Polarlicht und Sonnenaufgang

Die Polarlichter, die sich unter der ISS ausbreiten, sind nur noch kurz zu sehen. Links oben kündigt sich schon der Sonnenaufgang an. Vom Rand ragen Solarpaneele und eine Kapsel ins Bild. Unten ist die Erde, am oberen Ende verläuft ein bräunlicher Rand aus Nachthimmellicht.

Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation, Ricky Arnold

Auf der Internationalen Raumstation ISS kann man ein Polarlicht nur bis zum Sonnenaufgang bewundern. Danach wird die Erde im Hintergrund zu hell. Leider dauert es nach Sonnenuntergang wegen des schnellen Umlaufs der ISS um die Erde bis zum Sonnenaufgang meist weniger als 47 Minuten. Dieses Bild zeigt grüne Polarlichter unter der ISS und rechts oben am Horizont. Links oben breitet sich schon der Sonnenaufgang aus.

Im Weltraum ein Polarlicht zu beobachten kann verzaubern. Die veränderliche Form wurde mit einer riesigen grünen Amöbe verglichen. Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Elektronen und Protonen von der Sonne auf das Erdmagnetfeld treffen. Dort wirbeln sie so schnell zur Erde hinab, dass dadurch Atome und Moleküle in der Atmosphäre aufleuchten. Die ISS kreist fast in derselben Höhe wie Polarlichter. Häufig fliegt sie mitten durch die dünnen oberen Schichten eines Polarlichts. Das schadet aber weder den Astronauten, noch verändert es die Form des Polarlichts.

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Flug über die Erde bei Nacht II

Videocredit: NASA, Portal für Weltraumfotografie; Musik: The Low Seas (The 126ers)

Was sieht man, wenn man um die Erde kreist? Die Internationale Raumstation ISS tut das alle 90 Minuten. Die Leute an Bord fotografieren dabei Bildfolgen, aus denen manchmal Videos entstehen.

Dieses Video zeigt in Zeitraffer viele Naturschauspiele auf der dunklen Erde. Zu Beginn schimmern links oben grüne und rote Polarlichter über den weißen Wolken. Bald kommen Stadtlichter in Sicht. An diesen erkennt man, dass die Raumstation über Nordamerika und weiter über Florida zieht. In der zweiten Sequenz fliegt sie über Europa und Afrika und zieht am Ende über den Nil. Kurze Lichtblitze beleuchten die Gewitter. Weit entfernte Sterne gehen hinter dem grünlich-goldenen Schimmer der Erdatmosphäre auf.

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Ein Auto umkreist die Erde

Die Erde mit Ozeanen, Kontinenten und Wolken füllt den Hintergrund. Vorne ragt ein Auto mit offenem Schiebedach und einer Puppe ins Bild. Es diente als Ballast für einen Raketentest.

Bildcredit: SpaceX

Letzte Woche kreiste ein Auto um die Erde. Es wurde von Menschen und Robotern auf der Erde gebaut. Die Firma SpaceX startete es, um zu demonstrieren, dass ihre Rakete Falcon Heavy ein Raumschiff ins Sonnensystem transportieren kann. Das kultige Auto wurde absichtlich skurril gestaltet. Es sollte interessanter sein als Betonblöcke, um die Tauglichkeit der Rakete zu demonstrieren. Am Steuer sitzt eine Gliederpuppe namens Starman in einem Raumanzug.

Das Einzelbild stammt aus einem Video, das mit einer von drei am Auto montierten Kameras aufgenommen wurde. Diese Kameras waren mit der Autobatterie verbunden, die nun keinen Strom mehr liefert. Bald verließ das Auto den Erdorbit und kreist nun bis in unbestimmte Zukunft zwischen der Erde und dem inneren Rand des Asteroidengürtels um die Sonne.

Vielleicht ist es Milliarden Jahre unterwegs, bis sich die Sonne zu einem Roten Riesen ausdehnt. Wenn jemand in ferner Zukunft das birgt, was vom Auto noch übrig ist, wäre das ein einzigartiger Einblick in Technologien, die im 20. und frühen 21. Jahrhundert auf der Erde entwickelt wurden.

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Roadster, Starman, Planet Erde

Vor der Erde, die links oben als breite Sichel abgebildet ist, fährt ein rotes Fahrzeug ins All. Am Steuer sitzt eine Puppe mit Raumanzug und Helm.

Bildcredit: SpaceX

Immer mit der Ruhe. Es ist nur eine Puppe im Raumanzug, die den Namen Starman trägt. Die Sichel des Planeten Erde, die von der Sonne beleuchtet ist, rückt in den Hintergrund. Vorne sitzt Starman am Steuer eines Tesla Roadster. Es ist das letzte Bild der Nutzlast, die am 6. Februar mit einer Falcon Heavy gestartet war.

Roadster und Starman werden international als 2018-017A bezeichnet. Sie sind unterwegs in den Weltraum hinter die Marsbahn. Die erfolgreiche Rakete Falcon Heavy ist nun die mächtigste Rakete, die zur Verfügung steht.

Der Roadster ist eines von vier elektrischen Autos, die je vom Planeten Erde ins Weltall starteten. Die anderen drei flogen mit den historischen Saturn-V-Raketen zum Mond. Starmans Roadster ist das einzige straßentaugliche. Die Saturn V war zwar mächtiger als die Falcon Heavy, konnte aber nicht wieder verwendet werden.

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Frei im All fliegen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: STS-41B, NASA

Wie ist es, frei im Weltraum zu fliegen? Der Astronaut Bruce McCandless II erlebte diesen Traum. Er schwebte etwa 100 Meter von der Ladebucht der Raumfähre Challenger entfernt in einer Manövereinheit mit Besatzung (MMU) frei im Raum. Das war weiter draußen als je ein Mensch zuvor.

McCandless und sein NASA-Astronautenkollege Robert Stewart waren die Ersten, die im Jahr 1984 bei der Raumfährenmission 41-B ein „ungebundenes Außenbordmanöverselbst erlebten. Die MMU schoss Strahlen aus Stickstoff. Sie diente zum Entladen und Bergen von Satelliten. Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde schwer. Doch wenn sie im Orbit treibt, ist sie – wie auch alles andere – schwerelos. Die MMU wurde später durch die SAFER-Rucksack-Antriebseinheit ersetzt.

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Erde und Mond

Bildrechte: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Nur selten werden Erde und Mond zusammen fotografiert. Diesen Monat vor 25 Jahren bot sich eine der besten Gelegenheiten. Damals sauste die Jupitersonde Galileo am System unserer Heimatwelt vorbei. Die Raumsonde Galileo näherte sich auf etwa 15 Erde-Mond-Distanzen. Von dort aus sah sie, wie unser natürlicher Begleiter an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische Bilder, die farbverstärkt wurden. Der Mond wirkt zwar neben der Erde klein. Doch kein anderer Planet im Sonnensystem hat einen Begleiter, dessen Größe so ähnlich ist. Rechts außen ist die Sonne. Sie beleuchtete etwa die Hälfte jeder Kugel. Die rotierende Erde zeigt Wolken, blaue Ozeane und braune Kontinente.

Heute Nacht leuchtet auf der ganzen Erde ein fast voller EichenSupermond. Er scheint von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

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Wirbelsturmsaison – animiert

Videocredit: M. R. Radcliff (USRA) et al., NASAGSFC, SVS; Musik: Elapsing Time von C. Telford und R. A. Navarro (ASCAP)

Auf welchen Wegen wandern Wirbelstürme? Seit langer Zeit will man gefährliche Stürme besser verstehen. Daher sammelte die NASA die Daten von mehreren Satelliten und kombinierte sie. Das Video zeigt eine Simulation der Wirbelsturmsaison vom letzten Jahr. Sie wurde mit Supercomputern aus diesen Daten modelliert.

Das Video zeigt Aerosole, die in der Luft schweben. Rauch ist weiß gefärbt. Meersalz ist blau und Staub braun. Von August bis Oktober 2017 wurden die Daten für das Video auf der Nordhälfte der westlichen Erdhalbkugel aufgezeichnet. Die Aerosole machen Winde sichtbar, die mitunter unsichtbar sind. Mitten in vielen faszinierenden Strömungen wirbeln rechts Orkane über den Atlantik. Einige Wirbelstürme peitschten Inseln und Küstenregionen in Nordamerika. Danach verflüchtigten sie sich im Nordatlantik.

Es lohnt sich, die Wettermuster dieses Jahres zu analysieren. Dann erhalten wir vielleicht schon nächstes Jahr genauere Vorhersagen von Unwettern.

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Unsere Geschichte in einer Minute

Videocredit und -rechte: MelodySheep, Symphony of Science, John Boswell; Musikcredit: Our Story

Habt ihr eine Minute, um die ganze Geschichte der menschlichen Existenz zu sehen? Dieser Film kombiniert mehrere Ausschnitte aus Videos. Er fasst unsere Geschichte prägnant zusammen und vertont sie.

Von Anfang bis Ende sind kurze Szenen eingeblendet. Es beginnt mit einer Animation des Urknalls. Dann folgt eine Reise durch das frühe Universum. Erde und Mond entstehen. Mehrzelliges Leben und Pflanzen kommen auf. Reptilien und Dinosaurier erleben ihren Aufstieg bis zu dem vernichtenden Einschlag eines Meteoriten. Er führt zum Aufkommen von Säugetieren und Menschen und schließlich zum Beginn der modernen Zivilisation.

Das Video dauert eine Minute. Es endet mit einem Flug über einen modernen Wolkenkratzer, und auf einem schneebedeckten Gipfel steht ein Mensch.

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