Notlandung einer Fliegenden Untertasse in der Wüste von Utah

Eine Fliegende Untertasse aus dem Weltraum ist in der Wüste von Utah (USA) notgelandet. Zuvor war sie vom Radar erfasst und von Helikoptern gejagt worden.

Das war im Jahr 2004. Es waren keine Außerirdischen daran beteiligt.

Die Untertasse, die hier abgebildet ist, war die „Sample Return“-Kapsel Genesis. Sie war Teil des menschengemachten robotischen Raumschiffs Genesis, das 2001 von der NASA gestartet worden war, um die Sonne zu untersuchen. Die unerwartetet harte Landung mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde war ein Resultat einer Fehlfunktion: die Fallschirme hatten nicht wie geplant geöffnet.

Die Mission Genesis hatte die Sonne umkreist und Teilchen des Sonnenwinds eingesammelt, die normalerweise vom Erdmagnetfeld abgelenkt werden. Trotz der Bruchlandung waren viele der Proben in gutem Zustand geblieben – gut genug, um analysiert zu werden.

Entdeckungen im Zusammenhang mit den Genesis-Daten betreffen beispielsweise die Zusammensetzung der Sonne und wie die Häufigkeiten chemischer Elemente sich an verschiedenen Stellen des Sonnensystems unterscheidet. Diese Ergebnisse lieferten starke Hinweise auf die Entstehungsprozesse der Sonne und ihrer Planeten vor einigen Milliarden Jahren.

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Galaxie NGC 474: Hüllen und Sternströme

Die Galaxie mitten im Bild ist von schalenförmigen Hüllen umgeben. Sie wirkt kaum noch wie eine Spiralgalaxie. Daneben ist eine Spirale, die ebenfalls von Sternströmen umgeben ist.
Bildcredit und Lizenz: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Was passiert in der Galaxie NGC 474? Die mehrschichtigen Hüllen der Galaxie wirken seltsam komplex. Auf Bildern, die weniger lang belichtet sind, wirkt die elliptische Galaxie im Vergleich zu diesem relativ strukturlos.

Wie die Schalen entstehen, wird immer noch erforscht. Möglich ist, dass sie durch Gezeiten entstehen. Geröll, das übrig blieb, nachdem die Galaxie in der Vergangenheit viele kleinere Galaxien verschlungen hat, spielt wohl auch eine Rolle.

Alternativ sind die Schalen vielleicht ähnlich wie Wellen auf der Oberfläche eines Teiches. Es könnten Dichtewellen sein, die bei Kollisionen mit der Spiralgalaxie NGC 474 (rechts) entstanden sind. Jedenfalls zeigt dieses Bild, dass die Halos einiger elliptischer Galaxien überraschend komplex aufgebaut sind. Auch der Halo unserer Milchstraße enthält derlei Strukturen.

Die Galaxie NGC 474 ist etwa 250.000 Lichtjahre breit und an die 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im Sternbild Fische.

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Iapetus: Saturns bemalter Mond

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen?

Weite Regionen dieser befremdlichen Welt sind dunkel wie Kohle, während andere hell wie Schnee sind. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, hat die NASA 2007 das robotische Raumschiff Cassini dort hingeschickt. Es umkreiste Saturn und stützte bis auf 2000 kilometers auf ihn zu.

Hier abgebildet ist die stets hinten laufende Seite von Iapetus aus einer Entfernung von ca. 75.000 Kilometern. Ein großer Einschlagskrater im Süden durchmisst 500 Kilometer und erscheint einem älteren Krater von ähnlicher Größe überlagert.

Man sieht wie das dunkle Material mehr und mehr von dem östlichsten Teil von Iapetus bedeckt und dort die Krater und Hochländer gleichermaßen abdunkelt. Eine führende Hypothese ist, dass das dunkle Material überwiegend eine Form von kohlenstoffreichem Boden ist. Sie soll übrig geblieben sein, als relativ warmes, dreckiges Eis sublimierte. Eine ursprüngliche Bedeckung dieses dunklen Materials könnte dann durch die Ablagerung von Trümmerteilen aufgemalt worden sein, die von Meteoriten von anderen Monden freigesetzt wurden.

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Keogramm: Der Himmel im Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurde alle 15 Minuten in den Niederlanden ein Bild des Himmels fotografiert. Dieses Bild kombiniert all diese Aufnahmen. Wir sehen Nacht, Tag, Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, Mondschein, die blaue Stunde und vieles mehr. Das Bild ist waagrecht gestreift, die Nächte zeichnen sich links neben der Mitte als sanduhrförmiges Gebilde ab, das von Blau umgeben ist.

Bildcredit und Lizenz: Cees Bassa (Niederländisches Institut für Radioastronomie)

Was wäre, wenn man den ganzen Himmel – auf einen Blick – ein ganzes Jahr lang sehen könnte? Ungefähr das sieht man hier. 2025 fotografierte eine Allsky-Kamera in den Niederlanden alle 15 Sekunden den ganzen Himmel. Die Zeilen in der Mitte all dieser Bilder wurden ausgerichtet und zu einem Keogramm kombiniert. Oben ist Januar und Dezember ist unten. Die Mitte der Nacht läuft senkrecht links neben der Bildmitte.

Was sehen wir? Das Offensichtlichste ist, dass der Tageshimmel meist blau ist. Die Nachtstunden erscheinen überwiegend schwarz. Zwölf helle Bänder kreuzen den Nachthimmel. Sie stammen vom Schein des Mondes. Zur Sommersonnenwende ist die schwarze Sanduhrform am schmalsten – wie z. B. heute, wenn die Tage am längsten sind. Der breiteste Teil tritt zur Wintersonnenwende auf.

Auch Tagundnachtgleichen sind im Keogramm erkennbar. Beispielsweise liegt das Äquinoktium im Frühling von letztem Jahr auf der Nordhalbkugel bei ungefähr drei Vierteln der Höhe.

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Saturn und Monde, Ringe, Schatten und Wolken (Cassini)

Wir sehen Saturn aus nächster Nähe. Die Ringebene läuft von rechts unten diagonal nach oben. Zwei Monde zeichnen sich vor dem Planeten ab. Die dunkeln Streifen oben sind die Schatten der Ringe auf Saturns Wolkenoberflächen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Eine Reise um den Saturn bietet malerische Ausblicke auf Monde, Ringe und Schatten. So ein eindrucksvoller Anblick bot sich im Jahr 2005. Die Raumsonde Cassini, die um Saturn kreiste, fing ihn ein. Das Bild zeigt die Monde Mimas (links) und Tethys (rechts) zu beiden Seiten der dünnen Saturnringe, die man fast von der Seite sieht. Nach oben hin die fallen die dunklen Schatten der breiten Ringe auf Saturn. Sie offenbaren ihre beeindruckende Komplexität.

Das Bild entstand in violettem Licht und bringt die Textur im Hintergrund zur Geltung: Es sind Saturns Wolken. Cassini umkreiste Saturn von 2004 bis Mitte 2017. Dann wurde das robotische Raumschiff angewiesen, in den Saturn zu tauchen. So wollte man eine Kontamination der Monde verhindern.

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Blick von der Erde auf Jupiter und Venus

2012 gab es eine Konjunktion von Jupiter (links) und Venus (rechts). Man sah sie überall auf unserem Planeten. Es war fast egal, wo man lebte: Alle, die einen freien Blick zum Horizont im Westen hatten, sahen es nach Sonnenuntergang.

Ein kreativer Fotograf suchte damals einen Ort auf, der weit von den Lichtern der Stadt Szubin in Polen entfernt war. Dort lichtete er die engste Annäherung der beiden Planeten ab. Die hellen Planeten waren zu diesem Zeitpunkt nur ungefähr drei Grad voneinander entfernt. Die Tochter des Fotografen machte eine humorvolle Pose. Das schwache Rot im Hintergrund stammt noch vom Sonnenuntergang.

Jupiter und Venus stehen diese Woche wieder nahe beisammen. Wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man die beiden im Westen am Himmel. In etwa zwei Tagen erreichen sie einen Abstand von nur einem Grad.

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NGC 1300, eine Balkenspiralgalaxie

Die Galaxie NGC 1300 füllt das ganze Bild. Wir sehen sie frontal von oben, wie hat eine ovale Form. In der Mitte läuft ein breiter gelber Balken mit einer kleinen Spirale in der Mitte, der von rötlich-braunen Fasern überzogen ist. Außen winden sich zwei markante blaue Spiralarme, die rosa gesprenkelt sind.
Bildcredit: NASA ESA, Hubble-Kulturerbe

Mitten durch diese Spiralgalaxie geht ein Balken. In seinem Zentrum ist eine kleinere Spirale, die ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält. Das alles spielt sich in einer Balkenspirale ab, die als NGC 1300 katalogisiert ist. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des Flusses Eridanus.

Das Komposit der schönen Sterninsel entstand aus Hubble-Aufnahmen. Es ist eines der detailreichsten Bilder, die das Weltraumteleskop je von einer ganzen Galaxie machte. NGC 1300 ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit. Das Hubble-Bild zeigt viele Details im breiten Zentralbalken der Galaxie und in den Spiralarmen. Wie der riesige Balken entstanden ist, wie er seine Form behält und wie er die Entstehung von Sternen beeinflusst, bleibt wird weiterhin erforscht.

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Riesige Schwaden im Inneren der Erde

Bildcredit und Lizenz: Sanne Cottaar via Wikimedia Commons

Warum gibt es im Inneren der Erde ausgedehnte, ungewöhnliche Massen? Das weiß niemand. Die Menschheit beobachtet, wie Erdbeben im Inneren unseres Planeten grollen. Dabei entdeckte man zwei Strukturen in der Tiefe. Es scheint, als hätten sie eine ungewöhnliche Temperatur, oder ihre chemische Zusammensetzung weicht ab. Vielleicht trifft sogar beides zu.

Eine Hypothese lautet, dass die Superschwaden aus Geröll bestehen, das absank. Es blieb vielleicht von der Kollision übrig, bei der vor ca. 4,5 Milliarden Jahren die Ur-Erde zerbrach. Dabei entstand auch der Erdmond. Eine andere Theorie besagt, dass sie die Schutthalden alter tektonischer Platten sind, die im Laufe der letzten paar Milliarden Jahre langsam untereinander glitten.

Ungeachtet ihres Ursprungs können wir davon ausgehen, dass sich die Superschwaden auf den Vulkanismus an der Erdoberfläche auswirken. Vielleicht führen sie sogar dazu, dass Inseln entstehen, z. B. der Inselkette von Hawaii.

Die riesigen Schwaden in der Erde beschreibt man auch als „große Gebiete mit geringer Schergeschwindigkeit1. Hier sind sie als Animation visualisiert.

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  1. Large Low-Shear-Velocity Provinces, LLSVPs ↩︎