Die Erde verlassen

Videocredit: NASA, Labor für Angewandte Physik der JHU, Carnegie Inst. Washington, MESSENGER

Wie sieht es aus, wenn man die Erde verlässt? Das nahm die Raumsonde MESSENGER visuell detailreich auf, als sie 2005 noch einmal an der Erde vorbeiflog. Sie war auf dem Weg zum Planeten Merkur. Das Zeitraffervideo zeigt, wie die rotierende Erde in die Ferne entschwindet. Nur eine Hälfte der Erde reflektiert Sonnenlicht. Es ist so hell, dass es die Sterne überstrahlt.

2011 bis 2015 war die robotische Raumsonde MESSENGER im Orbit um Merkur. Dabei erstellte sie die erste vollständige Karte der Oberfläche. Dabei schaute die Sonde auch zurück auf ihre Heimatwelt. MESSENGER ist eines von wenigen Dingen, die auf der Erde hergestellt wurden und niemals zurückkehren. Am Ende der Mission brachte man MESSENGER bewusst auf Merkurs Oberfläche zum Absturz.

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Zwei Finsternisse im Saros-Zyklus 133

Die beiden Mondfinsternisse wurden am 21. Februar 2008 und am 3. März 2026 fotografiert. Sie sehen sehr ähnlich aus und gehören zum Saroszyklus 133. In der Mitte ist der maximal verfinsterte Mond, kombiniert mit zwei Bildern von Beginn und Ende der Totalität.
Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN), Petr Horalek / Institut für Physik in Opava / KPNO/NOIRLab/NSF/AURA

Diese beiden totalen Mondfinsternisse sind auf das Maximum der Finsternis zentriert. Sie sehen fast gleich aus. Allerdings entstand die obere aus Aufnahmen im Februar 2008. Die untere ist die totale Mondfinsternis vom März 2026, sie wurde erst kürzlich fotografiert.

Warum sehen die beiden Mondfinsternisse einander so ähnlich? Das liegt daran, dass sie aus dem gleichen Saroszyklus stammen. Historisch wurde der Saroszyklus entdeckt, indem man die Mondbahn beobachtete. Seine Periode beträgt 18 Jahre, 11 und 1/31/3 Tage. Der Zyklus sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond zur selben geometrischen Konfiguration zurückkehren, bei der es zu einer Finsternis von Mond oder Sonne kommt.

Finsternisse, die im Abstand von genau einem Saroszyklus auftreten, haben die gleiche Nummer in der Sarosreihe. In diesem Fall ist das 133. Demnach erwarteten wir die nächste Mondfinsternis mit der Nummer 133 am 3. März dieses Jahres. Die darauffolgende findet am 13. März 2044 statt.

Galerie: Totale Mondfinsternis vom 3. März

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HD 61005 und seine Astrosphäre

In einem dichten Sternenfeld ist ein einzelner Stern mit einem Kasten markiert und vergrößert. Im Einschub sieht man seine Atmosphäre und Staubflügel.
Bildcredit: Röntgen: NASA / CXC / Johns Hopkins Univ. / C.M. Lisse et al.; Infrarot: NASA / ESA / STIS; Optisch: NSF / NoirLab / CTIO / DECaPS2; Bearbeitung: NASA / CXC / SAO / N. Wolk – Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Werfen junge Sterne Blasen? Das große Bild zeigt eine Sternfeldaufnahme vom Cerro Tololo Inter-American Observatory CTIO in Chile. Das eingefügte Bild zeigt den Stern HD 61005. Er ist ein sonnenähnlicher Stern, der nur 120 Lichtjahre entfernt ist. HD 61005 ist viel jünger als die Sonne, er ist nur ca. 100 Millionen Jahre alt. Er stößt einen schnellen, dichten Sternwind aus, der das kältere Gas und den Staub wegschiebt, die den Stern zuvor umgaben. So entsteht eine Blase, die man auch Astrosphäre nennt.

Das Röntgenobservatorium Chandra spürte die Blase um den Stern auf. Ihr Durchmesser beträgt rund 200-mal die Entfernung Erde-Sonne. Auch unsere Sonne hat so eine Blase, die Heliosphäre. Sie schützt die Planeten vor der kosmischen Strahlung.

Das eingeschobene Bild zeigt den Schotter, der von der Sternentstehung übrig blieb und den Hubble beobachtete. Die Trümmer sind flügelförmig um den Stern angeordnet. Das führte zu dem Spitznamen des Sterns: die Motte.

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Rosen sind rot

Der Rosettennebel ist hier innen blau gefärbt. Außen herum leuchtet ein dichter roter Nebel. Innen wurde der Nebel von neu entstandenen Sternen freigeräumt.

Bildcredit und Bildrechte: Raffaele Calcagno; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Rosen sind rot, Nebel auch. Dieses Geschenk zum Valentinstag ist ein atemberaubender Anblick! Das Bild ist ein liebevoller Blick auf den Rosettennebel (NGC 2237). Er ist eine kosmische Blüte aus hellen, jungen Sternen. Diese sitzen auf einem Stiel aus heißem Gas, das leuchtet. Die blau-weißen Flecken der Rose gehören zu den leuchtkräftigsten Sternen der Galaxis. Einige davon brennen millionenfach heller als die Sonne.

Ihre Sternwinde formen die berühmte Rosenform, indem sie Gas und Staub aus dem Zentrum treiben. Obwohl sie nur wenige Millionen Jahre alt sind, nähern sich diese massereichen Sterne schon dem Ende ihrer Existenz. Die schwächeren Sterne, die in den Nebel eingebettet sind, leuchten hingegen noch Milliarden Jahre.

Die leuchtend rote Farbe stammt von Wasserstoff, das durch das ultraviolette Licht der jungen Sterne ionisiert wird. Das blau-weiße Zentrum der Rose ist falsch eingefärbt, um die Vorkommen von ähnlich ionisiertem Sauerstoff zu zeigen.

Der Rosettennebel erinnert uns an die Schönheit und Verwandlung, die mit dem Gefüge des Universums verwoben sind.

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Enceladus als Sichel

Rechts ragt die Sichel des Saturnmondes Enceladus, die von der Sonne beleuchtet wird, ins Bild. Die linke Seite ist dunkel. Die Oberfläche des Eismondes ist von tiefen Rillen überzogen. Unten sind auch Krater erkennbar.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Die Halbkugel des faszinierenden Mondes Enceladus, die immer zu Saturn zeigt, ragt hier aus den Schatten. Das Bild stammt von der Raumsonde Cassini. Norden ist oben. Das dramatische Bild wurde im November 2016 aufgenommen. Dafür richtete Cassini ihre Kamera ungefähr zur Sonne. Sie ist hier etwa 130.000 Kilometer von der hellen Sichel des Mondes entfernt.

Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichts, das bei ihr ankommt. Sie hat etwa das gleiche Rückstrahlvermögen wie frischer Schnee.

Lediglich 500 Kilometer durchmisst der Mond Enceladus. Er ist überraschend aktiv. Die Daten und Bilder von Cassinis Vorbeiflug zeigen Wasserdampf und Eiskörner, die von Geysiren nahe beim Südpol ausgestoßen werden. Sie sind ein Hinweis auf einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Kruste des eisigen Mondes.

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Der Überrest der Supernova Cassiopeia A

Eine runde, zerfledderte Wolke füllt das Bild. Ihre rosaroten und weißen Fasern, die an Rauch erinnern, umgeben den Überrest einer Supernova im Sternbild Kassiopeia.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; D. Milisavljevic (Purdue University), T. Temim (Princeton Universität), I. De Looze (Universität Gent)

Massereiche Sterne in der Milchstraße haben eine aufregende Existenz. Sie entstehen aus weiten kosmischen Wolken, die in sich zusammenstürzen. Dann zünden sie ihr nukleares Feuer und bilden schwere chemische Elemente in ihrem Zentrum. Nach nur wenigen Millionen Jahren schleudern die Sterne mit den größten Massen angereichertes Material zurück in den Raum zwischen den Sternen. Damit kann die Sternbildung wieder von vorne beginnen.

Die Wolke, die sich hier ausdehnt, kennt man unter dem Namen Cassiopeia A. Sie ist ein Beispiel für die Endphase im Zyklus eines Sterns. Dieser Überrest entstand bei der Explosion der Supernova. Ihr Licht war am Himmel des Planeten Erde vor ca. 350 Jahren zu sehen. Es brauchte allerdings 11.000 Jahre, um bei uns anzukommen.

Das scharfe Bild stammt von der NIRCam am Weltraumteleskop James Webb. Es zeigt Fasern und Knoten im Supernova-Überrest, die immer noch heiß sind. Die weißliche äußere Hülle der expandierenden Stoßwelle erinnert an Rauch. Sie durchmisst etwa 20 Lichtjahre.

Bei der gewaltigen Explosion des massereichen Sterns entstand eine Reihe von Lichtechos. Auch diese erkannte man auf Detailaufnahmen, die Webb von dem umgebenden interstellaren Medium machte.

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Weltraumteleskop Webb zeigt Jupiter

Jupiter im Infrarotlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop James Webb. Manche von Jupiters Wolken sind ungewöhnlich gefärbt, zum Beispiel der große Rote Fleck, ein Ring, mehrere Monde und ein helles Polarlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, Jupiter-ERS-Team; Bearbeitung: Ricardo Hueso (UPV/EHU) und Judy Schmidt

Diese Infrarot-Ansicht von Jupiter von Webb ist erhellend. Das Weltraumteleskop James Webb machte hoch aufgelöste Infrarotbilder von Jupiter. Sie zeigen die Unterschiede zwischen hellen Wolken hoch oben – dazu gehört auch der große Rote Fleck – und dunklen, tief liegenden Wolken.

Darüber hinaus zeigt dieses Bild von Webb auch Jupiters Staubring, helle Polarlichter und die Monde Amalthea und Adrastea. Das Magnetfeld des stark vulkanischen Mondes Io lenkt elektrisch geladene Teilchen auf Jupiter. Ein Indiz dafür sieht man im südlichen Polarlicht-Oval. Einige Objekte sind so hell, dass das Licht an Webbs Optik merklich abgelenkt wird und Streifen entstehen.

Das Webb-Teleskop läuft in Erdnähe um die Sonne. Sein Spiegel hat einen Durchmesser von mehr als sechs Metern. Damit ist es das größte astronomische Teleskop, das je ins All startete. Seine Lichtsammelfläche ist sechsmal größer als die von Hubble.

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Jupiter und der grosse Rote Fleck

Jupiter füllt das ganze Bild. Rechts unten liegt der Große Rote Fleck unter den beiden markanten ockerfarbenen Gürteln. Braune Zonen wechseln sich mit hellen Bändern ab. Auch einige große weiße Ovale sind im Bild. Der größte Wirbelsturm ist immer noch der Rote Fleck, auch wenn er im Vergleich zu älteren Aufnahmen hier viel kleiner ist.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Go

Jupiter erreicht seine Opposition 2026 genau heute, am 10. Januar. Damit steht der schwerste Planet des Sonnensystems genau gegenüber der Sonne und er erreicht etwa seine größte Helligkeit für Beobachtende auf der Erde.

Dieser scharfe Schnappschuss wurde vor erst 3 Tagen mit einem Teleskop aufgenommen. Er zeigt viele Details des Gasriesen, z. B. die wirbelnden Oberflächen seiner Wolken. Sie bilden helle Streifen und dunkle Gürtel um den schnell rotierenden äußeren Planeten.

Jupiter ist für seinen lange bestehenden Antizyklon berühmt. Man nennt ihn den Großen Roten Fleck. Er befindet sich rechts unten südlich des Äquators. Auch zwei weitere kleinere rote Flecken sind sichtbar: Einer ist oben bei der nördlichen Zone und einer nah an Jupiters Südpol.

Jupiters Großer Roter Fleck wird bekanntlich allmählich kleiner. Trotzdem ist er immer noch ungefähr so groß wie die ganze Erde.

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