Geminiden-Meteore über dem Vulkan Teide

Über dem Vulkan Teide auf Teneriffa leuchtet der helle Stern Rigel. Meteore der Geminiden strömen vom Himmel herab. Dahinter leuchtet das Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

In manchen Nächten regnet es Meteore. Asteroidenstaub streifte über den dunklen irdischen Himmel. Er regnete beim jährlichen Meteorstrom der Geminiden herab.

Die Geminiden erreichten vor zwei Nächten ihren Höhepunkt. Der Astrofotograf Juan Carlos Casado bildete das Weltraumwetter-Ereignis als Fotoserie ab. Er nahm etwa 2,3 Stunden lang mit einem Weitwinkelobjektiv Bilder auf. Vorne steht der schneebedeckte Vulkan Teide auf der spanischen Kanareninsel Teneriffa. Hinten liegt das ikonische Sternbild Orion. Der Stern beim Gipfel des Vulkans ist Rigel.

Die Asteroidenstaubteilchen reisen parallel zueinander. Trotzdem strömen die Meteorspuren scheinbar von einem gemeinsamen Punkt aus. In diesem Fall ist es das Sternbild Zwillinge (Gemini) über dem oberen Bildrand. Der Meteor-Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, ähnlich wie Bahngleise, die scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Der Astrofotograf schätzt, dass das Kompositbild etwa 50 Geminiden zeigt. Wie viele seht ihr?

Zur Originalseite

 

Rover Yutu rollt über den Mond

Der Rover Yutu rollte von seiner Landefähre hinunter auf den Mondboden.

Bildcredit: Nationale Raumfahrtbehörde China, Xinhuanet

Ein neuer Rover beginnt den Mond zu erforschen. Er ist so groß wie ein Tisch. Die Raumsonde Chang’e 3 wurde vor zwei Wochen von der Chinas Nationaler Raumfahrtbehörde gestartet. Er landete gestern auf dem Mond und entlud den Roboter-Rover Yutu.

Der Mondrover ist nach dem folkloristischen Mond-Jadehasen Yutu benannt. Seine Mission ist für drei Monate geplant. Dabei soll er mehrere Kilometer im Einschlagskrater Sinus Iridum (lateinisch für „Regenbogenbucht“) erforschen. Auch die Kameras und Spektrometer von Yutu untersuchen Details der Oberfläche und ihre Zusammensetzung. Ein Bodenradar sondiert die tiefere Bodenstruktur.

Chang’e 3 gelang die erste sanfte Mondlandung seit der Landung der sowjetischen Raumsonde Luna 24 im Jahr 1976. Er ist der erste Mondrover seit Lunochod 2, den die UdSSR im Jahr 1973 landete. Yutu wurde gestern von seiner Landefähre fotografiert, nachdem er auf den Mond gerollt war.

Hinweis: APOD wird vom Planetarium Peking auf chinesisch übersetzt.

Zur Originalseite

Dreivierteleuropa

Der Jupitermond Europa ist von oben halb beleuchtet. Die helle Oberfläche ist von braunen Rissen überzogen.

Bildcredit: Galileo-Projekt, JPL, NASA; Bildrechte: neu bearbeitet von Ted Stryk

Die Phase dieses Mondes wirkt vertraut, der Mond selbst jedoch nicht. Diese Dreiviertelphase zeigt einen Teil des Jupitermondes Europa. Die Roboter-Raumsonde Galileo fotografierte dieses Bildmosaik bei ihrer Mission. Sie umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003.

Wir sehen Ebenen aus hellem Eis. Risse verlaufen bis zum Horizont, und dunkle Flecken enthalten wahrscheinlich Eis und Schmutz. Erhabenes Gelände ist besonders gut in der Nähe des Terminators erkennbar. Dort wirft es Schatten. Europa ist fast gleich groß wie der Erdmond, aber viel glatter. Sie besitzt kaum Hochländer oder große Einschlagkrater.

Hinweise und Bilder der Raumsonde Galileo zeigen, dass es unter der eisigen Oberfläche flüssige Ozeane geben könnte. Um zu untersuchen, ob es in diesen Meeren Leben geben könnte, begann die ESA mit der Vorbereitung des Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE). Der Start dieser Raumsonde ist etwa um das Jahr 2022 herum geplant. Sie soll neben Jupiter besonders den Mond Europa erforschen.

Aktuelle Beobachtungen des Weltraumteleskops Hubble liefern neue Hinweise, dass auf Europas Oberfläche Eis austritt, ähnlich wie beim Saturnmond Enceladus.

Zur Originalseite

Der Blasennebel

Umgeben fon einem Kranz schwach leuchtender kaminroter Wolken leuchtet eine zarte Blase in der Mitte. Im Bild sind wenige Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: J-P Metsävainio (Astro Anarchy)

Diese interstellare Erscheinung wird von den Winden eines massereichen Sterns aufgebläht. Sie hat eine überraschend vertraute Form, die als NGC 7635 katalogisiert wurde. Sie ist auch als Blasennebel bekannt. Die Blase sieht zerbrechlich aus, doch sie hat einen Durchmesser von 10 Lichtjahren und weist Hinweise auf gewaltsame Vorgänge auf.

Rechts über der der Blasenmitte befindet sich ein heißer O-Stern. Er ist Hunderttausende Male leuchtstärker und etwa 45-mal massereicher ist als die Sonne. Der heftige Sternwind und die intensive Strahlung des Sterns sprengten das Gebilde aus leuchtendem Gas in das dichtere Material in der umgebenden Molekülwolke.

Der faszinierende Blasennebel ist etwa 11.000 Lichtjahre entfernt und liegt im überheblichen Sternbild Kassiopeia. Die natürlich wirkende Ansicht der kosmischen Blase wurde aus Schmalband-Bilddaten erstellt. Aus den Daten wurde auch ein 3D-Modell erstellt.

Zur Originalseite

Geminiden-Meteorstrom über dem Dashanbao-Feuchtgebiet

Über einer halbwegs dunklen Landschaft fallen Meteore vom Himmel. Sie strömen von einem Punkt aus, der über dem oberen Bildrand liegt. Am Himmel sieht man Jupiter, das Sternbild Orion und die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai

Der jährliche Meteorstrom der Geminiden regnet diese Woche auf den Planeten Erde. Es leuchtet zwar ein zunehmender Dreiviertelmond. Trotzdem kann man die zuverlässigen Geminiden heute Nacht bewundern. Der Höhepunkt ist in der Nacht von 13. auf 14. Dezember.

Diese Himmelslandschaft wurde letztes Jahr fotografiert. Es war am frühen Morgen des 14. Dezember 2012 um den Höhepunkt der Geminiden. Das Bild zeigt viele hübsche Sternschnuppen. Die Einzelbilder dieser Komposition wurden in einem Zeitraum von drei Stunden fotografiert. Der Blick ging über das Dashanbao-Feuchtgebiet in Zentralchina.

Am dunklen Himmel stand rechts der helle Jupiter. Fast in der Mitte leuchteten Orion und das blasse Band der Milchstraße. Der scheinbare Ursprung aller Meteorspuren – der Radiant – liegt im Sternbild Zwillinge (Gemini) über dem oberen Bildrand.

Die Geminiden sind Staub aus der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon. Dieser Staub wird von der Erde aufgefegt. Geminiden treten mit einer Geschwindigkeit von etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein.

Heute Nacht: Meteorstrom der Geminiden

Zur Originalseite

Alnitak, Alnilam, Mintaka

Die drei hellen Gürtelsterne des Orion verlaufen diagonal durchs Bild. Es sind Alnitak, Alnilam und Mintaka. Rechts unten sind der Pferdekopfnebel und der Flammennebel bei Alnitak.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Drei helle, bläuliche Sterne verlaufen diagonal im Bild. Es sind – von Osten nach Westen (von rechts unten nach links oben) Alnitak, Alnilam und Mintaka. Die drei blauen Überriesensterne sind auch als Gürtel des Orion bekannt. Sie sind heißer und viel massereicher als die Sonne. Entstanden sind sie in Orions gut untersuchten interstellaren Wolken. Ihre Entfernung beträgt etwa 1500 Lichtjahre.

In dieser Region treiben Wolken aus Gas und Staub. Sie haben faszinierende und manchmal überraschende Formen. Beispiele dafür sind der dunkle Pferdekopfnebel und der Flammennebel rechts unten bei Alnitak. Der berühmte Orionnebel liegt außerhalb des rechten Bildrandes. Das gut gewählte Weitwinkel-Teleskopbild ist am Himmel etwa vier Grad breit.

Beobachtet den Meteorstrom der Geminiden!

Zur Originalseite

Der kälteste Ort der Erde

Die Grafik zeigt die Antarktis. Darauf sind Rekordtemperaturen markiert.

Bildcredit: Ted Scambos (National Snow and Ice Data Center) et al., Landsat 8, USGS, NASA

Wie kalt kann es auf der Erde werden? Im Inneren der Antarktis wurde eine Rekord-Tiefsttemperatur von -93.2 °C (-135.8 °F) gemessen. Das ist etwa 25 °C (45 °F) weniger als die tiefsten Temperaturen an sämtlichen Orten, wo Menschen dauerhaft leben.

Diese Tiefsttemperatur wurde im August 2010 erreicht. Es war im arktischen Winter. Forschenden sichteten dafür Jahrzehnte an Klimadaten, die von Satelliten in der Erdumlaufbahn gemessen wurden. Die kältesten Punkte waren in der Nähe von Gipfeln zu finden, weil höher gelegene Luft allgemein kälter ist. Doch die Orte mit den tiefsten Temperaturen befanden sich in Bodensenken neben Gipfeln, weil sich dort relativ dichte, kalte Luft ansammelte, die auf dem gefrorenen Boden weiter abkühlte.

Der Sommer ist eine viel bessere Zeit, um die Antarktis zu besuchen, da sich einige Regionen auf bis zu 15 °C (59 °F) aufwärmen.

Zur Originalseite

Seyferts Sextett

Seyferts Sextett besteht scheinbar aus sechs Galaxien, doch nur vier davon sind gesichert durch Wechselwirkung miteinander verbunden. Eine Spiralgalaxie ist weit im Hintergrund, und ein Objekt ist vermutlich ein Gezeitenschweif aus herausgerissenen Sternen.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisarchive, NASA, ESABearbeitung: Judy Schmidt

Was bleibt von diesem Kampf der Galaxien übrig? Diese wechselwirkende Galaxiengruppe ist Seyferts Sextett. Sie liegt im Kopfteil des geteilten Sternbildes Schlange (Serpens).

Das Sextett enthält nur vier der Galaxien, die miteinander wechselwirken. Die kleine Spiralgalaxie in der Mitte dieses Hubble-Bildes, die man von oben sieht, liegt weit dahinter. Sie ist nur zufällig in einer Sichtlinie mit der Hauptgruppe. Auch die markante Verdichtung links oben ist wahrscheinlich keine eigene Galaxie, sondern ein Gezeitenschweif. Er besteht vermutlich aus Sternen, die durch die gravitative Wechselwirkung der Galaxien herausgerissen wurden.

Die wechselwirkenden Galaxien sind etwa 190 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegen eng beisammen in einer Region, die nur etwa 100.000 Lichtjahre groß ist. Damit ist ihr Durchmesser etwa so groß wie unsere Milchstraße. Die Gruppe ist also eine der dichtesten Galaxiengruppen, die wir kennen. Die eng verstrickte Gruppe ist durch Gravitation verbunden. Sie verschmilzt vermutlich in wenigen Milliarden Jahren zu einer einzigen großen Galaxie.

Zur Originalseite