Orion und Plejaden in einer staubigen Umgebung

Das Bild zeigt viele sehr bekannte Himmelsobjekte, die man hier aber kaum erkennt, weil so viele Details abgebildet wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Fernández

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Erkennt ihr auf einem sehr detailreichen Bild berühmte Objekte am Himmel? Hier ist ein Test: Die lang belichtete Aufnahme ist voller Filamente aus Staub und Gas. Sie sind normalerweise sehr blass. Findet ihr hier einige bekannte Wahrzeichen des Nachthimmels?

Das Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Orion-Nebel, Aldebaran, Beteigeuze, den Hexenkopfnebel, die Eridanus-Schleife und den Kalifornien-Nebel. Hier ist eine beschriftete Version, die beim Erkennen hilft.

Die Übung und das Erkennen vertrauter Sternbilder bei sehr dunklem Himmel sind aus einem ähnlichen Grund schwierig: Das Bildwerk des Nachthimmels hat eine extrem hohe verborgene Komplexität. Das Komposit zeigt einen Teil davon. Es ist ein 16-stündige Belichtung des Himmels bei dunklem Himmel über Granada in Spanien.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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Orions Schätze über verschneiten Bergen

Unten steht eine Person in einer verschneiten Landschaft und leuchtet mit einer Taschenlampe auf den Boden. Am Horizont dahinter stehen Bäume und schneebedeckte Berge. Am Sternenhimmel oben schimmern mehrere bekannte rote Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Über einem vereisten Tal in der Tatra steht das bekannte Sternbild Orion mit seinen hellen Sternen und berühmten Nebeln. Das Foto entstand in Polens höchstem Gebirge, das im Süden steht. Der dunkle Nachthimmel passt gut zu der gebirgigen Umgebung und zeigt die Schönheit der Erde und unserer Galaxis.

Die Berge sind von Schnee bedeckt. Darüber strahlen die hellen Sterne in Orions Gürtel über einem Himmelsgebiet, das berühmt ist für seine hell leuchtenden interstellaren Gaswolken. Der große Orionnebel ist ein gewaltiges Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist sogar mit freiem Auge sichtbar und leuchtet mitten im Bild. Die riesige Barnard-Schleife (Barnards‘ Loop), eine Wolke aus ionisiertem Wasserstoff, windet sich außen herum. Sie reicht fast um das ganze Sternbild.

Links schimmert das sanfte Leuchten des Rosettennebels. Der gräuliche Hexenkopfnebel steht rechts neben der Bildmitte. Er wird vom Licht naher Sterne erleuchtet. Der orange Riesenstern Beteigeuze am oberen Bildrand bildet die Schulter des Jägers Orion.

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Die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel

Collage von 25 einzelnen Bilder von jeweils einem hellen Stern. Die Sterne zeigen vier Beugungsspitzen und sehr unterschiedliche Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Tragoolchitr Jittasaiyapan

Kennt ihr die Namen von einigen der hellsten Sterne? Das ist wahrscheinlich, auch wenn einige helle Sterne Namen haben, die sehr alt sind. Sie reichen fast bis zu den Anfängen der Schrift zurück.

In vielen Kulturen haben die hellsten Sterne eigene Namen. Es ist aus kulturellen und historischen Gründen wichtig, sich an sie zu erinnern. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat damit begonnen, standardisierte Sternnamen zu vergeben. Sie sollen die weltweite Kommunikation vereinfachen.

Hier seht ihr die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel. Die Bilder zeigen sie in den Farben, in denen wir Menschen sie sehen können. Die von der IAU anerkannten Namen stehen unter ihrem Bild. Einige Sternnamen haben interessante Bedeutungen: Sirius bedeutet „der Sengende” auf Latein. Wega stammt aus dem Arabischen und heißt „die Fallende”. Antares kommt aus dem Urgriechischen und bedeutet „Gegenmars”. Wahrscheinlich kennt ihr auch den Namen mindestens eines weiteren Sterns. Er ist zu schwach, um in dieser Liste aufzutauchen: der Polarstern.

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Eine Winternacht im Dezember

Orion wirkt auf dieser Nachthimmelslandschaft sehr ungewöhnlich - er ist von einem roten Staubring umgeben, und am Kopf leuchtet eine rote runde Wolke. Am oberen Bildrand leuchten in der Mitte die Plejaden. In der Landschaft im Vordergrund steht ein von innen beleuchtetes Dach, am Horizont ist eine Gebirgskette.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak

Diese nächtliche Landschaft wurde lange belichtet. Darauf geht der Orion scheinbar seitlich auf und klettert über eine ferne Bergkette. Die winterliche Szene entstand in der langen Sonnwendnacht auf der Nordhalbkugel. Sie wurde im südlichen Polen aufgenommen.

Die Aufnahme entstand mit einer Kamera, die für rotes Wasserstoff-Licht optimiert ist. Daher treten großflächige Nebel am Himmel hervor. Sie sind sonst unsichtbar. Diese Nebel liegen am Rand der Orion-Molekülwolke. Sie gesellen sich zu den bekannten Gürtelsternen des Himmelsjägers und den hellen Riesensternen Beteigeuze und Rigel.

Das Auge des Stiers ist der gelbliche Stern Aldebaran. Er verankert den V-förmigen Sternhaufen der Hyaden über der Bildmitte. Doch das hellste Objekt am Himmel über den schneebedeckten Gipfeln der Landschaft ist Jupiter. Er beherrscht als großer Gasplanet unser Sonnensystem. Am Himmel der Erde bleibt er noch einige Zeit nahe der Opposition.

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Orion geht vor der Kamera auf

Das Bild zeigt eine verschneite Landschaft mit einem großen Hügel in der Mitte. Über dem Hügel sind die Sterne und Nebel des Sternbildes Orion zu sehen. Das rote Leuchten der Nebel steht in starkem Kontrast zum dunklen Himmel und dem hellen Schnee.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Ślipko

Wie sieht der aufgehende Orion durch eine Kamera aus?
Zu dieser Zeit des Jahres ist die berühmte Konstellation kurz nach Sonnenuntergang im Südwesten zu sehen. Vielerorts geht das bekannte Sternbild mit seinen berühmten drei Gürtelsternen seitlich liegend auf.

Das Bild zeigt einen großen Himmelsbereich, indem sich auch Orion befindet. Es wurde über einem Berg namens Śnieżka an der Grenze zwischen Polen und Tschechien, fotografiert. Die lange Belichtungszeit bringt viele lichtschwache Objekte zum Vorschein, wie den Orion– und Flammennebel, die beide von der geschwungenen Barnardschleife umschlossen werden.

Die gezeigte Weitwinkelaufnahme hat auch andere Schätze des Nachhimmels eingefangen, wie den blauen Sternhaufen der Plejaden oben im Bild und den roten Rosettennebel links von Orion. Zu den berühmten Sternen im Bild gehören Sirius, Beteigeuze, Rigel und Aldebaran. In den kommenden Monaten wird Orion bei Sonnenuntergang immer höher am Himmel zu sehen sein.

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Orion, wie man beinahe sieht

Hier ist das Sternbild Orion zu sehen, aber das Bild ist so detailreich, dass viele Nebel zu sehen sind, so dass die Gürtelsterne und der sie umgebende Stern kaum erkennbar sind. Das Rollover-Bild markiert die hellsten Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Michele Guzzini

Kennt ihr dieses Sternbild? Es ist eine der am besten erkennbaren Sterngruppen am Himmel. Doch hier ist Orion vollständiger, als ihr ihn sehen können. So präsentiert sich Orion nur, wenn man ihn mit einer Digitalkamera lang belichtet und das Ergebnis bearbeitet.

Der kühle Rote Riese Beteigeuze ist der hellste Stern links oben. Er hat einen starken Orangestich. Die heißen blauen Sterne in Orion sind zahlreich: Der Überriese Rigel balanciert Betelgeuse rechts unten aus. Bellatrix leuchtet rechts oben. Im Gürtel des Orion befinden sich drei Sterne. Sie sind alle etwa 1500 Lichtjahre entfernt und stammen aus den gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbilds.

Direkt unter dem Orions Gürtel schimmert ein heller, aber unscharfer Fleck. Er kommt euch vielleicht ebenfalls bekannt vor. Es ist die Sternbildungsstätte, die man als Orionnebel kennt. Sehr auffällig ist auch die Barnardschleife, die mit bloßem Auge unsichtbar ist. Sie ist ein riesiger gasförmiger Emissionsnebel um den Orion-Gürtel und den Orionnebel. Der Pionier der Orion-Fotografie, E. E. Barnard, entdeckte ihn vor über 100 Jahren.

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Betelgeuse verfinstert

Zwei Abbildungen des Sternbildes Orion, links leuchtet Betelgeuse hell, rechts ist er während der Bedeckung durch einen Asteroiden sehr schwach.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Am 12. Dezember zog der Asteroid 319 Leona vor dem hellen Stern Betelgeuse vorbei. Dabei warf er einen Schatten auf den Planeten Erde. Um zu sehen, wie er den allseits beliebten Roten Riesen verdunkelte, musste man auf der zentralen schmalen Schattenlinie stehen. Sie begann in Zentralmexiko und zog nach Osten über den Süden von Florida, den Atlantischen Ozean, Südeuropa und Eurasien. 

Das Himmelsereignis war nur von der Erde aus sichtbar. Diese beiden Bilder, die es zeigen, wurden in Almodovar del Rio in Spanien aufgenommen. Das linke Bild entstand vor der Sternbedeckung durch den Asteroiden, das rechte Bild während der Bedeckung. 

Auf beiden Bildern leuchtet der Stern Betelgeuse links oben an der Schulter des bekannten Sternbilds Orion. Seine Helligkeit nahm während der äußerst seltenen Bedeckung merklich ab. Der Riesenstern wurde ein paar Sekunden lang von dem ungefähr 60 Kilometer großen Asteroiden bedeckt.

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Die Weite um Rigel

Im weiten Stern- und Nebelfeld leuchtet links oben der Orionnebel, um den Stern Rigel in der Mitte ist ein rötlicher Nebel angeordnet, und rechts daneben befindet sich der Hexenkopfnebel.

Bildcredit: Rheinhold Wittich

Der gleißend blaue Überriesenstern Rigel markiert am Nachthimmel des Planeten Erde den Fuß des Jägers Orion. Er wird als Beta Orionis bezeichnet und ist in der Mitte dieses weiten, detailreichen Sichtfeldes abgebildet.

Rigels blaue Farbe zeigt, dass er viel heißer ist als sein konkurrierender Überriese im Orion, der gelbliche Betelgeuse (Alpha Orionis). Doch beide Sterne sind so massereich, dass sie ihre Tage mit einem Kollaps ihres Kerns beenden werden. Rigel ist etwa 860 Lichtjahre entfernt. Er hat den 74-fachen Radius der Sonne und ist heißer als sie. Damit hat er etwa den Durchmesser der Merkurbahn.

Im 10 Grad breiten Ausschnitt des nebelreichen Sternbildes befindet sich links oben der Orionnebel. Rechts neben Rigel ist der staubige Hexenkopfnebel, er wird von Rigels gleißend blauem Sternlicht beleuchtet. Rigel ist Teil eines Mehrfachsternsystems, dessen Begleitsterne viel blasser sind.

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