Nacht und Nebenmond über dem Kitt Peak

Über dem Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Tucson, Arizona, leuchtet links neben dem Mond ein sehr heller Nebenmond. Gleich neben dem Mond ist Jupiter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Ratcliffe

Diese Nachtszene entstand am frühen Morgen des 14. November. Der abnehmende Mond beleuchtet die Wolken über dem Gipfel mit den Kuppeln. Sie gehören zum Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Tucson, Arizona. Links neben dem überbelichteten Mond gleißt der helle Jupiter. Der Streifen rechts neben dem Mond ist ein Blendfleck der Kamera.

Was in der Bildmitte hell strahlt, ist keine explodierende Feuerkugel, sondern ein erstaunlich heller Nebenmond. Er leuchtete vom Straßenrand aus direkt über dem WIYN-Teleskop am Kitt Peak. Ein Nebenmond entsteht ähnlich wie eine Nebensonne, aber durch Mondlicht. Es wird in dünnen, sechseckigen Eiskristallplättchen gebrochen, die in hohen Federwolken schweben.

Die Kristallgeometrie gibt vor, dass Nebenmonde 22 Grad oder mehr vom Mond entfernt sind. Wenn man Nebenmonde mit dem hellen Mond vergleicht, wirken sie eher blass. Sie sind leichter erkennbar, wenn der Mond tief steht. Nach Aufnahme des Bildes verblasste der helle Nebenmond 10 Minuten später.

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Plato und die Mondalpen

Mitten im Bild ist der Krater Plato mit seinem ausgeprägten Wall ein kreisförmiger Einschnitt in die Mondalpen, die rechts im Bild verlaufen. Oben ist eine glatte Ebene, das Regenmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Richard Bosman

Der Krater Plato mit dunklem Boden ist 95 Kilometer groß. Er ist von den Gipfeln der Mondalpen (Montes Alpes) umgeben. Sie sind auf diesem scharfen Digitalschnappschuss der Mondoberfläche von der Sonne beleuchtet.

Die Alpen auf dem Planeten Erde wurden vor Millionen Jahren gehoben, als die Kontinentalplatten langsam zusammenstießen. Hingegen entstanden die Mondalpen wahrscheinlich durch eine plötzliche Kollision. Dabei entstand ein gewaltiges Einschlagbecken, das wir als Regenmeer (Mare Imbrium) kennen. Der glatte Meeresboden wurde von Lava geflutet. Er liegt über der Bergkette.

Die auffallend gerade Struktur, die durch die Berge schneidet, ist das lunare Alpental (Vallis Alpes). Es verbindet das Mare Imbrium und das nördliche Meer der Kälte (Mare Frigoris) rechts oben. Das Tal ist etwa 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit.

Natürlich heißt der große, helle Alpenberg rechts unter dem Tal Mont Blanc. Er ist der größte Berg der Mondalpen und ragt mehr als 3 Kilometer über die Oberfläche. Weil es dort weder eine Atmosphäre noch Schnee gibt, sind die Mondalpen wohl kein ideales Winterreiseziel. Doch 70 Kilogramm schwere Skier würden auf dem Mond nur 12 kg wiegen.

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Mond und Erde, gesehen von Chang’e 5-T1

Zwei kugelförmige Himmelskörper sind im Bild, vorne der Mond, den wir von hinten sehen, oben klein die blau-weiße Erde.

Bildcredit: Nationale Raumfahrtbehörde Chinas, Xinhuanet

Gelegentlich wurde sie als große blaue Murmel bezeichnet. Aus manchen Blickwinkeln sieht die Erde eher wie eine kleine blaue Murmel aus, zum Beispiel auf diesem kultigen Bild des Erde-Mond-Systems. Es wurde letzte Woche von der Mission Chang’e 5-T1 fotografiert.

Der Mond erscheint größer als die Erde, weil er der Kamera der Raumsonde viel näher war. Er zeigt einen großen Teil der Oberfläche, der vor der Erde verborgen ist. Verglichen mit dem stärker reflektierenden bunten Planeten, den er umrundet, wirkt er dunkel und grau.

Die Roboter-Raumsonde Chang’e 5-T1 ist vorwiegend eine Technik-Testmission. Sie umrundete letzten Dienstag den Mond und kehrte am Freitag zur Erde zurück.

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Flugzeug, Wolken, Mond, Flecken, Sonne

Die Sonne wird nicht nur vom Mond teilweise bedeckt, sondern auch von Wolken, einem Flugzeug und einer Sonnenfleckengruppe. Das Bild zeigt viele Silhouetten und wirkt beinahe wie eine Schwarz-Weiß-Aufnahme.

Bildcredit und Bildrechte: Doyle Slifer

Was ist da vor der Sonne? Das Objekt in größter Nähe ist ein Flugzeug. Es ist unter der Sonnenmitte zu sehen und wurde rein zufällig fotografiert. Dahinter ziehen viele Wolken in der Erdatmosphäre. Sie bilden eine Serie dunkler, waagrechter Streifen. Weiter draußen ist der Erdmond. Man sieht ihn rechts oben als großen dunklen runden Biss.

Knapp über dem Flugzeug sind Sonnenflecken auf der Oberfläche der Sonne zu sehen. Hier wurde die Sonnenfleckengruppe AR 2192 fotografiert. Sie ist eine der größten, die je beobachtet wurden. Seit sie Anfang letzter Woche am Sonnenrand auftauchte, knisterte sie und stieß Fackeln aus.

Diese Schau an Sonnensilhouetten wurde letzten Donnerstag fotografiert. Leider war sie kurzlebig. Wenige Sekunden später flog das Flugzeug fort. Ein paar Minuten darauf zogen die Wolken ab. Nur eine gute Stunde später war die partielle Verfinsterung der Sonne durch den Mond vorüber. Übrig blieb nur die Sonnenfleckengruppe. Aber in wenigen Tagen verschwindet auch AR 2192 hinter dem Sonnenrand.

Was die Sonne betrifft, treten zum Glück auch unerwartete Anordnungen überraschend häufig auf.

Galerie: Partielle Sonnenfinsternis vom letzten Donnerstag

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Sonnenflecken und Sonnenfinsternis

Die Sonne wird teilweise vom Neumond verdeckt. Mitten auf der Vorderseite ist die riesige Sonnenfleckengruppe AR 2192.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Bolte (UCSC)

Die partielle Sonnenfinsternis am Donnerstag wurde lang erwartet. Dabei blendete der Neumond die helle Sonnenscheibe ab. Er traf auf die riesige Sonnenfleckengruppe AR 2192. Die breite Silhouette des Mondes war über weiten Teilen von Nordamerika zu sehen. Das Ereignis ist auf diesem Schnappschuss zu sehen, der mit sehr langer Brennweite fotografiert wurde.

Das Bild entstand um den Höhepunkt der Finsternis im kalifornischen Santa Cruz. Die auffällige Gruppe AR 2192 ist etwa so groß wie Jupiter. Sie bedeckt mitten unter dem runden Mondrand einen großen Teil der Sonne.

Die Sonnenfleckengruppe wandert langsam über die Sonne. In den nächsten Tagen rotiert sie aus der Sicht. Es ist schwierig, ihre Aktivität vorherzusagen. Einfacher ist es, den Zeitpunkt von Finsternissen zu bestimmen. Die nächste ist eine totale Sonnenfinsternis. Sie findet am 20. März 2015 statt.

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Finsternis zu Mondaufgang

Über den bunten Stadtlichtern der chinesischen Stadt Chongqing steigt der verfinsterte Vollmond nach Sonnenuntergang auf.

Bildcredit und Bildrechte: Zhou Yannan

Als der Mond am 8. Oktober aufging und die Sonne unter, fand eine Mondfinsternis statt. Hier seht ihr sie über Chongqing in China. Der aufgehende Mond steigt im lang belichteten Kompositbild auf. Anfangs war er eine total verfinsterte dunkelrote Scheibe im Osten am Horizont. Während er über den bunten Stadtlichtern der dicht besiedelten Stadt am Jangtse höher stieg, wurde die Mondspur heller und breiter. Am Ende trat der helle Vollmond am Abendhimmel aus dem Erdschatten.

Mondfinsternisse sind nicht immer total. Diese und eine Finsternis letzten April waren die ersten zwei von vier aufeinanderfolgenden totalen Mondfinsternissen. So eine Serie bezeichnet man als Tetrade (Vierheit). Die letzten zwei Finsternisse dieser Tetrade finden Anfang April und Ende September 2015 statt.

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Monde in Opposition

Oben leuchtet der verfinsterte Mond. Unten ist der Planet Uranus mit vier seiner Monde.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Baldridge

Der total verfinsterte Mond zeigt auf dieser Teleskopansicht eine ganze Farbpalette. Er ging in den frühen Morgenstunden des 8. Oktober über den Santa Cruz Mountains in der Nähe von Los Gatos in Kalifornien auf.

Eine Mondfinsternis ereignet sich nur dann, wenn der Mond am irdischen Himmel gegenüber der Sonne steht und durch den Schatten des Planeten Erde gleitet. Bei dieser Finsternis stand auch der blasse Uranus in Opposition. Er ist nur etwa einen halben Grad vom Mondrand entfernt, was ziemlich ungewöhnlich ist. Man erkennt ihn leicht rechts unten.

Viel blasser sind die eisigen Monde des Riesen. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, findet ihr sie. Die beschriftete Aufnahme wurde länger belichtet. Die dunkle Oberfläche des verfinsterten Mondes ist stark überbelichtet. Dafür sind die Uranusmonde Titania, Oberon und Umbriel gerade noch als zarte Lichtpünktchen erkennbar.

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Finsternis bei Monduntergang

Aus einem Wolkenmeer ragen rötliche Gipfel, darüber ist ein dunkelvioletter Himmel. Mitten im Bild leuchtet der rötliche Vollmond, der etwa halb vom Erdschatten verdunkelt ist. Gerade findet eine Mondfinsternis statt.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las-Campanas-Observatorium, Carnegie-Institution)

Unter einem Wolkenmeer liegen der Pazifische Ozean und die chilenische Küste. Darüber schimmert der dämmrige Himmel in zarten Farben. Gerade war eine Mondfinsternis im Gange. Der partiell verfinsterte Mond wurde dunkel.

Der runde Rand des Erdschattens läuft durch die Mitte der Mondscheibe. Währenddessen sinkt der Mond am westlichen Horizont tiefer. An diesem Ort auf der Südhalbkugel und einem Großteil des nordamerikanischen Ostens begann die Totalität am 8. Oktober etwa bei Monduntergang und Sonnenaufgang. Dabei war der Mond ganz in den Erdschatten getaucht.

Weiter im Westen konnte man die totale Phase fast eine Stunde lang sehen, weil der dunkle, rötliche Mond noch hoch am Nachthimmel stand.

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