NGC 4372 und das Dunkle Dingsbums

Ein dunkler Nebelstreif zieht vor einem Himmel voller Sterne von links unten diagonal nach oben. Rechts schimmert ein Kugelsternhaufen, der aber viel weiter entfernt ist als das dunkle Dingsbums.
Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Cipolat Bares

Der Dark-Doodad-Nebel treibt am Südhimmel. Frei übersetzt würde man sagen, der Dunkle Dingsbums-Nebel. Er ist eine große Wolke aus interstellarem Staub im kleinen Sternbild Fliege (Musca). Wenn man mit einem Fernglas beobachtet, ist er ein interessantes Ziel. Der Nebel zeichnet sich deutlich vor dichten Sternfeldern ab, die südlich vom Kohlensacknebel und dem Kreuz des Südens liegen. Dark Doodad reicht über etwa 3 Grad.

Bei seiner südlichen Spitze, die rechts oben liegt, leuchtet der gelbliche Kugelsternhaufen NGC 4372. Dieser Sternhaufen gehört zum Halo unserer Milchstraße und ist etwa 20.000 Lichtjahre von uns entfernt. Er liegt nur zufällig in derselben Blickrichtung wie das Dunkle Dingsbums. Dark Doodad ist etwa 700 Lichtjahren entfernt und mehr als 30 Lichtjahre lang. Die markante dunkle Form gehört zur Musca-Molekülwolke. Das ist eine Region, in der neue Sterne entstehen können.

1986 erhielt Dark Doodad, das dunkle Dingsbums, seinen ungewöhnlichen Namen. Der Astrofotograf und Autor Dennis di Cicco prägte ihn, als er den Halleyschen Kometen in der australischen Wüste beobachtete.

Sonnenfinsternis und Perseïden: Schickt eure Tipps!

APOD zieht um: science.nasa.gov/apod

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Die Große Magellansche Wolke

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Bildcredit und Bildrechte: Monica Mesa; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Habt Ihr schon einmal eine andere Galaxie mit euren eigenen Augen gesehen? Dieses Bild zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW), eine der nächsten Nachbarinnen unserer Milchstraße.

Wenn Ihr euch irgendwo südlich des 20. nördlichen Breitengrades befindet (je weiter südlich, desto besser), können Ihr sie mit bloßem Auge sehen. Am besten geht das an einem dunklen Ort, fern von Städten und Lichtverschmutzung.

Die große Magellansche Wolke ist eine irreguläre Zwerggalaxie. Sie ist etwa 163.000 Lichtjahren entfernt und gehört zur Lokalen Galaxiengruppe. Obwohl sie viel kleiner ist und ihre Gesamtmasse nur etwa 10–20 % der Masse der Milchstraße entspricht, entstehen in der GMW besonders viele neue Sterne. Das könnte an den Gezeitenkräften der Milchstraße liegen.

Einige Astronominnen und Astronomen sagen voraus, dass sie in etwa 2 Milliarden Jahren mit unserer Milchstraße kollidieren wird.

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NGC 300: Kosmisches Juwel mit Sternen und Gaswolken

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Bildcredit und Bildrechte: Team Ciel Austral; Team-Mitglieder: P. Bernhard, L. Bourgon, J. C. Canonne, D. Chaplain, G. Chassaigne, N. Outters, M. Selby, S. Vetter; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Dieser funkelnde, farbenfrohe Edelstein ist die Spiralgalaxie NGC 300. Sie gehört zu den nächstgelegenen Spiralgalaxien der Erde, nur etwa 6 Millionen Lichtjahre entfernt. Doch sieht sie wirklich so aus? (Hier ist ein eher typisches Bild davon.)

Dieses ungewöhnliche Bild kombiniert das Licht der Sterne und des Staubs in der Galaxie mit dem Licht ionisierter Wolken aus interstellarem Gas, die in Rot (Schwefel), Grün (Wasserstoff) und Blau (Sauerstoff) dargestellt sind. Besonders fallen in diesem Bild die gelb und orangen Töne auf. Diese entstehen durch die Kombination von rotem und grünem Licht zu verschiedenen Anteilen. In unserem Alltag finden wir Licht aus ionisiertem Gas zum Beispiel in Neonschildern, Leuchtstoffröhren und Straßenlaternen.

Diese riesigen Wolken aus ionisiertem Gas entstehen in der Regel durch junge, massereiche Sterne, die hochenergetische ultraviolette Strahlung aussenden, die das Gas ionisieren kann. Massereiche Sterne haben im Vergleich zu leichteren Sternen wie unserer Sonne eine kurze Lebensdauer und explodieren am Ende ihres Lebens als Supernovae. Daher ist es möglich, dass einige der farbenfrohen Wolken im Bild Überreste von Supernovae verbergen.

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Swift-Boost-Mission

Bildcredit: Katalyst Space; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Manchmal braucht jeder ein bisschen Hilfe von Freundinnen oder Freunden. Das Neil Gehrels Swift-Observatorium der NASA ist fast 22 Jahren im All. Nun benötigt es einen Schub, um in der Umlaufbahn zu bleiben.

Dieses Video zeigt eine künstlerische Darstellung der Swift Boost Mission: Das Raumfahrzeug LINK von Katalyst startete gestern auf einer Pegasus XL-Rakete von Northrop Grumman. Es ist jetzt unterwegs und hebt Swift in den nächsten Monaten in eine höhere Umlaufbahn.

Noch nie hat jemand so ein Manöver versucht. Wenn es gelingt, haben wir eine neue Technologie, mit der Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen länger im All bleiben können. Normalerweise sinken sie mit der Zeit ab.

Die Instrumente von Swift beobachten die energiereichsten Explosionen im Universum. Dazu nützen sie Gammastrahlung, Röntgen- und Ultraviolettlicht. Er hat auch die besondere Fähigkeit, sich in ein paar Dutzend Sekunden neu auszurichten. Astronominnen und Astronomen auf der ganzen Welt und alle, die kosmische Explosionen mögen, hoffen auf einen Erfolg der Mission!

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Überreste der Supernova-Geschwister

Der Quallennebel ist hier farbcodiert dargestellt. Der größte Teil des Nebels leuchtet gelb. Links ist ein violettes Filament, und im Nebel ziehen blaue Fasern durch die Mitte. Rechts leuchtet ein sehr heller Stern, er heißt Propus.
Bildcredit: Goddard-Raumfahrtzentrum der NASA und M. Michailidis et al. 2026; Optisch: DSS; Infrarot: NASA/WISE/JPLCaltech/UCLA; Ultraviolett: NASA/Swift; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert, wenn ein Stern in einem Doppelsternsystem zur Supernova wird? Dieses Bild kombiniert sichtbares Licht in Gelb, ultraviolettes Licht in Lila sowie infrarotes Licht in Türkis, Rot und Orange. Es zeigt zwei Supernova-Überreste und ihre Umgebung, die etwa 6000 Lichtjahre entfernt sind. Der jüngere ist der bekannte Quallen-Nebel in der Mitte. Er leuchtet im Bild großteils gelb. Mit bloßem Auge gesehen wäre er am Himmel größer als der Vollmond.

Das lilafarbene Filament gehört zu einem älteren Supernova-Überrest. Er hat die Bezeichnung G189.6+3.3 und überlappt den jüngeren Überrest. Eine neue Studie nutzte Daten des Weltraumteleskops Fermi der NASA, das in Gammastrahlen beobachtet. So will man ihre Geschichte rekonstruieren.

In der Astronomie vermutet man, dass dort ursprünglich ein System aus zwei Sternen war, also ein Doppelsternsystem. Der erste Stern explodierte als Supernova. Dabei schleuderte er seinen Begleiter weg. Der explodierte dann ebenfalls Zehntausende Jahre später als Supernova. So überlagerten sich die beiden Supernova-Überreste, die wir heute sehen.

Der helle Stern rechts ist eigentlich ein System aus drei Sternen, er heißt Propus.

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SDO beobachtet einen koronalen Massenauswurf

Videocredit: NASA, SDO, AIA; Bearbeitung: Richard Petarius III (MTU); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Warum schleudert die Sonne Materie auf uns? Die Oberfläche der Sonne brodelt. Sie ist ein Mix aus energiereichen Elektronen und Ionen, den man als Plasma bezeichnet. Die geladenen Teilchen folgen Schleifen im Magnetfeld, die größer sind als die Erde. Diese Schleifen verdrehen und verformen sich und schließen Plasma ein.

Die Aufnahme in Zeitraffer entstand am 24. April 2026. Zwei Stunden lang filmte das Solar Dynamics Observatory (SDO). Das Video zeigt, was passiert, wenn diese Magnetfelder überdehnt werden: Sie reißen und schleudern Milliarden Tonnen Plasma in den Weltraum (also Billionen an Kilogramm). Das Plasma hat dabei eine Geschwindigkeit von Millionen km/h. So ein Phänomen nennt man koronalen Massenauswurf (KMA). Wenn die Sonne den Höhepunkt ihres Aktivitätszyklus erreicht, setzt sie täglich einige KMA frei. Der letzte Höhepunkt an Aktivität fand im Jahr 2025 statt.

Wenn so eine Eruption die Erde trifft, kann sie Stromnetze stören oder Satelliten außer Betrieb setzen. Manchmal sind sogar Astronautinnen und Astronauten in Gefahr. Deshalb ist es so wichtig, das Wetter im Weltraum zu überwachen.

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Alle Messier-Objekte im gleichen Maßstab

Alle 110 Objekte des Messier-Katalogs wurden im selben Maßstab fotografiert und zu diesem Raster zusammengefasst. Manche Bildfelder enthalten zwei oder mehr Objekte (z. B.: M31, M32 und M110).
Bildcredit: Sylvain Villet; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Nachts sieht man viele astronomische Objekte. Welche sind besonders interessant? Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop könnt ihr auf der Nordhalbkugel nach den Objekten im Messier-Katalog suchen, die sehr beliebt sind. Viele davon sieht man auch auf der Südhalbkugel, aber nicht alle.

Der Katalog enthält 110 Objekte. Charles Messier erstellte ihn im 18. Jahrhundert, weil er sich für Kometen interessierte. Dieses Bild zeigt sie alle im gleichen Maßstab. Der Katalog ist eine Liste bekannter Objekte, die Kometen ähnlich sehen. Wenn man Kometen beobachtete oder nach ihnen suchte, sollte man sie vermeiden.

Der Katalog enthält eine Vielfalt an Himmelsobjekten. Dazu zählt zum Beispiel der Krebsnebel (M1), ein Supernovaüberrest. Galaxien wie die Andromeda-Galaxie (M31). Nebel wie der Orionnebel (M42), in dem Sterne entstehen. Oder Sternhaufen wie die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Haufen aus hellen jungen Sternen.

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Saturn und Neptun tanzen rückwärts

Zwei parallele Schleifen aus hellen Punkten verlaufen am Nachthimmel. Dieses Kompositbild zeigt die Positionen von Saturn und Neptune. Die Kamera folgte ihnen von Mai 2025 bis JÄnner 2026. Der hellere Ring vorne ist Saturn, der blassere Ring dahinter ist Neptun.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was bedeutet es, wenn Saturn und Neptun rückläufig sind? Das Bild wurde aus Aufnahmen zusammengesetzt, die in 34 Nächten von Mai 2025 bis Februar 2026 entstanden sind. Sie zeigen Saturn (er ist vorne und heller) und Neptun (schwächer und hinten). In dieser Zeit bewegten sich beide Planeten am Himmel rückwärts – das nennt man rückläufige Bewegung.

Diese scheinbare Rückwärtsbewegung entsteht, wenn die Erde die langsameren äußeren Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne innen überholt. Man stelle sich das Sonnensystem wie eine Laufbahn vor: Die Erde läuft auf der Innenbahn schneller als die äußeren Planeten. Die Erde nähert sich, überholt und „überrundet“ die äußeren Planeten. Sie liegen aus unserer Perspektive dann scheinbar hinter uns. Durch die veränderte Perspektive wechseln die äußeren Planeten am Nachthimmel ihre Position.

Zum heutigen Bild gibt es auch eine Animation. Sie zeigt den monatelangen „Tanz“ von Saturn und Neptun am nördlichen Nachthimmel. Saturn wechselte dabei vom Sternbild Fische in den Wassermann und wieder zurück. Neptun blieb in den Fischen. Seit ihrer letzten Konjunktion im Jahr 1989 waren sich Saturn und Neptun nicht mehr am Himmel.

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