feuerring die Silhouette des zu kleinen Mondes.

Vor 100 Millionen Jahren war der Mond etwas näher und wirkte am Himmel größer. Daher gab es im Zeitalter der Dinosaurier mehr totale Sonnenfinsternisse. Doch diese Statue eines Dinosauriers posierte vor einer aktuellen totalen Sonnenfinsternis. Eine automatische Kamera fotografierte ihn am 21. August bei der großen Finsternis in den USA. Der Dino steht vor dem Tate Geological Museum am Casper College in Wyoming.

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NGC 4449: Nahaufnahme einer kleinen Galaxie

Die irreguläre Galaxie im Bild ist von vielen rötlich und bläulich leuchtenden Sternhaufen überzogen.

Bildcredit und Bildrechte: DatenHubble-Vermächtnisarchiv, ESA, NASA; BearbeitungDomingo Pestana Galvan, Raul Villaverde Fraile

Am Himmel gibt es viele prächtige Spiralgalaxien. Sie bekommen oft mehr Aufmerksamkeit. An ihren geschwungenen Spiralarmen findet man häufig auffällige junge blaue Sternhaufen und rötliche Regionen mit Sternbildung. Doch auch kleine, irreguläre Galaxien wie NGC 4449 bilden Sterne.

NGC 4449 ist etwa 12 Millionen Lichtjahre entfernt. Das kleine Inseluniversum misst weniger als 20.000 Lichtjahre. Sein Durchmesser ist ähnlich wie die Große Magellansche Wolke (GMW), eine Begleitgalaxie der Milchstraße. Die beiden werden oft verglichen.

Diese Nahaufnahme stammt vom Weltraumteleskops Hubble. Sie zeigt die gut erforschte Galaxie. Das Bild wurde überarbeitet, es betont nun das verräterische rötliche Leuchten von Wasserstoff. Weite Regionen mit Sternbildung in NGC 4449 treten markant hervor. Manche davon sind sogar größer als jene in der GMW. Sie enthalten riesige interstellare Bögen und Blasen, die von kurzlebigen massereichen Sternen ausgehöhlt wurden.

NGC 4449 gehört zu einer Gruppe von Galaxien im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Sie ist die erste Zwerggalaxie, bei der ein Gezeitenstrom aus Sternen entdeckt wurde.

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Messier 63: Die Sonnenblumengalaxie

Die Galaxie, die mitten im Bild schwebt, wirkt ein wenig verschwommen. Sie besitzt gleichmäßig gewundene Spiralarme mit vielen Sternhaufen und Sternbildungsregionen. Das Zentrum leuchtet gelblich.

Bildcredit und Bildrechte: DatenHubble-Vermächtnisarchiv, Subaru-Teleskop (NAOJ), Don Goldman; BearbeitungRobert Gendler, Roberto Colombari, Don Goldman

Messier 63 ist eine helle Spiralgalaxie am nördlichen Himmel. Sie ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im treuen Sternbild Jagdhunde. Das majestätische Inseluniversum ist auch als NGC 5055 katalogisiert. Es misst 100.000 Lichtjahre. Damit ist es etwa so groß wie unsere Milchstraße.

M63 ist landläufig als Sonnenblumengalaxie bekannt. Dieses scharfe Kompositbild entstand aus Teleskopbildern aus dem Weltraum und auf der Erde. Darauf hat sie einen hellen, gelblichen Kern und ausladende blaue Spiralarme. Sie sind von kosmischen Staubbahnen durchzogen und mit rosaroten Regionen mit Sternbildung gesprenkelt.

M63 ist ein markantes Mitglied einer bekannten Galaxiengruppe. Sie hat blasse, ausgedehnte Strukturen. Es sind wohl Sternströme von Begleitgalaxien, die von Gezeiten zerrissen wurden. M63 leuchtet im ganzen elektromagnetischen Spektrum. Vermutlich gab es in der Galaxie Ausbrüche intensiver Sternbildung.

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Die Galaxiengruppe Hickson 90

Mitten im Bild ist eine stark verzerrte Galaxie, die vor allem durch markante Staubbahnen im Vordergrund auffällt. Rechts darunter ist eine diffuse elliptische Galaxie.

Bildcredit: NASA; ESA, Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung: Oliver Czernetz

Als der kanadische Astronom Paul Hickson mit seinen Kollegen den Himmel nach Galaxien absuchte, entdeckten sie etwa 100 kompakte Galaxiengruppen. Diese werden nun passenderweise Hickson Compact Groups (HCGs) genannt.

Dieses scharfe Hubblebild zeigt HCG 90 überraschend detailreich. Sie ist eine dieser Galaxiengruppen. Bei drei Galaxien, von denen hier zwei zu sehen sind, zeigte sich, dass sie stark wechselwirken. In der Bildmitte ist eine staubige, gestreckte und verzerrte Spiralgalaxie. Zur Gruppe gehören noch zwei große elliptische Galaxien. Enge Begegnungen lösen heftige Sternbildung aus.

In kosmischen Zeiträumen führt der Zug der Gravitation bei dem Gerangel am Ende dazu, dass das Trio zu einer einzigen großen Galaxie verschmilzt. Diesen Prozess kennen wir heute als normalen Bestandteil in der Entwicklung von Galaxienen wie zum Beispiel unserer Milchstraße.

HCG 90 liegt im Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus). Sie ist ungefähr 100 Millionen Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist die Hubble-Ansicht etwa 40.000 Lichtjahre breit. Der Anblick kompakter Hickson-Gruppen lohnt sich auch auf der Erde, sogar mit kleineren Teleskopen.

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