Der Medusanebel

Der Medusanebel, auch Abell 21, ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis

Beschreibung: Verschlungene, verworrene Fasern aus leuchtendem Gas führten zum landläufigen Namen des Nebels: Medusanebel. Diese Medusa ist auch als Abell 21 bekannt. Sie ist ein alter, etwa 1500 Lichtjahre entfernter planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge (Gemini).

Wie der mythologische Namensvetter steht auch der Nebel für eine dramatische Transformation. Die Phase eines planetarischen Nebels ist ein Endstadium in der Evolution massearmer Sterne wie der Sonne, wenn sie sich von Roten Riesen in heiße weiße Zwergsterne verwandeln und dabei ihre äußeren Schichten abstoßen.

Die ultraviolette Strahlung des heißen Sterns liefert die Energie für das Leuchten des Nebels. Der transformierende Stern der Medusa ist der blasse Stern nahe der Mitte der hellen, sichelförmigen Form. Auf dieser detailreichen Teleskopansicht reichen die blasseren Fasern rechts über die helle, sichelförmige Region hinaus. Die Größe des Medusanebels wird auf mehr als vier Lichtjahre geschätzt.

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IC 1318: Der Schmetterlingsnebel in Gas und Staub

Der Schmetterlingsnebel mit der Bezeichnung IC 1318 im Schwan in hoher Auflösung.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Pham

Beschreibung: Im Sternbild Schwan liegt in der Nähe des Pelikannebels die Gaswolke des Schmetterlings neben einem Stern, der als Henne bekannt ist. Dieser Stern mit dem passenden Namen Sadr liegt rechts außerhalb des Bildes, doch das Zentrum des Schmetterlingsnebels mit der Bezeichnung IC 1318 ist in hoher Auflösung abgebildet.

Die komplexen Muster im hellen Gas und dunklen Staub entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen interstellaren Winden, Strahlungsdruck, Magnetfelder und Gravitation. Diese Teleskopansicht von IC 1318 zeigt die charakteristischen Emissionen von ionisierten Schwefel-, Wasserstoff– und Sauerstoffatomen, die in den roten, grünen und blauen Farbtönen der beliebten Hubble-Palette abgebildet sind.

Der hier abgebildete Teil des Schmetterlingsnebels ist ungefähr 100 Lichtjahre breit und 4000 Lichtjahre entfernt.

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NGC 1499: Der Kaliforniennebel

Der Kaliforniennebel NGC 1499 ist am Himmel nicht weit von den Plejaden entfernt, er wird von Xi Persei zum Leuchten angeregt.

Bildcredit und Bildrechte: Yannick Akar

Gibt es die mythische Insel der Königin Calafia im All? Das vielleicht nicht. Doch zufällig hat der Umriss dieser Molekülwolke im Weltraum eine ähnliche Kontur wie der US-Bundesstaat Kalifornien. Unsere Sonne liegt im Orionarm der Milchstraße. Sie ist nur etwa 1000 Lichtjahre vom Kaliforniennebel entfernt. Der klassische Emissionsnebel ist auch als NGC 1499 bekannt und an die 100 Lichtjahre lang.

Das markanteste Licht im Bild ist der rote Schimmer im Kaliforniennebel. Er ist charakteristisch für die Atome von Wasserstoff, die sich mit lange verloren gegangenen Elektronen verbinden. Die Elektronen wurden vom energiereichen Sternenlicht abgestreift. Das ionisierte die Atome. Das energiereiche Sternenlicht, das einen Großteil des Gases im Nebel ionisiert, stammt wohl vom heißen Stern Xi Persei. Er leuchtet hell und bläulich rechts neben dem Nebel.

Der Kaliforniennebel ist ein beliebtes Ziel in der Astrofotografie. Ihr seht ihn mit einem Weitwinkel-Teleskop bei dunklem Himmel im Sternbild Perseus. Er ist nicht weit von den Plejaden entfernt.

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Der Pelikannebel in Rot und Blau

Der Pelikannebel IC 5070 liegt im Sternbild Schwan neben dem Nordamerikanebel.
Bildcredit und Bildrechte: M. Petrasko, M. Evenden, U. Mishra (Insight Obs.)

Der Pelikannebel verändert sich. Offiziell wird der ganze Nebel als IC 5070 bezeichnet. Eine dunkle, staubige Molekülwolke trennt ihn vom Nordamerikanebel, der größer ist. Der Pelikan ist sehr interessant, denn er ist eine ungewöhnlich aktive Mischung aus Sternbildung und Gaswolken, die sich verwandeln.

Das Bild wurde so bearbeitet, dass beiden Hauptfarben Rot und Blau zur Geltung kommen. Der interstellare Wasserstoff strahlt vor allem rotes Licht ab. Das ultraviolette Licht der jungen, energiereichen Sterne erwärmt das kalte Gas im Nebel langsam. Die Grenze zwischen den beiden Bereichen rückt voran. Man nennt sie Ionisationsfront. Sie verläuft in hellem Rot über die Bildmitte. Übrig bleiben sehr dichte Tentakel aus kaltem Gas.

In einigen Millionen Jahren nennt man den Nebel vielleicht nicht mehr Pelikan. Denn das Verhältnis und die Anordnung von Sternen und Gas hinterlässt sicherlich etwas, das ganz anders aussieht.

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NGC 2244: Ein Sternhaufen im Rosettennebel

Im Zentrum des Rosettennebels im Sternbild Einhorn befindet sich der Sternhaufen NGC 2244.

Bildcredit und Bildrechte: Don Goldman

Mitten im Rosettennebel liegt ein heller offener Sternhaufen, der den Nebel zum Leuchten bringt. Die Sterne von NGC 2244 sind erst vor ein paar Millionen Jahren aus dem umgebenden Gas entstanden.

Dieses Bild entstand im Jänner mit Mehrfachbelichtungen. Es wurde in den spezifischen Farben von Schwefel (rot), Wasserstoff (grün) und Sauerstoff (blau) fotografiert und zeigt die zentrale Region ungeheuer detailreich. Die Haufensterne verströmen einen heißen Teilchenwind. Er führt zu einer komplexen Menagerie aus Gas und Staubfasern, während er langsam das Innere des Haufens leerfegt.

Der Rosettennebel ist ungefähr 5200 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas findet man ihn im Sternbild Einhorn (Monoceros). Sein Zentrum hat einen Durchmesser von etwa 50 Lichtjahren.

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Rosettennebel am langen Stiel

Der Rosettennebel NGC 2237 ist etwa 100 Lichtjahre groß und an die 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn (Monoceros).

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block und Tim Puckett

Beschreibung: Wäre der Rosettennebel auch mit einem anderen Namen so hübsch? Die langweilige Bezeichnung NGC 2237 im Neuen Gesamtkatalog scheint die Erscheinung des oben gezeigten blumigen Emissionsnebels am langen Stiel aus leuchtendem Wasserstoff nicht zu schmälern.

Im Nebel liegt der offener Haufen NGC 2244 aus hellen jungen Sternen, die vor ungefähr vier Millionen Jahren aus dem Nebelmaterial entstanden sind. Ihre Sternwinde schaffen ein Loch im Zentrum des Nebels, das durch eine Schicht aus Staub und heißem Gas isoliert ist. Das Ultraviolettlicht der heißen Haufensterne bringt den umgebenden Nebel zum Leuchten.

Der Rosettennebel ist etwa 100 Lichtjahre groß, an die 5000 Lichtjahre entfernt und mit kleinen Teleskopen im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen.

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Cygnus-Mosaik 2010 – 2020

Panorama im Sternbild Schwan (Cygnus) in der Milchstraße mit Emissionsnebeln wie dem Nordamerikanebel NGC 7000 oder dem Pelikannebel IC 5070 sowie dem nördlichen Kohlensacknebel.
Bildcredit und Bildrechte: J-P Metsavainio (Astro Anarchy)

Diese schöne Landschaft am Himmel wurde in Pinselstrichen aus interstellarem Staub und leuchtendem Gas gemalt. Sie liegt am nördlichen Ende des „großen Risses“ in der Ebene unserer Milchstraße. Dort ist das Sternbild Schwan (Cygnus). Das weite Mosaik misst am Himmel eindrucksvolle 28×18 Grad. Es entstand im Laufe eines Jahrzehnts aus Bilddaten, die in 400 Stunden Belichtungszeit entstanden sind.

Links steht der Alphastern im Schwan. Es ist der helle, heiße Überriese Deneb. Das Sternbild Schwan ist voller Sterne und leuchtender Gaswolken. Es enthält aber auch den dunklen, undurchsichtigen Nördlichen Kohlensack und Emissionsregionen, in denen Sterne entstehen: den Nordamerikanebel NGC 7000 und den Pelikannebel IC 5070 links unter Deneb.

Auf dieser kosmischen Szenerie seht ihr viele weitere Nebel und Sternhaufen. Leute auf der Nordhalbkugel kennen Deneb auch als Teil zweier Asterismen: Er markiert eine Ecke des Sommerdreiecks und bildet die Spitze im Kreuz des Nordens. Links unten zeigt der Vollmond den Maßstab des Bildes.

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WR32 und interstellare Wolken in Carina

WR32 und NGC 3324 - der Gabriela-Mistral-Nebel - im Carinanebel im Sternbild Schiffskiel.

Bildcredit und Bildrechte: Ariel Cappelletti

Beschreibung: Sterne können wahre Künstler sein. Mit interstellarem Gas als Leinwand bildete ein massereicher, stürmischer Wolf-Rayet-Stern die malerisch zerzausten halbkreisförmigen Fasern links im Bild mit der Bezeichnung WR32. Zusätzlich bildeten die Winde und Strahlung des kleinen Sternhaufens NGC 3324 rechts oben eine 35 Lichtjahre große Höhlung, in deren rechter Seite das Profil eines Gesichtes erkennbar ist. Der landläufige Name der Region ist Gabriela-Mistral-Nebel nach der berühmten chilenischen Dichterin.

Die beiden interstellaren Nebel liegen ungefähr 8000 Lichtjahre entfernt im großen Carinanebel, einer komplexen Sternumgebung mit zahlreichen Wolken aus Gas und Staub, die voller fantastischer und fantasieanregender Formen sind. Diese Teleskopansicht zeigt die charakteristischen Emissionen dieser Nebel, die von ionisierten Schwefel-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen stammen. Diese wurden in roten, grünen und blauen Farbtönen der beliebten Hubble-Palette kartiert.

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