Südliche Mondlandschaft

Siehe Beschreibung. Blick auf den Südpol des Mondes und die Krater Tycho und Clavius; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Der Südpol des Mondes liegt am oberen Rand dieser detailreichen Teleskopansicht. Der Blick über die zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes wurde in Südkalifornien auf dem Planeten Erde fotografiert. Der Terminator – die Schattenlinie des Sonnenuntergangs – nähert sich in der abnehmenden Halbmondphase des Mondes von links. Die verkürzte Perspektive der Szenerie verstärkt den Eindruck eines dichten Kraterfeldes und lässt die Krater zum Mondrand hin verstärkt oval erscheinen.

Links unter der Mitte liegt der scharf umrandete Krater Tycho mit einem Durchmesser von 85 Kilometern. Der Zentralberg des jungen Tycho liegt noch im Sonnenlicht, wirft aber einen langen Schatten über den Kraterboden. Der große, markante Krater südlich (über) Tycho ist Clavius. Dieser misst beinahe 231 Kilometer, seine Wände und der Boden sind von kleineren, jüngeren Einschlagkratern übersät. Die Berge oben am Mondrand reichen bis zu etwa 6 Kilometer über das Gelände in ihrer Umgebung.

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Perspektiven einer Mondfinsternis

Siehe Beschreibung. Mondparallaxe, veranschaulicht mit Bildern, die während einer Mondfinsternis an verschiedenen Orten fotografiert wurden; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: F. Pichardo, G. Hogan, P. Horálek, F. Hemmerich, S. Schraebler, L. Hašpl, R. Eder; Bearbeitung und Bildrechte: Matipon Tangmatitham; Text: Matipon Tangmatitham (NARIT)

Beschreibung: Sehen wir alle denselben Mond? Ja, aber wir sehen ihn verschieden. Ein Unterschied ist der scheinbare Ort des Mondes vor den Sternen im Hintergrund – ein Effekt, der als Parallaxe bezeichnet wird. Wir Menschen nützen die Parallaxe zwischen unseren Augen, um die Tiefe zu beurteilen. Um jedoch die Mondparallaxe zu schätzen, brauchen wir Augen, die viel weiter – Hunderte oder Tausende Kilometer – voneinander entfernt sind.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Beobachter auf der ganzen Welt eine leicht abweichende Vorderseite unseres kugelförmigen Mondes sehen – ähnlich dem Effekt der Libration.

Das oben gezeigte Bild ist ein Komposit aus vielen Ansichten auf der ganzen Erde der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019, die bei APOD eingereicht wurden. Die Bilder wurden am gleichen Sternenhintergrund ausgerichtet, um beide Effekte zu veranschaulichen. Die exakte Gleichzeitigkeit dieser Aufnahmen wurde durch einen zufälligen Meteoriteneinschlag während der Mondfinsternis auf dem Mond möglich, er ist mit L1-21J beschriftet und garantiert, dass all diese eingesendeten Bilder im selben Sekundenbruchteil fotografiert wurden.

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Apollo 14 auf dem Weg zur Erde

Die Besatzung von Apollo 14 beobachtet in der Mondumlaufbahn einen Erdaufgang. Der Mond ist von vielen Kratern übersät, die von der Erde aus nicht zu sehen sind.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bildüberarbeitung: Andy Saunders)

Im Februar 1971 verließ die Besatzung von Apollo 14 die Mondumlaufbahn. Dabei beobachteten sie in ihrer Kommandokapsel Kittyhawk diesen Aufgang der Erde. Die Erdsichel wurde von der Sonne beleuchtet und ragte knapp über den Mondrand. Vorne liegt die von Kratern zernarbte Landschaft auf der erdabgewandten Seite des Mondes.

Als die Besatzung den Mond umrundete, beobachteten sie, wie die Erde auf- und unterging. Doch in der Fra-MauroBasis, ihrem Landeort auf der Mondoberfläche, hing die Erde reglos am Himmel. Zu den Gesteinsproben, welche die Mission Apollo 14 zur Erde brachte, gehörte auch ein 9 kg schwerer Stein. Er bekam den Spitznamen Big Bertha. Später fand man heraus, dass dieser Stein wahrscheinlich ein Bruchstück eines Meteoriten vom Planeten Erde enthält.

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In den Schatten

Siehe Beschreibung. Der Mond taucht in den dunklen Kernschatten der Erde; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Francsics

Beschreibung: Am 21. Januar 2019 sahen Mondbeobachter auf dem Planeten Erde eine totale Mondfinsternis. Dieses Komposit aus 35 Einzelbildern folgte in dieser Nacht dem Mond, als er in den dunklen Kernschatten der Erde tauchte.

Die Bilder wurden in Abständen von 3 Minuten fotografiert und verschmelzen beinahe zu einer fortlaufenden Bildfläche, welche die dunklen Farben im Schatten und die nördliche Krümmung des Schattenrandes zeigt. Sonnenlicht wird von der Erde in den Schatten gestreut, daher leuchtet die Mondoberfläche während der Totalität (links) rötlich.

Nahe am Rand des Kernschattens hat der verfinsterte Mond einen deutlichen Blauton. Das verfinsterte Mondlicht wird blau, wenn Sonnenstrahlen durch die obere Stratosphäre der Erdatmosphäre dringen und von Ozon gefärbt werden, welche rotes Licht streut und blaues durchlässt.

Am 26. Mai 2021 zieht der Mond das nächste Mal in den Kernschatten der Erde.

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Apollo 17: Stereoansicht aus der Mondumlaufbahn

Die Stereoanaglype zeigt das Südmassiv und das Taurus-Littrow-Tal, die Landestelle von Apollo 17.

Credit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Sucht eure rot-blauen Brillen und schaut diese fantastische Stereoansicht aus einer anderen Welt an. Eugene Cernan, er war Kommandant der Mission Apollo 17, fotografierte die Szene am 11. Dezember 1972. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Sie zeigen den Blick an Bord des Mondmoduls Challenger, als Cernan und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die breite Flanke eines Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, liegt in der Sonne. Sie ragt mitten im Bild über dem dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben auf.

Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Ron Evans steuerte das Kommandomodul America. Wir sehen es vorne im Orbit vor dem Gipfel des Südmassivs.

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Das Mondschiff von Apollo 17

Das bunte Raumschiff vor dem schwarzen Himmel wirkt etwas verbeult. Oben ist eine runde Parabolantenne. Das Schiff wirkt alles andere als stromlinienförmig, weil es im luftleeren Raum fliegt.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bildneubearbeitung: Andy Saunders)

Das Mondmodul Challenger von Apollo 17 wirkt seltsam eckig. Es wurde für einen Flug im Vakuum des Weltraums entwickelt. Dieses Bild wurde digital neu bearbeitet. Es zeigt die Aufstiegsstufe der Challenger im Mondorbit. Die Aufnahme wurde aus Kommandokapsel America von Apollo 17 fotografiert.

An den Seiten des Mondlandefahrzeugs befinden sich kleine Triebwerke zur Lagekontrolle. Eine davon ist die Düse am Raketentriebwerk der Aufstiegsstufe. Vorne ist eine Luke. Durch diese gelangten die Astronauten auf die Mondoberfläche. Oben ist eine runde Radarantenne. Im dreieckigen Fenster sieht man den Kommandanten der Mission, Gene Cernan. Das Raumschiff funktionierte großartig. Es landete im Dezember 1972 auf dem Mond und brachte die Apollo-Astronauten zurück zum Kommandomodul im Orbit.

Wo ist die Landefähre Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe blieb am Landeort von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Im Bild sieht man die Aufstiegsstufe. Sie wurde in der Nähe gezielt zum Absturz gebracht. Die Astronauten stießen sie vor ihrer Rückkehr zum Planeten Erde vom Kommandomodul ab.

Die Mission Apollo 17 endete heute vor 47 Jahren. Es war das sechste und bisher letzte Mal, dass Astronauten auf dem Mond landeten.

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Mond und Planeten in der Dämmerung

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrecht: Petr Horálek

Beschreibung: Vielleicht hat die aktuelle Konjunktion von Venus und Jupiter Sie auf den Geschmack gebracht, den Himmel zu beobachten. Heute Abend kommt der Hauptgang: Am 28. November erscheint ein junger Sichelmond, der in der Dämmerung am westlichen Horizont in der Nähe der beiden hellen Planeten posiert.

Diese Nachthimmelslandschaft zeigt eine junge Mondsichel und die gleißende Venus am 29. Oktober in der Dämmerung am westlichen Abendhimmel, ähnlich wie beim heutigen visuellen Fest. Die Himmelslichter leuchten über den fernen Bergen und dem Minya-Kloster im tibetischen autonomen Bezirk Garzê, dieser liegt im Nordwesten von Sichuan in China auf dem Planeten Erde. Damals war nicht Jupiter, sondern Merkur ein himmlischer Begleiter der Venus und des Mondes. Der flüchtige innerste Planet ist hier in der hellen Dämmerung kaum sichtbar, er steht in der Nähe der Bildmitte links unter der Venus.

Morgen, am 29. November, hilft der Sichelmond, als Dessert den Planeten Saturn zu finden.

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Apollo 12: Selbstporträt

Ein Astronaut füllt das Bild, man sieht seinen Oberkörper. Vorne ist eine Videokamera, in der linken Hand hält er ein Instrument. Im Visier seines Helmes spiegelt sich der Astronaut, der das Bild fotografierte.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Charles Conrad

Ist das Kunst? Vor 50 Jahren fotografierte der Astronaut Charles „Pete“ Conrad bei der Mission Apollo 12 dieses Meisterwerk. Er dokumentierte, wie sein Kollege Alan Bean im Ozean der Stürme Proben des Mondbodens sammelte.

Das Bild ist schlicht und doch dramatisch. Die unwirtliche Umgebung im Ozean der Stürme auf dem Mond spiegelt sich im Visier von Beans Helm. Es ist eine perfekt arrangierte Reflexion mit Conrad und dem Mondhorizont.

Manche frühen Arbeiten von Fotojournalisten zählen heute als Kunst. Solche Bilder zeigten die Lebensumstände von Menschen auf dem Planeten Erde. Zum Beispiel fotografierte Lewis W. Hine im frühen 20. Jahrhundert die Stadt New York. Berühmt sind auch Margaret Bourke-Whites Fotografien für Magazine. Manche Leute schätzen wohl viele dokumentarische Astronomie- und Weltraumbilder wegen ihrer künstlerischen und ästhetischen Wirkung.

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