Der Mond hinter heißer Lava aus dem Ätna

Links geht der Mond hinter dem Ätna unter. Rechts daneben sprüht flüssige Lava vor dem dunklen Nachthimmel nach oben. Durch die heiße Luft wirkt der Mond verschwommen und gekräuselt.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace (GreenFlash.Photo)

Was ist mit dem Mond passiert? Nichts, aber mit dem Bild des Mondes ist was passiert. Die Hitze einer vulkanischen Lavafontäne im Vordergrund hat die Luft in der Umgebung aufgewärmt. Das machte sie turbulent. Daher wurde Licht, das hindurchdringt, anders gebrochen als sonst. Das Ergebnis ist, dass die Lavaschwade scheinbar den Mond schmilzt.

Das Bild wurde fotografiert, als der Stör-Vollmond hinter dem Ätna in Italien unterging, der vor etwa einer Woche ausbrach. Es ist ein Komposit aus zwei Bildern, die kurz nacheinander mit derselben Kamera und demselben Objektiv fotografiert wurden. Das erste Bild war eine kurz belichtete Aufnahme. Sie zeigt die Details des untergehenden Mondes. Die zweite Aufnahme wurde wenige Minuten nach dem Monduntergang fotografiert. Sie ist länger belichtet und zeigt die Details der zarten Lavaströme.

Auf der Erde aus können wir Sonne, Mond, Planeten und Sterne nur hinter der verzerrenden Atmosphäre beobachten. Die Verzerrung kann vertrauten Himmelskörpern ungewöhnliche Formen verleihen. Sie kann aber auch – manchmal unerwartet – Sonnenuntergänge verlängern oder den Mond mehrere Minuten früher aufgehen lassen.

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Mond, Mars und Milchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Erst vor zwei Wochen bot der dunkle Himmel über der Wüste im Nordiran diese faszinierende Himmelsansicht. Das dramatische Digitalmosaik zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln der Milchstraße. Um einen größeren Helligkeitsbereich abzudecken, wurde eine Belichtungsserie fotografiert.

Der eigentlich volle Mond dieser Nacht ist in den Erdschatten getaucht. Während der von vielen beobachteten totalen Mondfinsternis erschien er sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Touristen bietet die Himmelslandschaft auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn, die vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße leuchten. Doch der Mond ist noch nicht ganz fertig mit seinen Schattenspielen. Heute verdunkelt der Neumond im Norden des Planeten Erde teilweise die Sonne.

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Roter Planet, roter Mond und Mars

Aus dem Meer ragt ein roter zerklüfteter Felsen. Der Himmel über dem Meer ist dämmrig. Links steht der Mond bei einer Mondfinsternis, er ist in den Erdschatten getaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Mars ist auch als der Rote Planet bekannt. In einer dunklen Nacht leuchtet er am Himmel häufig in einem rötlichen Farbton. Diese prächtige Ansicht entstand auf der Mornington-Halbinsel in Victoria (Australien). Darauf leuchtet der Mars hell links oben in der Morgendämmerung. Doch der Mond und der Planet Erde sind noch rötlicher.

Der total verfinsterte Mond wurde hier am 27. Juli fotografiert, als er unterging. Er schimmert rötlich, weil der Kernschatten der Erde nicht ganz dunkel ist. Stattdessen erfüllt ihn ein zartrotes Licht im Erdschatten. Es stammt von allen Auf- und Untergängen der Sonne auf der ganzen Erde, wenn man sie vom verfinsterten Mond aus betrachtet. Die Auf- und Untergänge der Sonne sind rötlich, weil die Atmosphäre der Erde blaues Licht stärker streut als rotes. Daher ist der Himmel in der Dämmerung blassblau. Auch die schroffen Felsen am Meer nehmen die rötlichen Farben des Sonnenaufgangs in Australien an.

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Verfinsterter Mond und Mars über Bergen

Über wild zerklüfteten Bergen schimmern eine Mondfinsternis und der Rote Planet. In der Mitte steht kopfüber der Große Wagen. Ein winziges Detail macht dieses Bild besonders: eine kleine Ziege.
Bildcredit und Bildrechte: Clément Brustel

Dieses astronomisch geprägte Foto ist ungewöhnlich. Man sieht es nicht gleich, sondern wurde erst bei der Nachbearbeitung entdeckt. Seltsam ist nicht der Mond. Allerdings ist ein Foto, das den Aufgang des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis zeigt, immer ein interessanter Anblick.

Es ist auch nicht der Mars, der rechts unter dem Mond steht. Auch ein Bild des Planeten Mars nahe seiner größten Helligkeit bietet einen faszinierenden Eindruck. Mars sehen wir diesen Monat fast die ganze Nacht; hier sind weitere Bilder. Es sind auch nicht die Berge im Vordergrund, auch wenn die französischen Alpen auf dem Planeten Erde majestätisch sind. Hier sind weitere interessante Bilder von bergigen Landschaften mit Himmel.

Ungewöhnlich und zugleich vertraut ist die Ziege.

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Finsternis über dem Golf der Dichter

Links leuchtet hinter einem Gewässer eine Altstadt neben einem Wald. Von dort steigt der Mond in einem Bogen auf. Die vielen Bilder zeigen, wie er im Lauf des Aufstiegs vom Erdschatten verdunkelt und wieder heller wird. Rechts daneben bildet der Planet Mars parallel einen gepunkteten Bogen.
Bildcredit und Bildrechte: Paolo Lazzarotti

Die totale Phase der Mondfinsternis am 27. Juli dauerte eindrucksvolle 103 Minuten. Sie war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond zog durch mitten durch den Erdschatten, als er nahe dem Apogäum stand. Das Apogäum ist der fernste Punkt seiner elliptischen Bahn.

Dias Bild ist ein Komposit, das die Totalität von Anfang bis zum Ende zeigt. Die traumartige Szene entstand aus einer Serie von Bildern, die alle 3 Minuten mit einer Digitalkamera fotografiert wurden. Sie folgen dem total verfinsterten Mond. Der helle Planet Mars begleitete den Mond in dieser Nacht, als er über dem Badeort Tellaro in Italien aufstieg. Vorne liegt der ruhige mediterrane Golf von La Spezia. Man kennt ihn auch als Golf der Dichter.

Auch im 3. Jahrhundert v. Chr. beobachtete der heliozentrische Astronom Aristarchos, wie lange Mondfinsternisse dauern. Doch er hatte keine nützlichen digitalen Uhren oder Kameras. Mithilfe der Geometrie fand er einen Weg, um die Entfernung des Mondes anhand der Dauer der Finsternis abzuschätzen. Der Maßstab, auf den er sich bezog, war der Radius des Planeten Erde.

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Mondfinsternis über Rio

Rechts neben dem "Zuckerhut" am Botafogo-Strand in Rio de Janeiro leuchtet der rote Mond bei einer totalen Mondfinsternis. Rechts oben strahlt Mars, der Rote Planet.
Bildcredit: Carlos ‚Kiko‘ Fairbairn

Wenn der Mond aufgeht, sieht das normalerweise nicht so interessant aus. Zum einen ist der Vollmond sonst nicht so dunkel. Aber letzten Freitag ging der Mond so auf, weil er gerade durch den Erdschatten zog. Außerdem leuchtet der Mond meist nicht so rot. Doch an diesem Abend beleuchtete ihn der rote Anteil des Sonnenlichtes, das die Erdatmosphäre bevorzugt bricht.

Für gewöhnlich geht der Mond nicht neben einem Planeten auf. Weil aber der Mars gleichzeitig fast gegenüber der Sonne stand, sah man den Roten Planeten rechts über dem Vollmond. Und schließlich geht der Mond aus Sicht der meisten Menschen nicht über Rio de Janeiro in Brasilien auf. Dort war es aber ein aufregender Anblick.

Diese Finsternis bei Sonnenuntergang war eine außergewöhnliche totale Mondfinsternis bei MikroBlutmond. Sie wurde am Botafogo-Strand in Rio fotografiert. Dort sah auch eine ungewöhnlich große Menge an Schaulustigen zu.

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Eine Nacht, ein Teleskop, eine Kamera

Vor dem Dreiviertelmond sind Bilder fast aller Planeten mit ihren Monden angeordnet. Auch Pluto und die ISS sind dargestellt. Alle Bilder wurden im selben Maßstab fotografiert.
Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo (Centro Astronomico de Tiedra)

Diese Postkarten zeigen unser Sonnensystem. Sie entstanden alle in derselben Nacht am selben Ort mit demselben Teleskop. Alle sind im gleichen Maßstab gezeigt. So kann man die scheinbare Größe auf interessante Weise vergleichen.

Der Mond ist ein Mosaik aus sechs Bildern. Am Himmel ist er etwa ½ Grad breit. Die anderen Bilder wurden digital kombiniert oder einzeln fotografiert. Die echte Entfernung der Objekte steht bei jedem Einschub unten. Die Fotos zeigen die meisten Planeten im Sonnensystem mit ihren helleren Monden. Auch Pluto ist dabei. Nur der schwer fassbare Merkur fehlt, denn am Horizont standen Wolken. Dafür ist die Internationale Raumstation ISS abgebildet.

Die Bilder entstanden nachts am 21. Juli. Das Teleskop und die Kamera standen im Centro Astronómico de Tiedra in Spanien.

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Panorama der Landestelle von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Mondoberfläche nach der Landung von Apollo 11. Links sind Schubdüsen, rechts fällt der Schatten des Landemoduls auf den Mondboden. Die Landschaft ist von Geröll und Staub übersät. Vorne sind ein paar Krater.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses entstand aus hoch aufgelösten Digitalisierungen der Originalbilder. Es zeigt die prachtvolle Öde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond. Er liegt im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder nach der Landung am 20. Juli 1969 durch die Fenster der Mondlandefähre. Der linke Teil (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer fremden Welt fotografiert hat.

Links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten der Landefähre Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten die Landestelle dokumentieren, falls man verfrüht abreisen müsste.

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