Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter, Yann Sainty; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)
Die Geister von fünf Supernovae spuken in diesem außergewöhnlichen Bild. Es wurde im Oukaïmeden Observatorium in Marokko mit ungefähr 200 Stunden Beobachtungszeit aufgenommen und zeigt einen großen Fleck des Himmels. Das Bildfeld hat etwa die Fläche von tausend nebeneinander gelegten Vollmonden und befindet sich im Sternbild Fuhrmann (Auriga).
Von links nach rechts sind die hier sichtbare Supernovaüberreste: G181.1+9.5, G182.4+4.3, G179.0+2.6, G180.0−1.7 (Sh2-240, der Spaghetti Nebel), und G178.2−4.2. Sie sind in diesem annotatierten Bild zusammen mit dem offenen Sternhaufen M37 und dem Kaulquappennebel hervorgehoben.
Weil sich jede dieser Explosionen ins All ausbreitet, bilden sie wachsende Schalen aus geschocktem Gas und feinen Filamenten, die hier in Rot (Wasserstoff) und Blue (Sauerstoff) zu sehen sind.
Diese uralten Sternexplosionen geschahen unabhängig voneinander. Sie haben auch ganz unterschiedliche Entfernungen von einigen tausend Lichtjahren von der Erde. Ihre Altersschätzungen reichen bis zu zehntausenden von Jahren. Frühe Menschen könnten demnach Zeugen gewesen sein, wie sich diese hellen „neuen Sterne“ über Wochen oder Monate wieder verschwanden.
- Neue E-Mail-Adresse für APOD-Einreichungen: Info findet ihr hier
- APOD zieht um: Von apod.nasa.gov zu science.nasa.gov/apod