Dunkle Nebel im Stier

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Bildbearbeitung und Bildrechte: Oliver CzernetzDaten: Digitized Sky Survey (POSS-II)

Beschreibung: Manchmal ist sogar der dunkle Staub im interstellaren Raum eine ruhige Schönheit. Ein solcher Ort befindet sich im Sternbild Stier. Die hier gezeigten Fasern befinden sich am Himmel zwischen dem Sternhaufen der Plejaden und dem Kaliforniennebel. Dieser Staub ist nicht für sein helles Leuchten bekannt, sondern seine Absorption und Undurchdringlichkeit.

Mehrere helle Sterne sind sichtbar, weil ihr blaues Licht vom braunen Staub reflektiert wird. Andere Sterne erscheinen ungewöhnlich rot, da ihr Licht kaum durch eine Säule aus dunklem Staub dringt und die rote Farbe übrig bleibt, nachdem die blaue gestreut wurde. Noch mehr Sterne liegen hinter Staubsäulen, die so dicht sind, dass man die Sterne nicht sieht.

Die Szene wirkt zwar ruhig, doch sie ist ein andauernder Kreislauf von Tumult und Wiedergeburt, weil ausreichend massereiche Knoten aus Gas und Staub durch Gravitation kollabieren und neue Sterne bilden – diese Sterne erzeugen in ihren Atmosphären neuen Staub und zerstören alten Staub durch ihr energiereiches Licht und ihren Sternenwind.

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Hayabusa2 nähert sich dem Asteroiden Ryugu

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Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Hayabusa2-Team

Beschreibung: Sieht aus wie ein großer Weltraumdiamant – aber mit Kratern. Es ist 162173 Ryugu (Drachenburg), und Japans Robotermission Hayabusa2 erreicht nun diesen erdnahen Asteroiden.

Die ehrgeizige Hayabusa2 trägt eine Armada abtrennbarer Sonden, darunter zwei Impaktoren, vier kleine Nahbereichsschweber, drei kleine Oberflächengeräte und den Mobile Asteroid Surface Scout (MASCOT), der auf Ryugus Oberfläche landen, diese untersuchen und dort umherwandern soll. Die meisten Geräte sind mit Kameras ausgestattet. Außerdem ist geplant, dass Hayabusa2 Oberflächenproben sammelt und diese für eine genaue Analyse bis 2020 zur Erde zurückbringt.

Was man zuvor vom Asteroiden Ryugu wusste, war seine Bahn, dass er etwa einen Kilometer groß und seine Oberfläche dunkel ist und ungewöhnliche Farben reflektiert. Die Untersuchungen von Ryugu könnten der Menschheit nicht nur mehr über Ryugus Oberfläche und sein Inneres verraten, sondern auch, welche Rohstoffe im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben vorhanden waren. Die oben gezeigte Bildserie von der Annäherung zeigt Details, die Hinweise auf große Felsen und Krater sein könnten.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

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Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Beschreibung: Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start dieser Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 waren beim Start der Atlantis die Sonne, die Erde, der Mond und die Rakete passend für diese fotogene Anordnung ausgerichtet.

Zuerst einmal muss die Tageszeit nahe Sonnenauf– oder –untergang sein, damit die Rauchschwade der Raumfähre einen langen Schatten wirft. Nur dann ist der Schatten am längsten und reicht bis zum Horizont. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf gegenüberliegenden Seiten des Himmels. Kurz nach Sonnenuntergang zum Beispiel steht die Sonne knapp unter dem Horizont, und in die andere Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Als daher die Atlantis kurz nach Sonnenuntergang donnernd abhob, wurde ihr Schatten von der Sonne weg zum gegenüberliegenden Horizont projiziert, wo zufällig der Vollmond stand.

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Curiositys staubiges Selbst

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Beschreibung: Ein Wind auf dem Mars kann eine Raumsonde eigentlich nicht umwerfen. Doch bei der geringen Gravitation können Marswinde in planetenweiten Stürmen feine Staubteilchen hochblasen, zum Beispiel bei dem Staubsturm, der derzeit auf dem Roten Planeten tobt.

Dieses Selbstporträt des Rovers Curiosity an Sol 2082 (15. Juni) von der Marsoberfläche zeigt die Auswirkungen des Staubsturms, er reduziert das Sonnenlicht und die Sichtbarkeit am Standort des Rovers im Gale-Krater. Die Mosaikbilder wurden mit dem Mars Hand Lens Imager fotografiert, dessen mechanischer Arm digital entfernt wurde. Auf dem Felsen links vor dem Rover ist Curiositys aktuelle Bohrstelle Duluth zu sehen. Gales ostnordöstlicher Kraterrand ist etwa 30 Kilometer entfernt und verschwimmt im Hintergrund.

Curiosity wird von einer Radionuklidbatterie betrieben und wird von der Staubzunahme im Krater Gale wahrscheinlich nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der mit Sonnenenergie betriebene Rover Opportunity auf der anderen Seite des Mars hat seine Aktivitäten wegen des noch größeren Mangels an Sonnenlicht an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour eingestellt.

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Die Galaxie in einer Kristallkugel

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Beschreibung: Auf diesem kreativen Schnappschuss enthält eine kleine Kristallkugel scheinbar eine ganze  Galaxie. Natürlich ist die Galaxie unsere Milchstraße. Ihre leuchtende zentrale Wölbung ist von Graten und Rissen aus interstellarem Staub gezeichnet und umfasst Tausende Lichtjahre. In dieser langen Nacht auf der Südhalbkugel füllte sie den dunklen chilenischen Himmel über dem Paranal-Observatorium.

Für diese Einzelaufnahme war jedoch kein Very Large Telescope nötig. Experimente mit einer Digitalkamera auf Stativ und einer Kristallkugel auf einem Handlauf des ESO-Hotels führten zu dem stimmungsvollen Porträt unserer Heimatgalaxie in einer kosmischen Kristallkugel.

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Nordlichter und leuchtende Nachtwolken

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Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Beschreibung: In diesem ruhigen See spiegelt sich der Himmel nach dem sonnwendnahen Sonnenuntergang vom 17. Juni. Die beschauliche Dämmerungsszene wurde in der Nähe von Bashaw in Alberta in Kanada im Norden des Planeten Erde fotografiert.

Leuchtende Nachtwolken sind meist während der Sommermonate in hohen Breiten zu sehen, sie hängen knapp über dem Horizont und übertragen Licht an einen dunkleren Himmel. Die eisigen Erscheinungen am Rande des Weltalls sind Kondensationen auf Meteorstaub oder Vulkanasche, die sich in extremer Höhe noch im Sonnenlicht befinden. Die Sonnenaktivität in dieser kurzen nördlichen Nacht löste – ebenfalls am Rand des Weltalls – die hübsche Erscheinung eines Nordlichtes (Aurora borealis) aus.

Sonnenwende heute: 10:07 UTC

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Die Säulen des Adlernebels in Infrarot

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung: Lluís Romero

Beschreibung: Im Adlernebel entstehen neue Sterne. Sie kontrahieren durch Gravitation in Säulen aus dichtem Gas und Staub. Die intensive Strahlung dieser neu gebildeten hellen Sterne verdampfen die Materie in ihrer Umgebung.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble in nahem Infrarotlicht aufgenommen, es ermöglicht dem Betrachter einen Blick durch einen Großteil des dichten Staubs, der die Säulen im sichtbaren Licht undurchsichtig macht. Die gewaltigen Strukturen sind Lichtjahre lang und werden informell Säulen der Schöpfung genannt.

Der Adlernebel steht in Verbindung mit dem offenen Sternhaufen M16 und ist ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt. Er ist ein leichtes Ziel für kleine Teleskope im nebelreichen Teil des Himmels im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange).

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Urzeitliches im Meer und am Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Beschreibung: Sie sehen zwar wie runde Steine aus, sind aber lebendig. Zudem sind sie moderne Versionen einer der ältesten Lebensformen, die wir kennen: Stromatolithen. Aus Fossilienfunden vermuten wir, dass Stromatoliten vor etwa 3,7 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden – noch bevor viele der vertrauten Sterne am heutigen Nachthimmel auftauchten.

Auf diesem Bild, das in Westaustralien fotografiert wurde, ist nur der urzeitliche zentrale Bogen unserer Milchstraße älter. Sogar die Magellanschen Wolken – Begleitgalaxien unserer Milchstraße, die auf diesem Bild unter dem Bogen der Milchstraße zu sehen sind – gab es nicht in ihrer heutigen Form, als die Stromatoliten erstmals auf der Erde wuchsen.

Stromatoliten nehmen Biofilme von Milliarden Mikroorganismen auf, die langsam zum Licht wandern können. Urzeitliche Stromatoliten setzten mithilfe dieses Lichtes Sauerstoff in der Luft frei und halfen, die Erde für andere Lebensformen bewohnbar zu machen, darunter schließlich auch Menschen.

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