Mondhalo über Steinkreis

Am Himmel leuchtet ein heller Kreis um den Mond. Er entsteht durch Eiskristalle in den Wolken, die den Himmel dünn überziehen. Unten sind Steine in einem Kreis um einen Wackelstein angeordnet. Der Wackelstein ist ein Relikt von der letzten Eiszeit.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Fotografie

Habt ihr schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das sieht man häufig, wenn hohe dünne Wolken, in denen Millionen winziger Eiskristalle schweben, einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall wirkt wie eine winzige Linse.

Die meisten Kristalle sind länglich und haben eine sechseckige Form. Wenn Licht in eine Kristallfläche eintritt und durch die Fläche gegenüber austritt, wird es um 22 Grad abgelenkt. Das entspricht dem Radius eines Mondhalos. Tagsüber kann ein ähnlicher Halo um die Sonne sichtbar sein. Wie die Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Das Bild wurde vor etwas mehr als einem Monat im walisischen Pontypridd Common in (GB) fotografiert. Ein Steinkreis am Boden wiederholt den Eiskreis am Himmel. Der Wackelstein in der Mitte stammt aus der letzten Eiszeit. Die Steine im Kreise wurden erst im 19. Jahrhundert außen herum aufgestellt.

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Polarlicht und Sonnenaufgang

Die Polarlichter, die sich unter der ISS ausbreiten, sind nur noch kurz zu sehen. Links oben kündigt sich schon der Sonnenaufgang an. Vom Rand ragen Solarpaneele und eine Kapsel ins Bild. Unten ist die Erde, am oberen Ende verläuft ein bräunlicher Rand aus Nachthimmellicht.

Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation, Ricky Arnold

Auf der Internationalen Raumstation ISS kann man ein Polarlicht nur bis zum Sonnenaufgang bewundern. Danach wird die Erde im Hintergrund zu hell. Leider dauert es nach Sonnenuntergang wegen des schnellen Umlaufs der ISS um die Erde bis zum Sonnenaufgang meist weniger als 47 Minuten. Dieses Bild zeigt grüne Polarlichter unter der ISS und rechts oben am Horizont. Links oben breitet sich schon der Sonnenaufgang aus.

Im Weltraum ein Polarlicht zu beobachten kann verzaubern. Die veränderliche Form wurde mit einer riesigen grünen Amöbe verglichen. Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Elektronen und Protonen von der Sonne auf das Erdmagnetfeld treffen. Dort wirbeln sie so schnell zur Erde hinab, dass dadurch Atome und Moleküle in der Atmosphäre aufleuchten. Die ISS kreist fast in derselben Höhe wie Polarlichter. Häufig fliegt sie mitten durch die dünnen oberen Schichten eines Polarlichts. Das schadet aber weder den Astronauten, noch verändert es die Form des Polarlichts.

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Korona einer totalen Sonnenfinsternis als HDR

Der Mond bedeckt die Sonne, daher sieht man die riesige Korona aus heißem Plasma. Rosarote Protuberanzen ragen über den Sonnenrand. Auf dem Mond erkennt man einige dunkle Flecken, die Maria oder Meere.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Lefaudeux

Die große Sonnenfinsternis 2017 war wirklich toll. Dieses HDR zeigt sie etwas prächtiger, als wir sie kennen. Am 21. August bedeckte der Mond auf einem schmalen Pfad ein paar Minuten lang die Sonne. Der Schatten zog quer über die USA. Die Finsternis war eines der am häufigsten fotografierten Ereignisse der Geschichte. Doch dieses Bild wurde erst kürzlich nach einem außergewöhnlichen Aufwand an Digitalbearbeitung vollendet. Es ist eines der detailreichsten Bilder der Sonnenkorona, die je gelungen sind.

Die Sonnenkorona besteht aus extrem heißem Gas. Nur bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man sie mit bloßem Auge. Das Bild kombiniert mehr als 70 verschieden lang belichtete Einzelbilder einer HDR-Serie, die einander ergänzen. Sie lieferten genug Details, um die Bewegung der Sonnenkorona zu erkennen. In Unity in Oregon, wo die Bilder fotografiert wurden, waren morgens die Sichtbedingungen in der Atmosphäre sehr gleichmäßig.

Die nächste totale Sonnenfinsternis auf der Erde findet im Juli 2019 statt. Im April 2024 gibt es die nächste Finsternis, die man in Nordamerika und in den USA sieht.

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Wanderer

Videocredit: Bildmaterial: Erik Wernquist; Musik: Christian Sandquist; Worte und Stimme: Carl Sagan

Wie weit dringen Menschys vor? Dieses Video kombiniert echte Bilder aus dem All mit fiktiven Visualisierungen. Vielleicht stimmen die darin gezeigten Vermutungen. Dann lautet die Antwort: zumindest bis an den Rand des Planetensystems.

Das Video zeigt fantastische Szenen. Menschys treiben durch die Saturnringe, erforschen Jupiter mit einem Raumfahrzeug oder springen in der geringen Gravitation eines Uranusmondes von einer hohen Klippe.

Niemand kennt die Zukunft. Doch das Wandern und Forschen über physische und intellektuelle Grenzen ist Teil des menschlichen Geistes. Es hat unsere Spezies bisher meistens gut gedient.

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Magellanberg

Die Magellanschen Wolken flankieren einen Vulkan am Horizont. Er steht im Altiplano der Región de Antofagasta. Der klare südliche Himmel spiegelt sich in der Laguna Lejía.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Zwei Begleiterinnen der Milchstraße flankieren einen Vulkangipfel, der über dem zerklüfteten Horizont aufragt. Die Landschaft unter dem südlichen Nachthimmel blickt über die Laguna Lejía. Sie liegt im Altiplano der Región de Antofagasta im Norden von Chile.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke erweitern den Blick in den Raum hinter der Galaxis. Sie sind nach dem Portugiesen Ferdinand Magellan benannt, der im 16. Jahrhundert die erste Umrundung der Erde leitete. Die größere Wolke ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt. Die kleinere Wolke liegt 210.000 Lichtjahre hinter dem Berggipfel. Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke leuchtet 47 Tucanae wie ein heller Stern. Er spiegelt sich in der sternklaren Nacht im ruhigen Wasser. 47 Tucanae ist ein Kugelsternhaufen, der ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt ist. Er wandert durch den Hof der Milchstraße.

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Gaias Milchstraße

Die ovale Abbildung zeigt unsere ganze Milchstraße. Sie entstand, indem der Satellit Gaia die Helligkeit, Farbe, Position und Distanz von 1,3 Milliarden Sternen präzise vermaß. Rechts unten sind die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Gaia, DPAC

Dieses prachtvolle Panorama zeigt unsere Milchstraße und Galaxien in ihrer Nähe. Es ist kein Foto, sondern eine Karte. Dafür wurden fast 1,7 Milliarden Sterne einzeln vermessen. So entstand ein großer astronomischer Datensatz. Er ist die zweite Veröffentlichung von Daten des Satelliten Gaia, der den Himmel abtastet. Der Datensatz enthält präzise Angaben zu Position, Helligkeit, Farbe und parallaktischer Distanz für 1,3 Milliarden Sterne. Das sind etwa ein Prozent der Sterne in der Milchstraße.

Die Ebene der Milchstraße liegt flach im Sichtfeld von Gaias Karte der Sterndaten. Die meisten Sterne der Galaxis befinden sich in dieser Scheibe. Hohlräume und Risse in der galaktischen Ebene zeigen Staubwolken zwischen den Sternen und verdecken ihr Licht. Rechts unten schimmern die Große und Kleine Magellansche Wolke. Die beiden Nachbargalaxien liegen etwas unter der Milchstraße.

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Schnee auf Tschurjumow-Gerassimenko

Ein Schneesturm treibt auf einer verschneiten Landschaft neben einem steilen Felshang. Doch das Bild täuscht. Nur relativ wenige Teilchen treiben durchs Bild. Im Hintergrund leuchten Sterne im Großen Hund. Einige Lichtpunkte stammen von kosmischer Strahlung.

Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – GIF-Animation: Jacint Roger Perez

Dieser Schneesturm tobte an einer Klippe auf Tschurjumow-Gerassimenko. Man kennt ihn auch als Komet 67P. Doch er hätte euch nicht wirklich gefangen gehalten. Im Juni 2016 kreiste die Raumsonde Rosetta um den Kometen. Dabei zeichnete ihre Telekamera Spuren von Staub- und Eisteilchen auf. Sie treiben nahe bei der Optik über der Oberfläche des Kometen durchs Sichtfeld. Doch einige helle Flecken stammen wahrscheinlich von einem Regen energiereicher geladener Teilchen oder kosmische Strahlung, welche die Kamera trafen.

Andere Lichter zeigen den dichten Hintergrund aus Sternen im Sternbild Großer Hund. Bei Klick auf das Einzelbild wird die Animation geladen. Dann sind die Sterne im Hintergrund leicht erkennbar. Sie ziehen auf dem animierten GIF (7,7 MB) von oben nach unten.

Die Animation aus 33 Einzelbildern dauert eine Sekunde. In Echtzeit wäre sie etwa 25 Minuten lang. Als die Bildfolge für das GIF entstand, kreuzte Rosetta etwa 13 Kilometer vom Kometenkern entfernt.

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Hubble zeigt, wie Jupiters Roter Fleck schrumpft

Der Planet Jupiter ist sehr detailreich abgebildet. Rechts unter dem Äquator ist der Rote Fleck, der im Vergleich zu älteren Aufnahmen stark geschrumpft ist.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, STScI; Bearbeitung: Karol Masztalerz

Was wird aus dem großen Roten Fleck auf Jupiter? Der Gasriese Jupiter ist die größte Welt im Sonnensystem. Er besitzt etwa 320 Erdmassen. Jupiter hat eines der größten und beständigsten Sturmsysteme, die wir kennen. Es ist der große Rote Fleck (GRF) links. Der GRF ist zwar geschrumpft, dennoch ist er noch so groß, dass die Erde hineinpasst. Ein Vergleich mit historischen Aufnahmen lässt vermuten, dass der Sturm nur noch etwa ein Drittel des Bereichs auf der Oberfläche bedeckt, den er vor 150 Jahren ausfüllte.

Das Programm Outer Planets Atmospheres Legacy (OPAL) der NASA untersuchte den Sturm kürzlich mit dem Weltraumteleskops Hubble. Dieses OPAL-Bild von Hubble zeigt Jupiter im Jahr 2016. Es wurde so bearbeitet, dass rote Farbtöne sehr lebendig wirken. Aktuelle GRF-Daten belegen, dass der Sturm weiterhin schrumpft. Gleichzeitig wird er etwas höher. Niemand kennt die Zukunft des GRFs. Es ist auch gut möglich, dass – wenn dieser Trend des Schrumpfens anhält – mit dem GRF eines Tages dasselbe passiert wie mit den kleineren Flecken auf Jupiter – er verschwindet ganz.

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