Mondhalo über Steinkreis

Am Himmel leuchtet ein heller Kreis um den Mond. Er entsteht durch Eiskristalle in den Wolken, die den Himmel dünn überziehen. Unten sind Steine in einem Kreis um einen Wackelstein angeordnet. Der Wackelstein ist ein Relikt von der letzten Eiszeit.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Fotografie

Habt ihr schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das sieht man häufig, wenn hohe dünne Wolken, in denen Millionen winziger Eiskristalle schweben, einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall wirkt wie eine winzige Linse.

Die meisten Kristalle sind länglich und haben eine sechseckige Form. Wenn Licht in eine Kristallfläche eintritt und durch die Fläche gegenüber austritt, wird es um 22 Grad abgelenkt. Das entspricht dem Radius eines Mondhalos. Tagsüber kann ein ähnlicher Halo um die Sonne sichtbar sein. Wie die Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Das Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat im walisischen Pontypridd Common in (GB) fotografiert. Ein Steinkreis am Boden wiederholt den Eiskreis am Himmel. Der Wackelstein in der Mitte stammt aus der letzten Eiszeit. Die Steine im Kreise wurden erst im 19. Jahrhundert außen herum aufgestellt.

Zur Originalseite

Mond in den Hyaden

Vom Mond sieht man sowohl die nach unten zeigende Sichel als auch seine Nachtseite, die von der Erde beschienen wird. Dahinter sind die Sterne der Hyaden.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Habt ihr kürzlich den Mond gesehen? Am 18. April wanderte seine zunehmende Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, am Nachthimmel vor den Sternen der Hyaden vorbei. Dieses Telefoto zeigt die ganze Mondkugel und dahinter den nahen Sternhaufen. Er ist v-förmig und am hellen Stern Aldebaran verankert.

Das faszinierende Himmelsbild entstand aus einer Serie an Bildern, die unterschiedlich belichtet und digital kombiniert wurden. Am kürzesten wurde ein Bild mit 1/60stel Sekunde belichtet. Es zeigt scharfe Details der hellen Mondsichel. Länger belichtete Aufnahmen mit bis zu 15 Sekunden Belichtungszeit zeigen die blasseren Sterne dahinter und den Erdschein. Das ist die Nachtseite des Mondes, die von der Erde beschienen wird. Man sieht sie mit bloßem Auge.

Zur Originalseite

Ich hab dir den Mond gebracht

Unter einer Silhouette eines dunklen Baumes leuchtet eine Mondsichel mit Erdschein. Der Mond wird scheinbar von einer Person hochgehalten.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Ich mag dich sosehr, also habe ich dir den Mond gebracht.
Bitte nimm ihn, bevor sich dieser Baum mehr dafür interessiert.
Außerdem ist der Mond schwerer, als ich dachte.
Und ich hab ihn versehentlich an der heißen Seite gehoben.
Doch er ist für dich und alle, die dieses APOD sehen.
Versprich mir, dieses Bild – unser Bild – an einem sicheren Ort aufzubewahren.
Denk daran, dass es eine geplante Einzelaufnahme aus dem spanischen Valladolid ist.
Bitte nimm es und behalte es als Zeichen von Zuneigung und – hm – als Aprilscherz.

I love you so much that I brought you the Moon.
Please take it before this tree becomes more interested.
Also the Moon is heavier than I thought.
And I foolishly picked it up by the hot side by mistake.
But it is for you and, well, the others reading this APOD.
Promise to keep this image – our image – in a safe place, and know that it was taken in a single, well-planned exposure in Valladolid, Spain.
Please take it and keep it always as a token of our love and, well, April Fool’s Day.

Rückschau: 1. April auf APOD

Zur Originalseite

Der Blaue Mond und der Baum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Gibt es so eine Anordnung nur alle heiligen Zeiten? Nein. Doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem Mond“ fotografiert. Ende Jänner knipste der Fotograf diese Anordnung bei Vollmond. Es war der zweite des Monats und wird daher als „blauer Mond“ bezeichnet. Für die Aufnahme lief er schnell umher, um einen Punkt zu finden, wo der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu sehen war.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Zaun aus Stacheldraht abzustellen. Zuvor schufen hungrige Kühe den Bogen in der Eiche, die in Knight’s Ferry in Kalifornien in den USA steht.

Solche skurrilen Anordnungen mit Mond und Baum gibt es bei jedem Vollmond, wenn man genug Zeit und Planung investiert. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende. Dann geht wieder ein „blauer Mond“ auf. Es ist schon der zweite „blaue“ Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind recht selten. Das letzte solche Jahr war 1999, das nächste ist 2037.

Zur Originalseite

Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist grünlich und mit goldenen Symbolen verziert. Man erkennt einen Kreis und eine Sichel, die wahrscheinlich beide den Mond darstellen. Oben sind mehrere Sterne, vielleicht die Plejaden. Auf der ganzen Scheibe sind goldene Punkte verteilt, vermutlich sind es Sterne. Unten ist ein Bogen, vielleicht eine Sonnenbarke. Links und rechts sind Bögen (der linke ging verloren), die vermutlich der Winkelmessung dienten.

Bildcredit: Dbachmann, Wikipedia

Das ist vermutlich die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels. Doch was zeigt sie, und warum wurde sie geschaffen? 1999 fanden Schatzsucher die Himmelsscheibe in der Nähe von Nebra in Deutschland mit einem Metalldetektor. Sie lag zwischen mehreren Waffen aus der Bronzezeit. Das urzeitliche Artefakt ist zirka 30 Zentimeter groß. Es wurde der Aunjetitzer Kultur zugeordnet, die 1600 v. Chr. Teile von Europa bewohnte.

Die Punkte Sterne sind wahrscheinlich Sterne, und der Sternhaufen stellt wohl die Plejaden dar. Der große Kreis und die Sichel symbolisieren nach aktueller Auffassung den Mond. Der Zweck der Scheibe bleibt unbekannt. Einige Hypothesen vermuten eine astronomische Uhr, ein Kunstwerk oder ein religiöses Symbol. Ihr Wert liegt bei 8,9 Millionen Euro. Manche glauben, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nur eine von zweien, und die zweite warte noch auf ihre Entdeckung.*

Zur Originalseite

*Dafür gibt es keine Belege; Anm. d. Übersetzerin

LRO zeigt den rotierenden Mond

Videocredit: LRO, Arizona State U., NASA

Niemand kann derzeit sehen, wie sich der Mond so dreht wie in diesem Video, denn seine Rotation ist an die Erde gebunden. Er zeigt ihr immer dieselbe Seite. Doch mit moderner digitaler Technik entstand aus vielen detaillierten Bildern des Lunar Reconnaissance Orbiters LRO ein hoch aufgelöstes virtuelles Video, das zeigt wie der Mond rotiert.

Das Zeitraffervideo beginnt mit der normalen Erdsicht des Mondes. Bald rotiert das Mare Orientale knapp unter dem Äquator ins Bild. Es ist ein großer Krater mit dunklem Zentrum, das von der Erde aus schwer zu sehen ist.

Das Video zeigt einen ganzen Mondmonat in 24 Sekunden. Man erkennt deutlich, dass sich viele dunkle Mondmeere auf der Erdseite des Mondes befinden, während auf der Rückseite hauptsächlich helle Mondgebirge vorkommen. Derzeit entwickeln vier verschiedene Länder mehr als 20 neue Mondmissionen, deren Start dieses oder nächstes Jahr geplant ist.

Zur Originalseite

Mondphasen und Finsternis

25 Bilder wurden zu einer Matrix kombiniert. Sie zeigen die Phasen des Mondes bei einer Lunation, soweit man sie beobachten konnte. In der Mitte leuchtet der Vollmond rötlich, weil er bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht war.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout, Tom Polakis

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich der Anteil, den die Sonne beleuchtet, schrittweise verändert. Ein Mondzyklus wird auch Lunation genannt. Er verläuft in Phasen von Neumond über Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Die Bilder sind von links oben nach rechts unten geordnet. Sie zeigen die Mondphasen einer fast vollständigen Lunation in 25 Nächten ab dem 18. Jänner. Die zwei Tage nach Neumond und zwei Tage davor wurden ausgelassen, weil die Mondphase bestenfalls eine schmale Sichel in der Nähe der Sonne war, die man nur schwer erkennen konnte.

Für das Mondzyklus-Projekt wurde der meist klare Nachthimmel über Arizona und die Hilfe eines Freundes genützt. In der ersten Hälfte der Lunation wurden die Bilder am frühen und späteren Abend fotografiert. In der zweiten Hälfte entstanden sie früh am Morgen. Als Bonus wurde der Zyklus am Vollmond des 31. Jänner ausgerichtet. Es war der zweite Vollmond im Jänner, also ein blauer Mond, und der Mond stand nahe beim erdnächsten Punkt der Mondbahn (Perigäum). Außerdem wurde er bei der totalen Mondfinsternis rötlich.

Zur Originalseite

Wolken, Vögel, Mond, Venus

Links ragt eine helle Ambosswolke auf, die vom Sonnenuntergang dramatisch beleuchtet wird. Dahinter stehen der Sichelmond und die Venus am blauen Himmel. Unten zieht ein Schwarm Vögel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Isaac Gutiérrez Pascual

Manchmal bietet der Himmel über uns eine ziemlich eindrucksvolle Schau. Anfang September 2010 zum Beispiel trafen sich Mond und Venus, was für Himmelsfreunde auf der ganzen Erde ein besonderer Anblick ist. Doch an manchen Orten war der Himmel sogar noch malerischer.

Dieses Bild wurde in Spanien bei Sonnenuntergang fotografierten. Darauf leuchten Sichelmond und ganz rechts der Planet Venus. Beide posierten vor dem tiefblauen Himmel. Vorne ragen dunkle Gewitterwolken über den unteren Bildrand, darüber dräut eine weiße Ambosswolke. Schwarze Flecken sprenkeln das Bild. Es ist ein Vogelschwarm auf der Flucht. Nachdem dieses Bild fotografiert worden war, zogen die Vögel weiter. Der Sturm ebbte ab, und Venus und Mond gingen unter.

Diesen Monat (März 2018) sehen wir wieder die helle Venus kurz nach Sonnenuntergang. Sie steht heute Abend und für den Rest der Woche ziemlich nahe bei Merkur.

Zur Originalseite