Licht am Ende der Straße

Eine Straße führt zum Horizont. Darüber leuchten drei helle Planeten im Abendrot. Links und rechts sind dunkle Silhouetten von Bäumen. Steil steigt Zodiakallicht zum Himmel auf, oben zieht schräg über den dunklen Nachthimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Calcino

Am Ende der Landstraße ist ein helles Licht. Es ist eine unglaublich enge Konjunktion zweier Planeten. Am 27. August nach Sonnenuntergang leuchteten die gleißende Venus und Jupiter auf dieser himmlischen Nachtlandschaft fast wie ein einziges Himmelslicht. Sie wurden in der Nähe von Lake Wivenhoe im australischen Queensland fotografiert.

Das spektakuläre senkrechte Panorama von der Südhalbkugel zeigt die zentrale Milchstraße nahe dem Zenit an der Spitze einer Säule aus Zodiakallicht, das in der Ebene der Ekliptik schimmert. Auch Mars und Saturn befinden sich in der Nähe der Ekliptik, knapp unter der zentralen Wölbung der Galaxis. Links über einem Baum am Horizont fügt sich der flüchtige Planet Merkur zu den Lichtern am Ende der Straße.

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Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

Über einem Strand ist der Himmel nur am Horizont dämmrig erhellt, der Himmel ist dunkel. Dort leuchtet die Korona der Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis. Nach oben und unten verläuft die 8-förmige Schleife eines Analemmas.

Bildcredit und Bildcredit: Cenk E. Tezel und Tunç Tezel (TWAN)

Wie ändert sich die Position der Sonne, wenn man jeden Tag zur selben Zeit hinausgeht und sie fotografiert? Mit viel Planung und Aufwand gelingt so eine Bildserie. Die Sonne folgt im Laufe des Jahres einer Schleife in Form einer Acht. Man nennt sie ein Analemma. Zur Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel der Erde erschien die Sonne am unteren Rand des Analemmas. Analemmata sehen auf unterschiedlichen Breiten jeweils anders aus. Auch Analemmata von verschiedenen Tageszeiten unterscheiden sich.

Mit mehr Planung und Aufwand enthält die Serie ein Bild mit einer totalen Sonnenfinsternis. Oben seht ihr ein Analemma mit Sonnenfinsternis. Der Fotograf prägte dafür das Wort Tutulemma. Es basiert auf dem türkischen Begriff für Finsternis. Die Bildfolge für das Komposit wurde ab 2005 in der Türkei fotografiert. Das Bild für den Vordergrund der Serie entstand bei der totalen Phase der Sonnenfinsternis am 29. März 2006 im türkischen Side. Bei der Totalität leuchtete rechts unten die Venus.

Wenn ihr ein Tutulemma in den USA fotografieren möchtet, das mit der totalen Sonnenfinsternis nächsten August endet, solltet ihr jetzt beginnen.

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Perseïdennacht bei Yosemite

Über dem Yosemite-Nationalpark strömten die Meteore der Perseïden scheinbar aus dem Sternbild Perseus. Die Straße unten wird von einem Fahrzeug beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Shaw

Der Meteorstrom der Perseïden war in der Nacht von 11. auf 12. August 2016 sehr ergiebig. Der Himmel wurde an dem unvergesslichen Abend an einem Aussichtspunkt im Yosemitetal auf der Erde fotografiert. Die Bildserie entstand im Lauf einer ganzen Nacht. Für diese Szenerie wurden 25 Einzelbilder gewählt. Jedes Bild zeigt einen einzelnen Meteor und wurde an den Sternen im Hintergrund ausgerichtet.

Die digitale Manipulation gleicht die Erdrotation aus. Das ermöglicht den perspektivischen Blick auf eine Explosion farbiger Spuren, die vom Radianten ausströmen. Der Radiant liegt im Sternbild Perseus. Das letzte Abendrot leuchtet nach Sonnenuntergang sanft auf die Westseite von El Capitan.

Kurz vor Sonnenaufgang schimmert Zodiakallicht neben dem Half Dome. Es verläuft im Osten am fernen Horizont vom Tal aufwärts. Das Zodiakallicht heißt auch „falsche Dämmerung“. Scheinwerfer beleuchten die Straße im Tal. Das Bild der Perseïdennacht ist voller Himmelsschätze. Dazu zählten die Milchstraße und der Sternhaufen der Plejaden.

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Mond und Merkur über Las Campanas

Über den chilenischen Bergen breitet sich ein malerisches Abendrot über dem Horizont aus. Nach oben hin wird der Himmel dunkelblau. Unten begegnet die Venus dem Stern Regulus, oben steht die Mondsichel mit beleuchteter Nachtseite knapp neben dem Planeten Merkur.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Letzten Donnerstag war der Blick zum Sonnenuntergang auf dem 2,5 km hohen Gipfel des Cerro Las Campanas in den einsamen chilenischen Anden eindrucksvoll. Der helle Merkur verblasst gerade. Er stand sehr nahe beim zwei Tage alten Mond. Die Mondsichel war von der Sonne beleuchtet, die Mondnacht von der Erde. Der Mond stand über der malerischen Gebirgslandschaft neben dem flüchtigen innersten Planeten.

Unter der Konjunktion begegnete die gleißende Venus dem hellen Stern Regulus. Der westliche Horizont war sehr farbenfroh. Der prächtige Himmel über Las Campanas war natürlich nicht unerwartet. Dort befinden sich die Magellan-Zwillingsteleskope am Las-Campanas-Observatorium. Auf dem Gipfel ist die Baustelle des künftigen Giant Magellan Telescope.

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Merkur am Horizont

Im Abendrot zieht Merkur eine Schleife. Die Bilder wurden jeden Abend fotografiert, wenn die Sonne 10 Grad unter dem Horizont stand. Oben sind Wolken von unten rot beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado

Habt ihr schon einmal den Planeten Merkur gesehen? Er kreist sehr nahe um die Sonne. Daher ist er am irdischen Himmel nie weit von ihr entfernt. Wenn Merkur hinter der Sonne herzieht, sieht man ihn kurz nach Sonnenuntergang tief am Horizont. Wenn er der Sonne voraus wandert, steht er kurz vor Sonnenaufgang am Himmel. Leute mit Erfahrung und etwas Ausdauer finden Merkur zu gewissen Zeiten im Jahr, wenn der Horizont klar ist.

Dieses Bild entstand mit viel Entschlossenheit und etwas Digitalbearbeitung. Es zeigt Merkurs schrittweise Positionen im März 2000. Jedes Bild wurde in Spanien am selben Ort fotografiert, wenn die Sonne 10 Grad unter dem Horizont stand. Alle Bilder wurden dann über den fotogensten Sonnenuntergang gelegt.

Jetzt gerade steigt Merkur mit jedem Sonnenuntergang höher über den Horizont. Heute har er eine sehr geringe Winkeldistanz zum helleren Planeten Venus.

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Gegendämmerungsstrahlen über Colorado (II)

Hinter Westminster, einer Stadt im US-Bundesstaat Colorado, laufen Strahlenbüschel unter dem Horizont zusammen. Es sind Gegendämmerungsstrahlen.

Bildcredit und Bildrechte: Regina Kelly

Was passiert über dem Horizont? Die Szene wirkt zwar irgendwie übernatürlich, doch man sieht hier nichts Ungewöhnlicheres als einen Sonnenuntergang und ein paar gut platzierte Wolken. Oben seht ihr Gegendämmerungsstrahlen.

Wenn ihr das Phänomen verstehen möchtet, beginnt mit einer Abbildung gewöhnlicher Strahlenbüschel. Sie entstehen, wenn das Licht der Sonne durch einzelne Wolken strömt. Sonnenlicht breitet sich auf geraden Linien aus. Diese Linien werden an den kugelförmigen Himmel projiziert. Dabei entstehen Großkreise. Daher laufen Strahlenbüschel der unter- oder aufgehenden Sonne am Himmel auf der gegenüberliegenden Seite an einem Punkt zusammen. Es ist der Sonnengegenpunkt, er liegt 180 Grad gegenüber der Sonne. Dort nennt man die Büschel als Gegendämmerungsstrahlen.

Das Foto mit Gegendämmerungsstrahlen entstand Anfang des Monats in Westminster, das liegt im US-Bundesstaat Colorado.

Deja vu: Gegendämmerungsstrahlen über Colorado (I)

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Aufgang vom Erdbeermond zum Honigmond

Der Mond geht auf und zieht einen breiten diagonalen Streifen im Bild. Tier über dem Horizont leuchtet er rötlich, die Farbe ändert sich schrittweise zu Hellgelb rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: Trevor Mahlmann

Nahe am Horizont wirkt der Vollmond durch die berühmte Mondtäuschung oft riesig und aufgequollen. Zeitrafferbilder zeigen, dass sich seine scheinbare Größe kaum ändert, wenn er zum Zenit aufsteigt. Doch seine Farbe ändert sich. Für dieses Komposit wurde alle 10 Sekunden ein Bild fotografiert. Das Ergebnis zeigt, wie dramatisch sich die Farbe ändern kann.

Das Komposit folgt dem Vollmond zur Sonnenwende, der über einem zerklüfteten Horizont im Nordwesten von Indiana aufsteigt. Die Sichtlinie durch die dichte, staubhaltige Atmosphäre der Erde wird dabei immer kürzer. Das Mondlicht ändert die Farbe von Erdbeerrot zu honigfarben und blasseren, gelblichen Farbtönen. Die Änderung passt für einen nördlichen Vollmond im Juni. Er ist auch als Erdbeer- oder Honigmond bekannt.

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Federwolken über Paris

Dunkle Federwolken überziehen den Nachthimmel von Paris. Der Himmel dahinter ist noch hell. Rechts unten steht der Eiffelturm, er wird beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Bertrand Kulik

Was schwebt da über Paris? Es sind Federwolken. Sie erscheinen meist weiß oder grau, wenn sie Sonnenlicht reflektieren. Doch bei Sonnenuntergang oder -aufgang können sie vor dem besser beleuchteten Himmel dunkel erscheinen. Cirren gehören zu den höchsten Wolkenarten. Sie sind gewöhnlich so dünn, dass man hindurchsehen kann.

Zirruswolken können aus Luftfeuchte entstehen, die über Sturmwolken aufsteigt. Manchmal kündigen sie einen merklichen Wetterumschwung an. Zirruswolken wurden auch auf dem Mars, auf Jupiter, Saturn, Titan, Uranus und Neptun beobachtet. Dieses Bild wurde vor zwei Tagen aus einem Fenster im 15. Arrondissement in Paris in Frankreich auf der Erde fotografiert. Das hell beleuchtete Objekt rechts unten ist natürlich der Eiffelturm.

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