Das Hubble-Teleskop zeigt den Eiernebel

Ein Stern ist von dichtem Staub umhüllt. An seinen Polen strömen helle Materiestrahlen aus. Der Kern ist von zarten konzentrischen Hüllen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA, B. Balick (U. Washington)

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es aussieht, wenn man die Sonne knackt? Der „Eiernebel„, ein sonnenähnlicher Stern am Ende seiner stabilen Phase, kann diese Frage beantworten. Der Nebel ist auch als RAFGL 2688 oder CRL 2688 bekannt. Das Bild zeigt eine Kombination von Aufnahmen des Nebels in sichtbaren und infraroten Wellenlängen. Sie stammen vom Weltraumteleskop Hubble.

Der Stern hat seine äußersten Hüllen bereits abgestoßen. Ein heller, heißer Kern (das „Eigelb“) beleuchtet nun die milchigen, „Eiweiß-ähnlichen“ äußeren Schichten aus Gas und Staub. Die zentralen Blasen und umgebenden Ringe bestehen aus Staub und Gas, die erst kürzlich ins All geschleudert wurden. Der Staub ist so dicht, dass er den Blick auf den Stern im Zentrum verdeckt. Lichtstrahlen aus dem Kern strömen durch Löcher in dieser Schicht. Diese werden von schnellen Materialströme, die kürzlich an den Polen ausgestoßen wurden, in die Staubhülle gerissen.

Astronom*innen untersuchen noch, welche Prozesse dafür verantwortlich sind, dass all die Scheiben, Blasen und Strahlstrukturen in dieser sehr kurzen (nur wenige tausend Jahre!) Phase der Sternentwicklung entstanden sind. Der Eiernebel ist so gesehen tatsächlich das Gelbe vom Ei, ein ei-nzigartiges Studienobjekt!

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