ESO 137-001 entblättern

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Bildcredit: NASA, ESA, CXC

Beschreibung: Die Spiralgalaxie ESO 137-001 rast durch den massereichen Galaxienhaufen Abell 3627, der ungefähr 220 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Die ferne Galaxie liegt in diesem farbenprächtigen Hubble-Chandra-Kompositbild hinter den Milchstraßensternen im Vordergrund des südlichen Sternbildes Südliches Dreieck. Da die Spirale mit fast 7 Millionen Kilometern pro Stunde dahinrast, werden Gas und Staub darin entfernt, wenn der Staudruck des heißen, dünnen Mediums im Galaxienhaufen stärker wird als die Gravitation in der Galaxie.

Anhand der Daten von Hubble im sichtbaren Licht ist klar erkennbar, dass im abgestreiften Material entlang der kurzen, nachziehenden blauen Schliere helle Sternhaufen entstanden sind. Chandras Röntgendaten zeigen die gewaltige Ausdehnung des aufgeheizten, abgestreiften Gases als diffuse Bahnen in dunklerem Blau, die sich über mehr als 400.000 Lichtjahre zum rechten unteren Rand ausdehnen. Der deutliche Verlust an Staub und Gas macht neue Sternbildung in dieser Galaxie schwierig. Im Bild liegt rechts neben ESO 137-001 eine gelbliche elliptische Galaxie, der es an Sterne bildendem Staub und Gas mangelt.

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Messier 20 und 21

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt und mit einem Teleskop leicht im nebelreichen Sternbild Schütze zu finden. Die farbenprächtige kosmische Kontraststudie ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt, sie teilt sich dieses gut komponierte, fast 1 Grad weite Feld mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 (rechts unten).

Der Trifid ist ungefähr 40 Lichtjahre groß und wird von Staubbahnen dreigeteilt. Er ist an die 300.000 Jahre alt, somit ist er eine der jüngsten Sternbildungsregionen am Himmel, die neu geborenen und embryonischen Sterne sind in die Staub- und Gaswolken ihrer Entstehung eingebettet. Die Entfernung des offenen Haufens M21 wird ähnlich geschätzt wie die von M20, doch obwohl sie sich diese prächtige Teleskop-Himmelslandschaft teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen den beiden. Die Sterne von M21 sind nämlich viel älter, ungefähr 8 Millionen Jahre alt.

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Komet, Herz und Seele

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Beschreibung: Die grünliche Koma des Kometen 21P/Giacobini-Zinner steht hier links vor einer Tele-Himmelslandschaft, die mehr als 10 Grad der nördlichen Sternbilder Kassiopeia und Perseus zeigt. Das Bild vom 17. August zeigt den periodischen Kometen, der als Ursprung des bevorstehenden Draconiden-Meteorstroms bekannt ist. Nächsten Monat soll der Komet, der hier nur vier Lichtminuten von unserem hübschen Planeten entfernt vor einem reichhaltigen Sternfeld liegt, seine größte Helligkeit erreichen.

Giacobini-Zinner bleibt voraussichtlich zu schwach für eine Sichtbarkeit mit bloßem Auge, wie auch der farbenprächtige Herz- und Seelennebel nahe der Mitte des empfindlichen Sichtfeldes der Digitalkamera. Doch das Paar offener Sternhaufen rechts, h und χ Perseï, sind an dunklen Orten mit bloßem Auge gerade eben sichtbar. Herz- und Seelennebel mit ihren eingebetteten Haufen junger Sterne, die etwa eine Million Jahre alt sind, sind jeder größer als 200 Lichtjahre groß und 6000 bis 7000 Lichtjahre entfernt. Sie sind Teil einer großen aktiven Sternbildungskomplexes, der sich entlang des Perseus-Spiralarms unserer Milchstraße ausbreitet. h und χ Perseï sind auch als Doppelsternhaufen bekannt, sie sind ungefähr gleich weit entfernt.

Der periodische Giacobini-Zinner wurde von einer irdischen Raumsonde besucht, als der umfunktionierte International Cometary Explorer im September 1985 seinen Schweif durchquere.

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Asteroid Ryugu vom Hayabusa2

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Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA,

Beschreibung: Dieser große Weltraumdiamant hat einen geschätzten Wert von über 80 Milliarden Dollar. Er ist jedoch nur von der Form her ein Diamant – Asteroid 162173 Ryugu besteht vermutlich großteils aus Nickel und Eisen.

Asteroiden wie Ryugu sind aus mehreren Gründen interessant, hauptsächlich, weil sie sich in der Nähe der Erde befinden und eines fernen Tages die Gefahr eines Einschlags drohen könnte. In naher Zukunft ist Ryugu interessant, weil es in Zukunft vielleicht möglich ist, Raumfahrzeuge dorthin zu schicken, um Bergbau zu betreiben, er könnte somit eine neue Quelle wertvoller Metalle für die Menschheit sein. Wissenschaftlich gesehen ist Ryugu interessant, weil er Information bietet, wie unser Sonnensystem vor Milliarden Jahren entstand und warum seine Bahn so nahe an die Erde heranreicht.

Die japanische Roboter-Raumsonde Hayabusa2 erreichte den einen Kilometer großen Asteroiden Ende Juni. Dieses Bild zeigt Oberflächenstrukturen, die vor der Ankunft der Raumsonde Hayabusa2 unbekannt waren, unter anderem Gesteinsfelder und Krater. In den nächsten drei Monaten wird Hayabusa2 mehrere Sonden aussenden, von denen manche auf Ryugu landen und herumhüpfen sollen, während Hayabusa2 selbst ein kleines Stück des Asteroiden abbauen und zur Erde zurückbringen wird.

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Leuchtende Elemente im Seelennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jesús M.Vargas & Maritxu Poyal

Beschreibung: Sterne entstehen in der Seele der Königin von Äthiopien. Genauer gesagt befindet sich eine große Sternbildungsregion mit dem Namen Seelennebel (IC 1898) in Richtung des Sternbildes Kassiopeia, das in der griechischen Mythologie die eitle Frau eines Königs darstellt, der vor langer Zeit das Land um den oberen Nil beherrschte.

Der Seelennebel beherbergt mehrere offene Sternhaufen, eine große Radioquelle, die als W5 bezeichnet wird, sowie riesige entleerte Blasen, welche durch die Winde der jungen massereichen Sterne entstanden. Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt, ungefähr 100 Lichtjahre groß und wird meist neben seinem himmlischen Nachbarn, dem Herznebel (IC1805), abgebildet.

Dieses Bild ist ein Komposit aus drei Aufnahmen in verschiedenen Farben: Rot, das von Wasserstoff abgestrahlt wird, gelb, das von Schwefel stammt, und blau, das durch Sauerstoff entsteht.

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Aktive Protuberanzen auf einer ruhigen Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Warum ist die Sonne so ruhig? Da die Sonne in eine Phase eintritt, die als Sonnenminimum bekannt ist, weist sie – wie erwartet – weniger Sonnenflecken und aktive Regionen auf als sonst. Die Ruhe ist allerdings etwas beunruhigend, da dieses Jahr bisher an den meisten Tagen überhaupt keine Sonnenflecken sichtbar waren.

Im Gegensatz dazu waren während des Sonnenmaximums von 2011 bis 2015 fast jeden Tag Flecken auf der Sonne zu sehen. Maxima und Minima wechseln einander in einem 11-Jahres-Zyklus ab, wobei das letzte Sonnenminimum das ruhigste seit 100 Jahren war. Wird das aktuelle Sonnenminimum noch ruhiger? Obwohl die Sonnenaktivität die Erde und ihre Umgebung beeinflusst, weiß niemand genau, was die Sonne als Nächstes tut, und die Physik hinter den Prozessen wird weiterhin aktiv erforscht.

Dieses Bild wurde vor drei Wochen fotografiert und zeigt, dass unsere Sonne sogar an einem ruhigen Tag aktiv ist. Ständig tanzen Protuberanzen aus heißem Plasma, von denen manche größer sind als die Erde, am leichtesten sind diese über dem Rand erkennbar.

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Asperitas über Neuseeland

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Bildcredit und Bildrechte: Witta Priester

Beschreibung: Was sind das für Wolken? Ihr Ursprung ist zwar noch unbekannt, aber diese ungewöhnlichen atmosphärischen Strukturen, so bedrohlich sie auch erscheinen mögen, sind offenbar keine Vorboten des meteorologischen Untergangs. Asperitas wurden erst letztes Jahr formal als eigenständiger Wolkentyp anerkannt. Sie können atemberaubend aussehen, ihr Auftreten kann ungewöhnlich sein, und sie sind relativ unerforscht.

Während die meisten niedrigen Wolken flache Unterseiten haben, weisen Asperitas eine starke vertikale Struktur auf. Es wird daher vermutet, dass Asperitas mit Lenticularis, die in der Nähe von Bergen entstehen, oder Mammatuswolken, die mit Gewittern einhergehen, oder Föhn – ein trockener Fallwind, der von Bergen herab weht – verwandt sein könnten. Ein solcher Wind, der sogenannte Canterbury Northwester, strömt zur Ostküste der Südinsel Neuseelands.

Dieses Bild wurde 2005 über Hanmer Springs in Canterbury (Neuseeland) fotografiert und weist viele prächtige Details auf, weil das Sonnenlicht die gewellten Wolken von der Seite beleuchtet.

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Titan sehen

Der Saturnmond Titan ist in der Mitte im sichtbaren Licht dargestellt. Man sieht nur seine gelbliche Wolkenoberfläche. Außen herum sind sechs Bilder angeordnet, die in Infrarot durch die Wolken blicken und Details der Oberfläche zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: VIMS-Team, U. Arizona, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt. Es ist wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst. Dieser streut sichtbares Licht stark und verbirgt die Details auf Titans Oberfläche vor neugierigen Augen. Doch in Wellenlängen von Infrarot kann man Titans Oberfläche besser abbilden. Infrarot wird weniger stark gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.

In der Mitte ist ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen herum sind die bisher besten Ansichten in Infrarot des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben entstanden in 13 Jahren. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht. Die Aufnahmen stammen vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS). Das Spektrometer befindet sich an Bord der Raumsonde Cassini.

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