NGC 4565: Rand einer Galaxie

Die Galaxie NGC 4565 liegt diagonal mitten im Bild, sie ist von Sternen und Galaxien umgeben. Wir sehen auf ihre Kante, die von einem Staubrand gesäumt ist.

Bildcredit und Bildrechte: José Rodrigues (IA, OFXB)

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 wird von der Erde aus genau von der Seite betrachtet. Wegen ihres schmalen Profils ist sie auch als Nadelgalaxie bekannt. Sie gilt als Highlight vieler Teleskop-Touren am nördlichen Sternhimmel im schwachen, aber eleganten Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices).

Dieses scharfe, farbenreiche Bild zeigt den kastenförmigen, gewölbten Kern der Galaxie. Sie ist von dunklen Staubbändern durchzogen, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 durchziehen.

NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie hat einen Durchmesser von rund 100.000 Lichtjahren. Damit ist sie ähnlich groß wie unsere Milchstraße. NGC 4565 ist schon mit kleinen Teleskopen leicht sichtbar. Sie gilt unter Freunden nebeliger Objekte als ein herausragendes Himmelsobjekt – und als Meisterwerk, das Messier verpasst hat.

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Perseiden-Meteore von Durdle Door

Über der Durdle Door an der englischen Küste bei Dorset steigt die Milchstraße steil über dem Meer auf. Vom Himmel fallen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Was sind diese hellen Bögen am Himmel? Das sind Meteore. Genauer gesagt, es sind Sternschnuppen vom Perseïden-Meteorschauer in diesem Jahr. In den letzten Wochen wurden viele einzelne Fotos dieser Perseïden-Meteore nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen. Diese Bilder wurden später zu einem Gesamtbild kombiniert.

Obwohl sich die Meteore auf geraden Linien über den Himmel bewegen, wirken ihre Spuren auf dem Foto gebogen. Das liegt am Weitwinkelobjektiv der Kamera, das die Perspektive verzerrt. Alle Lichtspuren zeigen auf einen gemeinsamen Punkt am Himmel. Das ist der sogenannte Radiant. Er liegt im Sternbild Perseus und befindet sich über dem oberen Rand des Bildes.

Dieselbe Kamera machte außerdem ein lang belichtetes Foto des Nachthimmels. Darauf sieht man das helle Band der Milchstraße, das fast senkrecht durch die Bildmitte verläuft. Im Vordergrund steht der bekannte Kalksteinbogen „Durdle Door“ an der Küste von Dorset in England. Der Name stammt vermutlich aus einer Zeit vor über tausend Jahren.

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Riesige Galaxien im Pfau

Im Bild sind die Galaxien der Pavo-Galaxiengruppe verteilt. Die markantesten sind die Kondor-Galaxie links unten und NGC 6872 in der Mitte.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

NGC 6872 (links unten) gehört mit einem Durchmesser von über 500.000 Lichtjahren zu den wahren Giganten des Universums. Sie ist eine Balkenspiralgalaxie und mindestens fünfmal so groß wie unsere Milchstraße. Damit ist sie die größte Spiralgalaxie, die wir kennen. Sie ist rund 200 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Pfau (Pavo). Die weit ausladenden Spiralarme dieser riesigen Galaxie erinnern an die Flügel eines riesigen Vogels. Deshalb trägt sie auch den Beinamen Kondor-Galaxie.

Die ungewöhnlich verlängerten Spiralarme sind zum Teil verzerrt. Sie sind von jungen Sternhaufen, die bläulich leuchten, und Gebieten mit Sternbildung gesäumt. Ihre Form verdankt die Galaxie gravitativen Wechselwirkungen mit der kleineren Nachbargalaxie IC 4970, die direkt unter dem Kern von NGC 6872 sichtbar ist. Weitere Mitglieder der Pavo-Galaxiengruppe sind in diesem eindrucksvollen Bildfeld verteilt. Eine davon ist die markante elliptische Riesengalaxie NGC 6876. Sie befindet sich rechts über der Kondor-Galaxie.

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Komet 3I/ATLAS

Das linke Bild zeigt die Bewegung des Kometen 3I/ATLAS, auch C/2025 N1, im rechten Bild wurden die Einzelbilder zu einem Gesamtbild kombiniert. Die Farben des Kometen im linken Bild entstehen, weil Filter verwendet wurden.

Bildcredit: Gemini-Observatorium/NOIRLab/NSF/AURA/K. Meech (IfA/U. Hawaii); Bearbeitung: Jen Miller, Mahdi Zamani (NSF/NOIRLab)

Am 1. Juli wurde mit dem Teleskop ATLAS ein besonderer Komet entdeckt. Er trägt die Bezeichnung 3I/ATLAS, weil er das dritte bekannte Objekt aus dem interstellaren Raum ist, das unser Sonnensystem durchquert – nach 1I/ʻOumuamua (2017) und 2I/Borisov (2019). ATLAS steht für Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System, es steht in Rio Hurtado in Chile und wird von der NASA unterstützt.

Der Komet ist auch unter dem Namen C/2025 N1 bekannt. Aufnahmen des großen Teleskops Gemini Nord auf Hawaiʻi zeigen deutlich, dass es sich um einen typischen Kometen handelt: Eine helle, diffuse Hülle aus Gas und Staub – die sogenannte Koma – umgibt einen eisigen Kern.

Im linken Bild sieht man, wie sich der Komet über den Himmel bewegt, während die Sterne im Hintergrund stehen bleiben. Die Farben entstehen durch den Einsatz von drei verschiedenen Filtern (rot, grün und blau). Rechts wurden diese Aufnahmen zu einem einzigen, klaren Bild kombiniert.

Die Bahn des Kometen zeigt eindeutig: Er kommt nicht aus unserem Sonnensystem. Seine Flugbahn ist flach gekrümmt und offen. Er wird die Sonne also nicht umkreisen, sondern nach seinem Vorbeiflug weiter ins All hinausfliegen.

Für die Erde ist 3I/ATLAS völlig ungefährlich. Derzeit ist er so nahe an der Sonne wie der Planet Jupiter. Am nächsten kommt er der Sonne, wenn er etwa so weit entfernt ist wie der Mars.

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DECam zeigt den Rosettennebel

Der Rosettennebel NGC 2237 ist bildfüllend dargestellt. Außen leuchtet er rot, innen sind gelbe Farbtöne. Innen gibt eine Höhlung den Blick auf einen Sternhaufen und blaue Schwaden frei.

Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage), D. de Martin (NSF’s NOIRLab) und M. Zamani

Wäre der Rosettennebel mit einem anderen Namen genauso bezaubernd? Die nüchterne Katalogbezeichnung NGC 2237 aus dem New General Catalog (NGC) mindert keineswegs die eindrucksvolle Schönheit dieses blütenförmigen Emissionsnebels. Aufgenommen wurde das Bild von der Dark Energy Camera (DECam) am 4-Meter-Blanco-Teleskop des Cerro Tololo Inter-American Observatory (CTIO) der NSF in Chile.

Mitten im Nebel befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244. Er besteht aus jungen, leuchtkräftigen Sternen. Sie sind vor rund vier Millionen Jahren aus dem umgebenden Nebelmaterial entstanden. Ihre starken Sternwinde haben ein zentrales Loch freigeräumt, das von einer Hülle aus Staub und heißem Gas umgeben ist. Das intensive ultraviolette Licht der heißen Sterne bringt den umliegenden Nebel zum Leuchten und verleiht ihm seine charakteristische, rosengleiche Erscheinung.

Der Rosettennebel erstreckt sich über etwa 100 Lichtjahre und liegt rund 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit einem kleinen Teleskop lässt er sich im Sternbild Einhorn (Monoceros) beobachten – ein faszinierender Anblick.

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Milchstraße über den Otago Spires

An einem felsigen Ufer, an das weiße Wellen schlagen, stehen zwei markante Felszinnen. Dazwischen steigt die Milchstraße fast senkrecht auf. Links daneben leuchten markante Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Kavan Chay; Text: Ogetay Kayali (Michigan Tech U.)

Verläuft die Milchstraße immer zwischen diesen beiden Felsen? Nein. Für diese atemberaubende Anordnung war sorgfältige Planung nötig. Man musste zur rechten Zeit am richtigen Ort sein. Dieses Bild wurde im Juni 2024 in Otago in Neuseeland aufgenommen. Es zeigt das helle Zentrum unserer Milchstraße, das viele der rund 400 Milliarden Sterne in der Galaxis enthält. Im Bild ist sie von zwei malerischen Felszinnen eingerahmt.

Beobachtende auf der Nordhalbkugel der Erde sehen das Zentrum der Milchstraße nur im Sommer. Während die Erde sowohl rotiert als auch um die Sonne kreist, blickt man nachts auf verschiedene Teile der Milchstraße, die in unterschiedlichen Winkeln vom Horizont aufsteigt. Manchmal steht die Milchstraße wie auf diesem Bild senkrecht, ein andermal verläuft sie parallel zum Horizont. Dann ist sie schwerer sichtbar.

Anfang Juni sieht man, wie die Milchstraße nach Sonnenuntergang tief am Horizont aufgeht und sich allmählich nach oben wölbt. Dabei entfaltet sie ihre volle Pracht.

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Beerenschale mit Mars-Kügelchen

Mitten im Bild ist ein großer, rotbrauner Stein. Rechts liegen viele "Blaubeeren" in einer Senke, links daneben nahm der Rover Opportunity eine runde Probe. Außen um den Stein ist dunkles Fugenmaterial zwischen weiteren hellen Steinen verteilt, auf dem viele Blaubeeren liegen.

Bildcredit: NASA, JPL, Rover Curiosity

Wie entstanden diese ungewöhnlichen Mars-Kügelchen? Im Jahr 2004 entdeckte der Marsrover Opportunity Tausende ungewöhnlicher grauer Kugeln. Sie bestehen aus Eisen und Gestein. Wegen ihres Aussehens erhielten sie den Spitznamen „Blaubeeren„. Diese Kügelchen sind in und um Gesteine nahe der Landestelle des Rovers verteilt.

Man wollte ihrer Entstehung auf die Spur kommen. Opportunity stieß auf eine Vertiefung, die „Berry Bowl“ genannt wurde. In diesem Bereich war eine besonders hohe Konzentration dieser Mars-Kügelchen. Diese Aufnahme entstand am 48. Marstag der Mission. Durchschnittlich ist so eine Mars-„Blaubeere“ nur etwa 4 mm groß.

Opportunity analysierte die kreisförmige Fläche, die man links neben dem dichtesten Vorkommen der Kügelchen sieht. So konnte man nachweisen, dass das Gestein darunter ganz anders zusammengesetzt ist als die hämatitreichen Blaubeeren. Diese Erkenntnisse untermauern eine Annahme, die inzwischen weit verbreit ist. Sie besagt, dass die kleinen, rätselhaften grauen Kugeln im Laufe der Zeit durch die Ablagerung aus einem schmutzigen Wasserbad entstanden sind.

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Der Rosettennebel in einem weiten Feld

Das Bildfeld ist voller rot leuchtender Nebelschwaden. Dazwischen sind orangefarbene und blaue Wolken verteilt. Rechts unten ist der berühmte Rosettennebel.

Bildcredit: Toni Fabiani Méndez

Findet ihr den Rosettennebel? Der rötliche, blumenartige Nebel über der Bildmitte mag zunächst als heißer Kandidat erscheinen – doch er ist es nicht. Der berühmte Rosettennebel befindet sich tatsächlich rechts unten im Bild. Er ist hier in Blau- und Weißtönen dargestellt und über goldfarbene Filamente mit den übrigen Nebeln verbunden.

Dank des weiten Bildausschnitts und der tiefroten Belichtung scheint das Bild noch viele weitere „Blumen“ im All zu zeigen. Der als NGC 2237 bezeichnete Bereich im Zentrum des Rosettennebels ist von den hellblauen Sternen des offenen Sternhaufens NGC 2244 bevölkert. Ihre stellaren Winde und das energiereiche Licht räumen das Zentrum der Nebelwolke allmählich frei.

Der Rosettennebel ist etwa 5000 Lichtjahre von uns entfernt und erstreckt sich allein über eine Fläche, die etwa dem dreifachen Durchmesser des Vollmondes entspricht. Dieses blütenreiche Himmelsfeld liegt im Sternbild Einhorn (Monoceros).

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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