Riesiger Strahlblitz in der Tatacoa-Wüste

Aus einer Wolke schießt ein riesiger Strahlblitz nach oben, wo er sich in viele rote Äste verzweigt, die an einen Roten Kobold erinnern.
Bildcredit: Mario Vargas; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Treibt ein zorniger Sith in der Tatacoa-Wüste sein Unwesen mit mächtigen Blitzen? Hier seht ihr keine Science-Fiction, sondern einen riesigen Strahlblitz mit roten Verästelungen!

Für gewöhnlich entstehen Blitze, wenn Teilchen in einer Gewitterwolke zusammenstoßen. Dabei verlieren sie ihre Elektronen. Das führt dazu, dass sich an der Unterseite der Wolke negative Ladung ansammelt. Die negative Ladung in der Wolke schiebt die negative Ladung auf der Erde tiefer in den Boden. Dadurch sammelt sich positive Ladung an der Oberfläche der Erde. Gegensätzliche Ladungen ziehen sich an und rasen aufeinander zu. So entsteht ein weißer Plasmablitz, der die Luft extrem stark erhitzt.

Ein riesiger Strahlblitz entsteht, wenn Entladungen aus dem Inneren von Wolken durch eine schwache positive Abschirmschicht nach oben entweichen und aus der Wolke schießen. So ein Ereignis dauert nur Millisekunden. Es reicht bis in die Mesosphäre hinauf. Dort ist die Luft zu dünn für Donner. Die Äste am oberen Ende erinnern manchmal an Rote Kobolde. Ihre Farbe stammt von erhitztem molekularem Stickstoff.

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Der rote Schimmer der kosmischen Fledermaus

Mitten im Bild ist eine dunkle Gas- und Staubwolke, die einer Fledermaus mit ausgebreiteten Flügeln ähnelt. Zwei Stellen leuchten scheinbar von innen heraus – dort sind junge Sterne. Der Hintergrund ist von dunklen Nebelschwaden und Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Humbert Cédric; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese kosmische Fledermaus wünscht ein frohes Summerween! Diese Feier zur Jahreshälfte von Halloween überschreitet die Erdhälften, auch wenn der Sommer auf der Nordhalbkugel der Winter auf der Südhalbkugel ist.

Anders, als die unheimlichen Aura des kosmische Fledermausnebels (LDN 43) vermuten lässt, ist er eine lebhafte Stätte, wo Sterne entstehen. Diese Fledermaus sollte man nicht mit dem Fledermausnebel NGC 6995 verwechseln. Nur ein wenig junges Sternenlicht glimmt durch die dichten Gas- und Staubwolken. Die Spannweite der kosmischen Fledermaus macht 12 Lichtjahre aus.

Wenn ihr den Mauszeiger über das Bild schiebt, erscheint ein unheilvolles rotes Leuchten. Das ultraviolette Licht der jungen Sterne regt den Wasserstoff im Nebel an und bringt ihn dazu, rotes Licht abzustrahlen. Aus dem Kopf der Fledermaus strömt leuchtender Wasserstoff. Er deutet die Sternbildung an, die sich im Inneren der kosmischen Fledermaus verbirgt.

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Sternennacht II

Über dem dunklen, schrägen Horizont steigt der Abendhimmel auf. Links steht ein hoher Baum. Der Himmel ist teilweise bewölkt. Rechts oben hängt der junge Sichelmond. Rechts neben dem Baum strahlt ein heller Planet. Vorne steht rechts neben dem Baum eine Staffelei mit dem berühmten Gemälde

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra, Original-Gemälde: Vincent van Gogh

Kommt euch diese Szene bekannt vor? Es ist eine moderne Nachbildung des berühmten Gemäldes La nuit étoilée von Vincent van Gogh. Sowohl das Bild als auch das Gemälde zeigen einen hohen Baum auf der linken Seite, einen Sichelmond oben rechts, den Planeten Venus direkt rechts neben dem Baum, einen im Vordergrund von links nach rechts ansteigenden Horizont und Wolken über dem Horizont.

Zu den Unterschieden gehört, dass das Foto Mitte April dieses Jahres in Cascavel, Brasilien, aufgenommen wurde, während das Gemälde 1889 in Saint-Rémy-de-Provence in Frankreich entstand. Viele sehen die originale Sternennacht als eines der drei berühmtesten Gemälde der heutigen Zeit. Es ist ein Statement über die Wunder des Nachthimmels. Heute jährt sich (ungefähr) der Morgen, an dem van Gogh den Himmel sah, den er später in seiner Version der Sternennacht malte.

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Der Supernova-Überrest der Meerjungfrau

Unter einem hellen, blau strahlenden Stern windet sich eine zart umrissene Gestalt. Manche erkennen darin eine Meerjungfrau, andere einen Kampffisch. Im Bild sind auch einige kleine Galaxien erkennbar. Der Hintergrund ist von winzigen Sternen übersät, dazwischen leuchten einige hellere Sterne.
Bildcredit und Bildrechte: Datenbeschaffung: Sy Ming Wong; Bearbeitung: Guangyan Gao; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Kann sich diese kleine Meerjungfrau in Sternenstaub statt in Meeresschaum verwandeln? Bei diesem schönen Nebel scheint es so. Das Bild zeigt den Nebel der Meerjungfrau (Mermaid Nebula), der auch Kampffisch-Nebel (Betta Fish Nebula) genannt wird. Er ist Teil des Supernova-Überrests G296.5+10.0. Die blaue Farbe, die man hier sieht, stammt von doppelt ionisiertem Sauerstoff (OIII). Wasserstoff strahlt das tiefe Rot ab.

Der Nebel ist schätzungsweise einige tausend Lichtjahre entfernt und etwa 10.000 Jahre alt. Er entstand, als ein Stern mit großer Masse als Supernova explodierte. Das Ereignis hinterließ einen ungewöhnlichen Pulsar. Es ist ein junger Neutronenstern, der keine Radiowellen aussendet. Der Pulsar dreht sich etwa zweimal pro Sekunde um seine Achse.

Die hellen Sterne im Bild haben nichts mit dem Nebel zu tun. Man kann den Pulsar im Röntgenlicht nachweisen, aber bisher gibt es keinen bestätigten Nachweis im sichtbaren Licht. Deshalb sieht man den Pulsar hier nicht.

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NGC 3169 ergründen

Das Galaxienpaar NGC 3169 und NGC 3166 wechselwirkt miteinander durch Gravitation.
Bildcredit und Bildrechte: Simone Curzi und das ShaRA-Team

Die Spiralgalaxie NGC 3169 (links) wirkt, als würde sie sich wie ein kosmisches Garnknäuel entwirren. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt südlich des hellen Sterns Regulus im lichtschwachen Sternbild Sextant.

Die Gezeiten zerren an den eng gewundenen Spiralarmen. So entstehen die weit geschwungenen Schweife. Denn NGC 3169 und ihre Nachbarin NGC 3166 wechselwirken miteinander durch Gravitation. Auf lange Sicht verschmelzen sie zu einer einzigen Galaxie. So ein Schicksal ist im lokalen Universum sogar bei hellen Galaxien üblich. Das farbige Gruppenfoto zeigt lang gezogene Sternbögen. Sie sind klare Zeichen für eine Wechselwirkung durch Gravitation.

Der Bildausschnitt im Teleskop ist etwa 20 Bogenminuten breit. Bei der geschätzten Entfernung der Gruppe entspricht dies einer Breite von etwa 400.000 Lichtjahren. Rechts im Bild leuchtet zudem die kleinere, bläuliche Galaxie NGC 3165. NGC 3169 leuchtet nicht nur im sichtbaren Licht. Sie strahlt im ganzen Spektrum, von Radiowellen bis hin zu Röntgenstrahlen. In ihrem aktiven galaktischen Kern (AGN) lauert ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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Supernova in der gekippten Spirale NGC 5907

Videocredit: Hunter Outten und Kaleb Jordan; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Vor langer Zeit zerstörte eine Supernovaexplosion in einer fernen Galaxie einen massereichen Stern. Ihr Licht dieses reiste viele Millionen Jahre lang. Letzte Woche erreichte es als Supernova 2026kid die Erde. Das Video zeigt ihre Heimatgalaxie NGC 5907 drei Nächte lang in Zeitraffer. In dieser Zeit wird die Supernova heller.

NGC 5907 ist eine spiralförmige Galaxie, die wir von der Kante sehen. Man kennt sie auch als Splitter- oder Messerschneiden-Galaxie. Gelegentlich blitzen Streifen aus Licht auf. Sie stammen von Satelliten im Orbit.

Wenn eine Supernova den Höhepunkt erreicht, leuchtet sie oft heller als alle anderen Sterne in ihrer Galaxie zusammen. Die Supernova 2026kid wirkt eher schwach. Der wahrscheinliche Grund ist, dass sie hinter der staubigen Scheibe ihrer Galaxie liegt.

In Galaxien, die der Milchstraße ähnlich sind, gibt es typischerweise etwa einmal in hundert Jahren so eine Explosion. Es kann Monate dauern, bis ihr Licht wieder verblasst. Die hellste Supernova der Geschichtsschreibung war SN 1006. Es gibt Berichte, dass sie heller strahlte als die Venus. Man sah sie sogar am Tageshimmel.

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Das Universum im großen Maßstab

Diese Karte des Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI) zeigt die Struktur des Universums in großem Maßstab. In der Mitte ist die Erde. Die schwarzen Keile zeigen den Bereich, wo die Galaxis die Sicht versperrt.
Bildcredit: Claire Lamman/DESI collaboration; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Karte zeigt das Universum. Sie entstand mit dem Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI). DESI führt astronomische Durchmusterungen mit Spektrographen an weit entfernten Galaxien durch. Es befindet sich am Nationalobservatorium auf dem Kitt Peak in Arizona. Nun schloss DESI seine geplante Durchmusterung des Himmels ab. Sie dauerte fünf Jahre. DESI beobachtete dabei mehr als 47 Millionen Galaxien und Quasare. Mitten in der 3D-Karte liegt die Erde.

Das Bild zeigt einen Querschnitt durch die Daten über und unter der Ebene unserer Galaxis. Die schwarzen Keile markieren Bereiche, wo unsere Milchstraße den Blick auf ferne Objekte verdeckt. Das federartige Netz im Einschub zeigt die großräumige Struktur des Universums. Das Licht der Galaxien, die hier am weitesten entfernt sind, war 11 Milliarden Jahre lang unterwegs, bis es die Erde erreichte. (Das Universum ist fast 14 Milliarden Jahre alt.)

Galaxien bilden im Laufe der kosmischen Geschichte Gruppen. Dafür sorgen die Einflüsse von Gravitation und Dunkler Energie, die miteinander konkurrieren. Die Dunkle Energie ist für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich. Albert Einstein beschrieb die sie als kosmologische Konstante. Erste Ergebnisse von DESI deuteten an, dass die Dunkle Energie vielleicht doch keine Konstante ist. Ihre Natur ist derzeit das größte Rätsel der Kosmologie.

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Das Ende des Kometen C/2026 A1 (MAPS)

Video Credit: Brian Day, SOHO, SDO, JHelioviewer; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Während die Besatzung der Mission Artemis II diese Woche zum Mond reiste, erreichte der Komet C/2026 A1 (MAPS) am Montag seinen sonnennächsten Punkt. Dabei kam er der Sonne näher als die halbe Distanz zwischen Erde und Mond. Der Komet überstand das nicht. Dieses Video entstand aus 40 Stunden Datenmaterial. Es zeigt, wie der Komet direkt in die Sonne stürzt wie eine Motte ins Licht.

Damit man einen Kometen so nah an unserem hellen Stern beobachten kann, braucht man einen Koronografen. Das ist ein Instrument, das die Sonnenscheibe abdeckt. Damit kann man die Korona untersuchen.

Das Video kombiniert – von außen nach innen – Aufnahmen von Koronografen mit Weitwinkelobjektiv (blau) und Teleobjektiv (rot). Die beiden Instrumente sind an Bord des Sonnen- und Heliosphären-Observatoriums SOHO. Die Aufnahmen des Solar Dynamics Observatory SDO sind innen schwarz dargestellt. Der Komet nähert sich der Sonne, zieht sich in die Länge und verschwindet hinter der Abdeckscheibe der Koronografen. Danach taucht er als Trümmerwolke wieder auf, die sich kurz darauf auflöst.

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