AE Aurigae und der Flammensternnebel

Das Bild ist von rötlichen und braunen Nebelfetzen gefüllt, die von Sternen gesprenkelt sind. In der Mitte ist eine stark strukturierte, heller leuchtende zyklamefarbene Ballung.

Bildcredit und Bildrechte: Amir Abolfath (TWAN)

Beschreibung: Brennt der Stern AE Aurigae? Nein. AE Aurigae trägt zwar den Namen Flammenstern, und der umgebende Nebel IC 405 wird Flammensternnebel genannt, und die Form der Region sieht aus wie Feuer, doch gibt es da kein Feuer. Als Feuer definiert man üblicherweise die schnelle molekulare Aufnahme von Sauerstoff, es tritt nur auf, wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, doch nicht in einer so energiereichen Umgebung mit wenig  Sauerstoff wie in Sternen.

Das Material, das wie Rauch aussieht, ist großteils interstellarer Wasserstoff, es enthält jedoch rauchähnliche dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnchen. Der helle Stern AE Aurigae rechts unter der Bildmitte ist so heiß, dass er blau leuchtet und so energiereiches Licht abstrahlt, dass es Elektronen aus dem umgebenden Gas ausschlägt. Wenn ein Proton ein Elektron zurückgewinnt, wird Licht abgestrahlt, das man im umgebenden Emissionsnebel sieht. Der hier gezeigte Flammensternnebel liegt ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 5 Lichtjahre groß. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Arp 194: Eine Galaxiengruppe verschmilzt

Die drei Galaxien im Bild wechselwirken miteinander. Von der oberen großen Galaxie verläuft eine Brücke aus blauen Sternhaufen zur unteren Galaxie. In der oberen Galaxie ist eine kleine Galaxie erkennbar.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Die Galaxien von Arp 194 kollidierenden, und dazwischen verläuft eine Brücke. Warum entstehen in dieser Verbindung neue Sterne? Wenn Galaxien zusammenstoßen, entstehen Sterne meist nur in den Scheiben der Galaxien oder in den Gezeitenschweifen. Doch in Arp 194 gibt es eine verbindende Brücke mit hellen Knoten aus jungen Sternen.

Dieses Bild von Arp 194 stammt von Hubble. Als man diese Bilder und Daten untersuchte und Computersimulationen der Wechselwirkung durchführte, zeigt sich, dass die untere Galaxie in den letzten 100 Millionen Jahren die obere Galaxie durchdrungen hat. Dabei entstand ein Strom aus Gas, der nun zur unteren Galaxie fällt. Man vermutet, dass in dieser Brücke Sterne entstehen, seit die Turbulenzen nach der stürmischen Kollision in jüngerer Zeit nachgelassen haben. In etwa einer Milliarde an Jahren verschmelzen die Galaxien – und auch eine kleinere Galaxie, die vor der oberen Galaxie liegt (seht ihr sie?) – zu einer größeren Galaxie.

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Annäherung an den Sternhaufen Terzan 5


Videocredit: Nick Risinger (skysurvey.org), DSS, Hubble, NASA, ESA, ESO; Musik: Johan B. Monell

Beschreibung: Kugelsternhaufen dominierten einst die Milchstraße. Vor langer Zeit, als unsere Galaxis entstand, durchstreiften möglicherweise Tausende Kugelsternhaufen unsere Milchstraße. Heute sind weniger als 200 übrig. Im Laufe der Äonen wurden viele Kugelsternhaufen durch wiederholte schicksalshafte Begegnungen untereinander oder mit dem Zentrum der Galaxis zerstört. Die verbleibenden Überreste sind älter als jedes Fossil auf der Erde, ja sogar älter als jede andere Struktur in unserer Galaxis, und sie begrenzen sogar das ungefähre Alter des Universums.

Wenn überhaupt, gibt es nur wenige junge Kugelsternhaufen in unserer Milchstraße, weil die Bedingungen für ihre Entstehung nicht günstig sind. Dieses Video zeigt, wie es aussehen könnte, wenn man von der Erde zum Kugelsternhaufen Terzan 5 reist. Am Ende ist ein Bild des Haufens dargestellt, das mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde. Man fand heraus, dass dieser Sternhaufen nicht nur Sterne enthält, die in den frühen Tagen unserer Milchstraße entstanden sind, sondern auch – überraschenderweise – andere, die etwa 7 Milliarden Jahre später bei einem weiteren Sternbildungsausbruch entstanden sind.

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Vier Türme und der Äquinoktiumsmond

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Bildcredit und Bildrechte: Javier Martinez Moran

Beschreibung: Der erste Vollmond des nördlichen Frühlings geht auf dieser Teleskopansicht hinter vier fernen Türmen auf. Dieses Bild wurde etwa 40 Kilometer westlich von Madrid fotografiert. Der Mondaufgang lag auch in zeitlicher Nähe der Vollmondphase, dem Mondperigäum und dem Äquinoktium im März.

Die seltsam wellige, verzerrte Form des Vollmondes nahe am Horizont hat jedoch mehr mit der langen Sichtlinie durch die geschichtete Atmosphäre zu tun. Zu den reizenden visuellen Effekten der beträchtlichen atmosphärischen Brechung zählt das Auftreten eines dünnen schwebenden Splitters über der Mondscheibe. Diese merkwürdige optische Luftverzerrung geht oft mit einem häufiger beobachteten grünen Blitz der untergehenden Sonne einher.

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Eine Symphonie am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Ranieri Tenti

Beschreibung: Trotz der Kälte lockte die Aussicht auf schimmernde Nordlichter diesen Himmelsbeobachter auf die gefrorene Oberfläche des Oberen Sees an der Westküste der Halbinsel Keweenaw. Die Belohnung war dieses nächtliche Crescendo.

Über das Panoramakomposit breitet sich der Nachthimmel im nördlichen Spätwinter aus. Das Bild entstand aus Aufnahmen, die in der Nacht von 28. Februar auf den 1. März zwischen 22 Uhr und ein Uhr früh  entstanden. Links steigt ein zartes Zodiakallichtband steil vom Horizont auf und legt sich über den Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die ferne Galaxie M31 und unsere Milchstraße leuchten über dem grünlichen Polarlichtbogen. Polaris, der Navigationsstern des Nordpols, steht oben in der Mitte und wird rechts vom bekanntesten Asterismus der nördlichen Nacht begleitet: dem Großen Wagen. Zu den irdischen Lichtern zählen Markierungen zweier Wellenbrecher am Horizont nahe der Mitte Szenerie.

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Strichspuren und Sonnenaufgang zum Äquinoktium

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars); Danksagung: Andrea Rodriguez Anton

Beschreibung: Über dieses Tag- und Nacht-Panoramakomposit vom 19. März ziehen Sterne, und die Sone geht auf. Die Ansicht blickt zum östlichen Horizont von La Nava de Santiago in Spanien. Dafür wurde im Laufe von etwa zwei Stunden eine durchgehende Serie Digitalbilder aufgenommen und kombiniert, um die konzentrische Bewegung der Sterne am Nachthimmel abzubilden.

Strichspuren sind eine Spiegelung der Erdrotation, sie krümmen sich links oben um den Himmelsnordpol und rechts unten um den Himmelssüdpol. Natürlich stand an die Sonne diesem Tag nahe dem Himmelsäquator und zog auf der Weitwinkelprojektion eine diagonale gerade Linie. Mithilfe eines dichten dunklen Filters wurde alle zwei Minuten das Bild der Sonne fotografiert. Sie ging am Morgenhimmel im Osten auf und wurde über die Strichspuren gelegt.

Die Landschaft im Vordergrund der Szenerie und ein lokales prähistorisches Grabmal wurden jedoch vom Licht des Vollmondes beleuchtet. Der Gang des Monuments weist fast nach Osten und dem Äquinoktiums-Sonnenaufgang.

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Paradoxe Ostern: Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

Äquinoktium auf dem Planeten Erde

Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Fröhliche Tag- und Nachtgleiche auf dem Planeten Erde! Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt ungefähr gleich lang. Es ist der erste Frühlingstag auf der Nordhalbkugel unseres Planeten. Auf der Südhalbkugel beginnt der Herbst. Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – das ist die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – vom Nord- zum Südpol des Planeten. Das sieht man am Beginn dieses Zeitraffervideos. Das Video komprimiert ein ganzes Jahr in 12 Sekunden.

Dieses Video entstand aus Infrarotbildern, die der Satellit Meteosat auf einer geosynchronen Bahn täglich zur selben Ortszeit aufzeichnet. Das Video beginnt im September 2010 zur Tag- und Nachtgleiche. Damals war der Terminator senkrecht ausgerichtet. Während die Erde die Sonne umkreist, neigt sich der Terminator. Dann erhält die Nordhalbkugel weniger Tageslicht. Bei der größten Neigung zur Sonnenwende ist auf der Nordhalbkugel Winter.

Wenn das Jahr weitergeht, neigt sich der Terminator wieder zurück und erreicht nach dem halben Video im März 2011 das Äquinoktium. Dann schwingt der Terminator in die andere Richtung über die Senkrechte hinaus. Im Juni 2011 erreicht er die Sonnenwende und den Beginn des nördlichen Sommers. Das Video endet bei der Rückkehr zum Äquinoktium im September.

Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

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Abell 370: Galaxienhaufen-Gravitationslinse

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Beschreibung: Was sind diese seltsamen Bögen? Beim Abbilden des Galaxienhaufens Abell 370 entdeckten Astronomen einen ungewöhnlichen Bogen. Die Natur des Bogens wurde nicht sofort erkannt, sondern erst, als bessere Bilder zeigten, dass der Bogen eine noch nie zuvor beobachtete Art astrophysikalisch verzerrter Abbildungen in Gravitationslinsen war, bei denen das Zentrum eines ganzen Galaxienhaufens die Linse ist.

Heute wissen wir, dass dieser Bogen – der hellste Bogen im Haufen – eigentlich aus zwei verzerrten Bildern einer ziemlich normalen Galaxie besteht, die zufällig weit entfernt dahinter liegt. Durch die Gravitation von Abell 370 wurde das Licht der Hintergrundgalaxien – und anderer Galaxien – verteilt, sodass es auf mehrfachen Lichtlaufwegen zum Beobachter gelangte – ähnlich wie wenn ein fernes Licht durch den Stiel eines Weinglases leuchtet.

Fast alle hier abgebildeten gelblichen Strukturen sind Galaxien im Haufen Abell 370. Ein scharfes Auge erkennt jedoch viele seltsame Bögen und verzerrte Bogenteile, die eigentlich die Bilder ferner normaler Galaxien sind, welche durch Gravitation gebrochen wurden. Untersuchungen von Abell 370 und seiner Bilder bieten Astronomen einen einzigartigen Blick auf die Verteilung normaler und Dunkler Materie in Galaxienhaufen und im Universum.

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