Der Pfad der totalen Sonnenfinsternis im August 2017

Über die Karte von Nordamerika und Mexiko verläuft ein Streifen mit einem Strich in der Mitte, er zeigt den Pfad der Totalität bei der Sonnenfinsternis im August 2021.

Bildcredit: Fred Espenak (NASA’s GSFC), MrEclipse.com, Google Maps

Möchtet ihr eine totale Sonnenfinsternis sehen? Wenn ja, habt ihr Freunde oder Verwandte, die in der Nähe des Finsternispfades vom nächsten Sommer wohnen? Dann solltet ihr vielleicht einen Besuch für heute in einem Jahr vereinbaren.

Heute in genau einem Jahr läuft der Pfad einer totalen Sonnenfinsternis quer über die Vereinigten Staaten auf dem Kontinent Amerika. In ganz Nordamerika und Teilen von Südamerika sieht man zumindest eine partielle Sonnenfinsternis.

Das Bild zeigt eine Karte des Totalitätspfades. Sie wurde vom Finsternisexperten Fred Espenak am GSFC der NASA berechnet. Viele, die eine totale Sonnenfinsternis gesehen haben, erzählen den Rest ihres Lebens davon. Die letzte Finsternis, deren Pfad der Totalität teilweise über die kontinentalen USA verlief, fand 1979 statt. Die nächsten beiden sind 2024 und 2045 zu beobachten.

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Merkurtransit in 3D

Im Bild sind zwei Abbildungen der Sonne, vor denen der Planet Merkur schwebt. Durch Schielen kann man die Bilder in Einklang bringen, dann sieht man die Anordnung dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Am 9. Mai zog der innerste Planet Merkur vor der Sonne vorbei. Die Bilder zeigen das Ereignis zwar in nur zwei Dimensionen. Doch das Stereopaar bietet einen freisichtigen dreidimensionalen Blick auf den Transit. Die Bilder wurden in einem zeitlichen Abstand von 23 Minuten fotografiert. Für die Darstellung wurden sie so gedreht, dass Merkurs Position auf den beiden Bildern waagrecht versetzt ist.

Durch Merkurs Bahnbewegung entstand eine übertriebene Parallaxe. Sie simuliert den Blick durch ein Fernglas. Merkurs Bahngeschwindigkeit beträgt 47,4 km pro Sekunde. Man kann sie durchaus als flott bezeichnen. Daher legte der Planet zwischen den beiden Aufnahmen mehr als 65.000 km zurück.

Wenn man die Augen entspannt, bis sich beide Bilder decken, sieht man Merkurs winzige Silhouette nach vorne gerückt. Probiert es aus! Es hilft, wenn man den Text unter dem Bild zur Deckung bringt.

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Merkurs Transit

Die orangefarbene Sonne ist teilweise abgebildet, links und unten sieht man ihren Rand. Beim rechten Rand steht der Planet Merkur, er ist ein winziger schwarzer Kreis. Die Sonne ist von dunklen und hellen Fäden überzogen.

Bildcredit und Bildrechte: Howard Brown-Greaves

Am 9. Mai kreuzte Merkurs zierliche Scheibe – von der Erde aus gesehen – vor der Sonne. Das dauerte etwa 7½ Stunden. Im 21. Jahrhundert finden 14 Transite des innersten Planeten im Sonnensystem statt. Dieser Transit war der dritte. Die winzige Silhouette wurde in Fulham in London auf dem Planeten Erde fotografiert. Auf dem scharfen Bild teilt sie sich die gewaltige Scheibe der Sonne mit Protuberanzen, Filamenten und aktiven Regionen.

Merkurs runde Scheibe steht beim linken Rand. Er ist scheinbar der einzige dunkle Fleck, obwohl auf der Sonne Sonnenflecken verteilt sind, die so groß wie Planeten sind. Das Bild wurde mit H-alpha-Filter fotografiert. Dieser ist nur für den schmalen Bereich des roten Lichts von Wasserstoffatomen durchlässig. Dieses Licht betont die Chromosphäre, die über die Photosphäre hinausreicht. Die Photosphäre ist die normalerweise sichtbare Sonnenoberfläche.

Normalerweise erscheinen Regionen mit Sonnenflecken dunkel. Auf H-alpha-Bildern der Chromosphäre werden sie von hellen Klecksen betont. Diese hellen Kleckse werden als Sonnenfackeln, aber auch als Faculae oder Plages bezeichnet.

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Merkurtransit: Ein ungewöhnlicher Punkt auf der Sonne

Die Sonne schaut zwischen dunklen Wolken heraus. Man sieht nur einen kleinen Teil davon. Rechts unter einer Wolke ist ein winziger kreisrunder schwarzer Fleck. Es ist der Planet Merkur bei einem Merkurtransit.

Bildcredit und Bildrechte: David Cortner

Was ist der Punkt auf der Sonne? Wenn ihr genau hinseht, ist er fast perfekt rund. Der Punkt entstand 2006 bei einer ungewöhnlichen Sonnenfinsternis. Normalerweise verfinstert der Erdmond die Sonne. Diesmal war es der Planet Merkur.

Kurz vor einer Sonnenfinsternis wird der Mond eine immer dünnere Sichel. Das war auch bei Merkur der Fall, als er sich der Sichtlinie zur Sonne näherte. Am Ende sank Merkurs Phase auf null, und Merkur kreuzte als dunkler Fleck unseren Heimatstern.

Technisch gesehen ist das eine ringförmige Merkur-Sonnenfinsternis mit einem ungemein großen Feuerkranz. Auf den Ebenen auf Merkurs Nachtseite, die von Kratern übersät sind, hätte man die Erde in ihrer vollsten Phase gesehen.

Stunden später war Merkur auf seiner Bahn weitergezogen. Dann erschien wieder er wieder mit einer leichten Sichelphase. Dieses Bild entstand vor zehn Jahren. Die nächste Merkur-Sonnenfinsternis findet morgen statt.

NASA-Bericht: Merkur zieht morgen über die Sonne

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Merkurtransit-Ablauf

Rechts wandert der Planet Merkur beim Merkurtransit 2003 über die Sonnenscheibe. In der Mitte und rechts sind Sonnenflecken zu sehen. Der Rand der Sonne ist dunkler als die Mitte.

Bildcredit und Bildrechte: Dominique Dierick

Nächsten Montag sehen wir auf der Erde, wie Merkur über die Vorderseite der Sonne wandert. Das nennt man einen Transit. Der letzte Transit ereignete sich 2006. Die Ebene der Merkurbahn liegt nicht genau in der Bahnebene der Erde. Daher zieht Merkur normalerweise über oder unter der Sonne vorbei.

Dieser Ablauf in Zeitraffer wurde über ein Einzelbild montiert. Die Aufnahmen stammen von einem Balkon in Belgien. Sie zeigen den ganzen Transit vom 7. Mai 2003. Die Sonnenquerung dauerte über fünf Stunden. Somit liegen die oben gezeigten 23 Bilder je 15 Minuten auseinander.

Der Nordpol von Sonne, Erdbahn und Merkurbahn sind zwar unterschiedlich, doch im Bild zeigen alle leicht nach links. Nahe der Mitte und am rechten Rand seht ihr Sonnenflecken. Der nächste Merkurtransit nach Montag ereignet sich im Jahr 2019.

NASA-Bericht: 9. Mai 2016 – Merkurtransit der Sonne

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Die Sonne betrachten

Der Mond bedeckt die Sonne, während sie aufgeht. Am Horizont sind die Silhouetten von Beobachtenden vor der Sonne zu sehen. Auch Sonnenflecken verdunkeln den Zentralstern im Sonnensystem.

Bildcredit und Bildrechte: Steven Gilbert

Habt ihr kürzlich unseren Heimatstern betrachtet? Links oben verfinstert der Mond zum Teil die Sonne. Unten stehen Leute. Sie betrachten die Finsternis. Wir sehen sie als Silhouetten vor der Sonne.

Das Bild entstand 2012 in der Glen Canyon National Recreation Area. Der Nationalpark bei Page liegt im US-Bundesstaat Arizona. Parkwächter erklären interessierten Leuten das seltene Ereignis. Rechts unter der dunklen Mondscheibe ist auf der Sonne eine blasse Gruppe Sonnenflecken zu sehen.

Wenn der Mond die Sonne zum Teil verdeckt, ist das eine gute Gelegenheit, um die Sonne zu betrachten. Eine viel seltenere tolle Gelegenheit gibt es nächste Woche, wenn der Planet Merkur bei einem Merkurtransit die Sonne teilweise verfinstert.

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Volle Venus und Sichelmond gehen auf

Hinter den Silhouetten der Teleskope auf der Kanarischen Insel Teneriffa gehen Mond und Venus auf. Die schmale Mondsichel bedeckt dabei den Morgenstern. Von der schmalen Mondsichel sind drei Bilder zu sehen, von der Venus nur zwei.

Bildcredit und Bildrechte: A. Rosenberg, D. López (El Cielo de Canarias) / IAC

Der innere Planet Venus und ein dünner Sichelmond sind am irdischen Himmel niemals weit von der Sonne entfernt. Dieses Zeitraffer-Komposit wurde am 6. April in der Dämmerung fotografiert. Es zeigt, wie beide kurz vor der Sonne aufgehen. Die Kuppeln des Observatoriums auf dem Vulkan Teide zeichnen sich als Silhouetten in der Dämmerung ab. Sie stehen auf der Kanarischen Insel Teneriffa.

Die Aufnahmeserie entstand mit Teleobjektiv. Sie zeigt die Bedeckung der Venus durch den Mond in drei Bildern. Die Venus war auf ihrer Bahn weit von der Erde entfernt. Sie war in fast voller Phase zu 96 Prozent beleuchtet. Die schmale Mondsichel befindet sich nahe dem Perigäum. Das ist der erdnächste Punkt der Mondbahn. Nur etwa 2 Prozent der Mondscheibe sind von der Sonne beleuchtet.

Der gleißende Morgenstern ist auf den ersten beiden Bildern sichtbar und blitzt hinter dem hellen Mondrand hervor. Auf dem dritten Bild verschwindet er. Fünf Minuten der dramatischen Bedeckung in der Dämmerung sind auf diesem Zeitraffervideo (vimeo) zu 15 Sekunden komprimiert.

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Applaus bei einer totalen Sonnenfinsternis

Videocredit und -rechte: Associated Press, Exploritorium

Was macht ihr, wenn die Sonne verschwindet? Wahrscheinlich klatschen. Letzte Woche taten das viele Leute in Indonesien bei einer totalen Sonnenfinsternis. Land und Himmel wurden am Tag dunkel, als unsere Sonne einige Minuten hinter dem Mond verschwand. Viele wussten, dass sie Zeugen eines seltenen Ereignisses waren. Ihre freudigen Rufe sind im Video zu hören.

Noch vor wenigen Jahrhunderten reagierten viele auf Finsternisse mit Angst und Sorge. Das Video zeigt zuerst die Sonne, die teilweise vom Mond verfinstert war, als die Totalität näherkam. An vielen Orten verdeckten Wolken im Vordergrund auf unserer Erde die Sicht. Sie machten aber manchmal den Anblick interessanter.

Die totale Finsternis war nur auf einem schmalen Pfad auf der Erde sichtbar. Er verlief über mehrere indonesische Inseln. Gleichzeitig fotografierte die Kamera EPIC der NASA an Bord des NOAASatelliten DSCOVR den Schatten des Mondes von der anderen Seite, als er über die Erde wanderte.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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