Plato und die Montes Alpes

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Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Der dunkle Boden des 95 Kilometer breiten Kraters Plato und die sonnenbeschienenen Gipfel der Alpen des Mondes glänzen in diesem scharfen teleskopischen Schnappschuss der Mondoberfläche. Die Alpen der Erde erhoben sich über Millionen von Jahren, während die Kontinentalplatten langsam zusammenstoßen. Doch die Alpen des Mondes bildeten sich plötzlich. Es war die Kollision, bei der auch die riesige Tiefebene des Mare Imbrium, das Meer des Regens, entstanden ist. Der flache Boden dieses Meeres ist unterhalb des Gebirgszuges zu sehen. Die auffällige gerade Struktur, die sich durch die Berge zieht, ist das Alpental Vallis Alpes. Es verbindet das Mare Imbrium mit dem nördlichen Mare Frigoris, dem Meer der Kälte. Das Tal ist etwa 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit. Der große, helle Berg rechts unterhalb des Kraters Plato heißt Mont Blanc. Ohne Atmosphäre und deshalb auch ohne Schnee sind die Mondalpen allerdings kein idealer Ort für den Winterurlaub. Dennoch würde eine 75 Kilo schwere Schifahrerin auf dem Mond nur etwa 12 Kilogramm wiegen.

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M51: Die Strudelgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Sleeman

Die Whirlpool-Galaxie ist eine klassische Spiralgalaxie. Mit einer Entfernung von nur 30 Millionen Lichtjahren und einem Durchmesser von gut 60.000 Lichtjahren ist M51, auch unter dem Namen NGC 5194 bekannt, eine der hellsten und malerischsten Galaxien am Himmel.

Die hier gezeigte Aufnahme ist eine digitale Kombination aus Bildern, die über einen Zeitraum von 58 Stunden in verschiedenen Farben mit einem Teleskop im chinesischen Lijiang aufgenommen wurden. Wer jedoch über ein gutes Fernglas verfügt, kann diesen „Strudel“ bereits in Richtung des Sternbilds der Jagdhunde (Canes Venatici) erkennen.

M51 ist eine Spiralgalaxie vom Typ Sc und das dominierende Mitglied einer ganzen Galaxiengruppe. Astronom*innen vermuten, dass die Spiralstruktur von M51 hauptsächlich auf die gravitative Wechselwirkung mit der kleineren Galaxie direkt darüber zurückzuführen ist.

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SDO zeigt eine Sonneneruption

Videocredit: NASA, SDO, AIA, Helioviewer; Bearbeitung und Text: Ogetay Kayali (MTU)

Was steigt da gerade von der Sonne auf? Eine hoch aufragende Struktur aus Sonnenplasma erhebt sich plötzlich von der Sonnenoberfläche und entfaltet sich im Weltraum. So groß wie mehrere Erden. Dies markiert den Beginn eines dramatischen koronalen Massenauswurfs (CME= coronal mass ejection). Das Ereignis wurde Ende 2024 vom Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA in beeindruckenden Details festgehalten.

Die Vorhersagen für das Weltraumwetter können durch die kontinuierliche Überwachung der Sonne verbessert werden . Es hilft der Menschheit, besser zu verstehen, wie Sonnenaktivitäten Satelliten, GPS, Funkkommunikation und Stromnetze auf der Erde beeinflussen.

Dieses Video setzt sich aus drei Aufnahmen im extremen Ultraviolett zusammen. Die Bilder kommen vom SDO-Instrument namens Atmospheric Imaging Assembly (AIA). Sie zeigen, wie Plasma mit verschiedenen Temperaturen bei dem Ausbruch nach oben geschleudert wird.

Im Video bedeutet Rot: kühleres und dichteres Material, das aus der unteren Atmosphäre der Sonne aufsteigt. Gelb zeigt extrem heiße Schleifen – sie sind Millionen Grad heiß. Diese Schleifen dehnen sich nach außen aus, weil sich die Magnetfelder der Sonne öffnen. Nach dem Hauptausbruch leuchtet es blau in der Nähe der Ausbruchsregion. Dies ist ein Zeichen für extrem erhitztes Plasma. Es blieb zurück, als sich die Magnetfelder der Sonne schnell neu ordneten.

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Meteorstaub

Über den nebelverhangenen Gelben Bergen (Huang Shan) im Osten von China flammt ein heller Meteor der Geminiden am sternklaren Himmel auf. Nach links zieht eine rötliche blasse Staubspur. Oben strahlt der helle Stern Sirius.

Bildcredit und Bildrechte: Xu Chen

Was geschieht mit diesem Meteor? Während er durch die Erdatmosphäre rast und sich dabei erhitzt, verliert er seine äußersten Schichten. Die Temperatur steigt rasch an. So entsteht nicht nur das helle Leuchten des beeindruckenden Streifens, sondern es schmelzen und verdampfen auch Teile des Meteors. Dabei entsteht Staub.

Dieser Staub wird üblicherweise vom Wind fortgeblasen. Nur ein paar Minuten später sieht man keine Spuren mehr. Der größte Teil des Staubs sinkt allmählich zur Erdoberfläche herab.

Das Bild wurde Mitte Dezember beim Sternschnuppenstrom der Geminiden fotografiert. Links oben leuchtet Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel. Im Vordergrund stehen die nebelverhangenen Hänge des Huang Shan, das Gebirge der Gelben Berge im Osten von China.

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M104: Die Sombrero-Galaxie im Infrarotlicht

Ein rot leuchtender, scheinbar schwebender Ring umläuft eine bläulich leuchtende, transparente ovale Wolke. Vor dem schwarzen Hintergrund sind außerde, einzelne Lichtpunkt zu sehen.

Bildcredit: NASA, JPL, Caltech, SSC, R. Kennicutt (Steward Obs.) et al.

Dieser schwebende Ring ist so groß wie eine Galaxie. Er ist in der Tat eine Galaxie – oder zumindest ein Teil davon, denn er gehört zur fotogenen Sombrero-Galaxie. Sie ist eine der größten Galaxien im nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen. Im sichtbaren Licht verfinstert das dunkle Staubband den mittleren Teil der Sombrero-Galaxie. Im Infrarotlicht leuchtet es hell.

Dieses Bild wurde digital nachgeschärft. Es zeigt dieses Infrarotleuchten. Das Weltraumteleskop Spitzer hat es vor kurzem aufgenommen. Ihr seht es hier zusammen mit einem Falschfarben-Bild des NASA-Weltraumteleskops Hubble im sichtbaren Licht.

Die Sombrero-Galaxie hat die Katalogbezeichnung M104. Ihr Durchmesser beträgt rund 50.000 Lichtjahre. Sie ist etwa 28 Millionen Lichtjahre von und entfernt. Ihr könnt M104 mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau beobachten.

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Jupiter und der grosse Rote Fleck

Jupiter füllt das ganze Bild. Rechts unten liegt der Große Rote Fleck unter den beiden markanten ockerfarbenen Gürteln. Braune Zonen wechseln sich mit hellen Bändern ab. Auch einige große weiße Ovale sind im Bild. Der größte Wirbelsturm ist immer noch der Rote Fleck, auch wenn er im Vergleich zu älteren Aufnahmen hier viel kleiner ist.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Go

Jupiter erreicht seine Opposition 2026 genau heute, am 10. Januar. Damit steht der schwerste Planet des Sonnensystems genau gegenüber der Sonne und er erreicht etwa seine größte Helligkeit für Beobachtende auf der Erde.

Dieser scharfe Schnappschuss wurde vor erst 3 Tagen mit einem Teleskop aufgenommen. Er zeigt viele Details des Gasriesen, z. B. die wirbelnden Oberflächen seiner Wolken. Sie bilden helle Streifen und dunkle Gürtel um den schnell rotierenden äußeren Planeten.

Jupiter ist für seinen lange bestehenden Antizyklon berühmt. Man nennt ihn den Großen Roten Fleck. Er befindet sich rechts unten südlich des Äquators. Auch zwei weitere kleinere rote Flecken sind sichtbar: Einer ist oben bei der nördlichen Zone und einer nah an Jupiters Südpol.

Jupiters Großer Roter Fleck wird bekanntlich allmählich kleiner. Trotzdem ist er immer noch ungefähr so groß wie die ganze Erde.

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Eis-Halos bei Mond- und Sonnenlicht

Links ist ein Mond, der nachts von Halo-Erscheinungen umgeben ist, rechts geht die Sonne auf, ebenfalls von Halos umgeben. Die Bilder entstanden in Chamonix-Mont-Blanc. Für die Entstehung der Halos gibt es geometrische Regeln, die von den Eiskristallen in der Luft festgelegt werden.

Bildcredit und Bildrechte: Antonella Cicala

Sowohl der Mond als auch die Sonne können wunderschöne Eishalos am Himmel des Planeten Erde bilden. Die zwei hellsten Leuchtfeuer am Himmel sind auf diesen Fotos von je einer Gruppe von Haloerscheinungen umgeben. Sie leuchten über Chamonix-Mont-Blanc in Frankreich. Die beiden Aufnahmen entstanden Ende Dezember 2025 in einer Nacht (links) und am darauffolgenden Tag.

Dass die Halos im Mond- und Sonnenlicht so ähnlich aussehen, liegt daran, dass sie auf ähnliche Weise entstehen. In beiden Fällen spielt Sonnenlicht mit kleinen, flachen sechseckigen Eiskristallen zusammen. Wenn Eiskristalle in der kalten Atmosphäre des Berg-Ressorts flattern, reflektieren und brechen sie das Licht.

Sonne und Mond sind von einem recht häufigen, kreisförmigen 22°-Halo umgeben. An den Schnittstellen des 22°-Halorings mit den angedeuteten Horizontalkreisen durch Mond und Sonne leuchten helle Flecken. Sie manchmal sogar farbig. Man nennt sie auch Nebenmonde und Nebensonnen.

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IC 342: Versteckte Galaxie im Sternbild Giraffe

Vor einem sternenbedeckten, dunklen Himmel, steht formatfüllend eine Spiralgalaxie mit klar erkennbaren Armen und einem gelblich leuchtenden Kernbereich.

Bildcredit und Bildrechte: Gaetan Maxant

IC 342 ist so groß wie die hellen Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft: Sie ist gerade einmal 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir finden sie im Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Die riesige Welteninsel müsste eigentlich eine auffällige Galaxie am Nachthimmel sein. Doch sie versteckt sich vor unseren Blicken. Wir können sie nur erahnen, da sie sich hinter einem Schleier aus Sternen, Gas und Staubwolken befindet, der sich über die Ebene unserer Milchstraße ausbreitet.

Das Licht von IC 342 wird durch diese kosmischen Wolken abgeschwächt und gerötet. Dennoch zeigt dieses scharfe Bild, das mit einem Teleskop aufgenommen wurde, viele Details. Ihr erkennt in den Spiralarmen, die sich weit weg vom Kern der Galaxie erstrecken, verdunkelnden Staub, junge Sternhaufen und leuchtende Regionen mit Sternentstehung.

In IC 342 gab es vor Kurzem einen Ausbruch der Sternbildung. Sie ist nah genug an der Lokalen Gruppe und der Milchstraße, um deren Entwicklung beeinflusst zu haben.

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