Deep Field: Der Herznebel

In dem bildfüllenden Nebelfeld, das organgefarben leuchtet und stark strukturiert ist, befinden sich der Herznebel, der Fischkopfnebel und Melotte 15.

Bildcredit und Bildrechte: William Ostling, Telescope Live

Was regt den Herznebel an? Zunächst einmal sieht der große Emissionsnebel auf der linken Seite, der als IC 1805 katalogisiert ist, ein wenig wie ein menschliches Herz aus. Der Nebel leuchtet hell in rotem Licht, das von seinem wichtigsten Element, dem Wasserstoff, ausgestrahlt wird. Dieses lang belichtete Bild (Deep Field) wurde aber von Licht überlagert, das von Silizium (gelb) und Sauerstoff (blau) ausgestrahlt wird.

Mitten im Herznebel befinden sich die jungen Sterne im offenen Sternhaufen Melotte 15. Diese Sterne tragen mit ihrem energiereichen Licht und ihren Winden mehrere malerische Staubsäulen ab. Der Herznebel ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Kassiopeia. Rechts unter dem Herznebel liegt der Fischkopfnebel. Dieses breite, detailreiche Bild zeigt deutlich, dass leuchtendes Gas den Herznebel in alle Richtungen umgibt.

Ein Deep Field ist eine Aufnahme eines Himmelsareals, das lang belichtet wurde. Dadurch werden dunkle, weit entfernte Objekte sichtbar.

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Artemis 1: Flugtag 13

Links unten in der Ecke ist eine Raumkapsel mit einem riesigen NASA-Schriftzug und NASA-Logo, rechts oben sind der Mond und rechts daneben die Erde zu sehen, beide aus beträchtlicher Entfernung nebeneinander.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag (28. November 2022) der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine maximale Entfernung von seiner Heimatwelt.

Mit einer Entfernung von über 430.000 Kilometern von der Erde in einer retrograden Umlaufbahn übertraf Orion den Rekord für das am weitesten entfernte Raumfahrzeug, das für den Transport von Menschen entwickelt wurde. Dieser Rekord wurde 1970 während der Apollo-13-Mission zum Mond aufgestellt.

In diesem Videobild von Orion am 13. Flugtag der Mission Artemis I sind Erde und Mond im selben Blickfeld. Der Planet und sein großer natürlicher Satellit erscheinen aus der Perspektive des unbesetzten Raumschiffs sogar etwa gleich groß.

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Juno zeigt Ganymed

Der Jupitermond Io ist fast bildfüllend dargestellt, links ist ein kleiner Teil nicht beleuchtet. Die Oberfläche wirkt sehr glatt mit dunklen breiten bandartigen Stellen, sie besitzt wenige sehr hellen großen Kratern.

Bildcredit und Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Wie sieht der größte Mond des Sonnensystems aus? Der Jupitermond Ganymed, der sogar größer als Merkur und Pluto ist, hat eine eisige Oberfläche, die mit hellen, jungen Kratern gesprenkelt ist, die über einer Mischung aus älterem, dunklerem, stärker zerklüfteten und von Rillen und Graten durchzogenem Terrain liegen. Die Ursache für das gerillte Terrain ist nach wie vor Gegenstand der Forschung, wobei eine führende Hypothese die Verschiebung von Eisplatten damit in Verbindung bringt. Es wird vermutet, dass Ganymed unter der Eisoberfläche einen Ozean besitzt, der mehr Wasser enthält als die Erde – und in dem möglicherweise Leben existiert. Wie der Erdmond ist auch Ganymed seinem Zentralplaneten, in diesem Fall Jupiter, zugewandt, man spricht von gebundener Rotation. Das hier gezeigte Bild wurde im Jahr 2021 von der NASA-Robotersonde Juno aufgenommen, die an dem riesigen Mond vorbeiflog. Durch den nahen Vorbeiflug verringerte sich die Umlaufzeit von Juno um Jupiter von 53 auf 43 Tage. Juno untersucht weiterhin die hohe Schwerkraft des Riesenplaneten, sein ungewöhnliches Magnetfeld und seine komplexen Wolkenstrukturen.

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Bettina Anderl

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