Eine Nacht, ein Teleskop, eine Kamera

Vor dem Dreiviertelmond sind Bilder fast aller Planeten mit ihren Monden angeordnet. Auch Pluto und die ISS sind dargestellt. Alle Bilder wurden im selben Maßstab fotografiert.
Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo (Centro Astronomico de Tiedra)

Diese Postkarten zeigen unser Sonnensystem. Sie entstanden alle in derselben Nacht am selben Ort mit demselben Teleskop. Alle sind im gleichen Maßstab gezeigt. So kann man die scheinbare Größe auf interessante Weise vergleichen.

Der Mond ist ein Mosaik aus sechs Bildern. Am Himmel ist er etwa ½ Grad breit. Die anderen Bilder wurden digital kombiniert oder einzeln fotografiert. Die echte Entfernung der Objekte steht bei jedem Einschub unten. Die Fotos zeigen die meisten Planeten im Sonnensystem mit ihren helleren Monden. Auch Pluto ist dabei. Nur der schwer fassbare Merkur fehlt, denn am Horizont standen Wolken. Dafür ist die Internationale Raumstation ISS abgebildet.

Die Bilder entstanden nachts am 21. Juli. Das Teleskop und die Kamera standen im Centro Astronómico de Tiedra in Spanien.

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Panorama der Landestelle von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Mondoberfläche nach der Landung von Apollo 11. Links sind Schubdüsen, rechts fällt der Schatten des Landemoduls auf den Mondboden. Die Landschaft ist von Geröll und Staub übersät. Vorne sind ein paar Krater.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses entstand aus hoch aufgelösten Digitalisierungen der Originalbilder. Es zeigt die prachtvolle Öde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond. Er liegt im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder nach der Landung am 20. Juli 1969 durch die Fenster der Mondlandefähre. Der linke Teil (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer fremden Welt fotografiert hat.

Links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten der Landefähre Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten die Landestelle dokumentieren, falls man verfrüht abreisen müsste.

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Angeknabberte Sonne

Der kleine Ausschnitt der Sonnenscheibe ist oben ganz leicht angekerbt. Dort verdeckt der Mond ein kleines Stück.
Bildcredit und Bildrechte: Padraic Koen, Adelaide, Südaustralien

2018 gibt es gleich drei partielle Sonnenfinsternisse. Gestern, am Freitag, dem 13. Juli, war die kleinste davon. Man sah sie hauptsächlich über dem offenen Meer zwischen Australien und der Antarktis.

Hier ist eine winzige Kerbe in der Sonne. Das Bild stammt aus einem Video. Es wurde in Port Elliott in Südaustralien mit einem H-alpha-Filter gefilmt und zeigt die maximale Verfinsterung an diesem Ort. Der Neumond bedeckte etwa 0,16 Prozent der Sonnenscheibe. Zum Höhepunkt der Finsternis verdeckte der Neumond etwa ein Drittel des Sonnendurchmessers. Man sah das in der Ostantarktis nahe bei Peterson Bank. Die beste Sicht hatte dort wahrscheinlich Kolonie Kaiserpinguine.

Diese Saison ist ergiebig an Finsternissen. Beim nächsten Vollmond am 27. Juli gibt es eine totale Mondfinsternis. Dann folgt noch eine partielle Sonnenfinsternis beim nächsten Neumond am 11. August.

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Ein Flugzeug vor dem Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Ji-Hoon Kim

Wenn ihr den Mond genau anschaut, seht ihr davor ein großes Flugzeug. Allerdings nicht immer. Gut, eigentlich fast nie. Für so ein Bild muss man zeitlich genau planen und schnell genug abdrücken, um das Flugzeug einzufrieren, aber auch um den Mond nicht zu hell zu machen. Aber man muss lang genug belichten, damit man beide Objekte sieht. Dann braucht man noch eine ruhige Kamera und Glück, denn nicht jedes Flugzeug, das zum Mond fliegt, zieht auch vor ihm vorbei.

Zu einer nützlichen Ausrüstung gehört eine Kamera mit schnellem Videomodus und eine Montierung, die automatisch dem Mond folgt. Diese flüchtige Überlagerung gelang vor zwei Wochen in Seoul in Südkorea. An dem Tag ging ein zunehmender Dreiviertelmond auf. Nach 1/101/10 Sekunde war das Flugzeug schon weg.

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Der Mond in der East 96th Street

Hinter einer dicht befahrenen Straße geht der Vollmond auf. Durch die lange Sichtlinie am Horizont ist er dunkelgelb und wirkt etwas zerzaust.
Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Am 28. Juni ging in Manhattan über der Upper Eastside ein sehr voller Mond auf. Manche kennen ihn als Erdbeermond. Die Scheibe des Mondes ist in einem warmen Gelb gefärbt. Die lange Sichtlinie am Horizont führte durch die dichte, dunstige Atmosphäre. Dadurch wirkte der Mond ein bisschen zerzaust und matt. Trotzdem passt er auf diesem urbanen Astrobild gut zu den Ampeln und Straßenlampen an der East 96th Street.

Das Bild entstand mit Teleobjektiv im Central Park auf dem Planeten Erde an einem sicheren, höher gelegenen Ort mit Blick nach Ostsüdost. Der Vollmond in der 96. Straße lag zeitlich nahe an der Sonnenwende des Jahres im nördlichen Sommer.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Die Raumfähre Atlantis hinterließ eine breite Abgasschwade bei ihrem Start am Abend. Oben scheint noch die Sonne auf die Abgaswolke. Daher wirft sie dort einen Schatten zum Vollmond.
Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start der Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 standen Sonne, Erde, Mond und Rakete beim Start der Raumfähre Atlantis passend für diese fotogene Anordnung in einer Reihe.

Die beste Tageszeit ist etwa zu Sonnenaufgang oder –untergang. Nur dann wirft die Rauchschwade der Raumfähre einen Schatten, der lang genug ist, um bis zum Horizont zu reichen. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf zwei Seiten am Himmel, die einander gegenüber liegen.

Kurz nach Sonnenuntergang stand hier die Sonne knapp unter dem Horizont. In die andere Richtung glänzte der Mond tief über dem Horizont. Als die Atlantis am frühen Abend donnernd abhob, fiel ihr Schatten von der Sonne weg zum Horizont gegenüber, wo der Vollmond stand.

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Monduntergang hinter dem Vulkan Teide

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Prelude in C Major (J. S. Bach)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Von links kommt etwas Großes runter, doch es ist nur der weit entfernte Mond. Luna wirkt hier so groß, weil sie mit einem Teleskop gefilmt wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde. Durch ihre Rotation verschwindet der Mond langsam hinter dem Pico del Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.

Hier wurden Menschen gefilmten, die 16 Kilometer entfernt sind. Viele blicken zur Kamera, um zu sehen, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer dem Mond gegenüber steht.

Dieses Video entstand letzte Woche beim Milch-Vollmond. Es ist kein Zeitraffervideo, sondern zeigt, wie schnell der Mond tatsächlich unterging.

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Krater und Schatten am Mondterminator

Der Mond ist halb beleuchtet, er füllt das ganze Bild. Am rechten Bildrand verläuft die Schattengrenze, der Terminator. Dort wirken Krater und Berge viel plastischer als im sonnenbeleuchteten Teil.

Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Warum ist die Struktur im rechte Teil des Mondbildes so stark? Wegen der Schatten. Die Terminatorlinie – das ist die Grenze zwischen Licht und Schatten – verläuft auf diesem Bild so, dass etwas mehr als die Hälfte der Mondvorderseite von der Sonne beleuchtet wird.

Die Oberfläche erscheint nahe dem Terminator anders, weil dort die Sonne näher am Horizont steht. Daher werden die Schatten dort immer länger. Sie erleichtern es uns, Strukturen zu erkennen. Das vermittelt einen Eindruck von Tiefe, und das zweidimensionale Bild wirkt durch die Schatten fast dreidimensional. Dort, wo auf dem Mond hell zu dunkel wechselt, verraten die Schatten nicht nur Höhe und Tiefe, sie treten außerdem bei immer niedrigeren Strukturen auf. Am Terminator sind viele Krater auffällig, weil sie durch ihre Höhe leichter erkennbar sind.

Das Bild wurde vor zwei Wochen kurz vor abnehmendem Halbmond fotografiert. Der nächste Vollmond ist ein Mond ohne Schatten. Wir sehen ihn heute in einer Woche.

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