WD J1330+6435 ist der erste grüne Stern

Ein grünlich leuchtender Stern ist von einer nebeligen Scheibe umgeben, in der im Vordergrund Teile fliegen, manche davon vor dem Stern.
Bildcredit und Bildrechte: Mark Garlick

Sternlein, Sternlein, hell und fein – kann es heut Nacht ein grüner sein?

Ganz anders als die Sonne sehen wir alle Sterne, die weiter von uns entfernt sind, als kleine Lichtpunkte am Nachthimmel. Die meisten davon leuchten weiß, manche aber auch bläulich oder rötlich. Ihre Farbe entspricht dabei immer einer bestimmten Temperatur. Blaue Sterne sind heißer als rote Sterne. Und wie sieht es mit anderen Farben aus?

Diese Illustration zeigt WD J1330+6435. Er ist ein Weißer Zwerg, also ein kleiner, lichtschwachen Stern. Weiße Zwerge bleiben übrig, wenn ein Stern wie unsere Sonne seinen Kernbrennstoff aufgebraucht hat.

Kürzlich fanden Forschende heraus, dass einige dieser Weißen Zwerge – trotz ihres Namens – gelb, grün, türkis, rosa oder violett schimmern. Das tun sie, wenn sie uns so nahe sind, dass wir mehr als nur einen Lichtpunkt sehen. In diesen Fällen sehen wir die Signatur von Spurenelementen, die sich auf den Sternen angesammelt haben. Sie wechselwirken mit der Sternatmosphäre. Das verändert deren Farbe, die normalerweise Weiß ist.

Ach, wär ich doch dem Stern ganz nah – doch leider ist er nicht zum Greifen da!

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Treppe von der Wüste zum Himmel

Die Milchstraße geht am Horizont auf und schlängelt sich am Himmel nach oben. Vorne verläuft ein Steinweg zu einer Treppe, die abrupt endet. Das Band der Milchstraße bildet scheinbar eine Fortsetzung der Treppe.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Diese Treppe bringt euch dem Himmel nur ein kleines Stück näher. Aber der Himmel darüber lässt euch staunen, zum Beispiel über die dunkle Spur in unserer Milchstraße. Sie steigt hinter der weiten Atacama-Wüste in Chile auf.

Links oben seht ihr ein Band aus Zodiakallicht. Direkt über dem Horizont leuchtet die Luft grün und rot. Es ist das sogenannte Nachthimmellicht (Airglow). Im Streifen des Zodiakallichts steht der Stern Spica. Und ganz oben rechts seht ihr eine Galaxie, nämlich die Kleine Magellansche Wolke. Die Skulptur im Vordergrund ist die „Desert Staircase“.

Das Foto wurde so geplant, dass die malerische Treppe genau vor dem Band der Milchstraße steht, das fast senkrechten aufsteigt. Wer genau hinschaut, erkennt am Horizont die Anden, die von links nach rechts verlaufen. Dort findet ihr auch der Vulkan Licancabur und die Lichter der Stadt San Pedro de Atacama. Dieses Weitwinkel-Panorama entstand im Juli 2025.

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SMILE zeigt ein geschlossenes Polarlichtoval

Das animierte GIF kombiniert Bilder der Erde mit Blick auf ihren Nordpol. Dort wirbelt ein geschlossenes Polarlicht, das wir in Zeitraffer beobachten können.
Video-Credit: ESA, CAS, SMILE, UVI

Habt ihr schon einmal ein ganzes ovales Polarlicht gesehen? Vom Boden aus kann man es gar nicht erfassen, denn es beschreibt einen zu großen Bogen um einen der Magnetpole der Erde. Doch Raumfahrzeuge können es hoch über der Erde beobachten. Das Video zeigt ein vollständiges ovales Polarlicht. Es stammt von der Raumsonde SMILE, die von den Weltraumbehörden ESA (Europa) und CAS (China) betrieben wird. Weil die Kamera im ultravioletten Licht filmt, sieht man dieses Polarlicht auch am Tag.

Das Video komprimiert etwa eine Stunde in Zeitraffer. Es wurde Ende Juli aufgenommen und zeigt, wie veränderlich und turbulent Polarlichter sind. Die hellen Punkte an den Seiten sind weit entfernte Sterne. Sie bewegen sich, weil die Kamera von SMILE ihren Blickwinkel verschiebt, während das Raumfahrzeug um die Erde kreist.

Eins von SMILEs Zielen ist, die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und der Magnetosphäre der Erde besser zu verstehen. Dabei will man lernen, wie wir Astronautinnen und Astronauten, Raumfahrzeuge und Stromnetze am Boden vor Sonnenstürmen schützen können.

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Schatzkiste im Carina-Nebel

Eine orange-gelbe zerfledderte Wolke schwebt vor einem blau-grünen Hintergrund, der von glitzernden Sternen übersät ist. Einige Sterne leuchten sehr hell und haben die typischen Zacken des Webb-Teleskops. Oben in der hellen Wolke öffnet sich eine Höhlung, die von innen heraus hell schimmert. Sie erinnert an eine Schatzkiste.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Webb, NASA und CSA, M. Reiter; Danksagung: M. H. Özsaraç; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Schatzkiste ist voller Sterne. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop James Webb der NASA, ESA und CSA. Es zeigt eine Staubsäule im Carina-Nebel in unserer Galaxis. Sie ist rund 7500 Lichtjahre entfernt.

Die Säule besteht aus interstellarem Gas und Staub, und starke Sternwinde und Strahlung formen sie. Nachbarsterne wie das Eta-Carinae-System prägen ihre Gestalt. Dieses System ist heller als fünf Millionen Sonnen. Die Sternbildung höhlt den Kopf der Säule aus. Dadurch entsteht der offene Deckel des Schatzes. Astronominnen und Astronomen vermuten, dass der kompakte Sternhaufen etwa 70 Sterne enthält. Der Haufen ist geschätzt nur rund 1,3 Millionen Jahre alt. In der Fülle junger Sterne befindet sich ein massereicher Stern, der etwa die 19fache Masse unserer Sonne hat.

Massereichere Sterne sind seltener. Sie leuchten heller und entwickeln sich schneller als Sterne mit weniger Masse. Diese Juwelen glänzen in der Schatzkiste am hellsten.

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XZ Andromeda zwinkert uns zu

Video-Credit: Ogetay Kayali; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Zwinkert uns dieser Stern zu? Das Objekt in der Mitte dieser Animation ist nicht ein einzelner Stern, sondern es sind zwei Sterne, die umeinander kreisen. XZ Andromeda ist mit fetten Linien markiert. Er ist ein Algol-Stern. Das ist ein Doppelstern, dessen Helligkeit sich durch Verdeckungen ändert. Wir sehen seine Bahn von der Erde aus fast genau von der Kante.

Rechts ist eine Lichtkurve. Sie zeigt, wie das Licht zuerst schwächer und dann wieder heller wird. Das passiert, wenn der kühlere Stern seinen heißeren, helleren Begleiter verdeckt. Man hat mehrere Lichtkurven von XZ Andromeda untersucht. Dabei fand man Hinweise, dass vielleicht zwei weitere Sterne um das System kreisen.

Diese Lichtkurve entstand mit Citizen Astronomy. Das ist einer Open-Source-Software für Differential-Photometrie. Die Software misst, wie den Unterschied der Helligkeit bei einem bestimmten Stern und einem Kontroll-Stern in seiner Nähe. Die Veränderung im Lauf der Zeit wird aufgezeichnet. Diese Methode gleicht viele Störungen aus, die durch das Instrument oder die Erdatmosphäre entstehen.

Diese Analyse eignet sich für Doppelsterne, die ihre Helligkeit durch Bedeckungen verändern. Man beobachtet damit aber auch Transit-Exoplaneten, akkretierende Schwarze Löcher, Supernovae und viele weitere Phänomene, die sich mit der Zeit verändern. Probiere es selbst mit deinen Daten aus!

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Hubble zeigt ein Zehneck um Saturns Südpol

Der Südpol des Planeten Saturn ist hell mitten im Bild dargestellt. Ein X markiert den Südpol, der in einer dunklen Struktur mit 10 Ecken liegt. Eine Beschriftung zeigt das Zehneck. Es ist von helleren, beigefarbenen Ringen umgeben.
Bildcredit: NASA, ESA, STScI, HST; A. Sánchez-Lavega (UPV), A. Simon (NASA-GSFC), M. Wong (UC Berkeley); Bearbeitung: A. Pagan (STScI)

Warum sind die Pole des Planeten Saturn geometrisch? Seit 1987 weiß man, dass eine sechseckige Wolkenform (ein Hexagon) den Nordpol des Saturn umgibt. Entdeckt wurde das geometrische Muster in Daten der Voyager-Sonden der NASA. Die Sonden flogen Anfang der 1980er-Jahre an Saturn vorbei. Das Weltraumteleskop Hubble beobachtete nun den Südpol und zeigte kürzlich ein neues geometrisches Muster am Südpol: ein regelmäßiges Zehneck (Decagon).

Die geometrischen Umrisse entstehen vielleicht durch Wellen, die sich bilden, wenn schnelle Gas in der Nähe der Pole auf das langsamere Gas direkt an den Polen trifft. Dieses Hubble-Bildmosaik entstand letztes Jahr. Es zeigt den Südpol des Saturn, er ist mit einem X markiert. Rund um den Pol verlaufen mehrere Bänder aus kreisenden Wolken. In den dunklen inneren Bereichen erkennt man die zehneckige Form besonders gut.

Das sechseckige Muster am Nordpol ist seit über 40 Jahren stabil. Ob das Zehneck am Südpol ebenfalls stabil bleibt, wird sicher weiter erforscht.

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Kometenartige Knoten im Helixnebel

Das Bild zeigt Knoten aus Staub und Gas im Helixnebel so detailreich wie nie zuvor. Die Knoten erinnern entfernt an Kometen oder kleine, braune Blasen mit Schweifen, die nach unten gerichtet sind.
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI, JWST; Bearbeitung: A. Pagan (STScI)

Wie entstehen die ungewöhnlichen Knoten aus Gas und Staub in planetarischen Nebeln? Solche Knoten findet man auch im Ringnebel, im Hantelnebel und in NGC 2392. Sie wurden zunächst nicht vorhergesagt. Wir verstehen ihre Entstehung noch nicht gut.

Das Bild zeigt einen Teil des Helixnebels. Es entstand mit dem Weltraumteleskop James Webb im Infrarotlicht und zeigt viele Details. Die Knoten erinnern an Kometen. Sie haben circa dieselbe Masse wie die Erde. Doch sie sind typischerweise mehrere Male größer als Plutos Umlaufbahn.

Es gibt eine Hypothese, wie die Knoten entstanden sind und wie sie zerteilt wurden. Sie besagt, dass der Stern, der im Zentrum vergeht, einen sehr energiereichen Sternenwind mit geringer Dichte verströmt. Dieser Wind treibt dichteres Gas, das schon zuvor da war, nach außen.

Der Helixnebel ist ein Beispiel eines planetarischen Nebels in unserer Nähe. So ein Nebel entsteht, wenn die Existenz eines sonnenähnlichen Sterns zu Ende geht. Der Helixnebel hat die Katalogbezeichnung NGC 7293. Er ist etwa 650 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Wassermann (Aquarius).

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NGC 4372 und das Dunkle Dingsbums

Ein dunkler Nebelstreif zieht vor einem Himmel voller Sterne von links unten diagonal nach oben. Rechts schimmert ein Kugelsternhaufen, der aber viel weiter entfernt ist als das dunkle Dingsbums.
Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Cipolat Bares

Der Dark-Doodad-Nebel treibt am Südhimmel. Frei übersetzt würde man sagen, der Dunkle Dingsbums-Nebel. Er ist eine große Wolke aus interstellarem Staub im kleinen Sternbild Fliege (Musca). Wenn man mit einem Fernglas beobachtet, ist er ein interessantes Ziel. Der Nebel zeichnet sich deutlich vor dichten Sternfeldern ab, die südlich vom Kohlensacknebel und dem Kreuz des Südens liegen. Dark Doodad reicht über etwa 3 Grad.

Bei seiner südlichen Spitze, die rechts oben liegt, leuchtet der gelbliche Kugelsternhaufen NGC 4372. Dieser Sternhaufen gehört zum Halo unserer Milchstraße und ist etwa 20.000 Lichtjahre von uns entfernt. Er liegt nur zufällig in derselben Blickrichtung wie das Dunkle Dingsbums. Dark Doodad ist etwa 700 Lichtjahren entfernt und mehr als 30 Lichtjahre lang. Die markante dunkle Form gehört zur Musca-Molekülwolke. Das ist eine Region, in der neue Sterne entstehen können.

1986 erhielt Dark Doodad, das dunkle Dingsbums, seinen ungewöhnlichen Namen. Der Astrofotograf und Autor Dennis di Cicco prägte ihn, als er den Halleyschen Kometen in der australischen Wüste beobachtete.

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